Beiträge von Shoppy

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    ... Das fängt dann mit Leine beißen an, wenn man das ignoriert oder die Leine mit einem NEIN aus dem Maul nimmt, baut er sich vor mir auf, knurrt, bellt, schnappt in die Jacke und springt. Ich reagiere dann unterschiedlich. Nur ignorieren bringt eigentlich nix, das bauscht ihn nur noch mehr auf. Wenn es gerade geht, wird er angebunden und ich stell mich außer Reichweite. :-) Oder ich versuche ihn mit Unterordnungsübungen abzulenken (was recht gut klappt).


    Was pasiert vor dem in die Leine beißen?
    Wann beißt er in die Leine?

    Yane hat es auch schon geschrieben haben. Leine beißen kann verschiedene Ursachen haben. Du solltest lieber rauskriegen, was diese sind und daran arbeiten, als an den Syptomen rumdocktern.

    Wenn er sich schnell hochdreht und dann aus Streß oder Übersprungsverhalten in die Leine beißt, solltest Du z.B. daran arbeiten, dass er lernt in allen Lebenslagen ruhig zu bleiben. Dazu eigenen sich ereignislose Pausen zu strategischen Zeitpunkten, an denen nix weiter passiert, bis der Krümel sich völlig entspannt hat.
    Nütlich ist dazu ein konditioniertes Entspannungssignal.

    Wenn er aus Langeweile in die Leine beißt, würde ich ihn immer wieder unerwartete Aufgaben stellen.

    Mit Härte würde ich da gar nicht dran arbeiten. Wozu sollte Die nützlich sein?

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    Klar hilft dies bei vielen Hunden, wenn man auch grundsätzlich natürliches Verhalten nicht belohnen sollte.

    Warum das denn?? Ich mache das ständig - und mir bleibt auch nichts anderes übrigig, denn alles was mein Hund an Verhalten zeigt, IST natürliches Verhalten...


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    Das Problem liegt nur darin beim Hund die passende Verknüpfung zu schaffen. Dabei ist man von unzähligen Zufällen abhängig. Schon ein vorbeilaufender Hund, ein Auto oder sonst etwas können den Hund gedanklich davon abbringen das er sich meldete und das Lob alleine mit dem Defäkationsvorgang verbinden. Schon haben wir einen typischen Verknüpfungsfehler.

    Nunja, wenn man sich überlegt, dass der Hund 5000 Wiederholungen braucht um ein Signal sicher mit einem Verhalten zu verknüpfen besteht m.E. keine Gefahr darin, das gelegentlich mal das Anblicken eines Hundes, Autos oder einer Monrakete bestärkt wird...


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    In diesem Fall würde der Hund das „ Geschäft “ mit Lob des Besitzers verbinden. Nicht wenige Hunde wollen dann dem Besitzer zu Hause auch eine solche Freude bereiten und machen dann mitten in die Wohnung !"

    Das ist jetzt aber ein Denkfehler. Hunde sind furchtbar schlechte Generalisierer - sie speichern immer alles mögliche an Umweltfaktoren mit ab. Ausserdem ist es ja genau das Ziel, dass der Hund das "Geschäft" mit dem Lob verknüpft. Was in Deiner Abhandlung fehlt, ist allerdings das "Signal", auf das hin der Hund sein Geschäft macht. Das ist nämlich das Wichtigste! Deshalb wird in vielen Büchern der Tipp gegeben, dass man "Mach schnell" oder "Geh Pipi machen" oder was auch immer sagt, wenn der Hund gerade zu selbigem ansetzt und das ganz dann belohnt.


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    Wir geben unserem Kleinen immer ein Leckerli, wenn er draußen gemacht hat. Sollen wir das bleiben lassen?? Ich dachte, dass er es so vielleicht schneller lernen würde.


    Genau so ist es auch!
    Wenn er macht, wo er darf, wird er belohnt. Wenn drinnen ein Unfall passiert, wird nicht geschimpft, auch wenn er auf "frischer Tat" ertappt wird, weil er dann nämlich lernt, es heimnlich zu tun, und genau das wollt Ihr nicht!

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    Was sagt ihr zu dieser Box. Sollen wir das nachts machen und dann immer gehen, wenn er sich bemerkbar macht??
    Freue mich sehr auf eure Ratschläge!
    Danke
    :D Emmar

    Eine Box kann eine gute Hilfe sein!


    Wenn Du möchtest, dass er lernt sich zu melden, mußt Du dieses Trainieren.
    Ich habe anfangs immer, wenn es zum Pipimachen raus ging, gesagt: "Crispel, mußt Du mal strullern?" und bin dann schnurstracks mit ihm an die stelle, wo er sollte (an der Leine). Dort habe ich dann gewartet, bis er gemacht hat, und ihn gelobt und belohnt. Erst danach ging es zum Spatziergang. (Dazu gehört die Frage: "Crispel, wollen wir ausgehen??").

    Das Ergebnis ist ein Hund, der erfreut wedelt, wenn ich ihn frage, ob er mal strullen muß, sofern er muß. Wenn nicht wird nicht gewedelt...

