Beiträge von Shoppy

    100%ig sicher nicht, wir sind ja auch nur Menschen.
    Klar werde ich auch mal lauter, aber das sind immer so Sachen, wo ich dann zu Hause mit der eingerollten Zeitung meinen Popo bearbeiten sollte:
    entweder habe ich was verlangt, was wir noch nicht geübt hatten, oder jedenfalls noch nicht unter der Ablenkung, die gerade herrschte. Aber auch ich habe leider keinen Zauberstab, der dann den Hund "funktionieren" läßt, wie gewünscht. Allerdings kommen solche Situationen dann auf den Lehrplan, damit es nicht wieder vorkommt.
    Ich finde das so besser, als einfach nix zu tun und beim nächsten mal wieder brüllen zu müssen. Denn früher oder später beeindruckt brüllen eben nicht mehr, und dann müßte man aufrüsten... Ich bin fürs Abrüsten - von Hardware. Ich rüste lieber Software (die in meinem Kopf und die im Hundekopf) auf :D

    Hallo Nutella,

    das Problem ist, dass man doch von solchen Fällen aber nicht ausgehen kann! Natürlich gibt es den Vertreter der Rasse x, der sich aber benimmt vie der typische Rasse y-Hund.
    Beim Welpen weiß man doch nie, welche "Wundertüten" in den Kirpsen stecken.
    Wenn ich mir einen Jack Russell hole, sollte ich mich schon damit beschäftigen, mit was für Tieren die sich Zuchtgemäß (DACHSE!!!) eben eigentlich anlegen sollen können - denn dann kann ich abschätzen, ob ein "würdiger Vertreter der Rasse JR" für meine Lebens/Familiensituation der richtige wäre. Genausowenig kann man sagen, dass "alte Leute" oder "Familie mit 8 Kindern" für Rasse z nicht geeignet ist.
    Vielleicht hat das Alte Ehepaar tatsächlich schon immer Aussies gehabt, und sind daher mit den Rasseiegneschaften sehr wohl vertraut. Und ein "einfacher" Toypudel wäre für sie viel zu langweilig?? Vielleicht passt der Border Colli perfekt in die Familie mit den acht Kindern, weil die Zwillinge auf Agility stehen und die Älteste auf Dog Dancing und der älteste Sohn gerne Schäfer werden möchte...
    In einer anderen Konstellation würde da vielleicht besser ein Labrador oder ein großer gemütlicher nicht aus der ruhe zu bringender Bernhardiner passen.

    DAs wichtigste ist meiner Meinung nach, das man sich VORHER den Kopf macht, was ist das für eine Rasse, was sind die Eigenschaften, was kann und will ich leisten, will ich mich selber weiterentwickeln, oder möchte ich ein automatisch funktionierendes, sich selbst erziehendes, nix kaputtmachendes unfallfreies Kuschelzier, dass nicht haart, nichts dreckigmacht, und nie krank wird?

    ahh, ach so!

    Dan muß ich mich leider teilweise als Schuldig bekennen!

    - Ich denke schon, dass alle Hunde wenigstens solange ins Geschirr gehören, bis sie ohne zu ziehen an der Leine gehen können.

    Das mit dem Schlafzimmer sehe ich nicht so eng, wenn er möchte, darf mein Hund durchaus woanders schlafen :D aber er mag zum Glück nicht!
    Mal im Ernst: ich kann verstehen, dass einige Leute den Hund nicht mit im Schlafzimmer oder gar im Bett haben möchten, einen ewig verschlammten Golden Retriever nähme ich auch nicht mit ins Bett...
    Ich habe aber Bauchweh, wenn ein Welpe alleine irgendwo eingesperrt wird, womöglich gar in den Stall oder die Garage. Da sträubt es sich mir echt. Wenn er nicht durchst Haus turnen soll, aber auch nicht im Bett schlafen, würde ich eine Box in Schlafzimmer stellen - so ist er bei seiner Familie, macht aber nix dreckig, Win-Win-Situation...

