Beiträge von Shoppy

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    Der Leineruck ist eine Korrekturmaßnahme mit dem man dem Hund (wie du schon gesagt hast )das ziehen an der Leine abgewöhnt

    , wenn man sich immer noch nicht die Mühe macht hat, zu lernen wie es einfacher, schneller, effektiver, nachhaltiger und vor allem gesünder für Mensch und Hund geht.

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    Aber wo besteht der Unterschied ( nicht nur auf das click bezogen. Der Unterschied ist klar) das die eine Hundeschule sagt " Ne wir machen das nicht mit Clicker, da der Hund dann ja nur Konditioniert wird und man nicht mit dem Hund Kommuniziert."


    Tja, dann haben die eben genau den SINN des Clicks nicht verstanden, denn der Click ist NICHTS ANDERES als pure Information - Information darüber, welches Verhalten denn nun genau erwünscht ist. Und Kommunikation ist nun mal der Austausch von Informationen.


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    Die machen aber die gleiche Übung nur halt ohne click aber auch mit Leckerchen?


    was genauso Konditioniert, nur nicht annähernd so präzise, wie mit dem Clicker...


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    Was haltet ihr vom Clickern? Wenn ihr es gut findet warum und wenn ihr es nicht gut findet warum nicht?
    Lg
    Sacco

    Ich clickere weil,

    - ich dem Hund so sehr präzise mitteilen kann, welches Verhalten ich genau wünsche.
    - das clickern MICH zwingt, darüber nachzu denken, wie ich - wenn ich auf ein unerwünschtes Verhalten stoße, dass ich loswerden will - 1. das unerwünschte Verhalten am auftreten hindern kann, und 2. wie ich mindestens ein Alternativverhalten aufbauen kann, dass der Hund stattdessen zeigt.
    - ich gemerkt habe, dass man so am effektivsten, schnellsten und sichersten Sachen trainieren kann, die man täglich braucht.
    - es mich zwingt, auf den Hund zu achten um clickbares Ansatzverhalten erkennen zu können, ganz nebenbei lernt man so die Körpersprache des Hundes kennen.
    - es mich zwingt, auf erwünschtes Verhalten und nicht auf unerwünschtes Verhalten zu achten
    - ich ungeheuer viel über Lerntheorie gelernt habe und sich somit die "Methoden" anderer Trainer durchschauen gelernt habe. Nichti überal, wo "positiv" drauf steht, ist tatsächlich auch auschließlich Tierfreundlich und gemäß der Lerngesetze" drinn - wobei "positiv in der Lerntheorie ja tatsächlich nur "hinzufügen" heißt, und DAS stimmt dann häufig, man "fügt zu", oft gar nicht so nettes.

    - ich nur mit einem Markersignal Verhalten einfangen kann, die der Hund nur spontan ausführt

    - damit nicht nur operant Verhalten verändere, sondern immer auch eine positive Emotion erzeuge - weil der Click eben so konditioniert ist.

    - ich dadurch einen fröhlichen, lustigen, arbeitwütigen Hund habe, der für jeden "Scheiß" zu haben ist.

    - ich Situationen im Alltag, die brenzlich sind (eigener Hund wird von anderem Hund angegiftet) gleichzeitig sowohl operant (das Verhalten) als auch klassisch (die Emotion), unter meine Kontrolle bringen kann.

    - ich nicht ausschließlich nur mit Leckerchen belohnen muß

    Gerne :roll:

    Lass einfach im GEspräch mit den Kindergärtnerinnen mal "fallen", dass ihr für den Bowie einen Spielpartner sucht - Kindergärterinnen kennen immer die ganze Welt - da kann sich bestimmt was ergeben.

    Wie lange wohnt ihr denn da? Vielleicht müssen die Leute da erst ein bißchen mit Euch warm werden?

