Beiträge von Shoppy

    Huhu,

    Du hast geschrieben: "Selbst wenn man ihn an der Schleppe zurückholt, kann es sein,
    dass er dabei zwar körperlich zurückkommt, sein Kopf ist aber
    in einer ganz anderen Welt. "


    Ich denke ein Teil des Problems steckt im ersten Teil des Satzes, denn so lehrst Du Jimmy ganz hervoragend die Unterscheidung "Leine dran/Leine ab". Das gena will man im Schlappleinentraining weitestgehend vermeiden.

    Das zweite Problem (und das haben andere ja auch schon angemerkt) ist, dass er nicht bei Dir ist mit seinem Gehirninhalt. Offenbar nicht mal teilweise. Teilweise wäre ja schon mal ein Anfang.

    Ich kann Dir nur heißestens Pia Grönings Antijagdtraining empfehlen (http://www.pfotenakademie.de - da ist irgendwo ein Link zu den Seminaren, die sie zum Thema gibt...) - schon in ihrem Buch findest Du viele Ansätze zum Schleppleinentraining, zum Aufmerksamkeitstraining und zu verschiedenen Belohnungsmöglichkeiten.
    Belohnungen bestehen ja glücklicherweise nicht ausschließlich aus Essen - wenn er z.B. gerne Spuren folgt, kannst Du das als Belohnung einsetzen... (David Premack (g**gl "Premack principle" oder "Premack Prinzip").
    Meine Lieblingstrainierin sagt: die Belohnung muß zur Motivation passen - wenn er draussen nicht zujm Essen motiviert ist, könnt Ihr entweder daran arbeiten, dass diese Motivation draussen steigt (Handfütterung und diese größtenteils draussen, sonst halt Pech gehabt...) oder Ihr versucht rauszubekommen, was ihn denn draussen sowieso Motiviert, und dann das benutzen (womit wir wieder bei Premack sind)

    Zu den Hinweisen mit dem "konsequent durchsetzen" - ja, aber :D

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit leicht zu verunsichernden
    Hunden sehr auf deren Körpersprache achten muß: mehr Druck heißt dann eben oft, mehr vermeiden, mehr "ich will nichts böses"-Signale - > genau das will man ja nicht noch verstärken...
    Bestimmt gibt es den einen oder anderen Hund, der gelernt hat, diese als "ich mach mein eigenes Ding"-Strategie zu benutzen.
    Das zu unterscheiden, sollte vielleicht mal jemand "neutrales" und vor allen Dingen Kompetentes draufschauen. Ist ein bißchen weit weg von Euch aber ich empfehle http://www.cumcane.de (Vielleicht gibts ein passendes Seminar in Eurer Nähe?) - auch gerade in Bezug auf das Verhalten von Véro.
    Crispel ist, meiner Meinung nach z.B. ein recht souveräner, der auch "recht" zuverlässig seine geübten Signale drauf hat, aber er reagiert auch stark auf meine Stimmung, Körpersprache und Druck - wenns ihm da zu heftig wird (und heftig ist relativ :p ) dann wird er zum Zeitlupenhund - das ist keine Strategie, das ist einfach sein Naturell - wenn ich singalisiere "ja, ich weiß, ich bin zu "laut" - aber ich möchte trotzdem, dass Du jetzt kommst.", ndem ich mich einfach ein wenig zurücknehme (seitwärtsstellen, Körperspannung wegnehmen, einen Schritt rückwärts oder zumindest gerade hinstellen und nicht mehr starr gucken...), kann er dann auch tatsächlich das gewünschte ausführen.

    Jep, deshalb bin ich gegen das "die machen das unter sich aus" - klar machen sie das! Aber dann kommt eben unter Umständen so was dabei raus.

    ich hätte wahrscheinlich auch abgeleint, in erster Linie, damit ich den Hund nicht versehentlich "aufhänge" und ihn in seiner Körpersprache einschränke und ihn am Ausweichen hindere.


    Das doofe ist, dass solche Sachen passieren und man immer irgendwie nicht richtig vorbereitet ist - genau deshalb gehen sie oft schief.

