Beiträge von Shoppy

    Huhu Niene,

    nachdem ich ja im anderen Beitrag nur auf die "Nebenschauplätze" eingegangen bin, hier noch ein paar Hinweise:

    Erstmal solltest Du (evtl. mit hilfe eines kompetenten Trainers) herausfinden, ob er sich so benimmt, weil er den anderen Hund "plattmachen" will (und hierbei muß dann noch unterschieden werden, ob er das aus unsicherheit macht oder weil er sich für den "Größten" hält) , oder ob er einfach gefrustet ist, weil er ihn gerne begrüßen möchte und nicht darf.
    Die Herangehensweise ist dann nämlich komplett unterschiedlich.

    Angenommen, er möchte den anderen Hund einfach nur Standesgemäß begrüßen und hat nun etwas Frust, weil er ja nicht gelassen wird, wie er möchte.
    In dem Fall arbeitest Du an seiner Impulskontrolle und Frusttoleranz und benutzt idealer Weise die das "zum-anderen-Hund-dürfen" als Superbelohnung (Schau mal nach Premack-Prinzip)

    Im Fall von "ich mach dich platt" als "Angriff ist die beste Verteidigungs"Masche würdest Du mit systematischer Desensibilisierung und Gegenkonditionierung arbeiten. So lernt er dann durch assoziation des "bösen" Reizes (= anderer Hund) mit einem super Bestärker (=primärer Bestärker, z.B. Extrem Leckers Essen), dass das "ERscheinen" eines anderen Hundes leckerstes Esen nach sich zieht.

    Im Fall von"ich bin hier der Größte" (und ich meine nicht seine Doggen-Größe =) ) solltest Du auf jeden Fall einen kompetenten, erfahrenen Trainer dazuziehen, das kann man hier über Ferndiagnose keinesfalls lösen!


    Da Du Deinen Hund ja momentan nicht wirklich gut körperlich auslasten kannst, würde ich
    1. ihm extrem schwierige Denkaufgaben geben (schwierige Tricks lernen, Schnüffelspiele, geistig anregendes Hundespielzeug)
    2. Entspannungsübungen (Zen-Down, Entspannungssignal)
    3. alternative Möglichkeiten zur Körperlichen Auslastung
    erkunden und ausprobieren.


    zu 3.:
    Hast Du schon mal an Zughundesport gedacht? Du hast einen großen, fast ausgewachsenen Hund, der sich hunderbar eignet ein Sacco-Cart, einen Tretroller oder ein Hadhi-Trike zu ziehen. DAbei könnte er laufen, wäre "angeleint" und unter Kontrolle, könnte sich körperlich UND geistig auslasten (denn er muß ja neue Sachen lernen, wie Zug-arbeits-Kommandos) und weil er ausserdem immer wieder gefordert wird, an für ihn interessanten Sachen vorbeizugehen (weil er nicht an jedem Baum markieren sollte, wenn er vor einem Trike oä. läuft) generalisiert sich schnell ein "weitergehen" an allen möglichen Ablenungen vorbei, auch an anderen Hunde, wenn man Anfangs den Abstand groß genug wählt.


    PS.: Abstand. Du hast geschrieben, ablenken geht nicht weil er dann nichts mehr nimmt.
    DANN ist der Abstand zu klein. Die Leckrechen sollten nicht als "Ablenkung" gegeben werden, sondern als "Klassische Konditionierung" sobald Dein Hund den anderen Hund sieht (da es dabei wünscheswert ist, dass Dein Hund die Kontainance behält, sollte der Abstand so groß sein, dass er den Hund zwar sieht, aber nicht auf ihn reagiert). So baut sich die Klassische (Gegen)-Konditionierung auf "anderer Hund" = "Leckerstes Essen wird gereicht"

    Zitat


    Habt ihr noch Ideen bzw. Übungen, mit der ich der Kleinen das Shapen beibringen kann, damit sie mehr von sich aus anbietet?

    LG,
    Martin

    Du könntest:
    Die Kiste umdrehen und Leckerchen unter der Kiste verstecken und clicken, wenn sie an der Kiste schnüffelt.
    Oder Leckerchen in die Kiste legen und Clicken, wenn sie die Nase in die Kiste steckt.
    Du solltest auf jeden Fall "mit dem ganzen Körper" die Kiste ansehen (dreh Dich in die Richtung der Kiste, beug Dich einwenig in die Richtung der Kiste, die Fußspitzen zeigen in Richtung Kiste etc).

    Du könntes um die Kister herumgehen und alles an BEwegung clicken, was sie dann so macht, sofern sie steht...

    Zitat


    Wenn du für das Erblicken/Anschauen von Hunden/Joggern etc. clickst, achte darauf, dass du auch für andere Sachen clickst. Sonst besteht die Gefahr, dass der Clicker zur Ankündigung wird, dass da gleich was Interessantes kommt.

    LG Theresa

    Wieso, wenn der Click erst nach dem "Blick" kommt, ist das interessante doch schon da?
    Oder habe ich da jetzt was falsch verstanden?

