Beiträge von Shoppy

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    Shoppy,
    vielen Dank.
    Kannst du mir ein gutes Buch zum Clickertraining empfehlen?

    hm... Wie gut ist Dein Englisch?

    Mein Lieblingsclickerbuch ist "Click for Joy" von Melissa Alexander. Da sind so ziemlich alle Fragen, die man über das Clickertraining ahben kann beantwortet. Allerdings ist es daher (es ist wirklich quasie ein Frage und Antwortbuch) auch nicht zum "Nachclickern" geeignet.
    Dafür würde ich "clicking with your dog" von Peggy Tillman empfehlen.
    Von den Deutschen finde ich das von Martin Pietralla ganz gut, wenn man von dem zeimlich wallenden Schreibstil man absieht, der arg gewöhnungsbedürftig ist. Auch die Bücher von Birgit Laser sind sehr empfehlenswert.

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    Aber ich persönlich finde Begriffe wie "Mobbing" etwas na ja, "daneben". Kein Tier mobbt ein anderes Tier bewusst und grundlos.


    Natürlich tun sie das, das macht nämlich Spaß!


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    Alles was ein Hund tut, wird von seinen Trieben gesteuert oder ist anerzogen. Alles was er tut, tut er, um an sein Triebziel zu kommen. Auch das anerlernte, da ist dann das Ziel "ich will Leckerchen".

    Ui, echt???
    Na, dann kann die derzeitige Verhaltensforschung ja ihre Ergebnisse einpacken und sich wieder ins letzte Jahrtausend begeben!

    Man kann alles clicken, was nicht "ins Target beißen ist, sprich:

    Target anschauen
    sich in Richtung Target bewegen
    auf den Target treten
    dem sich bewegenden Target folgen

    das alles bevorzugt, wenn die Hundeschnute geschlossen ist :p , mit geschlossenem Mund beißt sich nämlich recht schlecht :D

    Es gibt aber Hunde, die haben nun quasie fast immer die Schnautze offen, bei denen muß man einfach nur clicken, BEVOR sie den direkten Kontakt mit dem Target herstellen.
    Denn den (Kontakt) braucht man je genau genommen auch gar nicht, denn der Target ist ja auch nur ein Hilfsmittel um damit andere Verhalten zu formen, z.B. um zu lehren, in einer bestimmten Position "Fuß" zu gehen, oder dem Target zu folgen und auf etwas drauf zu springen. Der Target ist quasie der verlängerte Arm, der dem Hund zeigen soll, wohin er sich bewegen sollte. Dazu muß sie Hundenase nicht am Target kleben, es reicht, wenn sie der Richtung des Targets folgt.

    Es geht nicht um den CLICKER als Hilfsmittel, es geht um ClickerTRAINING und das ist kein Training mit Hilfsmittel, sondern das Anwenden von positiver Bestärkung unter zuhilfenahme eines Markersignals.

    "NEIN" ist im besten Fall ein nett aufgebautes Unterbrechungssignal, in den meisten Fällen ist es ein negativmarker, und der hat beim cloickertraining nichts zu suchen.

    Clickertraining zieht seine Stärke daraus, dass der Hund Verhalten anbietet, und wir das richtige "raus clickern".
    Hunde, die damit rechnen, wenn auch nur gelegetnlich" aversiven Reizen ausgesetzt zu werden, bieten eben NICHT mehr frisch fromm fröhlich frei Verhalten an, denn Strafen unterdrücken Verhalten, so sind sie nämlich definiert.

    Strafen unterdrücken Verhalten - und (das ist wissenschaftlich so gründlich erforscht, wie sonst fast nichts auf der Welt) nicht nur das Verhalten, das man bestraft hat, sondern das Verhaltensrepertoir insgesamt.
    Da man nur Verhalten bestärken und Formen kann, das angeboten wird, sägt man sich mit Strafen im Clickertraining, den Ast ab, auf dem man sitzt!
    Genau das ist der Grund, warum Leute, die mal eben auf den Clickerzug augesprungen sind, damit sie in ihrer Hundeschule "Clickertraining" dranschreiben können, und aber diese wichtigen Grundlagen nicht beachten, keinen nennenswerten Unterschied zwischen einem positiven Markersignal und einem "Fein" feststellen können. Sie NUTZEN den Clicker eben wie ein "Fein" und nicht als das Kommunikationsmittel, das es ist.

