Beiträge von Shoppy

    Ich habe einfach "Weitergehen" gesagt, wenn ich irgendwo stand und im nächsten Moment losgehen wollte (z.B. an Bordsteinrändern um über die Straße zu gehen.

    Also einfach Stehen, mit Hund an Leine. "Weitergehen" sagen, losgehen...
    Da die meisten Hund wenig von stehenbleiben aber viel von Fortbewegen halten, geht das ohne extra Belohnung (das weitergehen dürfen ist hier die Belohnung). "Weitergehen" ist quasie die auf grün springede Ampel...
    Wichtig ist hier nur die Reihenfolge - erst das Signal "WEitergehen" sagen, dann in Bewegung setzen, sonst wird das Wortsignal von dem Körpersignal "überschattet" das heißt, dass hund es gar nicht wahrnimmt, weil Hunde eben Körpersprachler und nicht Sprechsprachler sind.
    Wenn Du dass einige Tage lang fleißig gemacht hast, versuchst Du es an einer präperierten "Stolperfalle" z.B. an einem auf dem Weg abgelegten Leckerchen (ein ehr langweiliges). Wenn er es zwar erspät hat, aber "weitergeht" gibtst Du sofort ein Superleckerchen als Belohnung.
    Nach und nach kannst Du dann die "Stolperfallen" aufwerten, sodaß es schwieriger wird, diese zu ignorieren. Immer belohnen!
    Auch im realen Leben kannst Du es mit "Ablenkungen" üben - anfangs mit Sachen, die er wahrnimmt, die ihn aber nur mäßig interessieren und an denen er tatsächlich wahrscheinlich vorbeigehen würde. Auch hier mit was besonders Leckerem belohnen.
    Die Ablenkungen nach und nach steigern.

    Zitat

    :hilfe:

    Meine Anni ist zu jeder Frau sehr lieb,
    zu fremden Männern überhaupt nicht.
    Ausser zu meinem Freund.
    Gut, da heißt also sie hatte schlechte Erfahrung mit Männern gemacht.

    Oder gar keine...

    Zitat

    Was tun?

    Mhhmmh... wie kann ich ihr also die Unsicherheit nehmen....
    mit Leckerlies klappts ja wohl nicht so...´!!!?????

    Danke für jeden Tip! :^^:

    Such Dir nette Männer, die genau das machen, was Du sagst (DAS könnte schwierig werden :D ).
    Dann bewaffnest DU Dich mit den leckersten Leckerbissen, für die Dein Hund sterben würde!!
    Du nimmst sie an die Leine und der "Übungs-Mann" geht in einer Entfernung, die Deine Hündin angenehm findet, langsam hin und her (also NICHT auf Euch zu!). Immer wenn sie den Mann ansieht, lobst Du und gibtst ein Leckerchen (Wenn sie das Leckerchen nicht nimmt, ist der Mann zu dicht dran und/oder geht zu schnell).
    Wenn sie die Leckerchen gerne nimmt, rückt der Mann mit seinen Hin und Hers Zentimeterweise näher an Euch heran.
    Sollte irgendwann der Punkt kommen, dass der Mann direkt an Euch vorbei geht, kann er Leckerchen vor der Hündin auf den Boden werfen.
    Möglicherweise klappt das nicht in einem "Rutsch" sondern ab einem bestimmten Abstand isst sie die Leckerchen nicht mehr - dann den Abstand vergrößern, noch einmal hin und hergehen und Session beenden (mit dem Rest der Leckerchen belohnen!).
    Das ganze mit möglichst vielen VersuchsMännern wiederholen.

    Auf Spaziergängen kannst Du immer diese besonderen Leckerchen geben, wenn Euch ein Mann begegnet.


    Aufbauübung:
    Dein Hund lernt, mit der Nase eine Hand zu stupsen. Dazu fängst Du ernstmal mit Deiner Hand an. Am Besten geht das mit Clickertraining (ohne gehts aber auch - Du brauchst nur ein "Fein" oder anders Lobwort, auf das IMMER ein Leckerchen folgt.
    Den Nase-an-Hand-Touch "Touch") kannst Du so trainieren:
    Halt Ihr die Hand direkt vor die NAse - wahrscheinlich wird sie daran riechen - "Fein" sagen, Leckerchen geben.
    Hand wieder vor die Nase halten - direkt davor, sodaß sie sich wirklich nur ein paar Millimeter bewegen muß um ein "FEin"--> LEckerchen zu ernten.
    Das ganze wiederholen, bis Du den Eindruck hast, dass sie durchschaut hat, dass der "Futterautomat" funktioniert, indem man mit der Nase die Hand anschubst.
    Daraufhin kannst Du den Abstand Hand/Nase etwas vergrößern. Wenn sie soweit ist, einen Schritt auf die Hand zuzugehen und zu Touchen, führst Du das Signal "Sag Hey" ein. Dazu sagst Du "Sag Hey" kurz bevor sie die Hand berührt. Tausendmal wiederholen...
    Nach genügend Wiederholungen wird sie verstanden haben, dass "SAg hey" heißt, dass sie einen Hand anstubsen soll. An dem Punkt fürst Du eine "Fremdhand" ein - am Besten Die von Deinem Freund. Dein Freund Hält Ihr die Hand vor die Nase und durchläuft den gleichen Übungsaufbau wie Du. Unterschied: Du sagst "Fein" und gibst das Leckerchen - und wenn ihr soweit seid, hier ein Signal einzufügen, sagst Du "Sag Hey"...
    Das ganze dann wiederum mit mehreren Versuchspersonen (Leute, die sie mag!!) durchspielen (das ganze wird immer schneller gehen, weil sie anfängt zu generalisieren).

