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Im Prinzip sehe ich das alles so wie du. Und deine Erklährung mit dem nach vorn beugen und so ist absolut richtig.
Aber ich stehe in einer Zwickmühle: Immer soll ich allen anderen sagen wie sie sich zu verhalten haben dem Hund gegenüber. Aber der Hund muss doch auch lernen was er darf und was nicht.
Wenn genügend Leute sich darauf einlassen, wird sie es irgendwann automatisch tun - man nennt es "antizipieren". Frei nach dem Motto: "Oh, da kommen Leute. Leute muß ich begrüßen. Und immer wenn ich das machen will, sagen die 'sitz'. Dann setz ich mic h und dann gibts Belohnung. Na, dann setz ich mich doch gleich! Gibts das Leckerchen schneller!"
Such Dir ein paar Freunde, mit denen Du das gezielt üben kannst. Diese sollten dafür aber wirklich Deinen Anweisungen folgen.
Alternativ kannst Du es an der Leine üben. (Schön geht das z.B. an Bushaltestellen, weil da Leute warten, aber nicht unbedingt von Hunden angsprungen werden wollen...) Du gehst auf die Leute zu und bevor ihr die "Anspring-Nähe" erreicht, sagst Du "Sitz". Lob Leckerchen, wenns klappt.
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In unserem Freundeskreis sind Männer die gern mal den starken Mann raushängen lassen und Basko überschwenglich begrüßen. Nach dem Motto: Ach lass ihn doch, das pack ich schon.
Für dafür ein Signal ein. Wenn Du einen der starken Herren sichtest, rufst Du, "hau ihn um", "Hau den Lukas", oder "Touch down!" oder so was albernes und dann lobst Du ein ordentliches Anspringen. Ideal ist das nicht, aber immerhin besser als gar nichts. In dem Fall trainierst Du eine Unterscheidung: bei "Hau den Lukas" "verlangst" Du ordentliches Anspringen. Sagst Du das Signal NICHT, möchtest Du eine gesittet "Sitz-Begrüßung". Wichtig ist in dem Fall, dass Du auch tatsächlich immer das "Hau den Lukas!"-Signal sagst, wenn Du ein anspringen nicht verhindern kannst.
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Sage ich denen in einer ruhigen Minute das dürft ihr nicht und versuche zu erklären, dann ernte ich nur Kopfschütteln.
Ein Bekannter mit 3 großen Hundis sieht das auch so. Schließlich würden seine das ja auch nicht machen.
Was nicht machen? Anspringen? Ja jetzt vielleicht nicht mehr! Und wie haben die das gelernt?
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Bei Außenstehenden hab ich kein Problem die Meinung zu sagen, aber ich will nicht das Freunde weg bleiben.
Also stehe ich wieder am Anfang. Aber wir versuchen es weiter.
Liebe Grüße Marion[/quote]
Ich habe gerade, glaube ich ein Verständnisproblem. Beleiben die Freunde weg, weil Dein Hund sie anspringt, oder weil Du ihnen sagst, dass Du nicht möchtest, dass sie das Anspringen belohnen?
Im Fall eins hilft: Üben, üben, üben (vielleicht findest Du auf Spatziergängen aufgeschlossene Leute, Dir Dir eine Minute ihrer Zeit schenken ("Entschuldigen Sie, dürfte ich Sie um einen Gefallen bitten? Ich möchte meinem Hund beibringen zur Begrüßung zu sitzn statt anzuspringen, würden Sie mir dabei ungefähr für eine Minute helfen??!"). Wenn sie zustimmen, kannst Du sie bitten, einfach ruhig stehen zu bleiben. Du gehest dann auf sie zu, läßt den Hund sitzen. Lob, Leckerchen wenns klappt. Dann gehst Du wieder einige Schritte weg, und wiederholst den ganzen Ablauf. Das ganze machst Du noch 3-4 Mal.
Wenn Du diesen Ablauf auf jedem Spaziergang 2-3 Mal mit verschiedenen Leuten machen kannst, sollte der Hund schnell verallgemeinern, dass er sitzen soll, wenn er eigentlich andere Menschen begrüßen möchte.
WEnn Du merkst, dass das sehr gut klappt, kannst Du näher an die Trainingshelfer ran gehen.
Das nächste Level ist, dass die Trainingshelfer dann den Hund ansprechen/streicheln. ACHTUNG: hier brauchst Du unbedingt Helfer die genau Deinen Anweisungen folgen und sehr reaktionsschnell sind, denn wenn der Hund angesprochen wird, wird er vermutlich aufspringen und wieder anspringen wollen. Darauf müssen die Leute dann entsprechend mit Ignorieren/wegdrehen reagieren....