Beiträge von Shoppy

    Üb mit ihr verstärt, dass sie auf ihren Platz geht (auf Wortsignal) - das muß sie (ohne Klingelablenkung) mit wilder Begeisterung tun. Wenn Ihr das erreicht habt, baut ihr die Klingel als "geh auf Deinen Platz"-Signal auf. Dazu brauchst Du einen Helfer, der auf ein Signal von Dir die Klingel betätigt.
    Zur vorbereitung braucht du viele Leckerchen, einen hungrigen Hund und eine Hausleine. Für die ersten Übungseinheiten sollte der Hund an der Hausleine sein, weil er vielleicht zu aufgeregt sein wird, um auf Dein Wortsignal zu hören. Du nimmst sie dann einfach an der Hausleine mit an ihren Platz.
    Hier der Ablauf: Leckerchen sind in greifbarer Nähe, du sitzt irgendwo rum, Hund an Leine, Leine in Deiner Hand: es klingelt: Du sagst das vorher geübte Signal (z.B. "geh auf Deine Decke") und gehst dann gemeinsam mit ihr dorthin und lobst sie sehr! (Auch wenn sie sehr aufgeregt war, und sie eigentlich nicht mit wollte).
    Dann gehst Du mit Hund an Leine zu Deinem Ausgangsort zurück. ein paar Minuten später klingelt der Helfer wieder (der kommt also NICHT rein!) - der Gleiche Ablauf: Du sagst das Signal und gehst mit dem Hund dahin, wo sie später "von alleine" hingehen soll! Loben, Leckerchen geben!
    Das ganze wiederholt ihr 4-5 Mal, dann ist "Feierabend". WEnn ihr es einrichten könnt, wiederholt ihr solche Sessions 3-5 Mal am Tag. Und weil es ja auch "mal richtig" klingeln könnte, sollte sie fürs nächste immer so eine kleine Hausleine mit sich schleppen. Dann kannst Du sie, wenn es unvorbereitet klingelt, nachdem Du das "geh auf Deine Decke" gesagt hast, zu ebendieser bringen und sie dort anbinden, sofern sie dort noch nicht zuverlässig bleiben kann (das ist ein gesonderter Trainingsschritt).
    Natürlich gibt es auch für "reales" Klingeln eine schöne Belohnung.

    Zum nächsten Schritt im Trainingsplan kannst Du übergehen, wenn Du folgendes feststellst: Der Hund geht zu seiner Decke, wenn es klingelt, obwohl Du noch gar nichts gesagt hat: Superbingo: Superparty mit extragroßer Belohnung!
    Jetzt versucht Ihr das für einige Sessions ohne Hausleinen-Führung (lass sie aber noch dran, falls es mal nicht klappen sollte)! Belohnt das reichlich, denn das ist quasi das Trainingsziel: die Klingel ist das Signal für das Verhalten "auf die Decke gehen"!
    Wenn sie zuverlässig zu ihrer Decke marschiert, wenns klingelt, kann der "Besuch" dann auch endlich mal reinkommen. Dazu muß sie lernen, länger auf der Decke liegen zu bleiben. da macht ihr anfangs auch erst mal ohne Klingelablenkung: belohnt einfach oft, dass sie auf der Decke liegt, und auch da bleibt, wenn Ihr rumlauft, rumalbert, laut redet, rumhüpft (das sollte mit Kindern im Haus ja nicht so schwierig sein. :D ).
    Belohnt auch, wenn sie von sich aus dorthin geht. Geht einfach "bei ihr vorbei", wenn sie auf der Decke liegt und bringt ihr ein Leckerchen mit. Dort auf der Decke zu liegen, muß ein für sie sehr lohnesnswertes Verhalten sein.
    Wenn das dann ganz gut klappt, baut ihr die beiden Dinger zusammen: es klingelt, der Hund geht auf seinen Platz und bleibt dort, bis ihr sagt, dass sie den Besuch begrüßen darf. Dabei sollte das Anfangs eben ziemlich schnell sein, weil sie wahrscheinlich so lange noch nicht durchhalten kann (wenn sie es gar nicht kann, dürft ihr sie mit der hausleine absichern). nach und nach wird die Zeit von "Besuch ist in der Wohnung" bis zu Hund begrüßt Besuch" stückchenweise ausgedeht.