    Als ich hier aufs Dorf gezogen bin, war das ganz genau so, ich habe auch ein paar Monate gebraucht, Hundehalter zu finden, die mit meinem "großen, gefährlichen Hund" kein Problem hatten (es gibt immer noch genügend, die immer noch eins haben - hier ist eine Dackel-Hochburg, und da ist meiner für die Dackel natürlich eine echte Gefahr :irre: ).

    Mach Dir nichts draus: Die Frau am See hatte schlechte Erfahrung gemacht - aber ich denke, wenn ihr Euch wieder trefft, und sie weider nur gute Erfahrungen mit Euch macht, dann wird sie aufgeschlossener werden. Lieber langsam und dann die richtigen Spielpartner kennenlernen, als an die falschen geraten. Meiner Meinung nach müssen Hunde nicht jeden Tag mit anderen Hunden spielen - aber ganz ohne geht es eben auch nicht.
    Und übrigens, ein eigener 2. Hund ist kein "anderer" Hund... der gehört zur Familie...

    Huhu,

    da hast Du ja viele Fragen.
    Also:
    Nimm dem Jack Russel extrem Leckere Leckerchen mit - wenn er so ist, wie alle Jack Rüssel, die ich kenne, ist er furchtbar verfressen... Wenn er dann so auf Euch zu gelaufen kommt, wirfst Du ihm die Leckerchen vor die Füße - so Timen und Zielen, dass der Abstand zum Bowie ausreichend ist. Dem Bowie gibst Du dann ebenfalls was extrem leckeres!

    Zu der Frage Deines Mannes, ob angeleinte Hund eigentlich näher als 4 Meter aneinander vorbei gehen müssen? Nein, müssen sie nicht - ich richte mich mit meinem Abstand zu anderen danach, wie sich meiner verhält - wenn er an dem anderen dicht vorbeigehen kann UND dabei ruhig weitergehen kann, dann machen wir das so. An einigen Hunde kann man aber so dicht gar nicht vorbei kommen, weil a.) die Hunde an einer Flexi hängen und die HuHas es auch nicht für nötig erachten, diese zu "bremsen". Lustigerweise sind das hier bei uns auch gerne mal genau die Hunde, die das mit dem Distanzbereich des anderen Hundes so gar nicht verstanden haben: sprich, sie donnern einfach lustig in den anderen Hund rein, und würden sich dann doch sehr wundern, wenn der so überrannte Hund sich darüber mal gar nicht freuen kann... b. sie schreien meinen Hund schon aus einer Distanz von 100 m aus an und werden dan vom BEsitzer "in die Leine gehängt", sprich, sie gehen nur noch auf den Hinterpfoten und dem Hals - röchel!!
    Bei solchen Hunden lasse ich meinen Hund sitzen (Sitzen ist ein Beschwichtigungssignal für den anderen Hund) und "fülle" leckeres Essen in meinen Hund, dafür, dass er sich das Gezeter/Geröchel des anderen Hundes anhören muß. Hat zur Folge, das Crispel zeternde Hunde extrem gut findet :D

    Im ganzen hört es sich für mich so an, dass Bowie sich einfach freut, andere Hunde zu sehen, und daher sehr aufgeregt ist, wenn er einen erblickt - und dann natürlich oft frustriert wird, weil er nicht hindarf zum Spielen.
    Ich würde hier einfach versuchen, den Abstand zum anderen Hund so zu wählen, dass diese Aufregung ihm nicht über den Kopf wächst, und ihn mit Aufgaben beschäfitgen, die großzügig belohnt werden, damit sich sein Verhalten für Ihn auch lohnt (das Verhalten, auf Dich konzentriert zu bleiben). Das muß man anfangs so machen, dass man sich wie ein Drillsergeant vorkommt (natürlich einer der nett ist, mir gehts um die Anzahl der Aufgaben, nicht darum, dass man den Hund "zusammenbrüllt"!) - Je mehr er zu tun hat, und je mehr Bestärkung er dafür bekommt, desto unwichtiger werden die anderen Hunde sein.
    Zumindest, wenn er tatsächlich 1-2 Mal die Woche ausgiebig mit anderen Hunden spielen kann.
    Häng doch Plakate in den umliegenden Geschäften, Futterläden, Tierärzten, Frisören, Apotheken. etc. aus, dass Ihr "Mitspieler/Mitläufer" für eine Hundespiel-/Spaziergehgruppe sucht. Wenn Du das Lustig formulierst und ein paar schöne Fotos vom Bowie einfügst, finden sich bestimmt einige Interessierte, vor allen Dingen, wenn man in der Zeit und im Ort des Geschehens flexibel ist.

