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...Der entscheidende Punkt: der HH weiss ganz genau was er will oder nicht will, er hat ne klare Vorstellung davon, wie sich der Hund in solchen Situationen verhalten soll..
Und nicht nur das! Weil man es weiß, übt man dafür! Denn ganz alleine davon, dass ICH ganz genau weiß, wie sich mein Hund verhalten soll, weiß er es ja noch lange nicht...
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So - und bei anderen Dingen tanzt uns das liebe Hundchen dann auf der Nase rum. Weil wir auf diese Punkte nicht von Anfang an geachtet haben - sie waren uns nicht so wichtig, wir haben uns meist gar keine Gedanken gemacht.
Manchmal ist es auch so, dass wir nicht auf die Idee kommen, diese Probleme mit dem gleichen "Werkzeug" zu bearbeiten, das wir in den o.g. Punkten schon "hergestellt" haben.
Man übt doch eigentlich "sitz", "Komm", "Bleib" und "Aus" von Welpenbeinen an, nur wenden wir es eben bei manchen Sachen an und bei manchen nicht - und wir kommen nicht mal drauf.
Ein Sitzender Hund kann nicht anspringen. Ein zurückkommender Hund jagt nicht gleichzeitig Jogger.
Wenn man kreativer im Umgang mit seinen vorhandenen Werkzeugen wird, muß man nicht ständig neue erfinden.
ZitatDas Prinzip des Unterbindens, des nicht Duldens, nicht durchgehen lassens ist aber immer das Gleiche:
Klare Ansage, klare Körpersprache, wenn nötig pysisch unterbinden (mittels Leine wegführen, sich dazwischen stellen, mit einen Karton auch den Hund "vor sich her schieben" usw.).... und diese Regel konsequent durchsetzen.
Wobei ich immer mit Magengrummeln auf die Worte "Unterbinden", "nicht Dulden" und "nicht durchgehen lassen" reagiere. Für mich implizieren diese Worte, dass der Hund mit dem unerwünschten Verhalten anfangen kann, bevor der Mensch drauf reagiert (meißt dann eben mit einem Strafreiz). Kla, wir leben nicht in der idealen Welt - aber eigentlich könnte man sich die ganze Sache viel leichter machen, wenn man darüber nach denkt:
- Wie verhindere ich unerwünschtes Verhalten gezielt so, dass es gar nicht erst auftritt?
- Welches Verhalten soll der Hund in einer Situation, in der das unerwünschte Verhalten auftreten KÖNNTE, statt dessen tun?
- wie trainiere ich mit dem Hund so, dass der Hund das Alternativverhalten so gerne und zuverlässig ausführt, dass er es auch in Ablenkungsreichen Situationen ausführen mag?
- Wie kann ich meinen Hund ind sehr ablenkungsreichen Situationen unterstützen?
- Wie vermeide ich Strafreize?
- Wie kann ich Situationen so beeinflussen oder kontrollieren, dass mein Hund das lernt, was ich möchte?
-Was möchte ich, dass mein Hund lernt?
- Was lernt mein Hund eigentlich in einer beliebigen Situation (denn Lebewesen lernen immer und überall - wir TRAINIEREN aber logischerweise aber nicht immer und überhall!)?
ZitatIch hab jetzt z.B. dreimal meine Hunde ausgesperrt wenn Besuch kam, d.h. sie durften solange sie toben vom Balkon aus zusehen. Bisher hatte ich immer versucht Jacko auf seinen Platz zu schicken - aber sobald ich mich dem Besuch zuwandte rannte er wieder los, wenn ich ihn angebunden hatte bellte er so laut das man kein Wort mehr verstanden hat. .... Gestern haben sie nichtmal mehr gebellt als es klingelte, sind von alleine auf den Balkon gelaufen und haben dort gewartet - die Tür konnte offen bleiben.
Genau: die Frage fehlt nämlich noch: Was mache, ich wenn Plan A und Plan B nicht so recht klappen? Ich analysiere die Situation und entwickle Plan C.