    Mein Hund ist gechipt.
    Ich habe den Impfauswes und seine Papiere, beides versehen mit der Chipnummer...

    Und Crispel geht nicht "verloren" und auch nicht einfach so mit irgendwem mit... hoffe ich :schockiert: +

    Zitat


    Leider mache ich jeden Tag die Erfahrung, dass es immer weniger echte gute Hundeerfahrene Hundebesitzer gibt und viele sich einen Hund anschaffen aber nicht wissen wie so ein Hund eigentlich "funktioniert". :(
    Da wird der Hund kurz gehalten wenn Artgenossen auf ihn zukommen, da wird an der Leine gerissen und ihm deutlich gezeigt: "Nein, Du darfst da nicht hin". Und das Gegenüber forciert mit Aufforderungen: "Halten Sie Ihren Hund gefälligst von meinem fern" oder "Hilfe, so ein Riese beisst doch bestimmt meinen" eine echte normale Hundebegegnung in die
    falsche Richtung! :(


    Wenn Hunde so behandelt werden, wie können sie sich dann, wie Du unten schreibst "stark fühlen"?


    Zitat


    Nun, er will seinem Instinkt nachgehen und diese kennenlernen. An der Leine ist jeder Hund stark (wenn er einen normalen Charakter hat), Frauchen oder Herrchen hinter ihm, also kann der Brummer einen auf Macho machen und führt sich auch so auf.

    Sie Fühlen sich eben NICHT stark.
    Die Leine verändert ihre Körpersprache: Durch kurz genommene Leine werden sioe Vorne höher als Hinten, der Kopf geht hoch, sie stehen vorne auf den Zehen und der Körperschwerpunkt geht nach vorne = Drohverhalten von "freibeweglichen" Hunden.

    Das Problem ist dann, dass die anderen Hunde den angeleinten als "drohnend" lesen. Und sich eben entsprehchend verhalten.

    Hunde wissen ausserdem, dass sie an der Leine sind und nicht ausweichen können. Sie können nicht den Hunde-Knigge vorgeschriebenen Bogen gehen, weil Mensch sie geradeaus weiterzerrt. Sie können nicht das Tempo selber bestimmen, weil Mensch ihnen ihr Tempo aufzwingt.
    Auch das lesen die anderen Hunde als Bedrohung, oder zumindest als extrem unhöflich...


    @ Mücke: mit "Dominante" meinst Du in diesem Fall die Mobber, oder? Ich frage nur nach, weil das für mich was völlig unterschiedliches ist. Unter Dominant verstehe ich eine Position in einer Beziehung - wobei "Beziehung" die voraussetzung ist - die beiden Hunde müssen sich kennen und durch erfahrung gelertn und akzeptiert haben, dass einer eben der dominatere (in bestimmten Situationen) ist.
    Mobber dagegen, sind eben nicht dominat, sie sind nur einfach höfliche "Blagen", die Spaß haben, Schwächere zu ärgern - dominate müßen nicht äergern, das wäre unter ihrer Würde...

    Die Erläuterungen Deines Trainers finde ich aber richtig. Allerdings könnte man dieses Spielen ja anders gestalten, z.B. so, dass die Menschen ihre Hunde alle paar Minuten abrufen, mit ihnen Spielen und dann zu den Hunden zurückschicken. Auch können die Gruppen so zusammen gestellt werden, dass Mobber eben keine Gelegeheit bekommen Schwächere umnzusäbeln.
    Auf einen Hundeplatz hat man da ja sogar besser die Gelegenheit zu, als auf einer "Hundewiese" wo man nicht unter Kontrolle hat, wer kommt, und was die anderen Menschen ihre Hunde machen lassen.
    Auf einem Hundeplatz mit anwesendem Trainer kann dieser passende Spielpartner zusammen stellen, Regeln vorgeben (dass z.B. regelmäßig abgerufen wird, dass Entspannungspausen eingelegt werden, dass Übungen eingefügt werden....).
    Wenn man erkannt hat, warum etwas Problematisch ist, kann man das Problematische daran ja versuchen zu verbessern.

    Versuch das mal in einem Freilaufgebiet. Da beansprucht doch jeder HH für sich das Recht, alles machen zu dürfen, was er möchte, überspitzt gesagt....

    Hallo Jenny,

    ich würde das ohne "Handtarget" aufbauen.

    Ich würde ein Großes Stück Pappe nehmen, auf den Boden legen und mit einer Pfote touchen lassen (oder falls Du einen Nasentouch möchtest, Pappe an die Wand kleben und mit der Nase Touchen lassen)

    Dann die Pappfläche immer kleiner werden lassen, dann die Pappe in Richtung Lichtschalter verschieben.

    Zitat

    wieso braucht man dazu eigentlich 2 komandos? ist die Aktion nicht dieselbe - mit der Pfote oder Nase auf den Lichtschalter stupsen??

    Ich würd einfach sagen "Licht"...oder steh ich jetzt total auf dem Schlauch??

    Nö, sehe ich auch so :roll: