Beiträge von Shoppy

    Zusammenhang?

    nun ja, Inkontinenz ist eben eine mögliche "Nebenwirkung" der Kastration. Ob das mit Treppen in Zusammengebracht werden kann..., weiß ich nicht.

    Am Aufregungsniveau kannst Du durch Einführung eines Entspannungssignals, durch Ttouches, durch Impulskontroll-Übungen arbeiten.
    Die Aufregung durch die Erwartung auf einen schönen Spatziergang könntest Du reduzieren, indem Du

    öfter auf schöne Spatziergänge mit ihr gehst
    die "Propheten" des bevorstehenden Spatziergangs entkoppelst
    Gassie-Gänge von Spatziergängen trennst.

    Das Problem hier ist, dass sämtliche "Wenn der Hund wieder beißt, solltest Du..."-Vorschläge unrealisierbar sind, denn: es darf einfach nicht dazu kommen, dass dieser Hund Deinen noch mal beißen kann!!!
    Das mußt Du unter allen Umständen verhindern - und wenn Du Deinen auf den Arm nimmst, wenn Du den anderen Hund anrauschen siehst.

    Denn was willst Du sonst machen. Egal was Dein Huns macht, der andere könnte dennoch wieder beißen. Und was lernt dann Dein Hund dabei: Mein Mensch passt nicht auf mich auf, der Hund (und alle andere auch) ist Sch***e, Angriff ist die beste Verteidigung.
    Dein Hund hat dieses ja schon auf andere Hunde generalisiert - Selbst wenn Du mit den souveränsten, sozialsten Hunden der Welt übst - sobald er den anderen sieht, von ihm bedroht, oder sogar wieder gebissen wird, wird die ganze Arbeit umsonst gewesen sein.

    Wenn Du einen Zeugen für die bisherigen Beißattacken hast, zeig den Halter jetzt bei der Polizei, dem Ordnungsamt und dem Amtstierarzt an. Hör Dich um, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und bitte diese, ebenfalls Anzeige zu erstatten.
    Geh nicht in eine Konfrontation mit diesem Halter. Sorg dafür, dass Dein Hund, vor dem anderen in Sicherheit ist, und ignoriere den Halter.
    Bedank Dich bei ihm, wenn Du ihn dabei ertappst, dass er den Hund zurückruft, anleint, oder sonst irgendwas hilfreiches tut - und (das ist das schwierige) sag es ohne Sarkasmus sondern als ehrlich gemeinten Dank.

    Das ist angewandte Lerntheorie auf Menschen - nicht nur bei Hunden funktioniert Strafe nur sehr schlecht...

    Es könnte auch Borreliose, Arthrose, Mittelohrentzündung, Futtermittelunverträglichkeit, Schilddrüsenfehlfunktionen und noch drei Millionen andere Gründe sein.
    Das KANN alles noch gar nicht abgecheckt sein.

    Vielleicht hat der Hund aufgrund familiärer Veränderungen Streß.

    Und meistens, da stimme ich Corinna zu, wurden die Warnsignale entweder lange Zeit nicht wahrgenommen, oder als unwichtig abgetan.

    "Schütteln" wird hier nicht weiterhelfen, und auch ein zweiter Hund kann m.M.n. ehr weitere Probleme mit sich bringen.

    Ich würde der Familie den Besuch eines Kompetenten Trainers anraten, der NICHT über Konfrontation, Bestrafung etc arbeitet, sondern mit positiver Bestärkung.

    Ich denke, es ist was MEdizinisches, oder ein Kommunikationsproblem. An beidem kann man arbeiten!

    Yep, wobei "langsam" das Zauberwort ist.
    Manchmal wird/bleibt es schlimmer, wenn sie Zahnen. Das dürfte dann jetzt bald soweit sein!

    Nochmal: der Hund braucht UNBEDINGT Rückmeldung darüber, wie stark er beißen darf. Ich habe derzeit ständig die Gelegenheit, mir anzusehen, wie sehr sich erwachsene Hunde von der Welpette (21 Wochen) durchkauen lassen - und es ist erstaunlich wie langsam aber stetig sie die Anforderungen bezüglich Bißstärke erhöhen.
    Dadurch lernt ein Hund, dass "in den Mund nehmen" akzeptabel ist, Löcher tackern aber nicht.
    Hunde WERDEN, bei genügender Provokation beißen, egal wie gut sie gelernt haben, auf keinen Fall in Menschen zu beißen (sondern z.B. ind Kauseile) - wenn sie gelernt haben, dass Menschenhaut extrem empfindlich ist, werden sie in diesem Fall nicht mal einen blauen Fleck produzieren. Haben sie keine Beißhemmung, werden sie ihre volle Beißkraft einsetzen.
    Nicht, dass sie beißen ist gefährlich, sondern WIE sie beißen!

    Zitat

    Bis heute lob ich sie für jedes Geschäft draußen (allerdings gibt es keine Leckerlies mehr wie die erste Woche, verlangt sie auch nicht mehr).

    Wieso "verlangen"? Ich würde so lange draussen Leckerchen geben, bis im Haus über einen längeren Zeitraum (3-6 Monate, bei ihrer Vorgeschichte) keine Unfälle mehr passiert sind.
    Ich denke, ihr ist einfach noch unklar, dass sie wirklich immer draussen machen soll.

    Zitat

    Allerdings durch die relativ festen Zeiten und oft rausgehen habe ich das Gefühl, dass sie mir auch nicht anzeigt, wenn sie raus muss. Sie wandert den ganzen Tag immer mal in der Wohnung hin und her, liegt mir mal zu Füßen, mal im Flur auf dem Teppich oder auf ihrem Kissen oder im Schlafzimmer auf dem Bettvorleger. Daher kriege ich das nicht mit, wenn sie mal einen Abstecher irgendwo hin macht. Diese Mißgeschicke sind auch alle sehr leise passiert, kein gejaunze (das ist eher morgens mal, wenn sie lang geschlafen hat weil sie am Abend vorher noch schön getobt hat *lach*) nichts.

    Problem erkannt. Wenn sie wandert, kannst Du sie nicht beobachten, und wenn Du sie nicht beobachten kannst, kannst Du nicht lernen zu erkennen, was denn ihre "ich muß mal raus" Anzeiger überhaupt sind.
    Ich würde folgendes machen:
    1. lass sie nicht umherwandern. Behalt sie in dem Zimmer in dem Du auch bist. So hast Du die Gelegenheit, ehr zu Bemerken, wenn sie mal muß.
    2. Frag sie jedesmal, bevor Ihr "auf die Toilette geht": "Mußt du mal strullern" (oder so was). Dann gehst Du sofort raus, gehst zu Ihrer "Toilette und wartest das, bis "es" passiert ist, lobst Du und gibst ihr ein Leckerchen. Erst dann geht es auf den richtigen Spatziergang. Dieses Vorgehen bewirkt zweierlei: a.) Nach einer Weile wird sie Deine Worte mit der Tatsache verknüpfen, dass es dann rausgeht, und so lange nix spannendes passiert, bis sie gemacht hat. b.) Sie wird lernen "es" schnell zu machen, weil sie erst danach mit dem Spaziergang belohnt wird.
    c.) WENN sie es verknüpft hat, kannst Du sie tatsächlich fragen, ob sie raus muß, denn wenn sie muß, wird sie Dir das dann entsprechend antworten!!
    3. Bring ihr bei, eine Glocke zu läuten, um rauszukommen.
    Das geht so: zunächst lehrtst Du ihr einen Nasentouch (Nase berührt Deine Hand, Nase berührt verschiedene Gegenstände, Nase berührt die Glocke - da Du clickerst, dürfte dieses Trainingsziel schnell erreicht sein). Wenn sie das kann, kombinierst Du das mit der "Mußt Du mal strullen?"-Frage: Du gibst das Signal zum Glocke läuten, fragst dann ob sie mal muß, gehst raus, wartest, bis sie macht, etc.

    Wenn Du das jeweils machst, wenn Ihr eh zusammen rausgeht, bekommst Du schnell einen Hund, der die Glocke läutet (so aufhängen, dass sie immer dran kommt) wenn sie aufs Klo muß. Tadaaa, Stubenreinheit erreicht.

    Ich denke, dass das Problem im noch nicht vorhandenen Kommunikations-Finetuning (wie auch, sie ist ja erst ganz kurz bei Euch) liegt. Das Finetuning ist also jetzt Deine Trainingsaufgabe.

    In einem anderne Thread hast Du geschrieben, dass sie pieselt, wenn sie sich sehr freut (wenn Dein Mann nach Hause kommt).

    WEnn Du "freuen" als "Aufregung" siehst, kommst Du hier vielleicht weiter: ich denke, das sie manchmal eben aufgeregter ist (sich freut) raus gehen zu können, dass sie dann eben "undicht" ist.

    Ich würde es dennoch mal Deinem TA vortragen, es gibt ganz gute Mittel gegen Inkontinenz, die ja auch mit der KAstration zusammenhängen könnte.

    Dann würde ich sowohl die Begrüßungs-Situationen als auch die "Wir gehen jetzt raus"-Situationen versuchen zu ent-aufregen.

    Versuch auch, ein Entspannungssignal zu konditionieren - das, in den aufregenden Situationen angewendet, kann ihr helfen, "dicht zu halten" :D


    Edit: Huups, da habe ich wohl die User verwechselt... Trotzdem kann es eben "Aufregung" sein - ich würde daran arbeiten - und den TA aufsuchen!