    Nein, das Buch ist nicht nur für Leute gedacht, deren Hund :D schon in den Brunnen gefallen ist.

    die Übungen kann man schon mit dem Welpen anfangen - denn je besser diese Übunen schon gekonnt werden, wenn der Jagdtrieb dann ausbricht, desto leichter hat man es dann: man braucht nur bekanntes wieder aufzufrischen, wohin gegen man, wenn der Hund im Brunnen liegt, man ja erst ganz neu starten und das ganze Programm durcharbeiten muß, ehe man Erfolge sieht.

    Ich kann das Buch als Prophylaxe wirklich sehr empfehlen. Selbst wenn man einen hund ohne Jagdtrieb hat - all die tollen Rückrufübungen, genial. Auch sind die Übungen eine gute und sinnvolle Beschäftigung für Hund und Halter!

    Jeder Trainier hat das Recht (wenn nicht gar die Pflicht) einen Kunden auch mal ablehnen zu dürfen, oder zu empfehlen, den Hund in geeignetere Hände abzugeben.

    Nicht zuletzt geht man damit ja auch rechtliche Verpflichtungen ein, und kann unter Umständen dafür belangt werden, wenn der Hund dann mal jemanden beißt. Alleine deshalb verbietete es sich, irgendwelche Garantieversprechen abzugeben (die man gerne im zusammenhang von HW zu hören bekommt :irre: ).
    Denn man kann einfach nicht garantieren, wie sich ein Tier auch nach intensivem Training in Situation XY verhalten wird. Hinzukommt, dass kein Trainer der Welt garantieren kann, wie sich ein Halter in Situation XY verhält. Was, wenn Halter zwar sagt, er macht Trainingsübung A-G und benutzt Maulkorb, Halti oder was auch immer, aber das dann nicht tut?

    Das fällt garantiert auf den "unfähigen" Trainer zurück! Wenn man dann das Gefühl hat, dass die Halter eben nicht so trainieren, und den Hund so managen, dass es mit recht hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen ist, dass es zu Vorfällen kommt, lehnt man eben die Zusammenarbeit ab.

    Alles andere wäre grob fahrlässig und ausserdem ein großer Haufen Zeitverschwendung. Denn warum sollte man gegen eine Wand reden, wenn man genauso gut Kunden beraten könnte, bei denen man sich darauf verlassen kann, dass sie tun, was man rät.

    Es ist keine Schande, gegebenfalls zu sagen: diesen Fall kann ich aus Grund W nicht annehmen, oder dazu reicht meine kompetenz nicht aus, als das ich dran rumdoktere, und es damit noch schlimmer mache, als es eh schon war.

    Und keinem Kunden ist es verboten, eine zweite Meinung einzuholen. oder eine dritte, oder vierte. Wahrscheinlich muss man das sogar tun. Aber man sollte auf keinen Fall an Trainer geraten, die irgendwas "garantieren"...

    Hallo Kerstin,

    1. das "Clickertraining" ist ja nicht einen Clicker als Marker-Signal gebunden. Du könntest Daher den einen hund auf den clicker, den anderen auf einenPfiff konditionieren.

    2. Zu Anfang solltest du beide sowieso getrennt clickern, damit der Hund auch sicher weiß, dass er jetzt gemeint ist.

    3. Wenn ich mit mehrern Hunden unterwegs bin, hat ein hund "Pause" - kommt er dennoch um sich nach einem Click (den ein anderer Hund bekommen hat) ein Leckerchen abzuholen, bekommt er eben auch eins, denn was "Schlimmes" kann er ja nicht angestellt haben, denn er wahr aufmerksam genug, den Click wahrzunehmen und ihn auf sich zu beziehen.
    Manchmal kann man folgendes machen: der eine Hund macht eine Bleib-Übung, der andere Hund macht irgendwas anderes. Jetzt bekommt der eine Clicks für die Übungen, der andere wird bei jedem click auch belohnt fürs Bleiben.