    Bei allen anderen Sachen: MEIN Leben dreht sich ziemlich komplett um meinen Hund, aber meine Umwelt sieht das eben teilweise anders. Ich werde meinen Hund also nicht überall mit hinschleifen - entweder weil das doof für ihn wäre (was soll er auf Weihnachtsmärkten oder Schützenfesten oder der Kirmes?) oder für die "besuchten" (Was soll der Hund im Krankenhaus, beim Arzt, bei Leuten, die Hunde nicht mögen, auf Kinderspielplätzen...) Und wenn ich halte dorthin gehe, muß der Riesenzwerg eben alleine bleiben. Natürlich kann ein Hund alleine bleiben - nachdem er das gelernt hat. Und ich bin der Meinung, dass "Alleinebleiben" eben in den Hundestundenplan" gehört - niemand kann eine 100%ige 24/7 Hundebtreuung gewährleisten, und meiner Meinung nach sollte man das auch gar nicht versuchen.
    GEstern kam auf dem 2. eine geniale Reportage über Wölfe, die ich leider nicht ganz gesehen habe - aber: ein einzelner Welpe wurde von seinem Rudel alleine auf einer Wiese zurück gelassen - und hat dort brav auf die Rückkehr der anderen gewartet! WÖLFE erziehen also ihre Minis zum alleine sein!! Das ist doch immer ein Argument: die Wolfsmutter tut es!! Tu ich es auch (nein, ich habe noch nie eine Plazenta gegessen oder mich in einem Kuhfladen gewältzt! :lachtot: )


    Mei mir ist auch nicht der gesamte Tagesablauf "durchgeplant". Hund bekommt eben was zu essen, wenn es gerade passt, und ich barfe auch nicht, weil ich schlicht zu faul bin, ist das eben bei Schoppens! Her mit den Steinen!!


    Es gibt aber einige Punkte, da bin ich wirklich pingelig!
    NIEMAND haut, tritt, kneift (o.ä.) meinen Hund!!! Er wird auch nicht angesprüht, mit Zeugs beworfen, genackenschütteln, gealfarollt (möchte ich sehen, wie jemand vierzig Kilo Stahlmuskeln alpharollt!!), geleinenruckt, geschauzgegriffen oder angebrüllt.
    Wenn er friert, bekommt er einem Mantel an, oder darf mit unter die Decke, und wenn es zu doll regnet kann er wohl "aushalten" bis es nicht mehr junge Hunde strullt...

    Und da ich der Meinung bin, dass die Massnahmen des letzen Absatzes bei keinem Hund notwenig sind, bin ich dazu gelegentlich auch "missionarisch" tätig, aber Leute, die davon überzeugt sind, werden davon sicherlich nur schwer zu überzeugen sein.
    Man kann nur hoffen, dass das Wissen bezüglich Hundeerziehung immer weiter Verbreitung erfährt, sodaß die ewig gestriegen einfach nach und nach aussterben...

    Muß ich jetzt ins Forumsgefängnis? :ops: :lachtot: :ops:

    Ich glaube so Pauschal geht es nicht.

    Ich kenne Leute, die seid Jahrzehnten Hunde haben (Schäferhunde, Deutschdrahthaar, Wolfsspitze, Elo) sind aber immer noch auf dem Wissensstand von vor 50 Jahren.
    Andere haben jetzt ihren ersten Hund und haben sich vorher durch Bergeweise Information gelesen, Ausstellungen, Hundeveranstaltungen etc. besucht. Die wissen schon, bevor der Welpe geboren wurde, in welche Hundeschule sie gehen werden, und, vielleicht noch wichtiger, in welche sie NICHT gehen werden. Sie sind über die Eigenschaften, die historischen Hintergründe und damit die Bedürfnisse der gewählten Rasse umfassend informiert und nehmen auch nicht den erstbesten Welpen wom Züchter neben an, nur weil der gerade noch einen Welpen "über" hat. Sondern warten eben auch mal Monate oder Jahre auf einen Welpen vom Züchter ihres Vertrauen.

    Wer von den beiden ist denn nun ein Anfänger?

    Ich finde es auch problematisch eine Rasse als "Anfängerhunde" zu betiteln, denn dass suggeriert doch, dass man da wirklich nicht sooooo viel zu wissen braucht. Mir fällt ehrlich gesagt auch keine Rasse ein, auf die das zutreffen würde.
    Jede ist auf seine Weise eben anspruchsvoll. Bei manchen ist es die Fellpflege (und wenn man das nicht von Welpenbeinen an trainiert, hat man eben später einen ungepflegten Mopp, den man zum Scheren in Nakose legen muß). Oder es sind die herausgezüchteten Eigenschaften (körperlich und geistig), die für Jagd-, Schutz-, Hüte-, oder Zugarbeit benötigt wurden.
    Auch finde ich nicht, dass z.B. Kleine Rassen "einfacher" wären als große, zumindest nicht, wenn man an sie ebensolche Ansprüche stellt, wie an Große - manche Kleinhundebesitzer scheinen ja ebensolche ausgesucht zu haben, damit sie die perfekte Ausrede zu haben, den Hund nicht erziehen zu müssen ("Terrier kann man nicht erziehen", "Dackel sind eben sturr" blablablaaaaa!)

    Ich war ganz sicher ein "Anfänger" als ich Crispel bekam, denn die Hunde meiner Eltern habe ich ja nicht erzogen (und meine Eltern übrigens auch nicht... :/ ) und Ronja, Crispels Vorgängerin, hat sich glücklicherweise fast selber erzogen. Und dann suche ich mir einen Rhodesian Ridgeback aus - von denen wirklich alle sagen, er sei als Anfängerhund nicht geeignet.
    Und das ist er auch wirklich nicht. Das ist ein Hund, der ERziehungsfehler einfach nicht verzeit - und die Umwelt tu es auch nicht, bei einem großen, körperlich starkem, extrem schnellen und reaktionsfreudigem Hund - wenn da was schief geht, kann es eben leicht zu großen Löchern in Menschen oder anderen Tieren kommen...
    Aber: sind die gleichen Fehler, beim Yorkshire gemacht, weniger schlimm, nur weil die Löcher kleiner sind??

    Hallo Silvia,

    Du sprichst mir aus der Seele!

    Das ist genau der Grund warum ich mich unter anderem an Futter-, Tierarzt-, Ausrüstungs-, "Welcher Hund passt zu mir" "Kastration ja/nein" oder "Ups, Unfall-wir bekommen Welpen"-Threads nicht beteilige.

    Inzwischen habe ich es sogar aufgegeben, sie zu lesen, weil eigentlich alle in ein "Du bist blöd", "Nein, du bist blöd" Gefecht laufen - Fakten, wer bracuht schon Fakten.

    Auch in andere Threads schreibe ich nur noch meine Meinung rein, und beteilige ich mich nur weiter, wenn jemand konkrete Nachfragen zu einen "How to..." stellt.
    Wenn sich jemand unbedingt mit Rappeldosen, Wasserpistolen, oder was weiß, aufrüsten will, soll er halt. Rechtfertigungen ala "der Hat sich nicht erschreckt, nur erstaunt geschaut" regen mich unendlich auf. Aber das gehört in einen anderen Thread, vielleicht!


    Jeder hat sich hoffentlich selber Gedanken gemacht, warum er einen Hund hält/halten will. Und wie diese Haltung aussehen sollte.
    Alle, die hier Fragen stellen, sind sehr zu loben, denn sie wollen ja offenbar mehr dazu lernen.
    Klar ist auch gelegentlich mal konstruktive Kritik notwendig, die BEtonung sollte aber doch wohl auf "Konstruktiv" liegen.
    Wenn das Kind schon im Brunnen liegt, muß man nicht noch einen Feuerwehrschlauch drauf richten, besser man seilt sich ab und holt es wieder raus!
    Das schafft man nur, wenn man die Leute da abholt, wo sie stehen.


    Den Satz mit dem "in Watte packen" habe ich jetzt nicht genau verstanden. Kannst Du noch mal erläutern, wie Du das meinst?

    Ich glaube nicht, dass Körperkontaktliegen nach hinten losgehen kann.
    Ich habe das nämlich auch so gemacht, und bei der Gelegenheit (Hundewelpe entspannt auf meinem Bauch liegend) ein Entspannungssignal konditioniert. Das bedarf natürlich vieler Wiederholungen, auch in unterschiedlichen Umgebungen, damit es sich gut generalisiert.
    Mit dem Effekt, dass er sich jetzt tatsächlich auch überall auf Signal entspannen kann - auch ohne Kontaktliegen :p


    Wenn sich ein Hund allerdings dabei (beim Kontaktliegen) aus irgendwelchen Gründen nicht entspannen kann, würde ich das Signal erst in anderen Situationen konditionieren.


    Ich finde Kontaktliegen toll, spart im Winter (oder in diesem Sommer :???: ) enorme Heizkosten, meine vierbeinangetriebene braune Heizkraftanlage...

    Zitat

    Hallo Martina,

    wir haben es versucht...mit dem Ergebnis, dass der Mann sie nicht die Bohne interessiert hat :???: Ich habe unseren Nachbarn engagiert, der am anderen Ende des Parks auftauchte - Leckerli - auf uns zu und an uns vorbeischlenderte - Leckerli - an der anderen Seite des Parks wieder aufgetaucht - Leckerli - doof in die Bäume geguckt (wie der Mann, den sie letztens im Wald angekeifft hat) - Leckerli - ...
    Hat sie alles nicht interessiert, dann hat er sie sogar angesprochen und sie hat gewedelt. Dabei kennt sie ihn eigentlich nicht, vorher sind sie sich nie begegnet. Sie geht vorsichtshalber beim Spazierengehen an der Leine.
    Gestern im Stall, wo ich sie ableine, denn wir stehen im Offenstall, praktisch alleine mit unseren Pferden, bis auf den Bauern, dessen Land es ist, buddelt der Bauer kopfüber in seinem Kartoffelacker. Da habe ich sie vorsichtshalber erst an der Leine gelassen, hat sie aber nicht interessiert.

    Dann gehört da nicht der :???: Smilie dahin, sondern dieser :2thumbs: !!
    Versuch das gleiche mit mehreren anderen Männern. Und solltest Du unvorhergesehen Männer treffen, machst Du das genauso. Du kannst sogar ein Signal dafür einführen ("Schau, da kommt ein netter Mann!") - denn falls sie mal ganz vertieft in einen interessanten Duft ist, kannst Du sie damitr vor dem Erschrecken bewahren, wenn sie dann den Mann ganz plötzlich bemerkt. Dazu sagst Du einfach "Schau, da kommt ein netter Mann" nachdem sie den Mann bemerkt hat aber bevor sie das Leckerchen bekommt.


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    Nach einer halben Std., Hunde wuseln so um mich herum, kommt des Bauern Enkel auf seinem Radel, zum 50m entfernten Kartoffelacker. Fußhupe rennt los, voll der Freude, nehme an sie hat die Kinderstimme gehört und dachte es ist unsere Kleine. Beim Kind angekommen, fängt sie an zu bellen. Kind schmeißt Fahrrad weg und rennt los. Im gleichen Moment habe ich nach ihr gebrüllt, sie ist dem Kind nicht nach, sondern sofort zurückgekommen, aber ich hätte sie schütteln können :kopfwand:


    Nein, wieso denn? Sie ist sofort zu Dir gekommen!! Nagut, sie hat gebellt, aber sie ist schließlich ein Hund! Man kann hier nicht wissen, warum sie angefangen hat zu bellen, vielleicht hat der Junge eine Bewegung gemacht, die Dein Hund als bedrohlich eingestuft hat. Oder es war ein Spielaufforderungsbellen.


