Es geht nicht um den CLICKER als Hilfsmittel, es geht um ClickerTRAINING und das ist kein Training mit Hilfsmittel, sondern das Anwenden von positiver Bestärkung unter zuhilfenahme eines Markersignals.
"NEIN" ist im besten Fall ein nett aufgebautes Unterbrechungssignal, in den meisten Fällen ist es ein negativmarker, und der hat beim cloickertraining nichts zu suchen.
Clickertraining zieht seine Stärke daraus, dass der Hund Verhalten anbietet, und wir das richtige "raus clickern".
Hunde, die damit rechnen, wenn auch nur gelegetnlich" aversiven Reizen ausgesetzt zu werden, bieten eben NICHT mehr frisch fromm fröhlich frei Verhalten an, denn Strafen unterdrücken Verhalten, so sind sie nämlich definiert.
Strafen unterdrücken Verhalten - und (das ist wissenschaftlich so gründlich erforscht, wie sonst fast nichts auf der Welt) nicht nur das Verhalten, das man bestraft hat, sondern das Verhaltensrepertoir insgesamt.
Da man nur Verhalten bestärken und Formen kann, das angeboten wird, sägt man sich mit Strafen im Clickertraining, den Ast ab, auf dem man sitzt!
Genau das ist der Grund, warum Leute, die mal eben auf den Clickerzug augesprungen sind, damit sie in ihrer Hundeschule "Clickertraining" dranschreiben können, und aber diese wichtigen Grundlagen nicht beachten, keinen nennenswerten Unterschied zwischen einem positiven Markersignal und einem "Fein" feststellen können. Sie NUTZEN den Clicker eben wie ein "Fein" und nicht als das Kommunikationsmittel, das es ist.