    Ich habe zwar mehrere Markersignale (Clicker, Zungenschnalzer, das Wort "Ja", ua.) aber die sind jeweils für alle Hunde gleich.

    Das mit dem Zweimal clicken für den einen Hund würde ich nicht machen: woher sollen die Hunde wissen, dass sie jetzt nicht zweimal geclickt wurde??

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    Hi,

    zum Thema "Angst erlernen" wollt ich beisteuern, dass ich so einen Hund kenne: Die Schwester von Napoleon lebt bei bei den Hundeeltern + Besitzer, weil sie keiner abgeholt hat und ist sehr ängstlich. Die Mutter ebenfalls .... Daher denke ich, dass sie die Angst von der Mutter geerbt bzw abgeschaut hat. Napoleon ist zwar kein krasses Gegenteil von ihr, aber viel mutiger und zeigt keine Angstreaktionen in Form von Weglaufen oder Schwanzklemmen und Ducken.

    Man kann das wie gesagt, nicht auseinanderklamüsern (was gelernt und was angeboren ist).
    Was dazu kommt ist folgendes: wenn die Mutter Angst hat, werden in ihrem Körper Streßhormone ausgeschüttet - und die wirken eben auch auf die ungeborenen Welpen), sprich, die kriegen die "chemische Streß-Keule" obwohl sie noch vor gar nichts in der Welt Angst haben können!
    In einer Fernsehsendung (ich glaube es war ein vierteiler von der BBC - ich weiß nicht mehr, leider, wie die hieß) wurden Studien vorgestellt, wie bestimmte Einflüße im Mutterleib sich auf die Kinder auswirken. Man hat herausgefunden, dass Kinder, deren Mütter Streß ausgesetzt waren, später selber deutlich schlechter mit Streß umgehen konnten.

    WEnn Jokers Mutter nicht sehr ängstlich war, kommt dieser Aspekt dann bei ihm glücklicherweise auch noch dazu!

    ich denke mit dem aus dem Spiel rufen bist Du auf der richtigen Spur.

    Mach es einfach noch öfter als bisher, damit er sich erst gar nicht so hochpuschen kann. Mach die "Strafbank" auch recht nett für ihn mit Futter, Kauzeug und Massagen, so daß er dort auch gut entspannen kann. Es hilft nichts, wenn er da gespannt wie eine Feder liegt und nur geiert, bis er wieder losstürzen kann.
    Wir benutzen dazu ein konditioniertes Entspannungssignal und üben auch gerade "entspannen" beim Anblick von anderen Hunden.

    Du kannst sein "schönes" Spiel auch mit einem Wort kommentieren - sag es oft, während er nett spielt und lob und belohn ihn dafür - so kann er das Wort mit seinem Verhalten verknüpfen. DANN hast Du nämlich die Möglichkeit, ihn mit dem konditionierten Entspannungssignal und dem "schön spielen"-Signal zwischen durch immer mal wieder daran "erinnern", dass er vorsichtig spielen soll!

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    Okay... dann heißt das wohl, dass ich mich von meinem Hund ''leiten'' lassen soll, je nachdem ob er Kontakt aufnehmen will oder weggehen will.
    Was mich in dem Buch irritierte ist, dass da steht, dass man immer unter der Angstschwelle arbeiten soll, bei der Desensibilisierung, d.h. ihm dann Leckerlis geben soll (bzw. auf andere Weise ihm ein positives Erlebnis bescheren soll), wenn er noch gar keine Angstreaktion zeigt. Meiner aber zeigt immer eine Reaktion (durch Anstarren), soll ich ihm dann trotzdem Leckerlis geben?

