Beiträge von Shoppy

    Ich finde es schon einen ziemloich Groeßn Unterschied ob man versucht einfach nur Verhalten (Gehorsam) zu trainieren oder versucht, richtiges Verhalten zu erleichtern, indem man die Emotionen, die immer mit Verknüpft sind, zu verändern.

    Bob Bailey Lieblingsspruch ist "Pavlov sits always on your shoulder!" und ich habe das erst nicht richtig verstanden.

    Wenn es einen Konflikt zwischen assozierter Emotion und verknüpftem Verhalten gibt, "gewinnt" die Emotion... Pavlov. Schlecht, wenn die assozierte Emotion Wut oder Angst ist.
    Vertrauen kann erst entstehen, wenn die Emotion eben nicht Wut oder Angst ist - daher versuche ich das entsprechend zu beeinflußen.

    Zitat

    Hej Sylvi,

    mach' Dir keine Gedanken um andere Leute. Die denken auch nicht an Dich!

    Ha! Den Satz wolte ich schreiben!

    Ja, man braucht son ein bißchen dickes Fell. Aber: Du weißt das Du Rücksicht nimmst - Du hast es ja alles aufgelistet.
    Mach Das einfach weiter so.

    UND: Andere müssen eben auch auf Dich Rücksicht nehmen.

    Ich hüpfe jedenfalls schon lange nicht mehr in den GRaben, nur weil wiedermal einer meint, ein Feldweg der von "Land- und Forstwirtschaftlichem Verkehr" genutz werden darf, seine persönliche Renn und Abkürzstrecke ist. Ich bewege mich da ganz genau so langsam zur SEite, wie ich dass bei einem Zocketraktor tun würde. Da habe ioch jetzt schon viele Möchtegernschumis ausgebremst. Die werden regelmäßig ganz bläulich hinterm Steuer, weil sie vor Wut die Luft anhalten, während die dumme dicke Frau mit den dämlichen Kötern sich bequemt vonne Straße zu kommen... Ich könnte aber auch ein junges blondes Dingchen mit Kinderchen im Wägelchen sein, die wäre auch nicht schneller aussem Weg. Bei Fußgänger oder Radfahrer Gegenverkehr mache ich erst recht nicht die ganze Straße frei - die müßen ja auch nicht mit drei Mann nebeneinander gehen oder fahren!

    Bei allem anderen bin ich ziemlich pingelig: Kommt was entgegen, werden die Hunde rangerufen und auch, je nach "GEgner" angeleint. Hundehaufen werden weggemacht, basta. Ich bedanke mich bei Fahrradfahrern, die mich rechtzeitig anklingeln und bei Nordic Walkern, die Ihre Stöcke für sich behalten. Und bei Kindern, die artig fragen BEVOR sie streicheln...
    WEnn Leute dann immer noch keifen, täten sie das auch wenn ein Engel ihnen entgegen schwebte...

    Zitat

    mal grad halb OT


    Machst du das immer und generell so ??
    Ist Crispel nicht mittlerweile (richtig) erwachsen, erwartest du da nicht ein "cooles" Verhalten ?
    Was machst du, wenn es mal schnell gehen muß, bzw. ständig pöbelnde Hunde kommen ?

    Fragende Grüße, staffy

    Hab ich da was verpasst, gibts nen Mini-Crispel ?? :roll:
    *malsuchengeh*

    *von hinten anfang*
    es gibt keinen Mini-Crispel - Crispel wird am 21.06. drei Jahre.

    Das heute mußte schnell gehen. Die beiden anderen Hunde kamen um eine Kurve, der Rüde der Freundin und die beiden "Gegner" keiften sofort los, ich mußte die Welpette noch einfangen. Zack waren die auf ca. 4 Meter an uns ran. Und sind da auch erst mal "stecken" geblieben, weil Hund der Freundin an Rolleine und die beiden "Gegner" an Schleppi, muaaa!
    Öhm, Welche Frage kam dann?
    Ja, cooles Verhalten. Sagen wir so: In der Situation fand ich ihn extrem cool - und ich war sehr stolz auf meinen Held! Ich freu mich, wenn es cool ist, gehe aber nicht von vorneherein davon aus, dass das so ist, und unterstütze ihn mit dem Clicker.
    Ich würde auch nicht ohne weiteres ruhig bleiben können, wenn zwei Gewitterziegen mich, meine Familie und zwei Freunde angeifern und das ganze auch engem Raum auf dem Ausweichen nur in Brennesseln möglich gewesen wäre.
    Außerdem möchte ich, dass er weiterhin so souverän bleibt.
    Aber wir treffen hier eben relativ häufig Leute mit Rüden, die es irgendwie nicht für nötig hielten, ihre Rüden "ausgehfein" zu erziehen, sprich, die keifen los, stehen im Halsband und sind auch nicht gerade die Kleinsten.
    Kleinere brüllende Hunde SIEHT Crispel gar nicht!! Geschrei von größeren steckt er noch nicht ganz so leicht weg.