    Du hast Auch geschrieben, dass Deine Tochter bald in den Kindergarten kommt: weißt Du schon, in welchen und kennst Du da evtl. schon andere Eltern - vielleicht gibt es da ja welche mit eigenem Hund, sodaß man über diese Kontakte eine kleine Spielgruppe aufmachen könnte?

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    Natürlich schwenke ich jetzt nicht gleich wieder um, will meinen Hund ja nicht ganz bekloppt machen.
    Allerdings geht Cap eh nur nach Aufforderung als erste durch die Tür und einem Hund der mich umrennt wenn ich die Tür aufmache, würde ich das ganz schnell abgewöhnen.


    Sehr gut, Grundsätzlich wäre es mir ganz egal, wer als erstes durch welche Türen geht, aber mei meinem Eingang ist es nun mal so, dass, wenn ich als erstes durch gehe und dann die Hunde, ich nicht mehr an die Tür käme, um sie zu schließen (Treppenabsatz) - also schicke ich sie vor.
    Man muß seine Hunde eben so trainieren, wie man es selber in der häuslichen Situation (und natürlich draussen) braucht. Das wollte ich mit meinem Beispiel ausdrücken, hatte ich vielleicht nicht deutlich genug gemacht. (ich war gerade so im Schreibrausch :D )
    Was aber unabhängig von jeglichem Hauseingangs-Grundriss immer trainiert werden kann und auch sollte, ist ruhiges Verhalten vor, während und nach dem Rausgehen. Denn dadurch entstehen die Probleme, durch die Aufregung, nicht weil irgendwer "dominant" ist...


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    Das Aufstehen, wenn ich ihren Weg kreuze habe ich ihr erst abtrainiert und werd es ganz sicher nicht wieder anfangen. Ich steige schon mein Leben lang über meine schlafenden Hunde. Nachdem ich mich fast auf die Nase gelegt hätte, weil ich etwas schneller war als Cap aufspringen konnte, war für mich klar, der Hund muss auch liegen bleiben wenn ich drüber steige.


    Hier - genau das meine ich - man "lernt nicht für die Schule" sondern für das Leben. Du steigst über Hunde, also brauchst Du Hunde die liegenbleiben! Da kann ein Trainer Dir ja nicht einfach was anderes aufdrücken wollen, nur weil das in ihr Schema F passt!


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    Das Privileg auf der Couch zu liegen nahm Cap fast ausschließlich in Anspruch, wenn sie vor etwas Angst hat und sich hinter mir oder meinem Mann versteckt.


    Da ist meiner Meinung nach dann auch immer noch nichts gegen einzuwenden, sofern Cap diesen Platz nicht gegen Fips verteidigt - bzw. dadurch dass sie es verteidigen würde, eine "Situation" entstehen würde. Wenn Fips aber eh nicht auf die Idee kommt, aufs Sofa zu wollen, dann lass Cap auch ruhig weiterhin das Privileg (Wenn sie "runter" beherrscht, jederzeit)

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    Was die Körbchen betrifft, Caps Körbchen steht jetzt im Schlafzimmer und Fips Körbchen steht unterm Küchentisch. So haben wir Fips eine sichere Höhle geschaffen und Cap hat da in der Nähe nichts verloren. Das ist halt unser momentanes Krisenmanagment.


