Beiträge von Shoppy

    Mein Hund kriegt bei heftigen Regenschauern (wenn es dazu auch noch kalt ist) einen Mantel an - ansonsten würde er auch keinen Schritt für die Tür tun.

    Ich brech mir da keinen Zacken aus der Krone und höre mir dann auch dumme Kommentare von wegen verwöhntem Hundchen an - von leuten, die über dem Unterhemd ein T-Shirt tragen, umhüllt von einem dicken Fleece-Pullie unter einer Riesen-Regenjacke und "behütet" mit einem REgenschirm von 2 Meter Durchmesser... Ich frag die Menschen dann, ob sie sich bitte ebenfalls ausziehen würden, um im Regenschauer draussen ihr Geschäft zu erledigen - die haben nämlich auch nur unwesentlich weniger Haare am Körper als mein Hund...

    Supi,

    das mit dem Umlenken in ein anderes Verhalten wird ja immer besser funktionieren, desto mehr du mit ihm arbeiten kannst.

    Du kannst ja auch probieren, ob es an der ART der Kontaktaufnahme liegt.
    Noch eine Idee, oder sogar zwei: manchmal kommen auch mehrere Faktoren zusammen - z.B. der leckere Duft einer Hündin (für manche rüden muß die nicht mal heiß sein) und Berührung (besonders wenn man auf der Brust oder an der Schwanzwurzel "rubbelt") - meiner hat gelegentlich so "Anflüge", wenn er was extrem leckeres gegessen hat... Liebe geht eben durch den Magen :D

    Je nach Größe (körperlich und Selbstvertrauen) wirst DU ganz schön dumm schauen.

    Les' neuere Studien, bleib nicht auf Wissen der 40er Jahre des LETZTEN Jahrhunderts stehen!

    Wieso aujf Konfrontation gehen, wenn der Mensch doch angeblich das dominantere, überlegene Wesen der Partnerschaft ist, warum sollt er es dann nötig haben, derartige Methoden anzuwenden?

    Also ich benutze mein Hirn, nicht meinen Arm...

    Zitat

    EDIT:
    Vor allem fiele dann ja auch das üben flach. Ich clickere sie, um ihr ein bisschen Manieren beizubringen, erzogen (was Leinenführigkeit etc. angeht) ist sie nämlich ganz und gar nicht. Das klappt halt prima bei so einem Fressie.
    Wenn der Maulkorb sie wirklich von der Stadtreinigung abhält, was mach ich dann?


    Super! Du clickerst :roll: !!

    Vielleicht wird sie läufig - da fällt den Damen manchmal so was ein - oder hat Du das Problem schon länger?

    Was ich versuchen würde, ist ein Alternativverhalten zu trainieren.
    Du hast in dem einen Beitrag geschrieben, dass sie mehrfach zum "Klogang" angesetzt hat, dann aber wegen Futterduft abgebrochen hat. Da könntest Du z.B. ansetzten: nix passiert, bis Pipi und Häufchen gemacht sind. Du suchst den Ort aus, und da wird gemacht! Bis nichst passiert ist, wird dort rumgstanden und sich die Beine in den Bauch gelangweilt. Wenn sie fertig ist, lobst und belohnst Du sie und beschäftigst sie auf dem restlichen Spatziergang mit "nicht-Fress-kompatiblen" Sachen.

    Es hilft auch, wenn man seine eigene Ekelgrenze etwas toleranter gestaltet - ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Hunde die schlimmsten Staubsauger sind, deren Halter sich am schlimmsten über Staubsaugerverhalten aufregen und dieses um jeden Preis verhindern wollen. Ich hatte sehr lange zeit eine Welpette in Pflege - die war der Weltbeste Stuabsauger - mit ihren 12 Wochen. Ansonsten war an Erziehung NICHTS weiter nennenswertes passiert ausser, "auf sie mit gebrüll, wenn sie nur schon an irgendwas riecht" - so hat man eins jedenfalls ganz toll mit ihr geübt: wenn Du was interessantes riechst, friß es schnell auf, denn Dein Mensch will es Dir wegnehmen.

    Ich habe dann erst mal Strecken ausgewählt, wo sie nichts gefährliches aufschnorcheln konnte, und dann alles Schnorchelverhalten ignoriert. In Erwartung das ich irgendwie reagieren würde, hat sie Tempotücher, morsche Äste, Kuhfladen, Pferdeäpfel und weiß der Geier was von der Straße und aus dem Graben gereinigt. Und sich nach einer Weile gewundert, dass gar nichts mehr passierte. Dann hat sie angefangen, mit die Tempos und son zeug hinterher zu tragen... Weiterhin keine Reaktion von mir - ich habe (fast) wahllos alles geclickert, was nicht "Zeug aufstaubsaugen" war. Und innerhalb von ca. 2-3 Wochen war Müllschlucken irgendwie uninteressant geworden.
    Bei mir gabs Futter für Fuß gehen, an lockerer Leine gehen, durch meine Beine weben, Sitzen, liegen, Shoppy anschauen, Rolle, Tanzen, Rückwärts gehen.... danit war sie so beschäftig und auch noch "gesättigt", dass sie das nicht mehr brauchte.
    Gut sind auch "Leckerchen aus der Wiese saugen" - man werfe eine Handvoll Leckerchen auf eine Wiese und schicke hund zum "Ernten" - das ist anstrengende nasenarbeit für die Hunde, und danach muß die Nase erst Pause machen :D

    Nasenarbeit geht auch ohne viel Bewegung, z.B. bei Geruchsunterscheidung oder dem "Hütchenspiel" (da muß der Hund erschnüfflen, unter welchem "Hütchen" das Leckerli (oder was anderes duftendes) liegt.