    Dann ist es noch verwirrungsgefährdender - ich würde den anderen Hund gleich mit umstellen.
    Glaub mir, ich habe ständig Gasthunde, die auf andere Signale reagieren, als ich sie gewohnt bin.
    Und es fällt mir jedesmal auf, wenn ich "Warte" sage und sie mit "Hä? WAS??" antworten...

    Zitat

    Ich habe jetzt hier immer wieder gelesen, dass man dieses Verhalten ignorieren soll, um ihn nicht noch mit Aufmerksamkeit zu bestärken. Aber wie mache ich das?


    Du könntest ihn mit einer Leine irgendwo "befestigen", Dein "Nein" sagen und aus seiner Haifischreichweite gehen. Dann kann er nur noch in die Luft beißen, und Du daruaf warten, bis er sich wieder abregt.
    Oder Du benutzt so was wie einen "Laufstall" aus dem Du schnell aussteigen kannst, er aber nicht.
    Oder Du übst das ganze in einem langweiligen, recht kleinen Raum (Gästeklo) und wenn er beißt --> "Nein" er bleibt im Bad und du gehst.
    Wichtig ist die Reihenfolge, das "Nein" wird nur zur ankündigung erin Konsequenz, wenn es dieser direkt und JEDESMAL vorausgeht!


    Zitat


    Wenn ich mich hinstelle und mich nicht bewege, sondern nach oben gucke, dann beißt er so fest in die Füße (oder wenn ich Schuhe anhabe, in die Beine), dass es so sehr weh tut, dass ich es einfach nicht mehr aushalten kann. Wenn man ihn dann wegnimmt, wird er immer wilder und heizt sich richtig auf. Auf laut aufquieken reagiert er nur ganz kurz, er lässt für eine Sekunde nach, aber beißt dann sofort noch fester zu :???:


    In der Reichweite seiner Zähne zu bleiben ist also keine Lösung.
    DA er auf Quiecken ja zumindest kurz reagiert, habt Ihr da einen Ansatzpunkt - ihr könntet ihn nutzen, um ihm stattdessen ein Kauseil zwischen die Kiemen zu schieben. Auf jeden Fall würde ich das Stoppen belohnen - das ist schließlich das gewünschte Verhalten.

    Und ganz im ernst: Ich würde erst mal daran arbeiten, dass er WENIGER DOLL beißt, und erst dann am GAR NICHT MEHR.
    Denn das wichtige an der Beißhemmung ist, dass hund, so er denn im Ernstfall zum Beißen provoziert wird, "beißt" ohne Löcher zu machen!!!


    Zitat


    Ich weiß einfach nicht, was ich noch machen soll. Sobald wir draußen sind, ist der Kleine echt so unglaublich lieb, aber drinnen geht dieses Theater immer wieder von vorne los.
    Es wäre super, wenn mir jemand von euch einen Tipp geben könnte, wie ich dieses Verhalten ignorieren kann. So langsam weiß ich echt nicht mehr weiter und meine Hände, Arme, Beine und Füße sehen aus, als hätte ich Krieg mit einem Rudel Raubkatzen :x

    Liebe Grüße
    Janina und der kleine Wildfang Jam

    Ich habe es mit meinem Gastwelpen (hatte GAR KEINE Beißhemmung, auch mit anderen Hunden nicht, weil irgend wo ein Trottel sie mit 4,5 WOCHEN :kopfwand: von der Mutter und natürlich den Geschwistern) weggenommen hat...) so gemacht, dass
    ich tatsächlich "sanfteres beißen" belohnt habe.
    Ausserdem habe ich
    - ein Entspannungssignal eingeführt
    - Tellington Touches an ihrem Kopf gemacht, nach und nach immer näher am Mund und schließlich auf dem Zahnfleisch.
    - bei anderen Gelegenheiten ruhiges Verhalten und Impulskontrolle belohnt (z.B. hat sie gestrampelt wie ein Känguru, wenn ich sie hochgenommen habe - sie kam aber erst wieder runter, wenn sie ganz entspannt war, das war manchmal ein zioemlicher Eiertanz, denn je "stärker" am festhielt, desto zappelieger wurde sie - und wenn sies für nötig befand dann auch RICHTIG giftzahnig! Irgendwie habe ich gelernt, sie "ohne Druck" festzuhalten, fals Du verstehst was ich meine :gott: )
    - Ihr den Daumen von vorne wie ein Nuckel reingesteckt - besonderst gut erträglich, wenn sie gerade die Schneidezähne verlieren - und sie darauf rummaulen lassen.
    - immer schön darauf geachtet, dass ich entspannt bleibe
    - extrem laut und hoch gequietscht - und bei Beißstopp ihrerseits sofort weitergespielt
    - ihr viele Kauknochen und Kauseile zur Verfügung gestellt.
    - sie viel mit erwachsenen, souveränen Hunden spielen lassen, die ihr "vernünftige" Rückmeldungen über ihre Beißkraft geben.
    jetzt ist sie 21 Wochen und jetzt lutscht sie auf den Fingern rum - so soll das sein!