ne, das wäre zu schwer. Du kannst das z.B. mit einer Hilfsperson üben, die Hundi an einer Schleppe hat. Ir stellt Euch so auf, dass Hundi dich im Schleppleinen Radius erreichen kann, nicht aber irgendwelche tollen Mauselöcher. Wenn sie Dich erreicht, dann markerist Du diesen tollen Erfolg (z.B.- mit dem Clicker) und rennst dann mit Hundi gemeinsam zum Mauseloch und "befiehlst" dem Hund das Ausheben der Masuefamilie!
Beiträge von Shoppy
-
-
Hallo Michelle,
das kann Phasenweise immer mal wiederkommen das der Rückruf (oder andere Signale) "kaputt" sind.
Er ist aber momentan auch in einem dafür prädestinierten Alter.
Im Übergang vom Welpen zum Junghund entwickelt sich nicht nur die GEschlechtsreife, sondern auch das Gehirn wir "umgebaut" und ist dann öfter mal "Wegen Bauarbeiten geschlossen".
Dagegen hilft
- falsches Verhalten durch gegeignetes Management (z.B. Schleppleine) verhindern
- weiter Trainieren
- über die Art und Qualität der Verstärker nachdenken.Denn vielleicht ist "immer ein Keks" ja auf Dauer zu langweilig.
Achtet doch mal darauf, was ihn denn oftmals von einem gelungenen Rückruf ablenkt. Ich kenne eine Hündin, die steht total auf Mauselöcher - die kann an keinem vorbei gehen und sie ist auch nicht wirklich mehr ansprechbar, wenn sie mit der Nase in einem steckt.
Wenn man also gerade keine Zeit zum Training hätte, könnte man mit einer Schleppleine verhindern, dass sie zu den begehrten Nagern gelangen kann.
Wenn man den Rückruf trainiert, könnte man ein solches "Suchtmittel" als Superbelohnung einsetzen. Ihr solltet extrem kreativ werden, was den Einsatz von Belohnungen betrifft. Googlet mal "David Premack" oder "Premack-Prinzip" - das ist es nämlich genau: diejenige Ablenkung, die den Hund gerade vom befolgen eines Signals abhält, ist der stärkst-mögliche Bestärker für genau dieses Signal - wenn man das Training so aufgebaut bekommt, dass man diese Ablenkung als Belohnung für das gelungene Befolgen des Signals einsetzen kann.
Das erfordert mitunter etwas Gehirnschmalzeinsatz, man wird aber durch einen besser gehorchenden Hund belohnt... -
Warum warten "bis sie zu grob" wird?
Wenn Ally Gelegenheit hat, grob zu werden, hat sie Gelegenheit, genau das zu üben.
Wenn Du schon mit dem Clicker arbeitest, kannst Du die Situationen so "stellen", dass Du Ally nettes Verhalten gegenüber Herrn Yorki clickern kannst. Dabei sollten diese Übungseinheiten eben so kurz gewählt sein, dass sie dabei die Konzentration nicht verliert. Auch sollte der Aufbau so sein, dass sie eben nicht grob werden kann. Wahrscheinlich muß sie dazu erst mal bei jedem Aufeinandertreffen an die Leine.
Lass sie den Yorki auf keinen Fall weiter mobben - wenn es bis jetzt noch keines ist, wird es das in kürzester Zeit, einfach weil sie lernt, dass das Spaß macht. Dann kann es sein, dass sie mit anderen Kleinen Hunden ebenso verfährt.
Richte dem Yorki eine sichere Rückzugsmöglichkeit ein - z.B. mit einer Katzenklappe zu einem Raum wo er dann alleine sein kann - durch die Klappe passt Ally ja bald schon nicht mehr durch.
Achte aber darauf, dass der Yorki nicht ausschließlich seine Zeit in dem abgeschiedenen Raum verbringen muß, sondern Schränke auch den Aktionsradius der Welpette ein. Das kannst Du per Hundebox oder per Leine, die an ihrem Schlafplatz gesichert ist.
