Beiträge von Shoppy

    Wnn man schon mal nicht Pavlov von Skinner unterscheiden kann!

    Pavlov ist der mit den Hunden, die sabbern (= sehr glücklich sind, weils gleich Essen gibt), wenn die Glocke läutet.

    Skinner ist der mit den Ratten, die sich durch schwierige Labyrinthe arbeiten und in Akkordarbeit auf Pedale drücken, um sich zu ernähren.

    Ersterer erforschte KLASSISCHE Konditionierung letzterer Operante Konditionierung - und da Frau Krüger auf letzterer Herumreitet, sollte sie da wenigstens den richtigen "Gegner" ansprechen.

    Obwohl sogar das totaler Blödsinn ist, wie Nina Scherbenstern schon erläutert hat, folgen sebst Frau Krügers Methoden den von Herrn Skiner erforschten Lerngesetzen, genau wie Clickertraining. Damit "Funktionieren" eben auch beide - nur: Pavlow sitzt IMMER auf unserer Schulter (Bob Bailey) - Frau Krüger konditioniert mit den beiden Quadranten Positive Bestrafung und negative Bestärkung, Clickertraining konditioniert über Positive Bestärkung, negative Bestärkungn und Extinktion. DA Klassische Konditionierung IMMER Stattfindet - da kann FRau Krüger machen was sie will, Verknüpfen Hunde eben immer mit, ob sie Sachen ehr "schön" oder "doof" gefunden haben beim Lernen.

    Ich für meinen Teil finde es zu gefährlich, meinem hund die Möglichkeit zu geben, etwas doofes mit meinem Training zu verknüpfen, und daher vermeide ich Positive Bestrafung/negative BEstärkung soweit es mir bei meinem derzeitigen Wissenstand möglich ist.

    Und nebenbei bemerkt: Füttern muß ich meinen Hund sowieso, sonst verhungert das Tierchen nämlich - angeknurrt werden braucht mein Hund aber nicht zur Lebenserhaltung, desshalb finde ich "dann fällt das lästige Leckerchenreinstopfen endlich weg" so was von Blödsinnig.

    komisch, dass man so selten Sachen hört wie (und das bezieht sich jetzt ausdrücklich nicht(nur) auf A.Krüger), "dann brauche ich ihn endlich nicht mehr anzubrüllen" - "muß ihn endlich nicht mehr anknurren/schütteln, auf den Rücken werfen....."

    Füttern ist lästig, Psychische oder noch schlimmer, körperliche Gewalt aber nicht???

    Hunde sind Kontextlerner, dass heißt, wenn sie auf dem Hundeplatz gelernt ahben, dass 1+1 = 2 ist, wissen sie noch lange nicht, dass auf der Meierstrasse 1+1 ebenfalls 2 ist und genauso auf dem Spielplatz, auf dem Waldweg, auf der Hauptstraße, neben dem Kindergarten, auf dem Radweg oder mitten auf der Wiese.

    Dein Hund muß das erst an vielen (20-30) verschiedenen Orten von GELERNT haben, damit sie anfangen kann, das gelernte zu generalisieren.

    Und wenn sie gelernt hat, dass 1+1 an den verschiedenstens Orten immer = 2 ist, heißt das noch lange nicht, dass sie weiß, dass das auch immer noch gilt, wenn auf der Wiese noch ein anderer Hund ist, eine Katze mitten auf dem Bürgersteig der Meierstraße sitzt, ein Kind aus dem Kindergarten gerannt kommt, oder ein Skateboardfahrer über den Radweg sausst. Ablenkungen müssen ebenfalls generalisiert werden.


    Disks und ähnliche "Hilfsmittel" sind Schreckreize, die m.M.n. nichts in der Hundeerziehung zu suchen haben - denn die eintretenden Nebenwirkungen richten einfach zu großen Schaden an der Beziehung Mensch - Hund an.

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    Nun warum haben eigentlich alle Hunde, die vor ihrem Halter laufen ein Dominanzproblem?

    Weil:

    "Wenn über eine dumme Sache endlich Gras gewachsen ist, kommt sicher ein Kamel gelaufen, das alles wieder runterfrisst" Erich Kästner.

    Wenn ein Traineir immer noch irgend Dominanzegelaber von sich geben muß, heißt das für micht nur, dass derjeniger auf dem Wissenstand von vor 20 Jahren ist, und die Traingsmethoden zumindeste stark angezeifelt werden sollten.

    in dem Konkreten Fall mit der Historie würde ich konkreat am Problem (das im Detail bekannt ist) arbeiten, und nicht den Umweg über beide Polkappen (Dominanztheorie) gehen...