    Schlußendlich kann man nur daran arbeiten, dass der Hund weniger Angst vor anderen Hunden hat, dass er souveräner wird, das er mehr Alternativverhalten lernt - und man dadurch solchen Situationen besser gewachsen ist.

    Besonderst doof ist die Haltung von vielen Hundehaltern. Das wir nicht mal untereinander auf einander Rücksicht nehmen können ist echt schlimm. Kein Wunder das Hunde keine Lobby haben - wir unterminieren es ja selber...

    Vielleicht findest Du ja ein paar nette Hundeleute mit souveränen Hunden, die mit Dir solche Situationen üben können, damit Dein Hund sicherer wird.

    ich denke, die andere Person wollte ihr eigenes schlechtes Gewissen auf Dich abwälzen - ihr Hund "greift" sich einen anderen der deutlich "bitte tu mir nix" sagt und daran sollst Du jetzt schuld sein.

    Nein, den Schuh würde ich mir nicht anziehen.

    Trotzdem solltest Du was für das Selbstbewußtsein deines Hundes tun.
    Vielleicht magst Du Dir das Buch "Hilfe für Ihren ängstlichen Hund" (oder so ähnlich) von Nicole Wilde kaufen - ich denke, dass könnte Euch sehr helfen.

    Liebe Maria,

    viel Glück für die Behandlung und weiteren Diagnosen von Peggy.

    Training setzt immer einen gesunden Hund voraus - ich glaube, das wurde oft genug betont.

    Wenn ich das in meinen Beiträgen nicht JEDESMAL dazugeschrieben habe, liegt das daran, dass es andere schon empfohlen hatten (und ich auch, wenn ich mich recht entsinne) und ich mag mich nur ungern wiederholen - letzteres, so habe ich gelesen, geht Dir selber auch auf den Wecker.

    Hoffentlich schlägt die Behandlung gut an - dann wird der Rest auch klappten.

    Hallo Joelina,


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    So wir haben wirklich intensiv mit Hundetrainer mit ihr gearbeitet und nach drei Monaten war sie schon ein normaler, im Alltag super zu integrierender Hund, wir waren alle super glücklich.

    Beschreibst Du ein bißchen, wie ihr gearbeitet habt?


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    Sobald man ihr zu nahe kam, fing sie an zu knurren. Wir mussten zweimal täglich gegen ihren Willen körperlich werden, um ihr eben das Halsband bzw Leine anzulegen, weil sie natürlich trotzdem raus musste - sie hat uns ständig versucht zu beissen und irgendwann, weil es immer heftiger wurde liessen wir es bleiben und sie machte einfach überall in die Wohnung.

    Eine Möglichkeit wäre gewesen, dass ihr das Halsband mit eriner leichten Hausleine dranlaßt - dann braucht ihr nicht "handgreiflich zu werden.
    Allerdings würde ich nach der Nummer ernsthaft über eine Kastration nachdenken. Offenbar war die Läufigkeit für alle beteiligten Parteien extrem streßig - weil völlig übersteigert.


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    Wir wollten sie schon da abgeben, haben uns aber durch diese Zeit gekämpft, weil wir davon ausgegangen sind, dass danach alles so wird wie vorher.

    Finde ich klasse :respekt:

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    Aber weit gefehlt.
    Sie ist jetzt nicht mehr aggressiv sondern total panisch.
    Von einem auf den anderen Tag , ohne für uns erkennbaren direkten Auslöser (die Läufigkeit hat halt aufgehört) flüchtet sie nur noch vor uns.
    Sobald man ihr zu nahe kommt pinkelt sie alles voll.
    Sobald man sie ruft, auch zum fressen, oder versucht mit ihr zu spielen, sobald man sie anschaut pinkelt sie alles voll. Es ist genau das gleiche Verhalten wie ganz ganz am Anfang, als sie zu uns kam, obwohl wir ihr niemals was getan haben - es ist sogar noch viel schlimmer geworden.
    Alle Arbeit war umsonst.

