Beiträge von Shoppy

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    Was ist das nun? Härte? Strafe? Normale Korrektur? :nixweiss:

    Das ist Konsequenz!

    Wahrscheinlich ist es in solchen Diskussionen notwenig, dass man die verwendeten Ausdrücke definiert. Denn jeder schein was anderes darunter zu verstehen.

    Ich z.B.
    Härte = in der Erziehung nicht benutzbar, denn wer bestimmt, was "hart" ist? Der Hund? Der Halter? Der Trainer? Tante Lisel von gegenüber?
    Strafe = eine Konsequenz auf ein Verhalten, dass eben jenes Verhalten weniger auftreten läßt.
    Korrektur = "schöneres" Wort für Strafe

    Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Verhaltens wird von den Konsequenzen beeinflußt, welches dem Verhalten folgt.
    Das Verhalten kann verstärkt (durch positive oder negative Bestärkung) oder geschwächt (durch negative oder positive Bestrafung) werden.
    Positiv heißt hier, dass etwas hinzugefügt wird.
    Negativ heißt, dass etwas abgezogen wird.
    Man kann schöne Dinge hinzufügen oder wegnehmen.
    Und man kann "doofe" Dinge Hinzugügen oder wegnehmen.
    Daraus ergeben sich vier mögliche Konjsequenzen:

    1. Positive Bestärkung --> weil es eine für den Lernenden eine angenehme Konsequenz gab, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhalten öfter gezeigt wird.

    2. negative Bestärkung --> weil eine für den Lernenden unangenehme Konsequenz entfernt oder vermieden wurde, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhalten öfter geteigt wird

    3. positive Bestrafung --> weil es eine für den Lernenden unangenehme Konsequenz gab, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhalten öfter gezeigt wird.

    4. negative Bestrafung --> weil eine für den Lernenden angenehme Konsequenz entfernt oder vorenthalten wurde, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhalten öfter gezeigt wird.


    Und falls sich jemand über das dauernde "Wahrscheinlichkeit" wundert: der Mensch "macht" nicht, dass sich ein Hund so oder anders verhält. Der Hund ist ein eigenständiges Wesen, dass über sein Verhalten selber entscheidet. Ein Hund hat immer die Wahl, ob er sich so oder anders Verhält.

    Wir haben die Wahl, das Training so zu steuern, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass der Hund sich selber gerne so verhalten möchte, wie wir das gerne hätten.
    Oder wir können das Training so gestalten, dass der Hund aus Angst sich so oder anders verhält, wie/als wir es gerne hätten.

    Wie wir das Training gestalten, hängt davon ab, welches "TRainingsverhalten" bei und "bestärkt" wurde.
    Da wir immer so gerne "Strafe" anwenden, wurde dieses also bei uns bestärkt. Woran liegt das?

    Zitat

    Beispiel: Unser Cocker ist jetzt 10 Wochen alt...er kommt ans Sofa und „verkaut” sich daran. Ich rufe AUS,er schaut, wartet und beisst wieder ins Sofa. Ich sag es ein paar Mal, werde energischer und tu ihn dann einfach weg. Wie es so ist (viel. sieht er es als Spiel bis dahin) kommt er dann wieder und das Spiel beginnt von vorne. Man kann ihn auch nicht mit anderem SPielzeug ablenken.


    Welche Konsequenz folgt dem "Aus"? So wie Du es beschreibst keine.
    Verhalten wird von dessen Konsequenzen beeinflusst... Nicht von "Wörtern".


    Zitat

    Dann beginnt er mich anzuknurren, wenn ich AUS rufe und bellt auch schon mal.
    Dann habe ich „sanft” gepackt und er hat es gelassen.


    Niemals Knurren bestrafen. NIEMALS. Damit kappst Du Dir ein Warnsignal und hast NICHTS am Problem geändert. Als Ergebnis könntest Du einen Hund bekommen, der "ohne Vorwarnung, aus heiterem Himmel, ohne Grund, Plötzlich und unerwartet" gebissen hat...


    Zitat

    Vielleicht ein Fehler...fehlende Vertrauensbasis usw. - aber ist es nicht auch so in der Natur, dass die Hundemutter ihr Kleines packt, wenn es nicht folgt?


    Schon, aber Hundemütter fressen auch die Plazenta der neugeborenen, oder suhlen sich in totam Fisch, oder baden in irgendwechen Schlammpfützen und fressen Kuhfladen....


    Wie müsste man bei meiner Sofa-Geschichte richtig reagieren?

    Ich frage auch deshalb, weil wir als Fam. etwas verunsichert sind..mal liest man dies...dann das, dann wird einem das erzählt...da kann man schon mal durcheinander kommen.

    Was meint Ihr?