    Sinn des Ganzen ist folgender: Leute kommen oft mit Ausgestreckten Händen auf die Hunde zu, was diese gemäß Hundesprache als Drohgebärde verstehen könnten.
    Durch "Sag Hey" hast Du ihr aber "gesagt", dass Hände auch von anderen Leuten was tolles sind, denn die schalten den Leckerchenautomaten (DICH) an.
    Gleichzeitig hast Du ein Mittel, sie zu "fragen" ob sie Kontakt zu einem Menschen aufnehmen möchte - wenn sie nämlich auf ein "SAg Hey" nicht zu der ausgestreckten Hand geht, weiß Du , dass sie zu diesem MEnschen lieber größeren Abstand halten möchte, und kannst das dann entsprechend managen...

    Ich würde das genau noch zwei mal machen - sie nach Hause bringen - und den Leuten sagen, dass sie beim Nnächsten Mal im Tierheim landet!
    Dann noch einmal zurückbringen und sagen, dass dsas jetzt endgültig das letzte mal war.
    Und dann ab ins Tierheim. DAs IST nämlich ein Tierschutzfall!

    Du könntest versuchen, über den "Umweg" des "Wir schieben den Target" zu gehen - vielleicht mußt du dazu ein entsprechend anderes Target nehmen. Vielleicht eine kleine Box, die über den Boden geschoben werden soll, oder eine Flasche soll gerollt werden...

    Du kannst es ihm auch ein bißchen leichter machen indem Du so gehst, dass er die von den anderen Hunden markierten Stellen nicht erreichenen kann (also nicht direkt daran vorai laufen muß, sondern z.B. mit 1-2 Metern Abstand)
    Ich kann das bei uns gut in meiner Siedlung üben, weil hier kaum autoverkehr ist, und ich daher dreist mitten auf der STraße gehen kann.

    Ausserdem habe ich ein "Weitergehen" konditioniert. Wenn das sitzt, kannst Du deinen Hund auch an bereits errüsselten Markierstellen vorbeischicken...

    [quote="susami
    Aber das mit dem Starkzwang sind nur Vermutungen - weil keiner vor Ort was entsprechendes gesehen hat, oder?


    [/quote]

    Nein, dass sind keine Vermutungen.
    Er hatte letztes Jahr eine kleine Serie auf SAT-1 - im Vormittagsprogramm. Da hat er genau solche Problemhunde "kurriert".
    U.A. hat ein kleiner Auschnitt gezeigt, wie er einen Rhodesian Ridgeback Rüden an einer Signalleine um sich herum geschleudert hat!!! Einen vierzig+ Kilo Hund an einer Leine in Wäscheleinendicke!!!
    Wenn das nicht Starkzwang ist, weiß ich wirklich nicht WAS Starkzwang sein soll...

    Flooding besagt eigentlich, dass der Hund "neutral" mit seiner Angst konfrontiert wird - bis in seinem Verhalten zu erkennen glaubt, dass er nun ruhig und gelassen geworden ist.
    DAs ist problematisch, weil
    1. Natürlich niemand wissen kann, ob das Problem damit beseitigt ist.
    2. Ein Hund kann sich ruhig und gelassen "verhalten" ohne es zu sein
    3. Keiner wieß, was er in seiner Angst mit dem Auslöser verknüpft - und dieses dann ebenfalls (oder als ERsatz) zum Auslöser wird.
    DAs ganze ist also schon Problematisch genug.

    Schlegel benutzt aber während des Floodings auch noch Positivbe BEstrafung für alle Verhalten, die ihm nicht in den Kram passen - und in den Dokus war es recht einfach zu erkennen: alles was nicht ruhig stehen oder sitzen war, viel durchs sieb, sprich wurde hart abgestraft.

    Inzwischen gibt es genügend wissenschaftliche Untersuchungen dazu, dass positive Bestrafung zum Lernen nix taugt, sondern kontraproduktiv ist, weil alles Mögliche mit der Strafe verknüpft werden kann, und dadurch zu einem neuen Auslöser werden kann.

    Interesannte Bücher zum Thema:


    Zitat

    hallo,
    ich frage mich, wenn nach einer Stunde die Hunde nicht mehr beißen und zusammen laufen können; haben die Hundebesitzer mit den Hunden gearbeitet oder hat HS die Hunde zur Ruhe gebracht? Waren die Hundebesitzer danach auch alleine ohne Beiserei mal unterwegs? Ich frage deshalb, weil ich schon glaube dass HS eine heftige Ausstrahlung auf die Hunde hat und er ganz schnell deutlich macht, wer das sagen hat (völlig neutral bewertet). Allerdings bezweifel ich, dass die Hundebesitzer das im Alltag umsetzen können und somit das Problem nicht gelöst ist.