    Ganz offenbar kann sie mit den Hormonumstellungen nur extrem schlecht umgehen... (Tipps weiter unten :roll: )


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    Wir wenden ja jetzt schon einen Monat die Techniken vom Anfang wieder an - an einem Tag verhält sie sich dann SUPER, freut sich, sobald sie die Leine sieht, freut sich, wenn sie ihren Napf sieht, freut sich, wenn ich mit ihr Klicker etc.

    Am anderen Tag, ohne dass wir einen Unterschied in unserem Verhalten bemerken liegt sie total verstört in der Ecke, pinkelt bei den gleichen Aktionen von uns aus Panik sofort los - rausgehen geht an diesen Tagen gar nicht mehr, weil wir im dritten Stock wohnen und sie dann das ganze Treppenhaus vollpinkelt.
    .

    Aha, gut, Klicker klingt schon mal gut. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist die Läufigkeit jetzt (über) einen Monat vorbei und etwa so lange arbeitet Ihr wieder an ihren Angstproblemen? Und als ihr das das erste Mal gemacht habt, hat es ca. 3 Monate gedauert, bis eine deutliche Verbeserung zu sehen war?

    Ich denke, dass Ihr einfach noch ein bißchen länger durchhalten müßt. Vielleicht wiederum so lange wie beim ersten mal - allerdings habt ihr ja jetzt schon Anzeichen, dass es ihr an einigen Tagen schon wieder ganz gut geht.


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    Hier steht die Box ja nun schon Monate lang rum, sie hasst sie und ist auch nicht so futterfixiert, dass sie da rein gehen würde, wir haben alles probiert.

    Kannst Du das "alles" genauer beschreiben, vielleicht hat ja noch jemand eine Idee...
    Wozu mir noch eine Folgefrage einfällt: wie groß und schwer (und alt) ist Kira?


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    Auf die Panik reagieren wir mit Ignoranz - d.h. wir schauen sie nicht an, reden nicht mit ihr, nehmen einfach das in die Hand (z.B. Halsband mit Leine) und spielen damit rum, ruhig auf z.B. der Couch liegend so als ob sie uns nicht interressiert.
    Sie muss dann von sich aus zu uns kommen und ihren Kopf durch das Halsband stecken.
    Genau das gleiche beim Futter - wir machen es fertig und sie kommt einfach wann sie will.
    Rufen dürfen wir sie auch nicht, wir müssen warten bis sie freiwillig komm und dann halt loben, wobei sie auf loben auch mit Panik reagiert (auch auf jeglichen Körperkontakt und bei allem sofort alles vollpinkelt).

    Das mit dem Warten würde ich auch machen. Ich würde es nur nicht "ignorieren" nennen, dass klingt so negativ. :roll:
    Vielleicht könnt Ihr ja ein neues Komm-Signal konditionieren. vielleicht einen Fingertouch? Das wäre was neues, dass Ihr neu positiv verknüpfen könntet, und weil es neu ist, und sie es sich in ihrem eigenen Tempo erarbeitet bereitet ihr es dann weniger Angst?
    Wenn sie auf "Loben" mit Panik reagiert, ist es für sie kein Loben...
    Wie macht Ihr das genau?


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    Spielen geht gar nicht, da sie sehr aggressiv reagiert, wenn sie Spielzeug oder auch einen Kauknochen etc hat, auch draussen und dann auch uns beisst. Wir hatten ihr natürlich auch schon AUS beigebracht, aber das hat sie jetzt natürlich wieder vergessen.

    Versuchs mit mehr Spielzeug )ich habe von einem Border Collie gehört der recht rabiat Tennisbälle bewacht hat - bis er irgendwann 48 davon hatte - das hat ihm dann wohl gereicht :D ). Smilla hat auch ihre Kauknochen verteidigt, bis sie dafür mit Extra-Leckerchen positiv bestraft wurde. (Sie hat die Leckerchen "geschenkt bekommen = Positiv / das Verhalten hat abgenommen, also nach der Definition eine Bestrafung :lachtot: )


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    Mittlerweile weiss ich einfach nicht mehr weiter - sie ist in meinen Augen echt einfach zu gestört und ich - der Hundetrainer übrigens auch nicht - weiss einfach nicht mehr weiter.
    Der Hundetrainer sagt immer nur ich soll ich Zeit lassen, bla bla, aber es wird wirklich eher immer schlechter als besser und ich hab auch langsam keine Lust mehr.