    Also mache ich genau das beschriebene. Egal wie schnell es gehen muß, und egal wie viele Pöbulanten hintereinander her latschen.
    Crispel ist ja nicht derjenige, der anfängt, er geht freundlich nach allen Regeln der Hundekommunikation auf die anderen zu, egal ob an Leine oder ohne. Weil ich möchte, dass das so bleibt, reiche ich ihm "Schnittchen", wenn ihn jemand anbrüllt.

    Was machst Du in einer solchen Situation?

    Ich mache es mit meinem Rüden so:

    Wenn wir einen treffen, der "uns" anbrüllt, clickere ich Crispen. Der Kriegt Essen dafür, dass er sich das gebrüll anhören muß.
    Dabei ist mir erst mal egal, ob er selber gerade zurückmault.

    Der Clicker hat für mich her mehrere Vorteile:
    1. er ist sehr gut zu hören auch über die lautesten Haßtiraden vom "Gegner".
    2. Er ist bei Crispel als Markersignal für" jetzt passieren gute Dinge für Dich" hervoragend konditioniert
    3. es verändert seine Emotionen gegenüber dem Angebrüllt werden: ER sieht das jetzt nicht mehr nur als "Muß zurückböllern" sondern als "Lecker Essen bei Frauchen-Gelegenheit" --> er findet sich nicht persönlich "beleidigt" und muß daher auch gar nicht mehr zurückböllern.

    habe ich gerade heute morgen live erleben dürfen.
    Ich war mit meinen beiden (Crispen und die Welpette) und einer Freundin mit ihrem Rüden unterwegs. Kommen uns eine Frau mit ihren beiden Rüden entgegen. Drei Rüden fangen an zu zetern, meiner guckt mich an und fragt, wann ich denn endlich anfange zu clickern...
    So will ich das haben! Er hat sogar brav im sitzen gewartet, bis das Unwetter vorübergezogen war...

    JA, ich habe anfangs das "falsche" Verhalten geclickert...

    Huhu,

    kennst Du das Heftlein "Waldi allein zuhaus" von Patricia McConnell - das ist unbedingt empfehlenswert.


    Die Geräusch-CD kannst Du verwenden: als konditioniertes Entspannungssignal.
    Du spielst sie ab, wenn der Hund entspannt ist. Zunächst ganz leise. Wie bei der Verknüpfung von einem Wort als Entspannungssignal lernt der Hund mit der Zeit, dass das "Hintergrundgeräusch" immer da ist, wenn er entspannt ist.
    Wenn er das verknüpft hast, verwendest Du das Entspannungsgeräusch für "Waldi allein zuhaus"-Übungen. WIchtig dabei: in Übungssituationen, in denen der Hund lernen soll, dass Du binnen Sekunden (dann M inuten, Du kennst das Spiel) zurück kommst, ist das Entspannungsgeräusch da.

    Wenn Du NICHT trainieren kannst (Du mußt zur Arbeit) ist das Enspannungsgeräusch NICHT da - so lange nicht, bis Du mit dem Training so weit fortgeschritten bist, dass die "Alleine"-Zeit annäherend so lang wie Deine Arbeitszeit ist. DANN erst setzt Du das "Entspannungssignal" in die "Real-Existierende-Allein-Zeit" ein.

    Vom Abkoppeln der "Ich geh jetzt weg"-Signale vom tatsächlichen Weggehen (Schuhe anziehen, hinsetzen zum Lesen / Mantel anziehen, an den Tisch setzen zum Essen / mit dem SChlüssel klimpern, unter die Dusche gehen) brauche ich Dir ja wohl nicht zu erklären. DAS hast Du bestimmt schon alles gemacht.
    Mach es nochmal - mit dem Hintergrundgeräusch der Entspannungs-CD.

    Weitere Sachen, die helfen können:
    DAP
    T-Shirt
    Körperbandage
    Notfalltropfen
    TTouch (die besonders in den Entspannungsübungen zur Konditionerung des Entspannungssignals, ups, Geräuschs)

    Das Verwenden von diesen Geräusch-CDs als Entspannungssignalen habe ich übrigens hier (http://www.cumcane.de) "gestohlen"... :roll:

    Zitat

    Hallo,

    ich halte nichts von Gewalt, sondern versuche mit dem Hund in seiner Sprache zu kommunizieren, hast Du es schon mal mit unterwerfen probiert?

    Du stehst seitlich vom Hund, der Kopf zeigt nach links, dann greifst Du ihm an den rechten Vorderlauf mit der linken Hand und drückst ihn mit der rechten Hand im Genick nach unten auf den Rücken, dann die Hand auf seine Brust drücken, bis er ruhig liegen bleibt (ca. 2 - 3 Sekunden).