Gib ihr an diesen Orten leckere Kongs zum auslutschen, lecker knabberkram oder andere Gute Dinge (auch Krauleinheiten) damit sie den Platz nicht als bestrafung sieht, sondern als schönen, hochbegehrten Aufenthaltsort.Ich habe regelmäßig Gasthunde hier - und manche sind sehr besitzergreifend und Mr. Oberhöflich Crispel würde sich dann traurig zurückziehen. Aber das hier ist Crispels Zuhause und deshalb kommen aufdringliche Gasthunde auch bei mir gelegentlich an eine Hausleine an ihrem Platz im Wohnzimmer. - Sie sind so immer noch in unserer Nähe, können aber nicht andauern umherrennen, Crispels Essen wegfressen, die Katzen jagen, oder sich in Kraulstunden mit dem Crispel dazwischendrängen. Bisher haben alle nach 3-4 Malen verstanden, dass wenn ich "Geh auf Deinen Platz" sage, sie dort dann auch erstens hingehen, und zweitens liegen bleiben sollen und das auch dort immer was für sie "abfällt! Bei einem Welpen wirst Du da länger dran arbeiten müssen, aber es hat den Zusatznutzen, dass Du damit gleichzeitig schon wichtige SChritte für das Alleinbleib-Training einleitest....
-
Solange Du Sachen, die gegen Dein Bauchgefühl und gegen besseres Wissen sind, nicht anwenden mußt, weil die da sonst eine Seelenkrise bekommen, kannst Du doch da weitermachen! Mußt halt nur klare Stellung beziehen und deutlich sagen, was Du willst, und was auch keinen Fall!
-
Köpfchen statt Knöpfchen...
...das gilt auch für die viel gepriesenen Sprühhalsbänder, die in verschiedenen Ausführungen den Markt erobert haben. Spätestens seit uns Hundenanny Katja Geb-Mann allwöchentlich im deutschen Fernsehen vorführt, wie jeder Hund, ganz gleich welches Problem er seinen Haltern vermeintlich oder tatsächlich bereitet, mit Einsatz einer Fernbedienung in das Verhalten gepresst werden kann, das Herrchen oder Frauchen beliebt, finden die Halsbänder, die einen angeblich völlig harmlosen Spraystoß von sich geben, steigenden Absatz.
Doch schon der gesunde Menschenverstand lässt einen aufhorchen, wenn Hersteller und Anwender behaupten, dass der jederzeit auszulösende Sprühstoß für den Hund „gar nicht schlimm“ sei. Da fragt man sich doch selbst nach nur kurzem Nachdenken, wie es denn möglich sein soll, instinktive, genetisch fixierte Verhaltensweisen wie zum Beispiel das Jagdverhalten durch etwas zu unterdrücken, das dem Hund gar nichts ausmacht?! Dem Hundehalter wird generös angeboten, das Gerät doch selbst mal in die Hand zu nehmen oder um den Hals zu legen, während der Trainer den Auslöser betätigt... und tatsächlich, so schlimm war das doch gar nicht. Ein kurzes „Zischhhh“ mit etwas feucht-kalter Luft. „Ja“, bestätigt der überzeugte Hundehalter, „das war gar nicht schlimm.“ Was Hersteller und Trainer jedoch geflissentlich verschweigen (aus Unwissenheit oder in betrügerischer Absicht?!), ist die Tatsache, dass plötzlich auftretende, nicht eindeutig zuzuordnende Zischlaute beim Hund als Angst auslösende, sogar lebensbedrohliche Laute abgespeichert sind, bei denen sofort die Flucht ergriffen werden muss. Jeder kennt den Anblick eines Hundes, der sich selbst im Körbchen `zig mal um die eigene Achse dreht, bevor er sich schließlich gemütlich niederlegt. Es handelt sich bei dieser Verhaltensweise um ein Erbe aus den Zeiten, in denen der Hund noch weitgehend draußen in Freiheit lebte. Bevor er sich hinlegte, drehte er sich mehrfach im Gras oder Laub, um die ausgesuchte Liegestelle als ungefährlich abzusichern. Sollte beim Drehen ein Zischlaut (zum Beispiel von einer Schlange) zu hören sein, würde er sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Biologisch sinnvoll... und diesen genetisch fixierten, Angst auslösenden Zischlaut bringen wir Menschen nun in den unmittelbaren Kopfbereich des Hundes! Und drücken vielleicht gleich mehrfach das Auslöseknöpfchen, worauf der Hund ganz leicht nicht nur in Angst, sondern sogar in Panik versetzt werden kann – ohne die Möglichkeit, sich durch die Flucht zur retten!