    Unter der Angsschwelle bleiben ist der Idealfall.
    Wenn das nicht geht, auch wenn Du an allen möglichen "Schrauben drehst" (z.B. Dem Joker ein Mützchen, dass die Augen verdeckt, anziehst), dann versuch ihn umzuorientieren (z.B. indem Du einen Fingertouch abfragst, einen Blickkontakt zu Dir, oder einen Vorsitz, was Du dann belohnst).
    Wenn das auch nicht geht, er aber trotz anstarren noch Leckerchen annehmen kann, gibtst Du ihm die Leckerchen und orientierst in DANN um, indem Du einige Schritte rückwärts gehst, bis er sich zu Dir umdreht - das dann auch sofort belohnen!! Denn dann belohnst Du "Abwenden vom bösen Reiz" - und das ist ein gutes Trainingszwischenziel!

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    Der Ridgeback ist ausgesprochen friedlich, aber wohl auch aufgrund seines jungen Alters (7 Monate) extrem aufgedreht und agil und hat immer wieder versucht meinen Joker zum Mitspielen zu animieren. Am Anfang hat meinem das gar nicht gefallen. Er hat sich hinter Blumentöpfen versteckt und die Zähne gefletscht, wenn der andere zu aufdringlich wurde. Er hat auch immer wieder in die Richtung des Rhodesian Ridgebacks geschnappt. Aber es sah nicht so aus, als wollte er ihn wirlklich erwischen.
    Eine Stunde hats gedauert, bis er nicht mal mehr die Zähne fletschte. Eine Weitere Stunde bis er tatsächlich mit ihr völlig ausgelassen rumgetollt ist. War schon wirklich schön anzusehen, dass er endlich jemanden zum Spielen gefunden hatte.


    Da hast Du wieder Glück gehabt, dass nichts passiert ist. Lass doch Deinen Hund das bitte nicht alleine "durchleben". Besser wäre gewesen, dass die beiden sich zwar gesehen hätten, der RR aber Deinen nicht ständig "zum Fletschen" hätte treiben können.
    Mit soclen Situationen gibtst Du Deinem Hund Traingsmöglichkeiten über Trainingsmöglichkeiten für das Verhalten "andere Hund anfletschen"... Kein gutes Trainingsziel!


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    Okay, ich werde ihn also genauso wenig zu Kontaktaufnahmen zwingen, noch ein weiteres mal zu dieser Hundeschule zu gehen.


    Sehr gut! :2thumbs:


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    Ganz so stehts nicht im Buch. Ich dachte halt, dass man eine Emotion nicht wirklich erlernen kann, sondern nur das Verhalten, dass möglicherweise angstbedingt ist.


    Jain.
    Die Emotion "Angst" hat man von Natur aus, je nach Individuum mehr oder weniger stark ausgeprägt. Man "lernt", wovor man Angst hat (einige Auslöser sind ebenfalls angeboren). Und natürlich lernt man auch, wie man mit seiner Angst umgeht. Deshalb ist es ja für Hunde so wichtig, in der Sozialisierungsphase möglichst viele positive Assoziationen zu allen möglichen Menschen, Hunden, Dingen, Situationen zu knüpfen - denn alles, was Hund in der Zeit lernt, wird als "bekannt" abgespeichert, und vor bekannten Dingen muß man ja keine Angst haben. DAs Hat Frau Natur so eingerichtet, weil "Hund/Wolf" in diesem Zeitraum höchstwahrscheinlich ausser seinem Rudel nichts weiter kennenlertn, also lernt er "Rudelmitglieder - super / alles andere potentiell gefährlich!" Günstigerweise schließt sich an die Sozialisationsphase eine Angstphase an - genau in der Zeit, wo Wildcanide eben nun mal so weit ist, auf gefährliche Mitgeschöpfe stoßen zu können.