    Diese Geste zeigt deinem Hund, dass Du der Chef bist, ohne Gewalt anzuwenden, Du tust ihm damit nicht weh, sondern machst klar, das Du der Ranghöhere bist. Und gerade "Welpen" neigen zu Übertreibungen! Der Hund wird, wenn er gut sozialisiert ist, sofort begreifen, was Du von ihm willst. Strampelt er und versucht freizukommen, weist Du, das er sich einbildet, das er der Chef ist und Du must weiterarbeiten, an deiner Rangposition! Die Beißatacken werden nachlassen, bis sie ganz verschwunden sind.

    Unser Goldie (vielleicht ein blöder Vergleich, aber Goldies können auch beißen), war als Welpe auch so - aber nicht lange, er hat schnell kapiert, wer der Chef ist.

    :kopfwand: Bitte schlag doch mal in irgend einem Lexikon nach, was Unterwerfen bedeutet.
    Und dann denkst Du bitte auch noch über die Bedeutung des Wortes Gewalt nach.
    Wenn DU einen Hund UNTERWIRFST hast Du per Definition Gewalt angewendet.


    Hunde sind keine Wölfe.
    Menschen sind keine Wölfe
    Wölfe "unterwerfen" keine anderen Wölfe.
    Die "Dominanztheorie" die Du offenbar kennst ist erst seid zirka 40 Jahren wiederlegt, die wurde nämlich dummerweise an einem "Rudel" Gehegewölfe "erforscht", die nicht einem natürlich gewachsenen Rudel entsprach, sondern einem willkürlich zusammengesetzten Haufen. Der Rest der sogenannten Theorie beruht auf Übertragung von dem Hyrachie-Konstrukt von HÜHNERN. Die sind ja bekanntlich mit Hunden sehr eng verwandt! Brüder, könnte man sagen.

    Ich empfehle folgende Lektüre:
    Barry Eaton "Dominanz - Tatsache oder fixe Idee"
    James O'Heare "Die Dominanztheorie bei Hunden"
    Anders Hallgren " Das Alpha-Syndrom"

    Und ein paar ganz hervoragende Bücher zum Thema hundliche Kommunikation:
    Desmond Morris "Dogwatching"
    Alderton "Sprich mit Deinem Hund"
    Brenda Aloff "Canine body language - a photographic guide"
    Stanley Coren "How to speak dog" (gibts auch auf Deutsch)
    Anders Hallgren "Lehrbuch der Hundesprache"
    Turid Rugaas "Calming Signals"
    um nur einige zu nennen...

    Zitat

    naja das problem ist das ich die körpersprache meinse Hundes nich kennenlernen kann wenn man schon vorher eingreift...wie soll ich merken wann sich meine hochschaukelt und aggressiv wird wenn das vorher schon unterbunden wird mit den worten " unserer darf nich so wild spielen " :irre:

    Das Ding ist, dass sich nichts hochschaukeln kann, wenn man es frühzeitig unterbricht.

    Im normelen Spielverhalten der Hunde sind meistens eh kleine Unterbrechungen drin. Wenn man genau beobachtet, undgefähr alle 30 bis 60 Sekunden.
    Das Problem ist, dass Hund das als Welpe/Junghund gelernt haben muss, sonst klappt das nicht. Und Hunde lernen es oft nicht, weil z.B. in Welpenstunden immer einfach "spielen" gelassen wird. Welpen sind da wie Kinder. die machen von sich aus erst mal keine Pause. Irgendwann wird einer müde, tut sich ein bißchen weh, wird unleidig und mag nicht mehr so doll toben. Der andere bekommt das Signal nicht mit und schon ist die Keilerei im Gange.
    Wenn Welpen mit erwachsenen Hunden spielen, signalisieren die erwachsenen Hunde die Spielpausen! Und spielen dann eben erst mal nicht weiter. Die stehen und starren in die Ferne, buddeln plötzlich mit inbrunst einen Tunnel nach Australien, schnuppern sämtliche GEruchsmolekühle von einem Grashalm weg. Jedenfalls sind die Welpen kurz "abgemeldet". So lernen die Kleinen, dass man Pausen im Spiel macht, die dazu dienen das Erregungsniveau zu senken. Dann geht das Spiel weiter.
    Wenn ich nur Welpen habe, muß jemand anderes diese Pausen setzen.
    Wenn ich Hunde treffe, die ich nicht kenne und die mit meinem Hund spielen, dann muß ich eben genau beobachten, was da passiert. Wenn ich sehe, dass diese kleinen Pausen da sind, dann brauche ich auch nicht einzugreifen.
    Aber dazu muß man eben ZUSEHEN - ich mache ständig die Erfahrung, dass sie meisten Leute eben nicht hinsehen - und sich dann oft wundern, warum da plötzlich geknurrt wird... tja.

    Leiber einmal zu oft unterbrochen, als nur einmal zu spät!