Eigentlich ist dieser Umstand allein schon Grund genug, niemals zu erlauben, dass einem uns anvertrauten Lebewesen ein solches Gerät angetan (im wahrsten Sinne des Wortes!) wird. Es gibt aber noch mehr Probleme:
Der Hund weiß nie, wann und vor allem warum der Sprühstop ausgelöst wird, befindet sich also in ständiger Erwartungsunsicherheit. Wer wissen möchte, wie sich das anfühlt, dem empfehle ich folgendes Eigenexperiment, das nicht in Anwesenheit eines Hundes durchgeführt werden sollte, damit dieser nicht unnötig verunsichert wird: Bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund, Sie wirklich stark zu erschrecken, zum Beispiel durch einen lauten Schrei oder dadurch, dass er plötzlich die Stereoanlage zu voller Lautstärke aufdreht oder zwei Töpfe aufeinander schlägt, wenn Sie gerade überhaupt nicht damit rechnen, sich zum Beispiel entspannt im Sessel zurücklehnen oder gerade mit Freunden Karten spielen. Das Experiment sollte mindestens mehrere Stunden, am besten ein oder zwei Tage dauern und der Schreckreiz sollte in dieser Zeit mehrfach ausgelöst werden – ohne dass Sie wissen, wann dies sein wird. Sie werden merken, dass der eigentliche Reiz, wenn er dann endlich auftritt, bei weitem nicht so schlimm zu ertragen ist, wie die zermürbende Warterei auf ihn. Obwohl man ihn fürchtet, wünscht man ihn schon beinahe herbei in der Hoffnung, dann wieder eine Weile Ruhe zu haben, was aber nicht so ist, da er kurz nach dem Auftreten ein zweites oder drittes Mal ausgelöst wird und dann wieder stundenlang gar nicht, ganz wie es Ihrem Helfer beliebt. Keine angenehme Vorstellung, nicht wahr?!
Aber es gibt noch weitere Probleme. Gleich mehrere ergeben sich aus der Tatsache, dass Hunde über gedankliche Verknüpfung lernen. Trägt der Hund das Halsband und erhält den Sprühstoß, wenn er zum Beispiel auf mehrfachen Zuruf nicht kommt, so möchte der Mensch ihm damit zeigen, dass er dafür mit Schreckreiz bestraft wird, dass er ungehorsam ist. Es kann aber gut sein, dass er in genau diesem Moment zu einem kleinen Kind, einem Jogger oder einem anderen Hund schaut – und den Strafreiz damit verbindet. Das Ergebnis ist dann ein Hund, der noch immer nicht besser auf Abruf reagiert, dafür aber Ängste, evtl. sogar durch die Angst ausgelöste Aggressionen, gegen das entwickelt, was er gerade sah. Die Hundehalter sind dann ratlos, weil ihr Hund „plötzlich“ kleine Kinder meidet oder Jogger anknurrt, mit denen er doch bisher bestens auskam. Viele solcher Beispiele finden sich in meiner Hundeschule ein, erst kürzlich ein Rodesian Ridgeback Rüde, dessen Sprühhalsband immer ausgelöst wurde, wenn er zum Wildern durchbrennen wollte. Bei diesen Spaziergängen war allerdings auch immer seine Gefährtin, der Zweithund der Familie, anwesend. Die Halter kamen nun nicht wegen des unerwünschten Jagdverhaltens zu mir in die Hundeschule, mit dem sie sich inzwischen