    Gruss Markus[/quote]

    Etabliere ein Abbruchsignal, meinetwegen nimm "Aus". Kaut der Zwerg am Sofa, oder macht sonst irgendwas, was er nicht soll, sagst Du "Aus" (im normalen Gesprächston reicht völlig aus). Dem "Aus" folgt eine Konsequenz, würde den Welpen für eine Minute (länger bringt gar nichts) in sein Körbchen bringen (bleibt er dort nicht von alleine, kannst Du ihn dort mit einer Leine sichern, oder Du "tust" ihn in einen anderen Raum, Tür zu. Nach einer halben bis einer Minute läßt Du ihn dann wieder frei/raus und gibst Ihm was auf dem er rumkauen darf. Das Teil kannst Du für ihn interessanter machen, in dem Du selber ganz aufgeregt damit rumspielst.

    Eine Überlegung: Wenn Du "Aus" als Abbruchsignal einführst, brauchst Du ein anderes für "Spuck sofort aus, was Du da gerade im Maul hast!" DA das nicht das selbe ist, solltest Du evtl. Als Abbruch signal ein "Lass es"
    oder "Nein" konditionieren". Dann ist "Aus" noch frei für "Gib mir meinen Socken zurück!"

    Das kann man bestimmt lösen.

    von Träumerle sind ja schon gute Hinweise gekommen.
    Du könntest "Schade" sagen, wenn sie anfängt runzukaspern und dann sofort die Trainingsutensilien wegpacken.

    Wichtig ist aber vor allen Dingen, dass Du eine Weile lang die Leckerchen nicht in der Hand hast. Wenn Du im Haus übst, kannst Du sie in verschiedene Schälchen tun, die auch ruhig ewtwas weiter weg stehen, sodaß Du nach einem Click erst mit Deinem Hund dahin gehen mußt.
    Ganz ganz ganz wichtig ist, dass Du vor oder während des Clicks keine "nach-dem-Futter-Greif-Bewegungen" machst. Denn dann achtet Dein Hund nicht auf den Click, sondern auf eben jene Bewegungen.

    Und wie auch schon geschrieben wurde: passe die Güte der Leckerchen den vorhandenen "Ablenkungenen" an.
    Die Hunde sollen für die Belohnung arbeiten wollen, aber nicht komplett abdrehen. DAs muß man ein bißchen testen, denn das Hängt von verschiedenen Faktoren ab: z.B. wie "verfressen" ist der Hund, was ist sein Lieblingsleckerchen, hat Hund Hunger oder wurde er schon gefüttert. Ist die Session im langweiligen Wohnzimmer oder im Zoo neben dem Wolfsgehege, ist der Hund wach oder schläfig, gut gelaunt oder hat er ne Magenverstimmung....

    Du kannst die Leckerchen auch "Mixen", sprich nimm ein paar Bröckchen "Superlecker" und misch sie mit ein paar nicht so begehrten. Hundi weiß dann nie so genau, was als nächstes kommt. Und woher. Aber auf jeden Fall nicht für rumkaspern.
    AUSSER man macht eine absichtliche Rumkaspersession - kann man mal einschieben, zur Kreativitätsförderung...

    mach Dir nix draus, das wird oft ungenau oder gar falsch rum erklärt, sogar in Büchern. Ofmals kommen dann die Autoren zu dem folgerichtigen Schluß, dass DAS nich tfunktioniert und sprechen sich gegen das Clickern aus....
    Tja...

    Dann hast Du es eben noch nicht eingegeben.

    ABER:

    Du hast geschrieben, dass Ihr beschlossen habt es zu geben

    Und zwar weil Ihr es noch habt.

    Und WIR wahren davor, etwas ohne Ärztliche Beratung zu geben.

    Das hat mit Diskriminierung nichts zu tun, nur mit gesundem Menschenverstand!

    Zitat

    Weil ich noch Rimadyl habe.

    Das der Tieratzt da nicht drauf gekommen ist das kann ich die beim besten Willen nicht sagen.
    Auf Rimadyl bin ich gestoßen, weil mein Dackel gerade operiert wurde und er es als Schmerztableten bekommt.
    Das hab ich mal bei G**gle eingegeben und dann hab ich gelesen, das es auch wunderbat gegen Arthrose hilft.
    Deswegen.
    Das ich blauäugig bin das ist eine unterställung.

    Nein, jetzt ist es keine Unterstellung mehr. Medikamente ohne Ärztliche Absprache zu geben ist ziemlich blauäugig!

    Möglicherweise war er sehr wohl darauf gekommen. Medikamente haben Nebenwirkungen und oder dürfen bei bestimmten anderen Indikationen nicht gegeben werden. Möglicherweise war das hier genau so ein Fall...