Beiträge von Shoppy

    Durch dass beißen/knabbern kannst Du ein Gefühl dafür bekommen, wie es mit seiner Beißhemmung aussieht.

    Beißhemmung heißt nicht ausschließlich, dass der Hund nicht beißt jeder Hund wird beißen, wenn er nicht anders kann...) sondern auch, wie fest er zubeißt.
    Mit anderen Worten: beißt er richtig hart zu un macht kleine Löcher, oder nuschelt er nur mal mit dem Maul, sodass die Stelle nur feucht wird?

    Letzteres ist erstrebenswert, denn wenn Hund dann "ernst" beißt, hatte er gelegenheit zu lernen, dass es auch ein "beißen" und ein "beißen" gibt.

    Lernen kann er das aber nur, wenn Du beißen zuläßt, aber Feedback abgibst, darüber, wie stark beißen okay ist.

    Das geht so: Mit Welpi spielen, wenn er richtig ordentlich fest tackert, aufjaulen wie ein Schlachtschwein, aufstehen weggehen. 30Sekunden ignorieren. das ganze von vorne: Du willst möglichst viele Wiederholungen, damit er lernt, zu fest beißen bedingt ein Signal (Deinem Aufjaulen) und dem Signal folgt der Spielabbruch.
    Also: viele wiederholungen von Spielen, beißen, aufjaulen ignorieren.
    Nach und nach verschiebst Du dann Deine Schmerzgrenze von "ich überlebe selbst die Hölle" bis "ich bin Prinzessin auf der Erbse".

    Du mußt den Hund dazu auch nicht wegschubsen oder einen klapps geben. Schränk zum spielen einfach seinen Bewegungsradius ein (z.B. mit einer leine, mit einme Welpengitter, oder mit einer Zimmertür: Es ist wichtig, dass nach dem Signal sofortiges ingorieren folgt - wenn er sich weiter bespaßen kann, indem er in Hosenbeine beißt funktioniert die konditionierung auf das Signal nicht.

    Zitat

    Es sind ja nicht immer die gleichen Hunde ! Auch bei fremden Hunden, ist er "während" der Stunde immer brav.

    Das aggressive Verhalten zeigt er aber auch, wenn ich in komplett fremder Umgebung - ohne Hundeschulgruppe - auf andere Hunde treffe.

    Klar - ich hab mit Sicherheit irgendwo einen Fehler gemacht. Das ist mir bewusst. Deshalb versuche ich jetzt, ihm irgendwie klar zu machen, dass andere Hunde eigentlich völlig uninteressant sind; außer ... sie dürfen miteinander spielen.

    Huhu, Dein Hund hat gelernt, dass es für DICH einen Unterschied zwischen Hundeschulke/nicht Hundeschule gibt. Das ist nicht ganz ungewöhnlich. Ich habe das auch ein bißchen -. ich bin auf Seminare auch irgendwie präziser und "anders", sodaß Crispel auf Seminare viel aufmerksamer auf mich reagiert, als "ohne" Seminar.

    An der eigenen Einstellung zu drehen, ist nicht ganz einfach.
    Auch muß man sich selber gut beobachten können, es sind winzige Details, die sich verändern, z.B. Körperhaltung.
    Es könnte z.B. sein:
    dass Du konzentierter bist, weil Dich Dein Trainer beobachtet
    dass Du eine leicht andere körperhaltung hat (weil man eine andere hat, wenn man "beobachtet" wird.
    vielleicht lächelst Du mehr - oder guckst ernster.
    Auch die Stimme könnte verändert sein
    Oder Du spricht einfach mehr: mehr Signale, mehr Feedback, präzieseres Feedback.
    Ich weiß, dass es bei mir "mehr Signale, präzieseres Feedback und andere Körperhaltung" ist und seit mir das bewußt ist, fällt es mir in Situationen, wo etwas nicht zu klappen scheint, auf, das Crispel kein Hellseher ist. Wenn ich nicht sage was ich will, oder noch schlimmer, gar nicht weiß was ich will, oder meine Stimme Hüh, mein Körper aber Hott sagt und er keine Aussagen dazu bekommt, ob das gut ist, was er gerade macht, dann KANN er auch nicht das machen, was ich möchte, dass er macht...

    ne "zwingen" geht gar nicht.

    Wie ich ja schon geschrieben habe ist der Crispel ein verträglicher einer - ein Meister der Calming Signals. Trotzdem lasse ich ihn zu unbekannten Hunden einfach nicht hin. Wenn mir was entgegenkommt rufe ich frühzeitig zurück und hoffe (sollten die anderen Hunde freilaufen), dass diese ebenso angeleint werden.