    Hast Du sie schon dem TA vorgestellt? Ich denke, dass durch die Läufigkeit ihr Hormonhaushalt auf den Kopf gestellt wurde und das der immer noch nicht wieder normal ist. Ich würde das unbedingt prüfen lassen (einschließlich eines großen Schilddrüsen-Tests, denn es klingt schon ziemlich nach Unterfunktion, für mich).

    Wenn das Verhalten trotz Training nicht besser sondern schlechter wird, ist entweder das Training noch nicht ideal und/oder der Hund krank.
    Daher hier noch mal die Frage, wie habt Ihr was trainiert?

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    Hat einer von euch Ideen, was man noch und zwar anders machen könnte?
    Woher kommt so ein gestörtes Verhalten? Warum auf einmal wieder und warum ist sie zwischendrin immer so aggressiv?
    Der Trainer sagt sie wäre extrem dominant, gleichzeitig aber panisch, weil sie laut seinen Aussagen schwer misshandelt wurde.
    Ja super - aber warum hat sie dann auf einmal wieder Angst, wo wir doch niemals aggressiv ihr gegenüber geworden sind, wir haben sie nichtmal angeschrieen, waren immer ganz ruhig.

    Ich hoffe einer von euch kann mir helfen... ich war echt so zufrieden mit ihr und ganz stolz und wir waren so ein gutes Team und das ist alles vorbei.

    Traurige Grüsse
    Joelina

    Wie alt war Kira, als Ihr sie übernommen habt? Wißt Ihr irgendwas aus ihrer Vorgeschichte?
    Dominat schließen sich irgendwie gegenseitig aus - ich kann nicht Dominat sein, wenn ich mir Vor Panik in die Hosen mache - denn Dominanz setzt voraus, dass ich DENKEN kann, Panik verhindert aber Denkprozesse.

    Ihr habt es schon mal geschafft, gute Fortschritte zu machen.
    Bestimmt läßt sich das wieder hinbekommen. Ich denke, ihr müßt das Training einfach noch mal genauer analysieren und optimieren und Kira auf jeden Fall durchchecken lassen.

    Danke! :roll:

    Das kommt vom Clickern, da MUSS man kreativ sein, sonst kommt man nicht vorrann.


    Was für mich in solchen Situationen am wichtigsten ist:
    Wenn ich sauer werde - an wem lasse ich das schlußendlich aus? Am Hund, denn die Leute gehen ja entweder weiter, oder es ist ihnen egal (weswegen man das Problem ja hat) oder im schlimmsten Fall sabotieren sie einen ja auch noch mit Absicht.

    Der Hund kann aber nichts dafür - deshalb darf ich es nicht an ihm auslasen.
    Dazu darf ich also nicht sauer werden.
    Das klappt, indem ich eben nicht mehr denke "ihr blö**n S*cke, ihr stört mein Training". Sondern irgendwie versuche, etwas zu finden, was der Hund in der Situation noch "richtig" machen kann.

    Wenn ich im Vorfeld NICHTS dafür tue, kann er natürlich nichts, aber dann darf ich nicht sauer auf ihn oder die "Saboteure" werden, denn das ist wiederum meine Schuld.

    Also nimmt man was, was der Hund eh schon im Schlaf kann, oder trainerint irgendeinen Trick, an dem man selber auch einen Heidenspaß hat.
    Und ich vertraue auch ein bißchen in die Körpersprachlesefähigkeit der Hunde:
    Crispel ist da inzwischen sehr gut: er weiß ziemlich gut, welche Menschen von ihm geknutscht werden möchten: die schlabbert er dann großzügig ab. An anderen marschiert er achtlos vorbei, weil er wohl offenbar entweder selber kein Interesse hat, oder weil die irgendwie signalisiert haben "Bleib weg".

