Beiträge von Shoppy

    Zitat

    Gute Idee Martina, das mit den Leckerchen – nur wenn der andere Hund schon da ist, lässt sich Raudi noch schwer ablenken... Vor allem der andere Hund schneidet einem dann wirklich voll den Weg ab und wenn ich diesem Hund dann Leckerchen hinschmeissen würde, dann greift der Typ womöglich noch mich an, weil er meint, dass ich seinen Hund vergiften könnte...
    Er würde das mit Sicherheit nicht einfach kommentarlos geschehen lassen und dann hätten wir schon wieder den Salat...
    Aber du hast recht, der Typ ist unter meiner Würde! Und ich werde mich auf nichts mehr einlassen – kostet mich viel zu viel Nerven...

    Deshalb schrieb ich ja, sobald Du ihn siehst, und je weiter weg desto besser :D. Gut ist auch, wenn Raudi schon weiß, was Du da Leckeres mit Dir rumschleppst, aber nicht rausrückst, dass macht ihn evetuell aufmerksamer (kannst ihn vorab mit 2-3 Bröckchen auf den Geschmack bringen).
    Dem Vergiften Vorfurf kannst Du vielleicht so entkräften, dass Du halt die ganze Hand voll Leckerchen hast, ein paar davon wirfst und den Rest Raudi in die Schnütt steckst - wer vergiftet schon auf offener Straße den eigenen Hund?
    Aber beurteilen, ob das geht, kannst natürlich nur Du selber... Ich würde mich einfach mal entsprechend aufrüsten.
    Und mir denken: Das ist eine Trainingsgelegenheit, nicht irgendeine Unanehmlichkeit. Der Kerl ist eine Herausvorderung, ein gemeinsames Trainingsziel von Dir und Deinem Hund zu erreichen.

    Mich haben früher Leute genervt, die einfach mal so den süßen Welpen streicheln wollten. Irgendwann hat es im Hirn "klack" gemacht und ich habe mir gedacht, solln sie doch streicheln, kann ich den Riesenzwerg für freundliches Verhalten gegenüber Fremden clickern.

    Oh Clickern... Clickerst Du?

    Oh, das mit dem Essen hatte ich glatt überlesen.

    Wenn er so verfressen ist, ist das natürlich eigentlich schön, weil Du das Futter dann gut zum Training einsetzen kannst.

    Aber es ist natürlich gefährlich, wenn er sich so gebärdet, wenn Ihr eßt.

    Du solltest (wieder mit der Leine) verhindern, dass er zu Euch gelangen kann, wenn Ihr eßt. Er sollte Euch aber sehen können, denn da machen wir jetzt eine Impulskontrollübung draus (oder man könnte sagen, Ihr trainiert eine "Bettel-Pose" :D ):
    Immer wenn Ihr eßt, habt Ihr eine Schale mit seinem Futter bereit. solange er einigermaßen ruhig ist, lobt Ihr und werft ihm was zu.
    Nach und nach erhöht Ihr dann Eure Ansprüche, wie genau "einigermaßen ruhig" genau auszusehen hat.
    Vielleicht reicht erst mal "stehen ohne rumhüpfen", dann "stehen ohne jaulen" (eben jenachdem, wie er sich so aufführt), dann "sitzen ohne aufstehen", und so weiter.

    Wenn Ihr mal keine Zeit habt, füllt seine Mahlzeit in einen Futterball, den er kollern muß, um sich das Futter zu erarbeiten, oder stopft einen Kong.
    Das mußt Du mal testen - es gibt hunde, die sich mit so einem Futterball so hoch puschen, dass sie unter dem Dach kleben, das wäre natürlich hier nicht so gut.

    Ich würde erst mal jegliches ruhiges Verhalten großzüging mit Futter belohnen. So schlägst Du zwei fliegen mit einer Klappen, der Hund lernt schnell, welches Verhalten zum Ziel führt UND er lernt, dass er immer genug zu essen bekommt.
    Vielleicht solltest Du sogar ziemlich viel "leeres Futter" - also Sachen die kaum Kalorien haben (z.B. Gemüse) als "Füllstoffe" verwenden - so hat er mehr "Futtermasse" die sättigt, wird aber nicht fett dabei.

    Ich würde Dir auch raten, Dich mit Clickertraining zu befassen, damit kannst Du sehr präzise das Verhalten belohnen, dass Du sehen möchtest.

