Beiträge von Shoppy

    Zitat

    Mehr sozialisieren, mehr Training, mehr Ausbildung, mehr Geld... -ja.
    Der Zwang zum Kultursodomisten besteht dadurch nicht.
    Dieser entsteht aus meiner Sicht nur durch die ausschließliche Hinwendung zum Tier unter Vermeidung und Ausschluss menschlicher Kontakte.

    Friederike

    Das kommt vielleicht dann genau darauf an, wie man den Begriff verstanden hat.
    Und, natürlich: das ist kein "zwanghafter" Zusammenhang.
    Was ich damit ausdrücken wollte, ist: "Man liebt, was man kennt" sozusagen. Oder andersrum: "Nichthundehalter" würde ehr behaupten, dass man "es" sei, als andere Hundehalter, weil erstere weniger nachvollziehen können, warum man denn nun so viel von allem in den Hund steckt und nicht in die Briefmarkensammlung, die Eisenbahn, die Enkelkinder oder den Urlaub in Indonesien, oder was auch immer...

    Also ich glaube ein camiro ist besser als ein K9 - bei letzterem werden die Schulterblätter zusammengedrückt...
    toll wäre natürlich, wenn Du verschiedene anprobieren könntest. Schau Doch einfach mal, ob eine Hundeausstellung in Deiner Nähe stattfindet - da sind oft auch Aussteller mit diversen Geschirrvarianten vor Ort, die dan kometent beraten können.

    Einige Geschirrhersteller schneidern auch auf Maß.
    z.B. der Alaska-Store: http://s213180007.e-shop.info/shop/page/1?shop_param=

    oder http://www.wolfsong.de

    oder einfach mal G***ln da findest Du noch viele weitere Anbieter...

    Ich glaube, dass Problemhunde ein "Produkt" von mehrere Faktoren sind.

    1. Die Ansprüche an die Hunde werden höher: man will sie überall mit hinnehmen, sie müssen sich dabei gut benehmen, sie treffen dabei auf viel mehr
    - andere Hunde
    - neue Situationen
    - fremde Menschen
    Daher müssen sie viel besser sozialisiert werden.

    2. Die Erziehung hinkt den Ansprüchen hinterher: Besitzer denken, die Hunde kommen als fertige "Lassies" oder "Rexe" oder "Kalles" zur Welt.
    Demzufolge kümmern sie sich um die Erziehung erst, wenn Probleme auftreten und docktern dann am Problem herum, ohne die richtigen Informationen und Methoden zu haben. Man ließt immer noch in "Erziehungsratgebern" mehr darüber wie man "Problemverhalten" bestraft, als man darüber findet, wie man es verhindert. Der Wissenstand vieler Hundeschulen ist mindesten 15 Jahre hinter dem "Wissen" hinterher.

    3. Die Genetik: Es werden oftmals Rassen bevorzugt, die für "ARbeit, Arbeit, Arbeit" geschaffen sind, und die sich, wenn sie keine Arbeit bekommen, sich hundegerechte, aber "menschenunfreundliche" Hobbys suchen.
    Oder es werden Rassen "cool" gefunden, in deren Standart "mißtrauisch gegenüber Fremden" und ähnliche Formulierungen zu finden sind. Da sind Schwierigkeiten vorprogrammiert, wenn nicht bis zum Erbrechen auf alles Sozialiert wurde (und unter Sozialisieren versteh ich nicht "hat er schon mal gesehen" sondern "während der 6-10 Male, die er das schon gesehen hat, hat er das aufs angenehmste Verknüpfen können"!!!!)
    Bei vielen Rassen wird nicht auf Familientauglichkeit, Altagstauglichkeit etc gezüchtet. Wichtig ist, dass Tierchen was im Ring hermacht.
    Hunde, die beschwichtigend im Ring stehen, sitzen, oder gar liegen(!), weil sich die restlichen angiften, kommen gar nicht erst in die engere Auswahl für die Championtitel...

    4. Je dichter die vielen Hunde und Menschen zusammenleben und je mehr der Hund ins tagesgeschehen integiert werden soll, desto wichtiger sind die genannten drei Punkte.
    Lebt der Hund nur im Zwinger hat er die gleichen Probleme mit der Umwelt wie ein umweltuntauglicher Familienhund in der Etagenwohnung, aber es fällt eben nicht auf, weil er halt nicht ständig mit der Umwelt zusammenprallt. Seine Halter sehen demzufolge auch garkeine Notwendigkeit irgendwelche Maßnahmen diesbezüglich zu ergreifen.