abgefunden hatten, sondern weil der Rüde seit Wochen die Nähe der Hündin mied. Immer wenn diese den Raum betrat oder sich, so wie früher, zu ihm kuscheln wollte, verließ er mit ängstlichem Gesichtsausdruck das Zimmer und das konnte man sich nicht erklären... Was hatte man diesen beiden Hunden angetan! Welche Gefühle wurden in den Tieren ausgelöst?! Der Rüde hatte nun Angst vor seiner Gefährtin, die er früher heiß und innig liebte, während diese nicht verstehen konnte, weshalb er, der vorher immer leidenschaftlich mit ihr spielte und tobte, sie jetzt mied. Die gleiche Trainerin, die den Einsatz des Sprühhalsbandes empfohlen hatte, empfahl jetzt übrigens, einen der Hunde abzugeben, weil die Tiere sich unterschiedlich entwickelt hätten und einfach nicht mehr gut zueinander passen würden. Die Ängste des Rüden erklärte sie über die angeblich dominante Ausstrahlung der Hündin. Man könnte weinen, wenn Hunden mit einem solchen Schicksal gegenüber steht – oder es packt einen einfach nur die Wut.
Die Probleme gehen noch weiter, denn nichts generalisiert sich bei Hunden so schnell, wie Geräuschangst. Nicht nur dieser Rüde, sondern auch zahlreiche andere Hunde entwickeln nach Einsatz des Sprühhalsbandes Ängste vor allen möglichen Geräuschen. Das Öffnen einer kohlsäurehaltigen Getränkeflasche, das Zischen von heißem Fett in der Pfanne, Knall- und Schussgeräusche, die dem Hund vorher egal waren, versetzen ihn jetzt in Angst und Schrecken. Der oben erwähnte Ridgeback Rüde zum Beispiel verzog sich mit eingezogener Rute unter den Tisch des Besprechungsraums, als ich eine Wasserflasche öffnete. Dies tat ich nicht, weil ich Durst hatte – trauriger Weise gehört es inzwischen schon fast zum Standardprogramm beim ersten Kennenlernen und Analysieren eines mir vorgestellten Hundes auszutesten, ob er schon mit Sprühhalsband gearbeitet wurde und welche Wunden dies an seiner Seele hinterlassen hat. Die Halterin war auch sehr erstaunt, als ich ihr nach dem „Flaschentest“ auf den Kopf zusagte, dass an ihrem Hund sicher schon mit Sprühhalsband gearbeitet worden war. Das wollte sie mir eigentlich gar nicht erzählen, weil sie schon gehört hatte, dass ich gegen den Einsatz dieser Geräte bin. Nachdem ich sie auf die Reaktion ihres Hundes hingewiesen hatte, war sie sehr betroffen. Und wütend, nachdem ich ihr erklärte, weshalb ihr Rüde jetzt Angst vor der Hündin und vor allen möglichen Geräuschen hatte. Wütend auf die Trainerin, die sie auf diese „unerwünschten Nebenwirkungen“ nicht aufmerksam gemacht, sondern immer erklärt hatte, wie harmlos der Einsatz des Gerätes sei. Für mich stellt sich die Frage, ob Kollegen, die es einsetzen, um diese Nebenwirkungen nicht wissen, oder ob sie diese bewusst verschweigen, weil kaum jemand bereit wäre, den Einsatz zu erlauben, wenn sie bekannt wären. Und ich stelle mir die Frage, was von beiden eigentlich schlimmer ist...
