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Wenn er jetzt öfter derartige Knochen bekäme, könnte es doch sein, dass er die dann nicht mehr so arg verteidigen muss, weil die dann etwas normales werden, oder?
Genau: Du kannst versuchen, seinen knochen gegen "noch so einen" zu tauschen. Mach den, den Du hast, noch attraktiver - zB. mit draufgestrichener Leberwurst.
Was ich bei meiner Kampfwelpette gemacht habe: ich habe erst mal gar nichts verlangt. Es hat, während sie am heiligen Knochen kaute, Leckerchen vom Himmel geregnet. So hat sie erst mal gelernt, dass es nicht nur nicht schlimm ist, wenn ich mich nähere, wenn sie an ihrem Kauknochen nagt, sondern das das sogar ein extrem wünschenswerter Zustand ist. Nach und nach, habe ich dann aus immer kürzerer Entfernung geregnet, bis ich ihr die Bröcksken neben ihr sitzend bis an die Schnute "gereicht" habe.
Die Leckerchen waren dabei IMMER viel hochwertiger als der Knochen.
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Aber als er sich seinem Knochen widmete und ich mit den Stückchen Wurst ankam, ging die Knurrerei wieder los. Er nahm zwar die Wurst, aber an den Knochen kam ich nicht.
War noch nicht so erfolgreich - aber ich bleibe am Ball.
Doch, sehr offenbar kann man für diese Wurst, die Nase kurzfristig vom Knochen nehmen. Versuch erst mal gar nicht, den Knochen zu nehmen, das ist noch zu früh!
Teste erst mal, bis auf welche Entfernung Du knurrfrei an ihn ran kommst und wirf ihm von da aus, würststückchen direkt zwischen die Vorderpfoten. Wenn er sie nimmt, lobst Du ihn und wirfst noch ein Brocken. Warte zwischendurch, dass er sich wieder mit dem Knochen beschäftigt und wirf dann ein neues Bröckchen.
Mach das so mit einer Handvoll Wurst-Bröckchen.
Dann lobst Du - und gehst weg. Er darf weiter seinen Knochen behalten.
In der folgenden "Sitzung" kannst Du vielleicht einen Schritt näher heran gehen. Auch von da wirfst Du wieder seine lieblinkswurst, ohne zu versuchen, ihm den knochen weg zu nehmen.
Lernziel ist: "Menschen sind komische Tiere, die wollen meinen tollen Kauknochen nicht und geben sogar was von der noch tolleren Wurst ab. Ist zwar unlogisch, aber toll!"
Nach ein paar von solchen Sitzungen wirst Du vielleicht bemerken, dass er Cich erwartungsvoll ansieht, wenn Du ihm näherkommst, während er an seinem Knochen nagt.
Das ist der Wendepunkt: dieses Verhalten lobst Du und wirfst erst dann ein Leckerchen.
Bei Smilla habe ich an dem Punkt so weiter gemacht: Smilla lag mit dem heiligen Knochen auf ihrer Decke, ich bin mit Wiener Würstchen dazugekommen und habe ein Wurststückchen so gehalten, dass sie sich aufsetzen mußte um es zu nehmen - meine Hände waren also fast einen halben Meter vom Knochen weg. Sie durfte dann sofort weiter kauen.
nach ein paar Sekunden gab es wieder ein Stückchen in "Sitz"-Höhe.
Nach ein paar einheiten davon kannst Du dann "Sitz" sagen, und darauf warten, dass er sich aufsetzt, das loben und dann erst das Leckerchen hervorzaubern.
Man kann sich dann noch, je nach schwere des Knochenhütens, noch viele weitere Zwischenschritte ausdenken.
Bei Smilla hat das so weit gereicht - jetzt kann man sie Streicheln und an ihr und dem Knochen rumziehen, während sie weiterkaut. sie Tauscht gegen einen anderen Knochen oder gegen Leckerchen und bekommt immer noch sofort ihren Knochen zurück - ich WILL den ja gar nicht haben, ich will nur die möglichkeit, ihn bekommen zu können...