Huhu,
alle "Bleib"-Übungen sind Impulskontroll-Übungen.
Eine Schöne Übung ist auch, sich mit einem Superleckerchen in der Hand vor den Hund zu setzen. Der Hund schnuppert, knabbert und oder kratzt an der Hand, weil er ans Leckerchen will. Lernaufgabe hier: LEckerchen verdient nur, wer sich zurückhalten kann: Anfangs also das Leckerchen geben, wenn die Hundenase kurz von der Hand abläßt. Das ganze Schritt für Schritt steigern, sodaß Paula gar nicht mehr erst bis zur Hand geht.
Arbeitest Du mit einem Markersignal?
Konditionieren eines Entspannungssignals:
Such Dir einen Moment aus, in dem Paula entspannt IST, vielleicht abends bei der Kuschelstunde auf dem Sofa, oder wenn sie im Körbchen fast eingeschlummert ist. Dann sagst Du leise säuselnd "ruuuuuhig" oder "eaaaaaaaaaaaaaasy" oder ähnliches. DAs kannst Du einige Male wiederholen. Gewöhn Dir an, sie in solchen Momenten zu "erwischen" und dann ds Wort zu sagen.
Du kombinierst also einen emotionalen Zustand (Entspannung) mit einem Wort ("ruuuuuhig").
Mit der Zeit wird das Wort die Bedeutung annehmen: "wenn ich es höre, bin ich entspannt". Dann kannst Du es als "Überdruck-Ventil" benutzen.
WEnn Paula also wieder mal kopflos wie ein explodierter Luftballon durch die Gegend saust, sagst Du "Ruuuuuuuuhig". Es wird nicht zur folge haben, dass sie umfällt und schläft, aber es wird sie aus ihrem "Welpen-Spinnen" aufwecken und bewirken, dass sie sich ein klein wenig entspannt. Das großzügig loben und mit einer Impulskontrollübung, die sie vorher schon ausführlich gelernt hat, weiter entspannen...