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    In dem Buch von Nicole Wilde steht aber auch, dass Flooding durchaus erfolgreich sein KANN, man aber natürlich auch viel kaputt machen kann. Und diese Methode nur unter Anleitung eines kompetenten Hundetrainers angewendet werden sollte.
    Ich dachte eben, dass Flooding vielleicht bei einem jungen Hund, bei dem die Angst noch nicht so fest sitzt, auch zum Erfolg führen könnte.
    Wenn eine Angst innerhalb von 12 Wochen aufgebaut wurde, kann es doch gar nicht sein, dass es Monate oder Jahre dauert, diese wieder abzubauen?! (Wie gesagt, dachte ich ;-)

    Leider ist es aber so, dass man mit den paar Wochen lebenserfahrung eben noch davon fast keine gemacht haben kann - er hat nichts zum vergleichen! Er hat einige wenige Eindrücke, und davon war bis jetzt ein großer Anteil für ihn beängstigend. Du mußt also eine viel größere Anzahl von positiven Eindrücken daGEGEN (Gegenkonditionieren...) setzen, um seine Einstellung zu diesen ersten, nicht so netten Eindrücken zu verändern.
    Flooding hat die gruselige Nebenwirkung, dass oft eben NICHT desensibilisiert wird, sondern das Gegenteil: der Hund wird noch mehr sensibilisiert...


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    Wäre vielleicht eine lange Leine hilfreich? Das wär meiner Meinung nach ein guter Kompromiss aus meiner Kontrolle über ihn und seiner eigenen Entscheidung, wie weit er gehen möchte.


    Innerhalb von kontrollierten Situationen (also bei Zusammenkünften mit extra dazu ausgewählten extrem gut sozialisierten, nicht reaktiven Hunden) vielleicht. Du mußt eine Balance finden zwischen "Sicherheit geben" und "Eigenständigkeit fördern". Ich würde zunächst dazu tendieren, dass Du versuchst, Situationen herzustellen, wo Dein Hund ausweichen kann und der andere Hund Deinen keinesfalls bedrängen kann. Also entweder sind dazu beide Hunde an Leinen. Oder die beiden sind durch einen Zaun getrennt.


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    Na gut, es wird wohl wirklich so sein, dass er Angst hat und nicht nur ein bestimmtes Verhalten erlernt hat. Ich wollte das nicht glauben, weil ich nicht verstehe, warum. Meine einzige Erklärung war es, dass er das Verhalten von einem anderen Hund aus seinem Rudel erlernt hat...


    "Angst zu haben" ist aus sicht der Evolution betrachtet, von Vorteil. zu Mutige Tiere überleben das erste Zusammentreffen mit einem großen Braunen zotteligen Tier vielleicht nicht. Deshalb ist "Angst" nicht "ausrottbar" - ohne geht nicht! Es ist eben verschieden, wieviel man zugewürfelt bekommen hat.
    Ausserdem gilt nicht "entweder Natur" oder "Lernen" - die der Einfluß beider zusammen "machen" den Charakter.
    Die schllechte Nachricht: An dem "Natur-Teil" der Gleichung kannst Du nichts ändern, der ist fertig, seid "raus ist" welche Gene dort sich wie in Deinem Hund "versammelt" haben.
    Die Gute: an dem "Lernen"-Part kannst Du ganz viel tun ("leider" beinhaltet das, dass Du auch ganz viel selber lernen mußt :roll: ) damit Du die richtigen Sachen auf die richtige Art und Weise mit Deinem Hund üben kannst.

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    Aber solange mein Hund Rückzugsmöglichkeiten hat, wird doch der Kontakt zu jedem Hund eine positive Erfahrung, wenn die Begenung nicht gerade in einer ernsten Rauferei endet.

    Nicht wirklich, "keine schlecht" ist nicht wirklich ein "sehr gute" - Noch mal der vergleich mit einem Bankkonto: Jokers "andere Hunde"-Kontostand ist momentan bei etwa - 15.000 Gummiepunkten - da solltest Du unbedingt drauf achten, dass erstmal auf keinen Fall weiter Minusbeträge (= Schlechte Erlebnisse mit anderen Hunden) "eingezahlt" werden. Und "keine schlechte" bringen bringen eben nur ich sach mal 5 Plus-Punkte. Da müßtest Du ziemlich viele "nich so schlechte" Erlebnisse einzahlen, um überhaupt irgendwelche Veränderungen zu sehen. Wenn Du aber dafür sorgst (mit dem richtigen Training, dem richtigen Trainer und den richtigen anderen Hunden) dass pro Einzahlung 150 Punkte auf Jokers Konto landen, wird das ganze VIEL schneller vorwärts gehen!


