Durch dass beißen/knabbern kannst Du ein Gefühl dafür bekommen, wie es mit seiner Beißhemmung aussieht.
Beißhemmung heißt nicht ausschließlich, dass der Hund nicht beißt jeder Hund wird beißen, wenn er nicht anders kann...) sondern auch, wie fest er zubeißt.
Mit anderen Worten: beißt er richtig hart zu un macht kleine Löcher, oder nuschelt er nur mal mit dem Maul, sodass die Stelle nur feucht wird?
Letzteres ist erstrebenswert, denn wenn Hund dann "ernst" beißt, hatte er gelegenheit zu lernen, dass es auch ein "beißen" und ein "beißen" gibt.
Lernen kann er das aber nur, wenn Du beißen zuläßt, aber Feedback abgibst, darüber, wie stark beißen okay ist.
Das geht so: Mit Welpi spielen, wenn er richtig ordentlich fest tackert, aufjaulen wie ein Schlachtschwein, aufstehen weggehen. 30Sekunden ignorieren. das ganze von vorne: Du willst möglichst viele Wiederholungen, damit er lernt, zu fest beißen bedingt ein Signal (Deinem Aufjaulen) und dem Signal folgt der Spielabbruch.
Also: viele wiederholungen von Spielen, beißen, aufjaulen ignorieren.
Nach und nach verschiebst Du dann Deine Schmerzgrenze von "ich überlebe selbst die Hölle" bis "ich bin Prinzessin auf der Erbse".
Du mußt den Hund dazu auch nicht wegschubsen oder einen klapps geben. Schränk zum spielen einfach seinen Bewegungsradius ein (z.B. mit einer leine, mit einme Welpengitter, oder mit einer Zimmertür: Es ist wichtig, dass nach dem Signal sofortiges ingorieren folgt - wenn er sich weiter bespaßen kann, indem er in Hosenbeine beißt funktioniert die konditionierung auf das Signal nicht.