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    Wir sind dann zu dem Kind und ich habe die beiden vorgestellt und dann war Chica auch ganz begeistert und der Junge hat Stöckchen geworfen und das Leben war schön... aber bitteschön was soll denn das Gezicke?


    Siehst Du! Geht doch! Vielleicht ist es eben so, dass sie eine ruhige "Bekannmachung" braucht. Es scheint so (auch bei Deinem letzten Beispiel mit dem Treffen im Dunklen), dass sie zunächst auf neue Situationen und oder Menschen unsicher reagiert.
    Vielleicht ist sie einfach von Natur aus ein Hund, der so auf neue Sachen reagiert, was nichts ungewöhnliches wäre, denn evolutionstechnisch ist diese Vorsicht ein Selektionsvorteil (Neugier war der Katze Tod...)
    Du kannst dem ein bißchen gegensteuern, indem Du versuchst sie häufig aber kontrolliert (Hund an der Leine, Du bist mit Leckerchen ausgerüstet und vorbereitet) in neue Situationen, an neue Orte und mit neuen Menschen und Tieren zusammen zu bringen.
    Das machst Du genau wie bei der Gewöhnung an die "böööösen" Männer, zunächst mit dem Abstand, den sie braucht (lieber zu weiter Abstand als zu dicht) und dann einer Annäherung schritt für Schritt.
    Dabei darauf achten, dass sie die neuen Sachen positiv verknüpft - also nicht auf Biegen und Brechen neue Sachen, sondern auf Biegen und Brechen POSITIVE Verknüpfungen mit neuen Sachen! Damit stärkst Du sozusagen ihren "mit neuen Sachen fertig werden"-Muskel. Je mehr sie kennt, desto weniger "schocken" plötzlich auftretende Veränderungen.

    Dabei solltest Du im Kopf behalten, dass Hunde furchtbar schlechte Generalisiser sind. Wenn Du also "Männer treffen in Wald, Feld und Flur" gut geübt hast, heißt das für sie noch lange nicht, dass Männer jetzt immer und überall klasse sind. Vielleicht sind es nur die Männer, mit denen ihr geübt habt. Oder es sind nur Männer in Feld Wald und Flur. Oder es sind nur genau die Männer mit denen Ihr geübt habt und auch nur an genau den Orten, die Ihr geübt habt...
    Daraus folgt, dass quasi jeden Tag, jede Begegnung an jedem anderen Ort eine völlig neue Situation für den Hund darstellt, die erst durch viele viele viele positive Verknüpfungen zu einem "Alle Männer sind immer nett egal wann und wo man sie trifft!" wird.
    Zu dem Enkel: vielleicht kannst Du diesen ebenso zu "Hilfsdiensten" bei einigen "wir treffen Kinder"-Übungssessions "verwenden". Bau das so auf wie bei den Männern und erklär dem Jungen auch, wie man sich einem Hund richtig nähert. In Deiner oben geschilderten Situation haben sich beide gegenseitig erschreckt, und dann jeweils "schlecht" reagiert. Doch, und das ist super, Dein Hund hat erstens auf Deinen Rückruf gehört und zweitens dann doch mit dem Jungen gespielt.
    Wenn Du versuchst, solche Schreckmomente zu vermeiden, und zunächst dafür sorgst, dass er eben viele Menschen unterschiedlichsten Alters kontorlliert kennenlernt ("Schau da kommt ein netter Junge!"...) wird er sich auch künftig nicht mehr von so aus dem Konzept bringen lassen.
    Und bitte! Dein Hund "zickt" nicht. Er reagiert eben so, wie die Natur das für ihn vorgesehen hat, dass er reagiert, wenn er sich erschreckt!!