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    Nein, aber es gibt genug Leute, die solche Methoden befürworten (leider), weil man einfach schnellere Erfolge erzielt...

    Dooferweise sind diese "schnellen Erfolge" aber nur sehr kurzlebige Erfolge...


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    Okay, das Dynamische Duo wird wohl die beste Methode sein ^^

    DAS hört sich gut an!!


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    Ist es dann eine positive Erfahurng, wenn er kleinere Hunde trifft und sich nicht gezwungen fühlt zu knurren, bellen, zwicken? Denn wenn er zwar den Schwanz eingezogen hat, aber nicht offensiv vorgeht, gehe ich immer davon aus, dass es ihm Recht ist, dem anderen Hund zu begegnen.


    Ja, zum Beispiel! Toll wäre es in so einem Fall, wenn Du und der andere Besitzer Euch absprechen könntet, dass ihr beide Hunde einfach auch ab und zu mal abruft - und ihnen so einen "verschnaufpause" bietet. Das ist auch hilfreich, weil man so gut dafür sorgen kann, dass sie Aufregung nicht so übermäßig aufbauen kan und dass die Hunde sich zwischendurch wieder entspannen können.
    Dazu ist es sehr hilfreich, wenn man die Körpersprache seinen Hundes gut lesen kann - dann sieht man, wenn es langsam zu viel wird und kann frühzeitig eingreifen. Ausserdem kannst Du so auch noch "anderer Hund" mit "Lecker Essen" kombinieren!
    Vielleicht findest Du ja drei/vier kleine Hunde, mit denen ihr das gut üben könnt, und dann suchst Du nach einiger Zeit nette andere Hunde aus, mit denen ihr dann weiter üben könnt.


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    Dann werde ich ihm auch bei der Welpenspielgruppe (zu der er heute das letzte mal darf) eine Rückzugsmöglichkeit bieten.


    Sprich doch da mal mit den Trainern. Sag denen, dass Du den Eindruck hast, dass das Spielen mit kleinen und oder jüngeren Hunden für deinen Joker gut wäre, weil er vor denen keine Angst hat: Frag, ob Du einfach in der nächsten Welpengruppe noch mal mit machen darfst, obwohl er vielleicht ja schon zu alt für die Welpengruppe ist. Aber in eine Gruppe mit "wüsten" Junghundrüpeln pass er einfach nicht rein!
    Frag auch, ob die Trainer nette kleine Hunde kennen, und ob sie Spieltreffen mit diesen arrangieren könnten!


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    Noch n paar weitere Fragen:

    Als ich gestern mit ihm spazieren war, hat er aus etwa 50m Entfernung ein großen Stapel Holz, der mit einer Plane abgedeckt war, gesehen. Er hat ziemlich stark gebellt, ist aber auf diesen Stapel mit erhobenen Schwanz zugerannt. (Wo er dann, angekommen, gemerkt hat, dass keine Gefahr droht) Nach einer Angstreaktion sah mir das also nicht aus.
    Änhlich verhielt er sich, als er eine Schafherde gesehen hat. Er ist genauso mit erhobenem Schwanz nach vorne geprescht und hatte sein komplettes Rückenfell hochgesterzt.


    hört sich so an, als wollte er beides verteiben. Über die Gründe könnte man nur mutmaßen. Beobachte einfach ob er das bei anderen neuen Sachen auch so macht, und wie er im Allgemeinen auf neue Situationen reagiert.


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    Würde er eigentlich die Hunde aus seinem alten Rudel wiedererkennen? Da er ja mit seinen Geschwistern gerne gespielt hat, wollte ich für ein weiteres positives Erlebnis sorgen und die Züchterin eventuell noch mal besuchen


    Ja, vielleicht könnt Ihr ein Welpen-Treffen machen. Wahrscheinlich würde er sie wiedererkennen. Aber da er ja nicht mehr wohnt, würde das trotzdem als "gutes Erlebnis" (so es eins wird) auf sein Konto eingezahlt werden!