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Bis heute lob ich sie für jedes Geschäft draußen (allerdings gibt es keine Leckerlies mehr wie die erste Woche, verlangt sie auch nicht mehr).
Wieso "verlangen"? Ich würde so lange draussen Leckerchen geben, bis im Haus über einen längeren Zeitraum (3-6 Monate, bei ihrer Vorgeschichte) keine Unfälle mehr passiert sind.
Ich denke, ihr ist einfach noch unklar, dass sie wirklich immer draussen machen soll.
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Allerdings durch die relativ festen Zeiten und oft rausgehen habe ich das Gefühl, dass sie mir auch nicht anzeigt, wenn sie raus muss. Sie wandert den ganzen Tag immer mal in der Wohnung hin und her, liegt mir mal zu Füßen, mal im Flur auf dem Teppich oder auf ihrem Kissen oder im Schlafzimmer auf dem Bettvorleger. Daher kriege ich das nicht mit, wenn sie mal einen Abstecher irgendwo hin macht. Diese Mißgeschicke sind auch alle sehr leise passiert, kein gejaunze (das ist eher morgens mal, wenn sie lang geschlafen hat weil sie am Abend vorher noch schön getobt hat *lach*) nichts.
Problem erkannt. Wenn sie wandert, kannst Du sie nicht beobachten, und wenn Du sie nicht beobachten kannst, kannst Du nicht lernen zu erkennen, was denn ihre "ich muß mal raus" Anzeiger überhaupt sind.
Ich würde folgendes machen:
1. lass sie nicht umherwandern. Behalt sie in dem Zimmer in dem Du auch bist. So hast Du die Gelegenheit, ehr zu Bemerken, wenn sie mal muß.
2. Frag sie jedesmal, bevor Ihr "auf die Toilette geht": "Mußt du mal strullern" (oder so was). Dann gehst Du sofort raus, gehst zu Ihrer "Toilette und wartest das, bis "es" passiert ist, lobst Du und gibst ihr ein Leckerchen. Erst dann geht es auf den richtigen Spatziergang. Dieses Vorgehen bewirkt zweierlei: a.) Nach einer Weile wird sie Deine Worte mit der Tatsache verknüpfen, dass es dann rausgeht, und so lange nix spannendes passiert, bis sie gemacht hat. b.) Sie wird lernen "es" schnell zu machen, weil sie erst danach mit dem Spaziergang belohnt wird.
c.) WENN sie es verknüpft hat, kannst Du sie tatsächlich fragen, ob sie raus muß, denn wenn sie muß, wird sie Dir das dann entsprechend antworten!!
3. Bring ihr bei, eine Glocke zu läuten, um rauszukommen.
Das geht so: zunächst lehrtst Du ihr einen Nasentouch (Nase berührt Deine Hand, Nase berührt verschiedene Gegenstände, Nase berührt die Glocke - da Du clickerst, dürfte dieses Trainingsziel schnell erreicht sein). Wenn sie das kann, kombinierst Du das mit der "Mußt Du mal strullen?"-Frage: Du gibst das Signal zum Glocke läuten, fragst dann ob sie mal muß, gehst raus, wartest, bis sie macht, etc.
Wenn Du das jeweils machst, wenn Ihr eh zusammen rausgeht, bekommst Du schnell einen Hund, der die Glocke läutet (so aufhängen, dass sie immer dran kommt) wenn sie aufs Klo muß. Tadaaa, Stubenreinheit erreicht.
Ich denke, dass das Problem im noch nicht vorhandenen Kommunikations-Finetuning (wie auch, sie ist ja erst ganz kurz bei Euch) liegt. Das Finetuning ist also jetzt Deine Trainingsaufgabe.