    Super - Körbchen in verschiedenen Räumen - da kann nicht mal Blickkontakt entstehen, sehr gut! Ich würde für jede die Verhalten "in den eigenen Korb gehen" und "im eigenen Korb bleiben" und "die andere in ihrem Korb in Ruhe lassen" extrem bestärken. Dann ist es nicht nur "Krisenmanagement" sondern geht darüber hinaus, weil dadurch gelernt wird, wo man "in der Not" hingehen kann (und hingeschickt werden kann) und man dann dort in Sicherheit ist. Wenn beide Hunde das auf Signal sehr gut beherrschen (auch aus einer "Situation" heraus) ist das sehr erleichternd für Euch alle, weil Du dann einen "Feueralarm-Drill" hast, der automatisiert ablaufen kann - dafür hilft üben, üben, üben...

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    Bespasst werden die beiden draussen, in der Wohnung müssen sich beide zurücknehmen.


    Nochmal Super!!! Entspannung in der Wohnung (nicht nur da :D ) ist so wichtig! Wer ruhig und gelassen ist, wird voraussichtlich nicht gleich aus der Haut fahren und wild beschwichtigen müssen, bzw. darauf überreagieren müssen.

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    Was die Leinenführigkeit betrifft, die ist noch verbesserungswürdig. Ohne Ablenkung geht es schon gut. Mit Ablenkung ist´s noch schwierig.


    Naja, in den Büchern hört es sich immer so an, als würden Hunde in ein paar Tagen perfekt Leinenführig werden, dem ist aber gar nicht so.
    Aus meiner ERfahrung mit diversen Gasthunden und meinem "an sich" sehr gut leinenführigem eigenen Hund kann ich Dir sagen, dass wir jedes mal wieder, wenn ein neuer Gasthund kommt - und der halt auf den Gassigang mitgenommen wird, neh herumjonglieren müssen, wer an welche Leine wie und wo am besten läuft. Bei manchen geht Crispel besser an einer langen Schleppe vorweg - bei anderen ist er besser im "Fuß bei mir aufgehoben - und das spielt sich alles erst nach ein paar Gassigängen ein - und das um so schneller, je besser der jeweils "neue" Hund selber gescheit an der Leine gehen kann (der Cocker von oben - mit dem konnte ich nur einzeln gehen, weil der mir sonst den Arm ausgekugelt und Crispel ganz wuschig gemacht hätte...)

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    Wenn Fips sich erst mal duckt ist alles zu spät. Ich hab´s schon probiert mit Kommandos wie Sitz oder Platz, hat nicht funktioniert. Auch zwischen die Hunde stellen nützt nichts, Cap geht blitzschnell um einen herum. Sie tickt da richtig aus.


    Das ist vielleicht noch zu früh, ich würde es aber als Trainingsziel ins Auge fassen. Kannst Du z.B. mit Deinem Freund ein "Teamtraining" machen - jeder trainiert einen Hund gleichzeitig (in einem genügend großen Abstand) - z.B. gleichzeitig das Signal "sitz" Dabei könnt ihr schön mit der Position jonglieren, die die beiden relativ zu einander einnehmen: vielleicht zunächst beide mit dem Rücken zu einander, dann beide parallel, dann "über Eck" dann dirkt gegen über... Und wenn das auf einige entfernung klappt, dann das ganze Stücksken für Stücksken näher bei einander.


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    Zur Zeit versuchen wir tatsächlich Fips nicht in die Situation kommen zu lassen, dass sie sich duckt.


    Sehr gut - denn dann kann Cap ihr Verhalten nicht weiter "üben"!


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    Leider ist das ducken Fips Masche mit der sie sich schon ihr ganzes Leben lang anderen Hunden nähert. Es wird genauso schwierig ihr das abzugewöhnen, wie Cap beizubringen, dass Ducken eine freundliche Geste ist.

