"Nein" sagen hat oft wenig Erfolg, weil sie dann immer noch nicht wissen, was sie lassen sollen (sitzen, stehen, gehen, bellen, oh, ich belle??? ups!!) UND noch wichtiger, was sie stattdessen machen sollen.
Ausserdem ist Bellen ein Ausdruck von Erregtheit.
Damit hast Du schon zwei Ansatzpunkte:
Du mußt die Aufregung senken und ein Ersatzverhalten eintrainieren.
Die Aufregung senken kannst Du, indem Du ihre Aufmerksamkeit teilst. Das heißt, dass Du sie, nach dem sie den Fremden (oder Hund, oder was auch immer) gesehen hat, sie dafür "belohnst". -> Sprich sie an und reich ihr Leckerchen - großzügig. So verknüpft sie, dass das Auftreten von Fremden die Möglichkeit des Essenbekommens anzeigen. Damit werden Fremde zu was sehr, sehr angenehmen. Im Fachausdruck sagt man systematische Desensibilisierung und klassische Gegenkonditionerung dazu. Wenn Du das in die Suchfunktion eingibst und /oder googelst, wirst Du weitere nützliche Infos dazu finden.
Das Alternativverhalten übst Du erst mal zu Hause. Du brauchst Dich auch nicht auf nur ein zu beschränken, im Gegenteil, je mehr sie kann, desto besser!
Ich nehme anfangs gerne ein "Sitz", denn Sitz ist eine neutrale Körperposition, weder submissiv, noch "dominant", neutral, eben. Daher können die Hunde sich darauf auch in etwas stressigen Situationen besser einlassen, als z.B. auf "Platz", denn Platz schränkt ihre Möglichkeiten stark ein, und sie empfinden diese Position daher als gefährlicher...
Schön ist ein Vorsitz, weil Ihr dann auch besser Blickkontakt halten könnt.
Was ich eine Weile gemacht habe, weil ich einen großen Hund habe, vor dem viele Menschen Angst haben könnten (die ihn nicht kennen), ist eine Spielverbeugung - wer kann Angst vor einem Hund haben, der eine Spielverbeugung macht. Ausserdem streckt sich der Hund bei einer Spielverbeugung, und das entspannt. Eine Spielverbeugung kann ausserdem auch ein "Clamin Signal" sein...
Weiterhin ist nützlich (nicht nur in diesem Zusamenhang), wenn der Hund wirklich an hängender Leine gehen kann - Wenn sich Zug aufbaut, entsteht sofort Spannung - kontraproduktiv!
Wenn sitzen oder Speilverbeugung oder was auch immer für ein Signal nicht mehr gehen, weil der Hund schon zu aufgeregt ist, wär es toll, wenn man "Kehrt marsch" geübt hat. Dazu dreht man einfach um ODER man selber geht rückwärts - folgt einem der Hund hat man ihn vor sich, man kann Blickkontakt aufnehmen, man kann den Abstand zu dem "Ding" vergrößern, was zur Abnahme der ERregung des Hundes führt, worauf man ein "Sitz" signalisieren kann und schwups hat man zwei Alternativverhalten, die man beide großzügig belohnen kann.
Am aller aller wichtigsten ist aber, dass man dem Hund INFORMATIONEN gibt. Sprecht ihn freundlich, ruhig und leise an. Lobt ihn, gebt die Alternativverhalten-Signale, lobt, und bestärt angemessenes Verhalten großzügig. Lasst den Hund in einer solchen Situation nicht vor Euch rumlaufen und selber entscheiden müssen, wie mit diesem gefählichen "Ding" umgegangen werden muß. ERKLÄRT ihnen, wie man damit umgehen kann, nämlich ruhig, und gelassen.
ich führe zur unterstützung dessen auch ein Entspannungssignal ein!