    Das schöne an "Smilla, sitzen" oder einem anderen Trick ist, dass, je öfter Hund das in einer solchen Situation macht, desto besser verknüpft er das mit dem Signal (dem Näherkommen von Menschen) und weil Hunde, wie alle anderen Lebewesen auch antizipieren, wird Hund irgendwann "sitzen", ohne dass man was gesagt hat. Aber eben nur, wenn man das in der Situation IMMER so gemacht hat.

    Beispiel neulich auf dem Weserradweg.
    Es war schönes Wetter und eine Fahrradgruppe nach der anderen tauchte am Horizont auf. Meine Reaktion darauf ist: Hunde ranrufen, sitzen lassen, Leckerchen in die Nasen füllen, warten bis die Radler vorbei sind, okay sagen, hunde gehen wieder spielen. Nach zwei Stunden mit diesem Ablauf etwa alle 5-10 Minuten hatte ich einen Hund der durchschaut hatte, "Wenn sich uns ein Radfahrer nähert und wir rangerufen werden, setze ich mich hin, weil das gibt Essen!" Wenn ich das ein paar Tage lang machen würde, würden sie verstanden haben, dass "Wenn ich einen Radfahrer sehe, gehe ich zu Frauchen und setze mich denn dann gibts Essen!"
    Das klappt logischerweise nur, wenn ich den Ablauf jedesmal (oder zumindest sehr sehr oft - was ja nicht klappt, denn wir wohnen in keinem Labor sondern der Realität :D ) gleich halte...

    Fazit, je weniger ich mir selber mit "sauer sein" im Weg stehe und je konsequenter ich trotzdem versuche, fröhlich konsequent zu sein, desto ehr habe ich die Chance, dass klappt, was ich möchte.

    Zitat


    Es klingt einfach nach nicht umsetzbar. Vor allem, wenn die zum springen animierenden oder fütternden Personen nicht irgendwelche Fremden sind, die man mal eben links liegenlassen kann, sondern Familienmitglieder, denen man es immer und immer wieder erklärt, und wo es dann doch nur heißt ´ach sei doch nicht so streng´. Wie kann ich meinen Hund zu sittsamem Benehmen veranlassen, wenn zwei Zentimeter neben mir jemand steht, der genau das Gegenteil macht, und den Hund wie irre anstachelt? Ich meine, das ist einfach unmöglich. Oder anders ausgedrückt, Obedience Klasse ..


    Du hast ein wenig recht.
    Es klingt wenig umsetzbar, weil es ja im Grunde nur die Kür ist, die auf der Pflicht aufbaut.
    Smilla ist ja lernsüchtig und praktischerweise zusätzlich auch noch mit einem gesegneten Labradormagen ausgestattet. "Smilla, sitzen" geht also etwa 500 mal am Tag - und mit Begeisterung auch freiwillig. Da kommt man natürlich erstens schnell auf die für Verknüpfung und Generalisierung notwendigen Wiederholungen.
    Ausserdem starten wir wirklich mit "Sitzen" in dreihundert Meter Entfernung. Dann paar Schrittchen weiter gehen, stehen bleiben "Smilla, sitzen". Bis uns der Gegenverkehr erreicht hat, hat Smilla etwa 20 Mal gesessen, und findet es erstens immer noch toll (ich liiiebe verfressene Hunde) und zweites hat sie "Mensch kommt auf mich zu, ich sitze" in diversen Abständen verknüpft. WENN die Drösel dann so nahe rankommen, dass ein Anspringen unausweichlich ist, dann ist das eben doof, aber nicht zu ändern.
    Ich reg mich nicht auf. Die Leute verwickeln mich :roll: in ein Gespräch über die süßen blauen Augen der süßen Welpette - und ich achte wie ein Schießhund auf einen anspringfreien Moment: den Clicke ich! Damit dreht sich die Welpette zu mir um und schon habe ich einen Teil ihrer Aufmerksamkeit. Den ich wieder clicke.
    Es hilft auch wenn man ein extrem gut funktionierendes "Schau" hat und einen Fingertouch - den damit kannst Du die Nase des Hundes in die von dir gewünschte Richtung umlenken - ganz unauffällig...