    Damit er Dir ANZEIGT, dass er rausmuß, kannst Du z.B. eine Glocke an die Tür hängen und erst mal einüben, dass er die Glocke betätigt. Dann läßt Du ihn JEDESMAL die Glocke bimmeln, bevor ihr "auf Klo geht".
    Die wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch, dass er recht schnell verknüpft, "Klo" folgt auf "Glocke bimmeln" und er dann also die Glocke betätigt, wenn er mal muß.
    Und natürlich auch, wenn er Lust auf einen Spatziergang hat :D .

    Du kannst Ihr die Übung erleichtern, indem Du sie an einem von ihren Plätzen einfach mal "festtackerst" - sprich, befestige eine recht kurze Leine an einem Lieblingsliegeplatz und gib Ihr dort was leckeres zum Kauen. Kauen entspannt und macht ruhig, und hinterherzappeln kann sie so auch nicht mehr. Geht Ihr statt dessen öft bei ihr vorbei, um sie zu loben und mit einem leckeren Häppchen zu verwöhnen...

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    Also von ihrer Motivation, die sie beim Suchen zeigt sehe ich eigentlich keinen Unterschied, ob wir nun in bekanntem oder unbekanntem Gelände trainieren...
    Aber um mal von dieser "Dummy-Geschichte" wegzukommen, es sei denn du, oder jemand anderes hat da noch was zu zusagen...eigentlich habe ich diesen Thread ja eröffnet in der Hoffnung irgendwelche Anregungen zu bekommen, was ich alternativ noch machen könnte um sie auszulasten - irgendwie habe ich das Gefühl, dieser Hund braucht ne Aufgabe...:???:

    Aber es ging doch auch nicht um die Motivation, sondern um die Auslaustung? Oder?

    Meiner Erfahrung nach sind neue Situationen das anstrengenste, was man einem Hund so "antun" kann. Wenn ich mit dem Crispel Leute besuchen fahre, ist er abends platt, auch wenn er körperlich gar nichts gemacht hat, ausser ein paar Treppen hoch steigen und eine fremde Wohnung abschnuffeln.
    Auch spatzierengehen an völlig neuen unbekannten Orten ist offenbar ungeheuer anstrengend.
    Und durch den Umstand, dass ich sehr oft Gansthunde hier habe, weiß ich, dass das extrem erschöpfend sein kann, vor allen Dingen, wenn man sich was hibbeliges ins Haus geholt hat :D .
    Wenn er auf einem Spatziergang in bekannter Umgebung neue Sachen lernt ist das z.B. nicht ganz so anstrengend für Herrn Chakanyuka.

    Also ich glaube, die Dame hat ein Dominanz-Problem...
    Sie glaubt wahrscheinlich, dass jedes 2. Verhalten ihres Hundes den Weltherschaftsanspruch ihres Vierbeiners anzeigt...

    Der Crispel scharrt, dass er an Hundescharr-Weltmeisterschaften teilnehmen könnte - und zwar in den Disziplinen "Weitwurf", "Marathon" und "Brockengröße" - und warum? Nun ja, meine Trainierin hat mir gesagt, das sähe lustig aus, ich könnte das doch mal clickern.

    Habe ich gemacht, jetzt bin ich gerade dabei, dem ganzen einen Namen zu geben (Kratzen).
    Es hätte sogar eine sinnvolle Verwendung: man könnte Hunden, die Panik vor dem Krallenschneiden haben, so bei bringen, sich ihre Krallen an einer "Hunde-Nagelfeile" selber abzuschmirgeln...

    Ironiemodus an: *Aber wenns natürlich Dominanz ist, muß man es auf alle Fälle immer und überall unterbinden* Ironiemodus aus...

    In Oberhausen/Grenze Dinslaken gibt es noch das Rotbachtal und in Mülheim (ohne h...) gibts den Auberg.

    Der Entenfang ist übrigens in Duisburg...

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    Hallo,

    hab da mal ne Frage an euch, denn uns geht es zurzeit ständig so!
    Immer wenn wir draußen mit unserem Hund unterwegs sind, glotzen ihn alle Leute an und denken sie müssen ihn jetzt vollquatschen. :kopfwand: Mich nervt das tierisch, denn unser Hund ist ziemlich unsicher und durch den Augenkontakt bekommt er richtig Angst und fängt an auszuweichen.
    Jedes mal muss ich dann anfangen zu erklären, bla bla bla... Irdendwann nervts wirklich.
    Ich merke auch, dass er teilweise unruhig wird wenn die Leute ihn im Vorbeigehen anschaun.
    Was macht ihr in solchen Situationen?

    LG

    Taotao


    Ich sehe so was als Trainingsmöglichkeit.
    Wenn du weißt, dass dein Hund auf sowas unsicher reagiert, verknüpfe genau dieses Situation (schon in den frühsten Anfängen) mit Lob und Belohnung.

    Wenn man das selber doof findet überträgt sich das logischerweise immer auch auf den Hund und der wird immer unsicherer - wenn Du das ganze in Deinem Kopf "umdrehst" kannst du es als Chance sehen und nicht als Hindernis