    Man sollte ruhiges dran vorbei gehen üben.
    Dazu ist es hilfreich, wenn Lockere Leine gehen gut trainiert ist, wenn der Hund gut Blickkontakt zum Menschen hat (nicht unbedingt ununterbrochen, aber häufig, denn dann kommt es nicht zum fixieren).
    Ich gehe auch Bögen und oder drehe ganz um, wenn der andere hund sich hochplustert.
    Und ich clickere (nicht mehr so häufig wie anfangs) gute Hundebegegnungen, damit er weiß, ahh so soll das eigentlich ablaufen - wenn es gerade genau ideal läuft.
    Und ich clickere Hundebegengungen, die nicht ideal sind, weil irgendsoein Hirni seinen unverträglichen Bollerkopp auf meinen zupoltern läßt und crispel angepöbelt wird - und darauf mit Beschwichtigung, Ignorieren oder gar nicht drauf reagiert.
    Ich hab auch ein Entspannungssignal - es haben schön einige leute ziemlich blöd geguckt, als sie mich "schlaaaaaaaaaaaaaaaafeeeeeeen" säuseln hörten, wo ihr Hund sich gerade anhörte als wollte er Crispel essen. Natürlich fällt er nicht um und schläft, er tut aber meistens zumindest einen tiiiiieeefen Atemzug und macht Schlafzimmeraugen.... ein Calmingsignal...

    Aber einen Hund zum ruhigbleiben zwingen kann niemand.

    Huhu,

    ich bin auch zu Dick - macht sich gut neben meinem Muskelgestählten Ridgeback :D :kopfwand: :D :kopfwand: :D .

    Damit der Guteste ordentlich rennen kann und Frauchen auch "schritthalten kann" spanne ich das Schätzchen vor ein Trike (http://www.hadhi-trike.de) und lass mich ziehen.
    Das geht nattürlich nicht von heute auf morgen (besonderst nicht bei 6 Monate alten, groß und relativ schwer werdenden Hunden) abe rman kann schon vorher "ohne Gewicht" üben. z.B. die Ganzen "Fahr"-Signale (rechts, links gerade aus, stehen bleiben, schnell langsam und was man sonst noch so gebrauchen kann) und man kann das "Ziehen" mit alten Autoreifen üben und später auf topfebener Strecken mit leichten Gefährten und Fahrern z.B. Kindern.

    Bei meinem Trike muß ich immer mit antreten, wenns zu steil wird. Datt gibt ordentliche Oberschenkelmuskeln! und je nach länge der Steigung auch Kondition, weil man entweder ordeentlich kicken muß oder aber Laufenm schnauf!

    Und man ist nicht auf irgendwelche bestimmten Trainingszeiten angewiesen, kann die Landschaft erkunden. Nur zu warm darfs nicht sein, sonst überhitzt das schatzi tzu schnell.

    Der Sinn von Spielstunden (besonders der Art, die Du beschrieben hast) wird überschätzt.

    Beobachte beim nächsten Mal genau die körpersprache Deines Hundes - gefällt es ihm dort wirklich?
    Wenn nämlich nicht, erreichst Du genau das Gegenteil von dem, was Du erreichen möchtes.

    Weiterhin kommt es nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität des Spielens (und natürlich die Art des Spielens) an.
    Das ist etwa so, wie wenn Du möchtest, dass Dein Kind unbedingt Fußball spielen geht, er aber auf Tennis steht, oder lieber Reiten möchte.

    Auch Hunde haben unterschiedliche Spielvorlieben. Manche stehen auf Rennspiele, manche sind Ringer oder Boxer (Boxer sind gerne mal Boxer, Ridgebacks aber auch :D ).
    Auch Spiel-Stile variieren. Das ist oft Rasseabhängig. Border und andere Hütehunde spielen oft "Köerperkontaktfrei" mit viielen Spielverbeugungen.
    Schäferhunde brummen, Knurren und grollen sich an und rempeln sich um. Ridgebacks rennen oder Boxen.
    Manche Hunde sind flexibel und können sich dem Spielstil des Spielpartners anpassen, andere nicht und dann gibt es auch viele, die einfach mit anderen Hunden nicht spielen möchten. Die möchten mit ihrem Menschen spielen.
    Bei letzteren ist es oft so, dass sie auch problemlos an anderen Hunden vorbei gehen können, denn andere Hunde interessieren sie einfach nicht.
    Werden sie aber ständig zur interaktion "gezwungen", indem man sie eben zu solchen Veranstaltungen mitnimmt und möchte, dass sie dort "spielen" geht das unter Umständen böse nach hinten los.