    Huhu Murmelchen,

    also ich weiß nicht genau warum, aber Das Fragen-Problem hat für mich ein wenig "Trennungsangst"-Charakter - jedenfalls in der Art wie ich versuchen würde daran zu arbeiten.

    Ich würde ein Signal einführen, dass die Bedeutung hat "ich bin für Dich jetzt nicht erreichbar, mach Dein Eigenes Ding".
    Ich bin gerade dabei, einem regelmäßigen Gasthund ein "Schluß"-Signal beizubringen, weil sie mir ewig vor den Füßen rumrennt und arbeiten will, wenn ich gerade veruche, was mit einem anderen Hund zu machen.

    Ich mach es so, dass ich "Schluß" sage, wenn ihre "Clickerzeit" um ist und ein anderer Hund dran ist - und sie wird dann nicht mehr beachtet.
    Als ich angefangen habe "Schluß" einzuführen, habe ich sie sogar ein paar mal dafür geclickt, wenn sie nach dem "Schluß" dann irgendwann endlich weggegangen ist.... Natürlich hatte ich sie dann sofort wieder "bei fuß" aber mittlerweile (ungefähr 8 Spatziergänge später) hat sie es so eingermaßen verstanden. Alternativ drehe ich mich nach demn "Schluß" von ihr weg, und oder clickere irgendwas mit einem anderen Hund, wobai das was sein muß, wo sie weder mir, noch dem anderen Hund im Weg steht (bzw. wo es egal ist, DASS sie uns im Weg steht... :p ).

    In Peppers Fall würde ich ebenfalls erst mal so ein "Schluß"-Signal einführen, sie danach ignorieren, und dann die ERSTE Tätigkeit, die sie danach slbstständig macht, belohnen / evtl. mußt Du bei so einem blitzmerker darauf achten, dass es nicht immer das selbe ist, was sie dann als erstes macht :D

    Ich würde das drinnen anfangen, weil ihr da ja nichts schlimmes passieren kann, wenn Du sie komplett ignorierst.

    Wenn Du das "Schluß" draussen anfängst, würde ich mich auch anfangs wegdrehen, mich mit Lee beschäftigen, oder "Wolkenlese" betreiben.

    Emmy ist mittlerweile so weit, dass sie sich umdreht und weggeht, wenn sie "Schluß" hört - was ich gelegentlich wiederhole, wenn sie erwartungsfreudig auf mich zu läuft, weil sie noch mal nachfragt, ob "Schluß" jetzt nicht doch endlich zu Ende sei (JRT sind schnell UND hartnäckig :roll: )


    Ergänzung:

    Dazu würde ichb ein ganz konkretes "Treff eine eigene Entscheidung und tu, was Du für richtig hälst" signal einführen.
    Dazu würde ich Kreativitätsspielchen (z.B. 100 dinge die man mit einer Box machen kann) spielen und nur "neue" Sachen clickern, also Verhalten, die sie noch nicht gezeigt hat. Diese Spielchen leitest Du IMMER mit einem bestimmten "Jetzt kreativ sein"-Signal ein. Wenn sie das in dem "Spiel"-Kontext verstanden hat, kannst Du sie in den Situationen, in denen Du möchtest, dass sie entscheidungen trifft konkret mit dem ""Sei kreativ"-Signal dazu auffordern.

    Betrachte das mal aus der "Stundenlohn"-Richtung:

    Wenn ich eine Gruppenstunde mit sagen wir mal 6 Teilnehmern habe und von jedem 7 Euro pro Stunde bekomme, habe ich nach Adam Riese 42 Euro Stundenlohn.

    Damit sich das geben von Einzelstunden überhaupt lohnt MÜSSEN die eben einen angemessenen Stundenlohn erwirtschaften.

    Ausserdem: Jemand der eine Einzelstunde nehmen möchte, tut das aus dem Grund, weil sich ein Trainer eben hnundetprozentig auf das Tier, den Mensch und das Zusammenspiel der Beiden und der Interaktion in der gegebenen Situation konzentrieren muß. Das ist nicht weniger anstrengend, als eine Gruppenstunde, es ist nur ANDERS anstrengend.

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    Auch wenn mich die Clickerleute jetzt zerreissen, ich glaub nicht, dass das Dein Problem löst.

    Als clickerleute setzen wir, wenn möglich keine Positive BEstrafung ein, daher KÖNNEN wir dich dafür jetzt nicht zerreissen. Wir werden allerdings versuchen einen anderen Trainingsweg zu finden :roll:

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    Clicker setzt voraus, dass der Hund bereit ist zu lernen und erstmal Deine führungsrolle akzeptiert.