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    Jetzt mal ernsthaft:

    wenn er zubeisst, scharfes "Nein" und "Aus" und ihm ggf. die Beute entwinden.
    Ignorieren ist da eher ne Bestätigung, kein Wunder, dass er das nochmal gemacht hat.

    gibt doch auch so lange Joghurthlöffel aus Edelstahl, hast du sowas im Küchenschrank?


    "Scharfes" hat im Clickertraining NICHTS verloren. Es geht darum, dass hunde Verhalten JEDES Verhalten anbieten dürfen, und Menschen ihr angeblich so verdammt großes Gehirn einschalten und den Clicker so benutzen, dass das Verhalten so geformt wird wie sie es möchten.
    Wenn ein hund in ein Target beißt, liegt das daran, dass genau das geclickt wurde. Das kann man ganz leicht ändern, in dem man a) das beißen nicht mehr clickt und be, was anderes clickt.

    Hallo,

    es gibt auch komplett ungefüttete, oder eben welche, wo man das Futter rausknöpfen kann. Schnapp dir den Wauzel, nimm ihn mit in den Zoofachladen Deines Vertrauens, und lass ihn da was anprobieren.
    Manche hunde finden Mäntel übrigens so furchtbar, dass sie darin nicht gehen, Pipimachen oder Haufen machen können :p

    wemm er nicht auch sehr friert, reicht ein einfaches Ding, das den Rücken bedeckt und Wasserfest ist, es muß nicht den ganzen Bauch oder auch noch die Beine bedecken. Als Crispel noch Welpe war, habe ich so ein Ding, mit rausknöpfbaren Teddyfutter für 9,99 beim Fr****pf gekauft.

    Zum "im Dunklen"-Problem:
    Ich würde so los gehen, dass es noch hell ist - und dann im Dunkelwerden den Weg nach Hause antreten.
    Das macht m.M.n. Sinn, weil er so die Verknüpfung "es wird zwar dunkel, haber wie gehen nach Hause - in Sicheheit" machen kann.
    Morgend könnte man, sofern man freie Zeitwahl hat, evtl so losgehen, dass es schon heller wird.
    Ansonsten ist es was völlig natürliches, sich im Dunkeln nicht so sicher zu fühlen, wie im Hellen. Vielleicht steckt der Hund einfach in einer "Angstphase" und nicht in einer Rüpelphase.

    Pam Dennison vergleicht Angstphasen mit dem Zustand eines schwachen Imunsystems: wenn man weiß, man hat ein schwaches Immunsystem, reist man nicht in ein Malariagebiet. Übertragen auf die Angstphase: man setzt das Tier nicht auf Teufel komm raus einem "'Infektionsherd" aus, sondern meidet diesen weitgehend, bis das Immunsystem wieder da ist.
    Ich finde, das ist ein toller Vergleich, der auch überhaupt nicht hinkt.
    Denn wenn man den Hund "zwingt" sich seiner Angst immer wieder auszusetzen, man aber nichts dafür tut, dass er diese Angst bewältigen und überwinden kann (gemeinhin bekommt man den Rat: Ignorier die Angst, sonst bestärkst Du sie nur - was, neben bei Blödsinn ist..) DANN sorgt man ganz automatisch dafür, dass er das blöde "ich hab Angst im Dunkeln"-Gefühl noch mit ganz anderen Dingen - z.B. seinem Menschen verknüpft. Monate später wundert man sich dann, dass der Hund "Plötzlich" Angst vor einem hat...
    Das sind die Nebenweirkungen von Aversiven Reizen - und Angst ist nu ma einer!