    Bei den Verwandten habe ichs wohl besser getroffen: Schwester - genauso trainingswütig wie ich :D alle anderen "Hund, geh weg!" :/

    Also entweder verläßt Du Dich da dann darauf, dass Hunde schlecht generalisieren - und erlaubst dem Hund eben die unverbesserlichen anzuspringen.
    Oder Du führst für ungehobelte Verwandtenbegrüßungen ein extra Signal ein. Oder Du bringst Deinen Hund eine Weile lang nur mit Schlammfüßen mit...
    Ich würde natürlich die letzten beiden kombinieren: "Sag Hei!" = Spring Tante Karin an" - mit Schlammpfoties... :lachtot:


    Was ich mal auf einer DVD gesehen habe:
    Eine Dame hat ihrem Beagle als "Begrüßungsritual" beigebracht, sich mit einer Pfote auf ihren (die Hundehalterin) Fuß zu stellen. Wer mit der Pfote auf Frauchens Fuß steht, kann nicht gleichzeitig jemanden anspringen - hat den unvergleichlichen Vorteil, dass Hund ziemlich dicht an Frauchen und damit im direkten "Zugriffsbereich" ist.

    Was ich persönlich extrem lustig finde, ist eine Spielverbeugung als Begrüßungsritual.
    Ich würde versuchen, für das ausgewählte Alternativverhalten (z.B. sitzen, Spielverbeugung, auf Frauchens Fuß festankern), ein Signal einzuführen, das die Verwandschaft eigentlich als "Spring mich an"-Signal aussendet.
    Macht auch Arbeit, ist aber lustig - und wenn es nicht klappt, hast Du zumindest einen lustigen Trick erarbeitet und ihr beide hattet viel Spaß dabei...

    Zitat

    Liebe Martina,

    gerade Dir widerspreche ich nur ungern - ich finde Deinen Streichler-Trainingsansatz ja auch richtig und nachvollziehbar.

    Genauso gut versteh ich aber auch, das ich nicht am WE ständig fremde Kinder an der Türe klingeln haben will - und anschließend in meinem Garten. Ich nehm mal an man kennt sich in der Nachbarschaft?

    Huhu, ich fühle mich nicht von Dir "widersprochen" :D - ich bezog das auf leute, denen ich bei Spatziergängen begegne.
    Das man die Leute nicht im eigenen Garten haben will ist für mich völlig nachvollziehbar.

    Da kann man wahrscheinlich nicht anders als das klare "Nein" auszuisprechen!

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    ...Nun denn. Deine Antwort war mir persönlich etwas zu biestig, denn blöd bin ich sicherlich nicht.

    Ich finde es derzeit auch ziemlich "biestig".
    Nicht speziell Dich - mir fällt es nur derzeit unangenehm auf, dass jedesmal, wenn ein Thread die Worte "kastriert" enthält, das Thema sofort OT wird und auf "warum hast Du denn, das macht man doch nicht, blablabla!"
    Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung zum K-Thema - und wenn jemand sich dazu entschieden hat, seinen Hund kastrieren zu lassen, dann wird er dafür eben seine Gründe gehabt haben.
    Ich finde es arm, da dann immer Angriffspunkte draus zu stricken. Noch dazu, wo es wirklich nicht zur Frage gehört.
    Meiner Meinung nach gibt es immer noch viel zu viele Leute, die unverantwortlicherweise ihre Hunde nicht kastrieren lassen.
    Wenn Rüden stinken würden wie Ziegenböcke oder Kater und Hündinnen sich in der Hitze wie rollige Katzen benehmen würden, hätten wir diese ganze blödsinnige Diskussion überhaupt nicht!