    Nein, tut es nicht. Clickern setzt nur voraus, dass man:
    1. den genauen Augenblick, den man bestärken möchte auch erkennen kann.
    2. die beste Belohnung (in dieser Situation) des Schülers (Hund) kennt und einsetzen kann.
    3. einen lebenden Schüler hat

    Ein Hund ist IMMER bereit zu lernen. Trainier sind nur leider nicht immer bereit zu lehren - oder zumindest achten sie nicht immer darauf, was sie gerade lehren - oftmals setzen sie z.B. Bestärkungen für Verhalten, dass sie eigentlich nicht so gerne wollen. Leinenführigkeit ist dazu ein super Beispiel...


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    Macht er nach Deiner Beschreibung nicht, warum soll er Dir dann gefallen wollen? Außerdem ist Schnüffeln und Markieren selbstbestätigendes verhalten, also da kommst du weder mit primärem noch sekundärem Verstärker gegen an.

    Er muß niemandem "gefallen" wollen, er muß nur etwas "wollen" - wenn wir das als BEstärker einsetzen können, geht es perfekter nicht.
    Und eben WEIL Schnüffeln und Markieren ein selbstbelohnendes Verhalten ist, habe ich beschrieben, wie man es als Bestärker einsetzen kann.
    Ich glaube, dass Du davon ausgehst, dass man beim Clickern nur mit Leckerchen-Belohnungen arbeitet, das ist aber nicht der Fall. Man kann alles als Bestärker einsetzen, was der Hund haben oder machen will, sofern wir ihm das gefahrlos geben können - und da weder schnüffeln, noch markieren Lebensbedrohlich sind...


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    Nur meine Meinung, sorry, wenn ich manchem die illusionen nehm, es geht nicht alles immer mit Clicker, Ignorieren, goochigoo und Wattebällchenwerfen.

    "Wattebällchen entstehen im Auge desjenigen Betrachters, dessen Gehirn ähnlich strukturiert ist." Dr. Ute Blaschke-Berthold


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    Nun nochmal die Frage: Wie bestraft ihr euren Hund, wenn er mal richtigen Mist gebaut hat?

    Als Clickerhardliner müsstest Du Dich auf die Wiese setzten, ignorieren und warten bis er kommt und Dich zur Arbeit auffordert.

    Das ist Falsch! Der Mensch hat ein Gehirn, er muß werder darauf warten, dass der Hund den Mist erst verzapfen kann, noch muß er auf einer Wiese sitzen, bis ein Hund wegen Hunger zum "arbeiten" kommt. Mensch muß blos das auch so hochgelobte Hirn anwerfen und überlegen, wie er 1. verhindern kann, dass der Hund überhaupütr Mist machen kann,
    wie er 2. Situationen so herstellen kann, dass der hund auch tun KANN, was Mensch möchte
    wie er 3. das Verhalten, dass Mensch möchte oft genug so bestärkt, das das Verhalten eben öfter auftritt.

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    Bin ich nicht der Tyo für, sag ich ehrlich. Wenn er schnüffelt, kommt ein"komm" oder "weiter", macht er das nicht, zieh ich ihn weg, nach ein paar Metern an durchhängender Leine wird dann gelobt. Will er markieren, wo es mir nicht gefällt (Hausecken z.B.) kommt ein "Nein", ggf mit leichtem Klaps auf das erhobene Hinterbein. Also unserer hat das schnell verknüpft, kommt ein Nein bei Markierungsversuchen, nimmt er artig das Bein wieder runter.

    Und wo du nur sagst, was Hund NICHT soll, trainieren clickertrainer eben genau das, was Hund stattdessen tun soll.... Das ist nämlich effizienter.
    Ist mein hund an der Leine, kann er nicht an Stellen markieren, die mir nicht gefallen, denn dann gehe ich so, dass er sie nicht erreichen kann... So brauche ich keine "Nein" und schon mal gar keinen Schlag irgendwohin. Dein Hund hat Verküpft, dass bei Nein mit ziemlicher sicherheit in der "ich möchte eigentlich mein Beinheben"-Situation ein Schlag erfolgen wird - dolle Wurst... Das ist ganz großes Training...

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    UND: Lasst Dich von dem Tier nicht Tyrannisieren. Behandel ihn so, wie er Dich behandelt. Er will nicht mit Dir weitergehen, sondern markieren....


    Also bisher konnte man das ja noch mit fehlendem Wissen abtun, aber DAS sit wirklich richtig dumm! Wer von den beiden Lebewesen ist das mit dem größeren Hirn???