    Ich hätte extrem gute Leckerchen dabei. Wenn Du den Typen von weitem siehst (je weiter desto besser) fängst Du an, Deinem Hund diese allerbesten Leckerchen der Welt zu geben (und die gibts auch nur, wenn dieser Kerl auftaucht). Du gibst ruhig und gelassen ein Leckerchenbröckchne nach dem anderen - solange, bis der Kerl an Euch vorbei ist, und sich ein gutes Stück entfernt hat.
    Du hast in dieser Zeit Deine Ohren auf Durchzug und kannst Bemerkungen aus seiner Richtung gar nicht hören. Und Augen hast Du nur für deinen tollen Hund, der so begeistert die vielen Leckerchen isst, das er kein Abendbrot mehr braucht.
    Wenn Du siehst, dass der andere Hund näher kommt, als Du es möchstes, wirfst Du dem anderen einen ordentlichen Batzen von dem extrem lecken Zeug vor die Füße - und gehst selber weg - dabei dem Raudi ruhig noch ein paar weitere Leckerchen geben.

    Damit erreichst Du mit nur ziemlich wenigen weitern Aufeinandertreffen, dass Raudi beim Anblick des netten Herren ziemlich das Sabbern anfangen wird. Und ein Hund der seelisch auf lecker Essen eingestellt ist, neigt nicht zum Pöbeln sondern dazu, sich auf die bekannte Futterquelle (Dich) zu konzentrieren.
    Leg Dich nicht mit diesem Menschen an, das ist unter Deiner Würde. Der ist Luft!

    Huhu,

    erstmal würde ich dem guten beibringen, was "nein" heißt. Das mancht man am besten so:
    Du hast ein Leckerchen in der geschlossenen Hand. Hund darf daran riechen. Du sagst nett und freundlich "Nein". er wird natürlich einiges versuchen, um an das Leckerchen zu kommen (alle werden mit einem n etten, freundlichen "nein" kommentiert).
    Wenn er für eine Millisekunde die Nase von der Hand nimmt, sagst Du dein Lob-Wort und gibst ihm sofort das Leckerchen.
    Das wiederholst Du 5-6 mal hintereinander und das Ganze wiederum mehrmals am Tag.

    Wichtig dabei ist, dass Du die hand nicht wegziehst, wenn er also richtig an der Hand kaut, zie Dir einen Handschuh an... anfangs...


    Wenn Du mit dem Hund spielst, "befestige" ihn mit der Leine an einem unverrückbaren Gegenstand. Sobald er ein von Dir nicht erwünschtes Verhalten zeigt, sagst du "Nein" (nett und freundlich) und gehst SOFORT aus dem Leinenradius. Dort wartest Du bis sich seine Tirade gelegt hat. NICHT zurückgehen, wenn er rumzehtert.
    Wenn er ruhig ist, zurückgehen und weiterspielen.

    Du mußt jeweils blitzschnell reagieren: Wenn er beißt, "Nein" und weg.
    ist er dann ruhig "super" und weiterspielen. Nur wenn die Konsequenz (Spielstopp) schnell auf das "Nein" folgt, kan er lernen, dass er sein Verhalten ändern muß um weiterhin spielen zu können.
    Auch andersherum: nur wenn aus seine Verhaltensänderung (ruhig werden) schnell ein Lob und die Belohnung (weiter spielen) folgt, kann er lernen, welches Verhalten gewünscht ist.

    Wenn er dann irgendwann so weit ist, dass Du nein sagst und er hört sofort auf zu spielen, bzw, macht vorsichtiger weiter, kannst Du ohne Spielabbruch direkt loben und weiterspielen.


    Ansonsten würde ich viele Erzihungsspielchen zum Thema Impulskontrolle machen und ganz sicher würde ich ein Entspannungssignal konditionieren.

    Bitte sofort an einen kompetenten Trainer wenden.

    Bisse in Genick, Kopf etc sind Tötungsbisse, an denen gehört nicht mit "Tipps" rumgedoktert.

    Bitte such Dir einen Trainer, der NICHT mit aversiven Mitteln (Strafen, Wurfketten, Schüteldosen, Würgehalsbändern, Stachlern, sonstigen "Erziehungs"halsbändern, Alpha-Rollen, Nackenschütteln ect.)
    arbeitet.
    Es ist inzwischen zeifelsfrei erwiesen, dass solche "Ausbildungs"Methoden (nicht nur in sochen Fällen) kontraproduktiv sind.

    Ganz im ernst:

    Der Hund hat Deinen mit Jagdbeute verwechselt. Nackenbiß ist tötungsbiß, so werden Wirbeltiere nun mal getötet.

    Das Dein Hund noch lebt, verdankst Du der Tatsache, dass dieser Hund in der Situation warum auch immer über eine Beißhemmung verfügte.

    Das die in Folgesituationen weiterhin vorhanden ist, ist fraglich.