Last not least gibt es Probleme mit der Technik. Es soll schon vorgekommen sein, dass das Gerät durch andere Funkfrequenzen oder sogar die Fernbedienung eines in der Nähe befindlichen Halsbandes an einem anderen Hund ausgelöst wurde. Der Strafreiz wird dann also einem Hund verabreicht, der einfach nur herumsteht oder gerade spielt oder sonst etwas tut. Das steigert die Erwartungsunsicherheit natürlich noch mehr und erhöht die Trefferquote auf Fehlverknüpfungen immens. Zusätzlich löst es nicht immer zuverlässig aus, kann zum Beispiel durch Wetterlagen mit feuchter Luft (Nebel, Regen) verzögert oder gar nicht reagieren. Schließlich zeigt es auch nicht an, wann die Batterie leer ist, wodurch es passieren kann, dass der Auslöser gedrückt wird und nichts geschieht. Dann käme man durch das Ausbleiben des Strafreizes (wenn der Hund denn überhaupt verstanden hätte, wofür er eigentlich bestraft werden soll) in den Bereich der variablen Bestätigung, was das unerwünschte Verhalten sogar noch verstärkt. Der Hund würde nämlich lernen, dass er das Verhalten nur immer wieder zeigen muss, bis er schließlich wieder zum Erfolg (in diesem Fall das Ausbleiben des Strafreizes und die erfolgreiche Durchführung des Verhaltens) kommt.
Man kann es also drehen und wenden, wie man will: Sprühhalsbänder sind ganz und gar nicht harmlos, im Gegenteil sogar sehr gefährlich. Manche Hunde werden durch sie so verunsichert, dass sie in die so genannte erlernte Hilflosigkeit fallen, was zur Folge hat, dass sie kaum noch Aktionen zeigen oder Handlungen anbieten, weil sie in ständiger Angst vor dem für sie unkalkulierbaren Strafreiz leben. Um diesen Tieren – und ihren verzweifelten Haltern – zu helfen, braucht es ein meist lang angelegtes, gut durchdachtes Training, das den Hund aus dieser erlernten Hilflosigkeit und seinen vielfältigen Ängsten wieder herausholt.
Sprühhalsbänder gaukeln dem Hundehalter vor, mal eben schnell per Fernbedienung eine Lösung für vermeintliche oder tatsächlich entstandene Probleme zu haben. Aber so einfach ist das nicht. Hunde sind uns anvertraute, fühlende und denkende Lebewesen, die nicht beliebig manipulierbar sind und deren Lernverhalten sich von dem unseren ganz erheblich unterscheidet. Ich kann deshalb nur dringend empfehlen, jeden Ausrüstungsgegenstand und jede Methode, der/ die durch Hersteller oder Trainer empfohlen wird, vor Anwendung am Hund genau zu prüfen, sich gut zu informieren und im Zweifelsfall nach dem guten alten Motto zu entscheiden, das auch für unsere Hunde gelten sollte: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.
© Clarissa v. Reinhardt
animal learnP.S.: Hiermit lade ich alle Hundefreunde ein, bei der Verbreitung dieses Textes zu helfen. Ich erlaube als Autorin ausdrücklich, ihn (vollständig und unverändert und unter Nennung der Quelle) auf anderen Homepages zu veröffentlichen, auszudrucken und zu verteilen oder auf ihn hinzuweisen. Je mehr Menschen um die Tücken und Gefahren des Sprühhalsbandes wissen, je mehr Hunden bleibt dessen Anwendung – hoffentlich – erspart. Ein herzliches DANKE an jeden, der diesen Text weiter gibt.
-
Klar, ich würde auch jede Interaktion einstellen, wenn Du mir für alles eine Backpfeife haust!!!
-
Hallo,
natürlich geht es auch ohne Leine.
Allerdings kommen dann nach ein paar Tagen (oder Stunden) etwa folgende Antworten:"habe ich versucht! dann beißt sie sich wie eine Bescheuerte in meine Hosenbeine (Schuhe, Füße...) fest!"
Das wiederum kann man nicht ignorieren - daher sorgt man mit der Leine für einen eigneschränkten Wirkungskreis, aus dem man einfach nur raustreten muß, und kann so direkt neben dem "tobenden" Hundewesen warten, bis es sich abgeregt hat, um eine neue Spielrunde einzuleiten.