    Hunde, die sich für IHRE Umwelt interessieren tyrannisieren nicht, sie leben nach hunderegeln und gesetzen. Wenn Menschen wollen, dass Hunde in ihrer Welt leben, und sich nach ihren Regeln und Gesetzen richten, dann müssen sie diese eben klar und deutlich vermitteln. Hunde werden mit Nasen geboren, nicht mit am Hals angewachsenen Leinen. Schnüffeln ist ein zutiefst natürliches Hundeverhalten - an lockerer Leine gehen nicht. Daher ist es des Menschen Aufgabe, dieses zu lehren - und nicht zu erzwingen!


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    Nö, das ignorier ich nicht oder versuch um Aufmerksamkeit zu buhlen, will er nicht laufen, will ich nicht schnüffeln lassen.


    Siehste, hat überhaupt nicht verstanden, worum es beim clickern geht.
    Wir benutzen das vom Hund gewünschte Verhalten (Schnüffeln, markieren) als Bestärkung für ZUVOR(!!!!!) gezeigtes vom Menschen gewünschtes Verhalten (an lockerer Leine gehen).
    Es wird auch nicht gebuhlt. Ein Hund der verstanden hat, was "Click" heißt (und, glaube mir, die meisten Hunde verstehen Clickertraining viel schneller als jeder Mensch...) muß man nicht buhlen, denn dann buhlt der Hund.

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    Siehe oben, wenn Du nicht gerade 25 kg wiegst und der Hund 75 kg, dann setzt Du durch, ob und wo markiert und geschnüffelt wird. Keine Angst, am Hund ist alles angewachsen, da bricht nix ab, wenn Du mal ein nein durchsetzt und ihn weiterziehst! Und, so unangenehm kann es ja nicht sein, sonst würde er sich nicht ziehen lassen (situationsbedingt beim Schnüffeln und Markieren). Bevor alle meinen, ich sei ein Hundeschänder! => er ist kein Welpe, er setzt derzeit seinen Kopf durch, er zieht nicht nach vorn als Leinenpöblem, sondern er trödelt und nein, es ist kein Angsthund.

    es ist ganz egal, ob es ein Rauhaardacke oder ein Irish-Wolfhound ist, ein Angsthund oder ein Welpe oder einfach nur ein "Hund" - wenn er an der Leine ist, und Mensch ziehen WILL - was denkst Du, dass er machen könnte, als sich ziehen zu lassen? Hast Du schon mal was vom Oppositionsreflex gehört - ganz offenbar nicht, sonst würdest Du den Quatsch nicht geschrieben haben, oder hat dich Deine Mutter früher an der Hand durch die Läden geschleift und du fandst das toll :???: ??

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    ...kannst du von ihm erwarten, dass das auch unter Stress geht. Bis dahin hat sich dann hoffentlich die Gesamtsituation soweit verbessert, dass er dann auch keine so großen Stress mehr hat, dass er Nervositätsdurchfall bekommt. weil das, kann er wirklich nicht beeinflussen.

    'Und Du gleubst, durch das weitergeschleife, das bestrafen und "Nein" baut sich irgend ein Streß ab? Au weia!

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    Hallo alle zusammen

    Ich hoffe ihr könnt mir ein paar gute Tipps geben, denn ich habe folgende Probleme mit der Hundeerziehung:

    Ich habe einen Wolfspitz, er ist ca. 2,5 Jahre alt und ich habe ihn mir im Februar diesen Jahres aus dem Tierheim geholt. Er ist unkastriert und eigentlich ein total verschmuster, solange er IN der Wohnung ist. DRAUSSEN entwickelt es sich zur Tortur, sowohl für ihn als auch für mich.
    Erstmal vorweg: Ich benutze eine 2m Leine (keine Flexileine)...gibt es irgendwo im Internet eigentlich Hundeleinen die 3m oder 3,5m lang sind? Ich habe schon bei Landfuxx und Fressnapf nachgefragt, aber dort ist eine normale Leine in dieser Länge nicht zu bekommen :???:


    ich benutze gerne ein 5 Meter Lederschleppleine - gibbet u.a. hier: http://www.die-briards.de - auch in anderen Längen.


