Zitat
richtig cazcarra - sogar wenn es nur zwei Tage wären.
Ich hab allerdings die gleiche Frage wie Murmelchen: was ist wirklich HS-Methode, was sind negative Gerüchte.
Ich wiederhol es auch gern nochmal: so wie es in dieser Zeitung steht empfiehlt HS lediglich sich die ersten zwei Wochen viel Zeit für den Welpen zu nehmen, viel mit dem Welpen zu unternehmen - und die Welpenkurse erst danach zu beginnen. Der Welpe sei ja bereits durch Mutter und Geschwister gut mit anderen Hunden sozialisiert - und eine zweiwöchige Pause täte dem keinen Abbruch. Es sei wichtiger das der Welpe in der Prägephase genügend von der Menschenwelt kennenlernt man solle diese Zeit dafür nutzen.
- Und so klingt es doch wohl ganz anders, oder? Ob man dies dann teilt oder trotzdem ablehnt ist ja nochmal ne andere Frage.
Und ob man die psychischen Auswirkungen bei Hunden tatsächlich 1:1 mit menschlischen psychischen Störungen vergleichen kann und darf?
Also es eben "Stockholm-Syndrom" nennen kann.
lg susa
Klar klingt es schöner - es ändert nur an der Tatsache nichts, dass das einen Hundekrüppel aus dem Welpen macht.
Die Sozialisationsphase ist bei Hunden so lang und zu dem Zeitpunkt so gelegt (entwickelt aus der Sozi-Phase der Wölfe), dass sie normalerweise eben nur ihre Mama und Geschister kennen lernen würden.
Das dient bei den Wölfen dazu, dass alles was man zu der Zeit kennen lernt "Gut" ist - denn wenn es nicht gut ist (sprich, man einen hungrigen Bären trifft) überlebt man es nicht.
Hunde/Wölfe lernen also genau genommen in der Sozi-Phase die Tiere kennen, die zum Rudel dazu gehören und sicher sind.
Hunde MÜSSEN aber alles mögliche andere kennen lernen, weil sie eben NICHT lernen sollen, dass nur das eigene Rudel sicher ist, sondern das auch andere Hunde (besonders anders aussehende Hunde(Rassen)), andere Tiere (Katzen, Pferde, Kaninchen, blablabla) "dazugehören".
Deswegen machen wie den Hampel mitr der Sozialisation ja. (Gute Bücher zum Thema gibts von Dr. Ian Dunbar - das ist DER Welpenspiel-Erziehungsguru überhaupt - ohne ihn gäbs die nämlich nicht...).
Der Hund wurde aus seiner Familie entführt und er wird kräftig "Gehirngewaschen" - wie sehe nicht, warum man es nicht "Stockholm-Syndrom" nennen sollte, denn genau das ist es ja - sogar wenn er zu vernünftigen Welpenbesitzern kommt - sein ganzes LEben, das er bis dahin kannte, ist weg und er muß plötzlich dreimillionen neue Dinge lernen. Und, genau wie in dem Syndrom - er fängt an, seine Entführer zu lieben
- so ist das ja auch gendacht.
Man kann es aber eben mit dem Hintergedanken "Wir machen ihn komplett von MIR abhängig" egal, ob er damit im Hinblick auf soziale Fähigkeiten verkümmert und Umweltunsicher wird - oder mit ich mache ihn mit allen Situationen,Umwelteinflüssen, anderen Menschen, anderen Tieren, Autos, Staubsaugern, Flugzeugen, Straßenkehrmaschienen, Faschingsumzügen, Besoffenen, Lamas, Ziegen, Zwerghamstern, Löwen und was es sonst noch so auf der Welt gibt, bekannt.
Ein vernünfiger Züchter hat am ERSTEN TAG angefangen, den Welpen "mit der Menschenwelt" bekannt zu machen - also könnte ein HEINZ SCHLÄGEL eine neue Methode entwickeln und patentieren lassen, die mit exakt der gleichen argumentation behauptet, der Welpe sollte zwei Wochen lang komplett von den Menschen getrennt werden, und täglich 20 neue fremde Hunde kennen lernen.
Der Punkt ist, dass man BEIDES machen MUSS! Und zwar indem man neue Sachen positiv verknüpft, und das ganze angepasst an das Lernvermögen des WELPEN vollzieht, und nicht, weil die Punkte 15 bis 29 der Liste am Lebenstag XY des Welpen abgehakt werden muss.
@ Patricia: Er findet also, dass Ohrfeigen und Leinenrucke "Mittelmaß" sind.
Wie bezeichnet er dann "Hund an Leine um sich rumschleudern" - oberes Mittelmaß - unteres Mittelmaß?? Du siehst, dass ist ZIEMLICH relativ.
ICH finde ein lautes Anreden "Mittelmaß" (da ich normalerweise in höchstens Zimmerlautstärke mit meinem Hund rede, ist lauter dann schon erreicht, wenn ich etwas lauter als Zimmerlautstärke was sage...)
Leinenrucken ist für mich definitiv NICHT mehr Mittelmaß und alle seine sonstigen Maßnahmen sind für micht tierschutzrelevant.
Nochmal zur Welpenspielgruppe: man sollte sich genau ansehen, in was für eine man geht. sonst bekommt man tatsächlich einen Raufer, aber das ist eine Sache des WIE, nicht des WARUMs...