Theoretisch kannst Du auch aus dem Zimmer gehen. Nachteil: Du kannst nicht sehen, wann Hundi ruhig ist, um dieses umgehend mit weiterem Spiel zu belohnen. DAs ist wichtig, weil Du diese Aktion ja nicht einmal pro Stunde 3 mal pro Tag machen willst (weil es so nämlich Wochen braucht, bis sie da irgendeinen Zusammenhang verstehen), sondern das ganze etwa so aus sehen soll:
10 Sekunden Spielen, Hund beißt heftig, "Pech gehabt", einen Schritt weg gehen, 30 sekunden warten, weiterspielen, Hund beißt, "Pech gehabt", einen Schritt weg gehen, 30 sekunden warten, weiterspielen, Hund beißt, "Pech gehabt",einen Schritt weg gehen, 30 sekunden warten, weiterspielen, Hund beißt, "Pech gehabt",einen Schritt weg gehen, 30 sekunden warten, weiterspielen, Hund beißt, "Pech gehabt",einen Schritt weg gehen, 30 sekunden warten, weiterspielen, Hund beißt, "Pech gehabt",einen Schritt weg gehen, 30 sekunden warten, weiterspielen, Hund beißt, "Pech gehabt",einen Schritt weg gehen, 30 sekunden warten, weiterspielen, Hund beißt, "Pech gehabt",einen Schritt weg gehen, 30 sekunden warten, weiterspielen, Hund beißt, "Pech gehabt", -
Das ist ganz einfach:
zunächstmal würde ich (nur um es Dir zu verdeutlichen, worum es mir geht) nicht ein "nicht xy-machen" sagen, sondern formulieren, WAS sie denn machen soll, nämlich "vorsichtig spielen" oder "nett sein", oder so was.Warum, nun weil Du ja das gewünschte Verhalten (nettes Spielen) mit dem passenden Signal verknüpfen möchtest.
WENN sie also nett mit einem Hund nett spielt, sagst Du "vorsichtig spielen" und lobst sie, wenn sie mag, bekommt sie auch ein Leckerchen.
DAs mußt Du nun so häufig wie möglich verknüpfen. Du achtest dazu auf das Verhalten, dass Du bestärken möchtest und lobst und belohnst es.Wenn Du nämlich wieder wartest, bis sie sich hochfährt, sind wir wieder in dem oben schon erläuterten "wir verstärken das falsche Verhalten"-Spiel.
Später hast Du dann die Möglichkeit (wenn Du merkst, dass sie sich etwas hochplüscht), erst "vorsichtig spielen" zu sagen - und wenn sie darauf reagiert, sie weiterspielen zu lassen. Reagiert sie Deiner Meinung nach nicht ausreichend, kannst Du das "Pause" noch hinterherschieben.
-
Zitat
Mein Problem ist, dass er wahnsinnige Angst vor Fremden Menschen hat. Wenn wir auf der Straße Menschen sehen, die ihn auch noch ansprechen, würde er am liebsten davob laufen mit eingezogenem Schwanz. Ich versuch dann immer ihm ruhig zuzusprechen und geh zu den Leuten hin und ruf ihn dann. Er kommt zwar irgendwann, aber er hat trotzdem Angst von den LEuten berührt zu werden. Wenn er jemand paar Minuten kennt, dann ist er wieder fast normal.
Indem Du das machst (auf die Leute zugehen, und ihn rufen) vergrößerst Du nur seinen Konflikt: er hat immer noch Angst vor den Leuten, will Dir aber logischerweise folgen, weil Du ja seine Familie bist. Du unterminierst so seinen Folgetrieb und Du ruinierst Dir den Rückruf, weil Du ihn so negativ verknüpfst.