    Zitat

    Gestern abend im Dunkeln kam ein Ehepaar an uns vorbei und zwar in einem durchaus merkwürdig anzuschauende Stechschritt, da kam ein kurzes Knurren und auf ein scharfes NEIN hat sie sofort aufgehört und war natürlich an der Leine.
    Es ist so schwierig zu kontrollieren, weil ich noch immer nicht so wirklich den Auslöser verstanden habe :???:

    Grübelnde Grüße
    Claudia

    Offenbar sind "Neue Situation (Mensch, Tier, Sache, Ort, Uhrzeit, Kombinationen aus all diesen)" Auslöser.
    So schwer es fällt und so unlogisch es auch klingt - statt des scharfen NEINs wäre hier ein Leckerchen angebrachter gewesen. Der Hund hat Angst! Das ist eine negative Emotion. "NEIN" ändert diese Situatiuation nicht in "Jipee! Ein netter Mensch!" Durch das NEIN wird Dein Hund lernen, dass Knurren nicht erwünscht ist, es ändert aber nicht an seiner Angst. Das kannst Du nur verändern, indem Du positive Sachen hinzufügst, sodaß sich das "Minus" im Emotionskonto in "Plus" ändert, Stückchen für Stückchen.
    Falls Du kein Leckerchen geben möchtest, weil die anwesenden Personen das falsch verstehen könnten ("Sie geben dem Hund ein Leckerchen WEIL er uns angeknurrt hat?!??!???!!"), bau ein Brückensignal auf:

    z.B. "Bööööser Hund!"
    Du sagst "Bööööser Hund!" - und gibst ein Leckerchen, wiederholen, wiederholen, wiederholen.
    Du lädst im Prinzip das "Böööööser Hund!" auf wie einen Clicker...
    Sag es, wenn Du sie fütterst! Sag es wenn sie ausser der Reihe (ausserhalb des "männer/Kinder sind toll!"-Trainings) ein Leckerchen bekommt. Wiederhole es so oft, dass sie sich den Bart leckt, wenn Du "bööööser Hund sagst!".
    Wenn Du dann in eine solche Situation kommst, kannst Du "bööööser Hund sagen und dann das Leckerchen geben, wenn die Leute weg sind. du könntest es auch ganz weg lassen - denn das Entfernen der Leute ist hier auch schon positiv genug. Und Du kannst das "böööööööööser Hund auch als entspannungssignal aufbauen. Dann hast Du n ämlich ein Signal, dass der Hund mit einem entspannten Körpergefühl verbindet! Hört er dieses gut konditionierte Signal wird er sich etwas entspannen - entspannt fühlt sich nun mal einfach besser an als nervös und ängstlich.
    Aber das Signal muß wirklich richtig gut aufgebaut und fest verknüpft sein, bevor Du es das erste mal in einer "heißen" Situation anwedenst...

    Aber der Anfang mit den Männern klang schon mal sehr vielversprechend. Mach das eine Weile genau so weiter. Nimm "Kinder" mit ins Programm und denk drann, dass Dein Hund wirklich fast jede Situation als "Uaaaaa, neu, kenn ich nicht!" einstufen kann, und daher einer positive Verknüpfung bedürfen könnte...

    Zitat

    Edit: Mir ist bis heute noch kein Deckrüde, der im Rudel mit seinen Hündinnen zusammenlebt begegnet, der ohne Probleme mit anderen intakten Rüden umgeht. Wäre schön hier andere Erfahrungsberichte zu bekommen.

    Ich kenne genau einen!!

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    Hallo Jule,

    ich hätte Mücke als Baby nirgendwo den ganzen Tag abgegeben. Die Welpenstunden finde ich ausreichend für den Kontakt mit anderen Welpen.

    Aber ich denke, da gibt es viele Meinungen.


    LG
    Melanie

    Das sehe ich genauso:

    Ich bin der Kontroll-Freak-Typ!
    Mein Hund kommt nicht mit ich weiß nicht mit wie vielen anderen Hunden in einen Auslauf, wenn ich nicht dabei bin.
    Ich habe ganz bestimmte Auffassungen davon wie Hundebegegungen ablaufen sollten und ich stehe gar nicht drauf "das Hunde das unter sich ausmachen" und oder isch gegenseitig dummes Zeug beibringen.
    Tagsesstätten, nein Danke. Und "MC" klingt nach Fast Food...