    Ich finde, da kann man doch ganz gut dran erkennen, dass wir geradezu Kultursodomisten werden MÜSSEN, wenn wir wollen, dass unsere Hunde mit der Umwelt in der wir sie "gesteckt" haben, klar kommen sollen.
    Wir MÜSSEN eben mehr sozialisieren, mehr Trainieren, mehr Zeit und Geld und Geduld und mehr Wissen in sie investieren.
    Und weil man sich mehr beschäftigt, nimmt der Hund eben auch einen höheren Stellenwert ein, und schon hat man eine Spirale: weil man sich Intelektuell und emotional mehr mit ihnen Beschäftigt, werden die Ansprüche höher (man will sie auch mit in den Urlaub nehmen, mit zu Familienfeiern....) und dazu müssen sie sich noch besser benehmen....

    Zitat


    Um mal ein Extrembeispiel herauszugreifen, was in diesem Forum immer mal wieder passiert:
    Wenn in einem Thread mal wieder steht "...aber ich bin doch seine Mama.", " meine Hunde sind meine Babys." etc. dann stellen sich mir grundsätzlich die Nackenhaare auf...

    Tja, was soll ich sagen - ich sage auch, dass ich meines Hundes Mama bin.
    Ich kann unterscheiden, ob ich einen Hund oder ein Kind vor mir habe.
    Aber ich habe eben keine eigenen.
    UND: ich denke, dass Hundeerziehung und Kindererziehung ungefähr gleich ablaufen.
    UND: noch stärker als bei Kindern bin ich dafür verantwortlich, wie mein Hund in seiner Umwelt lebt - nicht nur in Bezug darauf, dass es ihm möglichst gut geht (hier auch besonders, weil Hunde es sich nicht aussuchen können, mit wem sie zusammen leben - siie sind keine "Freiwilligen" odern "Rekruten"...), sondern auch iBd, dass er niemanden belästigt.

    Ich mag keine Vergleiche bringen, jeder hat welche von ungezogenen Kindern und unerzogenen Hunden zur Hand...
    Ich mag lieber mit einem gut erzogenen "höflichen" Hund bemerkt werden.

    Zu den anderen Auswüchsen:
    Wenn jemand sein Geld für "Hundesachen", wie auch immer die aussehen mögen, möchte, soll er das meinetwegen gerne tun. Da kann ich nichts schlimmes daran finden, solange es nicht jemand anderen (z.B. ein Pelztier) schadet - auch wenn es noch so albern aussieht. Das ich gegen Qualzuchten bin (und ich zähle einen schnarchenden Mops schon zu Qualzuchten), muß ich glaube ich, nicht extra erwähnen.

    Was ich richtig übel finde, ist der derzeitige Run auf immer Exotischere Tiere. MUSS man wirklich einen Serval in einem Gehege halten, weil man unbedingt Savanna-Katzen züchten möchte? Wie kann man es mit seinem Gewissen vereinbaren, Waschbären in der Etagenwohnung zu halten? Und was bitte haben Krokodile in einer Reihenhaussiedlung zu suchen??
    Ich würde bitte gerne ein Zebra in meinem Garten halten - wo kann ich ein Zebra bekommen? Pferde sind ja soooo unexotisch!

    Huhu,

    also erstmal sollte das ein sehr, sehr sehr rubuster Roller sein. Dann brauchst Du ein Zugseil mit Stoßdämpfer (da ist ein Stücksken "Elastik" im Seil, damit der Hund, wenn er volle Kanne ins Zugseil springt, etwas "abgefedert" wird. Und natürlich brauchst Du ein absolut perfekt sitzendes Zuggeschirr. Das ist die Hardware :D

    Dazu brauchst Du noch folgende Software, die man am Besten schon vorher dem Hund "aufgespielt" haben sollte:

    "rechtsabbiegen"
    "Linksabbiegen"
    "weiter rechts"
    "weiter links"
    "Halt"
    "Warte"
    "Zieh"
    "langsam"
    "Weitergehen"

    Natürlich kann man das alles auch irgendwie anders benennen - meine Signale heißen so, weil ich mir dann nämlich besser merken kann, was ich meine... :hilfe: "Echte" Musher würde ja "Gee" und "Haw" nehmen, wobei ich mir nicht mal merken kann, ob "Gee" nun rechts oder links war...
    "Weiter ..." heißt bei mir nur, dass er dichter an dem Jeweiligen Straßenrand laufen soll (wichtig wenn man richtige Straßen benutzt ["Weiter rechts"] oder überholt ["Weiterlinks"])

    Extremwichtig sind "Langsam, "Stop" oder "Halt" und "Warte" ohne diese Signale ist man schlichtweg nicht Verkehrssicher.

    Okay,

    Beseigen Sie ein Paddelboot und rudern Sie kräftig "bergauf" gegen das Hochwasser der Weser.
    Vorbei an Hameln und Bodenwerder. In Rühle zügig anlanden und dann durch die Rühler Schweiz haarnadeln. und schon ist man in Golmbach...

    War doch ganz einfach, oder?

    Man könnte natürlich auch ein Auto nehmen, da wird man derzeit nicht gar so naß :D