    Fast ohne Bewegung geht: Erlernen von Körperteilen, z.B. Nase, Kinn, Schulter, Schwanz, Po, Zähne. Das ist vor allem für Dich auch noch praktisch, wenn er sich jetzt oft vom Tierarzt untersuchen lassen muß, dann kannst Du nämlich sagen, welchen Körperteil er jetzt "hinhalten" muß.
    "Kinn" ist für meinen Hund z.B. das Signal, seinen Kopf in meine Hand abzulegen - ich stell ihn gerne so zur Untersuchung hin, weil er so nämlich total ruhig stehen bleibt, und nicht auf dem Untersuchungstisch rumtanzt.
    (Fast) Alle diese Signale sind bei und Targetübungen, sprich, der Hund berührt mit dem entsprechenden Körperteil eine ausgestreckte Hand. Die einfachste Übung ist das in einem vorherigen Beispiel schon angesprochene "Hundenase-berührt-Menschenhand" (ich nenn das Fingertouch) - wenn Dein hund den kann, kannst Du ihn wunderbar "an der Nase herumführen" - im wahrsten Sinn des Wortes! und braucht nicht an der Leine "zu führen" (nämlich oft: ziehen).

    Nutz die Gegenheit - und übe "Bleib" in allen möglichen Stellungen!

    google auch mal Tellington Bodenarbeit - da geht es um langsames, ruhiges "Schreiten" über oder um "Bodenhindernisse" herum, wie auf den Boden gelegte Stangen. Da geht es nicht um Springen oder schnelle Richtungswechels, sondern darum dem Hund beizubringen, all seine vier Füße bewußt zu setzen (die meisten Hunde wissen NICHT automatisch, wo sie mit ihren hinterpfoten hintreten...)

    Grundsätzlich würde ich ja "Schwimmen" denken, dazu braucht man aber entsprechende Örtlichkeiten. Vielleicht hat ja ein Bekannter einen Pool, den ihr eine Weile als HundeReHa-Badeanstalt nutzen dürft...

    Du kannst auch versuchen, dem Hund "rechnen" beizubringen, oder die Farb-unterscheidung oder Symbol unterscheidung, das ist aber schon hohe Kunst.

    Versuchs mit Clickertraining, da kann man fast alles mit lehren ausser "Nicht" :D

    Mach Dir keine Gedanken darüber, wer Ranghöher ist oder wer nicht - das ist nur Zeitverschwendung, und lenkt vom eigentlichen Thema ab.

    Überlegt Euch, was genau das Problemverhalten ist, wie Mensch eigentlich möchte, dass sich Hund verhalten soll, und dann trainiert ihr ein Verhalten - und nicht ein "nichtverhalten" das geht nämlich nicht. auch ein "Rang" kann man nicht trainieren, dass ist nämlich ein Zustand und kein Verhalten!

    Was man da trainieren kann:

    1. perfekter Rückruf für beide!
    2. perfektes "Bleib" für beide!
    3. perfektes "geh in deinen Korb" für beide, wobei die Körbe so aufgestellt werden sollten, dass sie räumlich getrennt sind - verschiedene Zimmer, oder zumindest so, dass sie sich von dort aus nicht sehen können - Zimmerkennel sind hier auch eine gute Idee...
    4. konditioniertes entspannungssignal für beide
    5. Viele, viele, viele weitere Sachen, nützlich wie "überflüssig" wie z.B. Fingertouches (nützlich), Tricks - denn je mehr die Herren Hunde beschäftigt werden und "vernünftiges" Zeug lernen, desto weniger Zeit haben sie, sich in beissereien zu verstricken, und desto besser kann man sie, falls sie zu einem Gerangel ansetzen, auseinander rufen und mit Alternativverhalten von der Eskalation der Aggression abhalten.

    Frage: beissen sie sich, wenn Deine Freundin dabei ist, oder wenn die Nasen alleine sind? Wenn sie nämlich da ist, ist sie involviert und man kann leichter dran arbeiten. Kloppen sie sich, wenn sie alleine sind, müssen sie getrennt werden wann immer niemand einschreiten kann - denn dann geht es nicht mal Ansatzweise um Deine Freundin - und dann läßt sich u.U. gar nichts durch Training erreichen.

    Zitat


    Kannst Du mir über solch ein Signal etwas mehr sagen bzw. eines nennen?

    Sagst du das Nein, wenn er Dich anrammelt oder wenn er an den anderen Hunden schnuppert?

    Ich würde in beiden Situationen nicht mit "Nein" arbeiten, sondern eine konkrete andere Aufgabe abfragen - aber wenn er an dem anderen Hund riecht, würde ich auch nur abrufen, wenn der andere "sagt", dass jetzt genug gerochen worden sei und Herr Husky trotzdem noch weiterrüsselt.

    Die Huskys die ich kennen haben alle eine sehr coole Körpersprache - ich finde es nicht leicht, etwas über deren jeweiligen Erregungszustand was sagen zu können (ausser beim Spielen - da sieht man schon sehr genau, wenn sie einen Kasperanfall bekommen) - deshalb meine Frage: IST er wirklich nicht aufregt, oder sieht er einfach immer nur cool aus?

    Vielleicht mag er einfach den Körperkontakt nicht, und das ist seine Abwehrstrategie - ich kann mir gut vorstellen, dass das gut funktioniert hat, in seinem bisherigen Leben...