    Ich kenne ihn persönlich nicht, aber mir sagen seine Methoden (vom TV oder DVD) einfach nicht zu. Zumal mir seine Hunde, wie schon gesagt wurde, wie Maschinen vorkommen und solche Hunde möchte ich nicht. Dann hat er eben auch eine Rasse, die von Natur aus sehr auf den Menschen fixiert sind und gefallen wollen. Hätte er nur Terrier, würde das ganze auch anders aussehen.

    Sagt er denn, dass seine Methode auf alle Rassen umsetzbar ist?

    lg
    Jenny


    Schlegel arbeitet mit Flooding. Diese Methode kann schwerwiegende Nebenwirkungen und Spätfolgen haben - die man natürlich während des Seminars nicht zu sehen bekommt.
    Die Hunde werden solange mit ihrem Auslöser bombadiert (und werden logischerweise am Vermeiden desselben gehindert) das irgendwann die Nervenzellen die ständig auf diesen Reiz reagieren "dicht" machen.

    Natürlich erholen sich diese Nerven irgendwann wieder und bumms, ist das Problem wieder da, unter Umständen schlimmer als vorher, und gut durchgeneralisiert...
    Prima Sache!

    Zitat

    Ich finde wir müssen uns schon genug einschränken, wie viele Assis von oben genannter Sorte es gibt muss ich wohl langjährigen HH nicht sagen, man schränkt sich doch schon ein um Rücksicht zu nehmen, passt sich an,führt den Hund schön an der Leine, und wenn man dann mal eine Zone entdeckt in der die Möglichkeit besteht seinen Hund nicht zum mutierten Schisser werden zu lassen,hört man sowas. Ich bekomme mittlerweile selbst im Park bei uns, wo kein Leinenzwang herrscht, ein komisches Gefühl wenn uns Leute entgegen kommen,als ob man etwas Schlimmes tut wenn man seine Hunde artgerecht hält indem man ihnen den nötigen Freigang ermöglicht. Das kanns doch nicht sein.


    Doch, dass muß es sogar.

    Wie, glaubst Du, kann man sein Image verbessern, indem man sich wie das größere A******ch benimmt?
    Wo glaubst Du kommt bei vielen Menschen der Hass auf Hundehalter her - bestimmt nicht dadurch, dass sie ausschließlich Rücksichtsvolle Hundehalter treffen.
    Ich liebe Hunde, wenn ich mit meinem unterwegs bin, bin ich darauf eingestellt, dfass ich zum Beispiel dreckig werden könnte - und das nicht weil meiner mich anspringen würde (das macht er vielleich zweimal im Monat, nachdem ich ihn dazu animiert habe) - sondern weil andere Hunde mich anspringen. Gelegentlich ist das nervig - obwohl ich darauf eingestellt bin, ich eh nur olle Jeans anhabe, selber Hunde habe, mir einen Beruf mit Hunden ausgesucht habe... Manchmal denke ich, der blöde Kö**r muß mich doch nun wirklich nicht anspringen...

    Ich habe selber einen Hund und regelmäßig Gasthunde da - und trotzdem bin ich gelegentlich genervt, wenn ich irgendwo langgehe (ohne Hund) und ich von so einer Bellmacshine angeballert werde.

    Und ich bin selber Hundehalter...

    Wenn ich das nicht wäre, wenn ich vielleicht Angst vor Hunden hätte, oder wenn ich regelmäßig nicht schlafen könnte, weil ständig Hunde vor meinem Haus bellen (und mal ganz ehrlich - Nachtschicht ganz alleine ohne weitere "Störungen" ist schon schlimm genug, weil der Körper ständig falsch geht (die innere Uhr wird ständig verstellt), würde ich eine Haßkappe bekommen!

    Klar. Wir wollen unseren Spaß mitr den Hunden. Aber es gibt eine Grenze - gen au da fängt Rücksichtnahme an. Und wenn die "Nicht-HuHa das dann immer noch nicht zu würdigen wissen, ist das deren Problem, wir haben uns jedenfalls die größte Mühe gemacht.

    Ich finde nix schlimmer, als Leute, die "aus Prinzip" nicht nachgeben können... die auf ihrem Standpunkt beharren, immer Recht haben wollen.
    Andere haben auch Recht auf Erholung, sogar in "leinenlosen" Parks - dafür sind die nämlich gedacht. Nicht für "leinelos und abdafür"!

    Zitat

    Vielleicht mal was schönes kaufen, mit ein zwei Leuten zu dem Mann gehen, Entschuldigen und das Gespräch suchen ??? Von wann bis wann er denn seine Ruhe haben möchte ? Wann er immer Nachtschicht hat etc. dann die anderen Hundebesitzer informieren (Zettel am Baum) ! Und schon ist der Frieden hergestellt ! Evtl. auch mal zu einem Spaziergang mit seinem und euren Hunden einladen ?

    Genau!