    Doch kannst Du: Da es Fips ja offenbar mit anderen Hunden macht, kannst Du, wenn Du einen dritten Trainingshelfer + Hund gewinnen kannst, gezielt üben: sogar für beide gleichzeitig.
    1. Cap: Cap sieht aus einiger Entfernung, wie sich Fips vor dem anderen hund duckt, Click, Leckerchen! da sie erstens aus dieser Entfernung gar nichts machen kann, kann sie ihr Verhalten nicht üben und gleichzeitig ihr Alternativ-Verhalten z.B "Sitz" üben.

    2. Fips: Fips kann mit Hunden, die nicht wir Cap "auf sie losgehen, üben, dass man vielleicht doch "sitzen" kann, wenn ein anderer Hund kommt. Dzau müßt ihr ein wenig Beobachten, wann sie das genau macht, und sie möglichst vorher bestärken (wenn ihr das Clickert: clicken, BEVOR sie sich duckt und das Leckerchen so "reichen", dass sie dazu möglichst ins "Sitz" kommt. Wichtig ist hierbei, dass Ihr mit einem Hund und Helfer arbeitet, der seinen Hund quasie auf einem Centstück stoppen kann (damit er nicht weiter auf Fips zu rauscht, wenn sie gerade das Duckverhalten im Ansatz abbrechen und stattdessen "sitzen" soll!!


    Je mehr ich drüber nach denke, finde ich, dass es eigentlich fast wichtiger ist, daran zu arbeiten, dass Fips nicht dieses Ducken zeigt (oder jedenfals nicht in der starken Form, auf die Cap dann derart ungehalten reagiert).
    Aber zumindest würde ich versuchen an beidem zu arbeiten.
    Beide sollte auf ihre Auslösereize ein oder besser noch mehrere Alternativverhalten lernen.
    Wobei ich denke, dass es mit "sitz" (für beide) am einfachsten sein könnte, weil "sitz" ja meistens sowieso die größte Bestärkungsgeschichte hat. (das ist fast immer das erste, was man einem Hund beibringt, und es ist auch das Verhalten, dass die meisten Hund in den verschiedensten Situationen von sich aus anbieten.

    Frage: Macht ihr Clickertraining?

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    Also: Meine Hündin Momo (10 Monate alt, nicht kastriert, Pudel-Dackel-Yorshire-Mischling) hat bis vor einiger Zeit ein ganz normales Sozialverhalten gehabt. Seit etwa drei oder vier Monaten wird es allerdings immer schlimmer. Es fing an, dass sie beim Gassigehen alle anderen Hunde anbellt - ok, nichts besonderes.


    Leider doch, wie Du jetzt merkst...


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    Es schaukelt sich aber so sehr hoch in letzter Zeit, dass ich sie kaum noch beruhigen kann. Sie ist richtig panisch und zieht beim Bellen immer den Schwanz ein - also bellt sie aus Angst, oder? Seit etwa zwei Wochen hat sie angefangen, sogar nach anderen Hunden zu schnappen. Egal wie groß der Hund, ob er an der Leine geht oder nicht, egal ob sie an der Leine oder frei - es läuft immer gleich ab. :hilfe:

    Es hat keinen Zweck sie zu beruhigen, wenn sie schon panisch oder aufgeregt ist. Du mußt mit ihr üben, ruhig ZU BLEIBEN, auch wenn sie andere Hunde sieht.

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    Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Sie ist vor allem normalerweise total gut erzogen, zumindest das Grundgehorsam funktioniert echt perfekt. Sie bellt auch keine Menschen an, geht brav bei Fuß und so weiter - nur eben nicht, wenn ein anderer Hund kommt.