    Hunde MÜSSEN nicht jeden Tag mit irgendwelchen anderen Hunden spielen. Besonders erwachsene Hunde nicht - man sollte sie selber entscheiden lassen, ob und wann und mit wem sie spielen möchten.

    Ich werde auch unleidig, wenn man mich zum Fußballspielen "zwingt" - ich werde sogar schon unleidig, wenn man mich zum Fußbalspielenzuschauen "zwingt"....

    Ui,
    das klingt ziemlich seltsam.
    Zu dem Thera und Corinna schon gesagt haben, möchte ich noch hinzufügen, dass die "chemie" also die Hormone, die ausgeschüttet werden, bei Aufregung und Aggression die gleichen sind. Deshalb kann Übererregung schnell in Aggression umschlagen.
    Ich würde zu der Spielstunde auch erst mal nicht mehr hingehen.
    Falls er Hundekumpels hat, mit denen er gerne spielt, triff Dich lieber mit denen. Macht zusammen einen kleinen Spatziergang, bei dem freies Spielen und Spielen mit dem Halter oder kleine Übungen abwechseln. Auch hier die Gruppe nicht zu groß werden lassen - dass steigert nur wieder das ERregungsniveau.
    Auch würde ich nicht "stationär" spielen. Sondern immer selber in Bewegung bleiben. Dann müssen die Hunde auch während sie Spielen aufpassen, wo Ihre Menschen sind - sie müssen also ihre Aufmerksamkeint teilen --> sie konzentrieren sich nicht nur ganz auf die interaktion mit den anderen Hunden und können sich so nicht reinsteigern!

    Mist, ich habs nicht von Anfang an gesehen.
    Aber was ich gesehen habe (ab dem ab Stück, wo er den Ball-Junkie-Pudel "abgeregt" hat), fand ich gut.
    Okay, die Mops-Leute waren natürlich seeehr lustig, aber wenn sie bei dem Trainer bleiben, werden sie s wohl schnallen.

    Sind die Folgen jeweils bei anderen Trainern?

    Genau deshalb gucke ich mir den Dreck nicht mehr an, auch die "Wilden Kinderzimmer" kann sich Vox hinstecken, wo es ihnen richtig wehtut.

    Es ist alles so gnadenlos schlecht, dass ich mich aufrege und anfange rumzubrüllen - was meinen Hund bemüssigt mich beschwichtigen zu wollen....

    Bitte alle, die es gesehen haben und scheiße fanden eine Mail an Vox machen!

    Zitat


    In der Spielstunde läuft es so:
    Die HH treffen sich auf dem "Spielplatz" die Hunde sind noch an der Leine. Dann werden die Hunde hingesetzt und die Leinen abgemacht. Die Hunde werden aber noch am Halsband festgehalten bis von den "Aufpassern" das OK kommt. Dann werden die Hunde mit einem freundlichen "Lauf" ins Spiel geschickt.
    Gespielt wird 45 Minuten, dann werden die Hunde wieder angeleint und die letzten 15 Minuten kann dann noch trainiert werden.

    Wird zwischendurch mal abgerufen, oder sind es wirklich 45 Minuten ununterbrochenes Spielen?

    Hallo Brini,

    das ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Ich behaupte manchmal, dass Crispel NIE in der Pubertät war, weil er einfach die typschen "Symtome" nicht oder nur wirklich minimal gezeigt hat.
    Er hatte vielleicht insgesamt 4-5 mal für eine Stunde oder so vergessen, was "Crispel komm schnell" heißt. Und das wars!!
    Ich kenne andere, die wirklich von einem Tag auf den anderen komplett das Gehirn verloren zu haben schienen... Ein anderer Hund, der nix kann... :schockiert: Alles dazwischen ist möglich.

    Mach Dir nicht allzuviele Sorgen und nimms wie es kommt. Wenn irgend ein Signal "Ausser Betrieb" geht, üb es einfach noch mal ganz von vorne.
    Wenn "Komm" kaputt geht, nimm ihn an die Schleppe.

    Das Hirn ist in der Zeit oft wegen "Bauarbeiten geschlossen": Bestehende Verknüpfungen werden gelöst, neue geknüpft - ganz neue Gehirnzellen werden gebaut, da kann das Gedächtnis schon mal alles bekanntes vergessen. Mach einfach so liebevoll und konsequent weiter, wie bisher und er wir sich erinnern, oder es eben wieder neu lernen.
    Lass ihn kein Dummes Zeug üben und bring ihn nur mit sozial-kompetenten anderen Hunden zusammen - hier kann in dem Alter extrem viel schief gehen!!!