Du kannst das viel besser so üben:
Methode 1:
Du bittest einige Freunde, die Dein Hund noch nicht kennt, mit Auch zu üben. Du stehtst mit Deinem Hund an der Leine, und hälst winzige Superleckerchen (Käsebröckchen, Kleingeschnipselte Wiener Würstchen...) bereit. Die Freunde haben folgende Aufgabe (immer nur einen Freund für eine Übungseinheit!!! Nicht mehre gleichzeitig!): er/sie geht in einem recht großen Abstand (der Abstand muß so groß sein, dass Dein Hund keinerlei Angst vor dem Menschen hat) hin und her. Stell Dir ein Dreieck vor. Du und Dein Hund sind die Spitze, und der Freund läuft auf der gegenüberliegenden Seite hin und her. Immer wenn Dein Hund zu dem Menschen sieht, sagst Du "Fein" und gibst ein Leckerchen. Nicht geizen!!! BEobachte Deinen Hund. Wenn er völlig ruhig ist, und der Mensch ihn gar nicht beunruhigt, "rückt" dieser einen Schritt näher und wandert weiterhin hin und her. Möglicherweise, kann er so immer näher kommen, bis er direkt an Euch vorbei läuft. Wenn Ihr so weit gekommen seit, kann der Freund anfangen dem Hund Leckerchen zuzuwerfen. Später füttert er den Hund aus der Hand, erst mal, in dem er seitlich abgewand steht, dann schritt für Schritt immer Frontaler.
Wenn das mit einem "Fremden" so weit gelungen ist, wechselst Du zu einem Neuen. Das ganze soll natürlich nicht in einer "Sitzung" durchgezogen werden, sondern so, das der kleine Hundezwerg das wirklich positiv verknüpfen kann und nicht gestreßt wird.Methode 2.
Du parkst einen Fremden Freund an einer bestimmten Stelle, hast Deinen Hund an der Leine und Leckerchen zur Hand. Dann bewegst Du Dich mit Hund einige SChritte auf den Freund zu. Und gehst dann wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Während Du auf den Freund zu gehst, gibst Du dem Hund ein Leckerchen nach dem anderen. Wenn Du zurück gehst, bekommt er keine!
So lernt er auf fremde zuzugehen, mit Dir zusammen, und das ganze positiv zu verknüpfen, denn erstens gibts gleichzeitig lecker Essen und zweitens wird er nicht gezwungen näher an den Fremden hernazugehen, als er es verpacken kann.Bei beiden Methoden kannst Du als "Verstärkung" noch ein "Guckmal, ein netter Mann/eine nette Frau"-Signal einführen. Immer wenn der "Fremde sich nähert, oder Ihr Euch dem Fremden nähert, sagst Du, bevor Du das Leckerchen gibst "Guckmal, ein netter Mann". Dadurch bekommst Du ein Signal, das mit der geübten Situation verknüpft ist, und das Du anwenden kannst, wenn Euch im realen Leben ein Fremder begegnet. Auch da sollte er dann Leckere Sachen bekommen.
"Richtige" Fremde dürfen ihn in der Übungsphase natürrlich nicht überfallen und gar streicheln - das mußt Du unbedingt verhindern, damit er sich nicht errschreckt, und das Vertrauen verliert.
Das klingt nach viel Arbeit, ist es auch, aber es lohnt sich!
Die gleiche Methode kannst Du sowohl auf Autos als auch auf andere hunde anwenden. Autos sind einfach
die stehen gern mal auf Parkplätzen rum - da läßt sich Methode 2 anwenden. Wenn Du eine leicht befahrene Straße hast, wo Du die Entfernung zu den Autos kontrolieren kannst (indem Du z.B auf einer wiese neben der Straße stehst) kannst Du auch Methode 1 anwenden, mit der kleinen Abwandlung, dass Du Dich schritt für Schritt richtung Straße pirschst.Schwieriger ist das üben mit anderen Hunden, denn auch hierzu benötigst Du eingewiesene Trainigspartner - auf einer Hundewiese mit unkontrolliert rennenden anderen Hunden kannst Du das nicht üben, ausser der Platz ist eingezäunt und du kannst draussen stehen und "näher rücken...
-
Zieh ihr ein wärmendes Mäntelchen an!