    Wenn das so ist, hast Du einen guten Ansatzpunkt, von dem aus das Training starten kann. Ich denke dazu bracusht Du professionelle Unterstützung! Ich habe das so markiert, weil die Trainerin, die Du kontaktiert hast, ganz offenbar immer noch auf der längst überholten "Dominanz"-Schiene unterwegs ist. Dazu eine frage: wie kann ein Hund gleichzeitig Submissiv (eingezogener Schwanz, geduckte Körperhaltung) und dominant sein??? Versuch es mit der Hundeschule, die Cazcarra empfohlen hat oder mit der hier: 85235 Unterumbach http://www.hundeschule-geng.de


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    Sie scheint auch weder zu erkennen, wenn es sich um einen Welpen handelt (!) noch wenn der andere Hund mit ihr spielen will. Sie rastet einfach immer total aus. Am schlimmsten ist es, wenn wir zum Beispiel beim Picknick in einem Park sind und sich andere Hunde der Decke nähern. Ich finde, sie verhält sich, als wäre sie mal von einem großen Hund gebissen worden, das ist aber definitiv nicht der Fall. Wir hatten noch nie ein schlimmes Erlebnis mit einem anderen Hund. Sie ist ansonsten wie gesagt normal, sehr anhänglich zwar, aber auch sehr brav (z.B. auch Restaurantbesuche sind kein Problem).

    Auch bei dieser Beschreibung würde mir "dominant" als letztes einfallen.
    Ich denke, sie hat entweder ein Grundsätzliches Problem damit, dass andere Hunde sich ihr nähern (manche Hunde sind eben genetisch ängslicher als andere) oder sie hat während ihrer Sozialisationsphase nicht genügend positive Erfahrungen mit anderen Hunden sammeln können - leider hatte sie dann auch nicht die Chance, die Hundesprache korrekt zu lernen. Oder vielleicht kommen beide Faktoren ungünstig zusammen, wahrscheinlich sogar zusätzlich noch erlerntes Verhalten, denn Du hast ja oben geschriben, dass sie schon vorher andere Hunde angebellt hat, Du das aber normal fandest...

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    Ist es vielleicht der einzig richtige Weg, mal einen Tiertrainer oder Tierpsychologen nach Hause kommen zu lassen? Ich bin mit meinem Latein am Ende. Ignorieren, bestrafen, ablenken - ich hab glaub ich echt schon alles versucht...

    Bitte lies Dir alles, was Du zum Thema "systematische Desensibilisierung", "klassische Gegenkonditionierung" und "Entspanungssignal" finden kannst durch. Bei einem ängstlichen Hund mit Schreckreizen (Disks, Schütteldosen etc.) zu arbeiten, ist KONTRAINDIZIERT, sprich, es wird ganz furchtbar nach hinten losgehen.
    Denn was passiert, wenn Du in einer Situation, in der Du eh schon ängstlich bist noch zusätzlich von der Person ERSCHRECKT wirst, der Du doch vertrauen sollst??? Klar, Du verlierst das Vertrauen in diese Person.
    Dabei mußt Du ganz genau das Gegenteil erreichen, ihr Vertrauen in Dich muß sich deutlich steigern, damit sie verstehen lernt, dass ihr nichts passieren kann, solange Du dabei bist.
    Das erreichst Du keinesfalls, indem Du sie erschreckst = bestrafst, denn ganz egal, wie diese Trainerin es auch beschönigend nennt, Erschrecken ist ein aversiver Reiz.
    Und genau so setzt sie ihn ja auch ein - das Verhalten Deines Hundes (Bellen) soll vermindert werden. ABER: das Bellen ist der Ausdruck = Symptom eines inneren Zustandes (Angst), selbst WENN sie mit dem BEllen aufhört, ist diese Methode NICHT geeignet, irgendwas an der Emotion (Angst) zu ändern, ausser, dass sie noch größer wird (es kommt die Angst vor dem Schreckreiz und damit vor Dir....) dazu!!


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    Ich wäre euch soooo dankbar wenn ihr mir weiterhelfen könnt...

    Bitte versuche es nicht mit Trainiern, die Dominanz für fast alles verantwortlich machen wollen. Lies so viel es geht über das Thema, z.B.
    "Der Ängstliche Hund" von Nicole Wild
    "Das Aggressionsverhalten des Hundes" von James O`Heare
    "Trau nie einem Fremden" von Patricia McConnell