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    Nun zu meinem eigentlichen Problem:
    Mein Hund schnüffelt, zieht und makiert ununterbrochen auf seinen täglichen Spaziergängen. Ich habe die Richtungswechselmethode erfolglos ausprobiert, auch eine Hundepfeife zeigt keine Wirkung. Dann habe ich es mit einem Clicker versucht, aber der Hund ignoriert mich einfach kontinuierlich auf dem Spaziergang. Nichtmal seine heißgeliebten Leckerlis, die er in der Wohnung abgöttisch liebt, nimmt er draußen von mir an :schockiert:

    Du hast in diesem Abschnitt mindestens konkrete Bestärkungen genannt, die für Deinen Hund offenbar viel wirksamer wären als Essen :D (schnüffeln und markieren :p )

    Das kannst Du mit dem Clicker ziemlich präzise aufbauen, WENN Du recht präziese vorhersagen kannst, wo er schnüffeln und/oder markieren gehen möchte. Dann übst du "an lockerer Leine gehen" ein paar Meter davon entfernt, clickst zwei Schritte "lockere Leine" und erlaubst ihm zur Belohnung 30 Sekunden Schnüffeln/markieren.


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    Er hört nicht auf seinen Namen außerhalb der Wohnung

    das kannst du mit folgender sehr einfachen Übung sehr wirkungsvoll ändern: Man nehme, doppelt so leckere Leckerchen, wie seine absoluten Lieblingsleckerchen, gehe draussen an einen absolut totlangweiligen Ort (für den Hund) und warte bis der Hund Dich anschaut, das clickst und bestärst Du. Wenn du das ein paar Mal wiederholt hast, sodass er Dich nun gezielt ansieht, änderst du leicht den Ablauf:
    Hund sieht Dich an, Du sagst seinen Namen, clickst und belohnst. das ganze widerholst Du ebenfalls 5-10 Mal, am Besten mehrfach täglich über eine Woche - dann steigerst Du langsam den Grad der Ablenkungen.
    Mit der Übung kannst du auch Dein Rückrufwort in der Wertigkeit steigern. Dazu fügst Du es in den Ablauf ein:
    Hund sieht dich an, Du sagst seinen Namen und Dein Komm-Signal, clickst und belohnst.


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    Ebenso verhält es sich wenn ich einfach immer stehenbleibe, wenn er zieht. Es heißt ja immer, dann schaut sich der Hund nach einigen Sekunden verdutzt um, warum es denn nicht weitergeht, aber mein Hund schnüffelt dann einfach an den Stellen weiter, die er dann mit der Leine noch erreichen kann, würdigt mich keines Blickes und setzt sich nach einigen Minuten dann auf den Gehweg...mit Blick nach vorne anstatt zu Frauchen gerichtet. :kopfwand: Ich weiß einfach nicht mehr weiter!


    Das ist aber schon ein gutes Ansatzverhalten, dass Du weiter formen kannst. Wenn Du stehen bleibst und der hund sich hinsetzt, clickst Du das. Wenn er kommt um sich den Kecks abzuholen, ist das super. Wenn nicht, mußt Du an der Wertigkeit des Bestärkers schrauben. z.B. könntest Du statt Leckerlies ein Spiel versuchen, oder ein kleines Rennspiel (in die Richtung, in die er wollte), oder Du läßt ihn da hin wo er schnüffeln/markieren wollte, oder du läßt ihn mit dem Hund spielen (nutze dass, was er als stärkste Ablenkung empfindet als den stärkstmöglichen Bestärker (google Premack-Prinzip).
    Wenn nach einer Weile das hinsetzen immer besser (schneller) gelingt, steigerst du die Anforderung und wartes nicht mehr nur auf hinsetzen, sondern auf Dich ansehen. Die weiteren Shaping-Schritte sind, "sich zu Dir umdrehen", "einen Schritt auf Dich zu gehen", "halbe Strecke zu dir zurück gehen", "ganz zu Dir zurückkommen", "selber wieder in die Fußposition (oder die Position, die du als "an lockere Leine Position" definiert hast) zurückgehen".


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    Was um Gottes Willen kann ich tun um endlich die notwendige Beachtung auch außer Haus zu erhalten und somit irgendwie dem Hund das normale Gehen an der Leine beibringen kann?

    Und zu guter letzt noch folgendes Problem: Mein Hund macht einen fürchterlichen Terror wenn er andere Hunde sieht, auch wenn diese noch 300m entfernt sind! Er winselt, will nach vorne preschen, jault, zerrt und will unbedingt dahin, koste es was es wolle! Ist er dann dort angelangt, beschnuppert er den anderen Vierbeiner und dann ist auch wieder gut. Gebissen oder aggressiv war er noch nie. Aber er tut immer alles daran dorthin zu zerren und macht einen lautstarken Terror. Ebenso verhält es sich bei Katzen.


    Füge Deiner obigen Liste von besser wirkenden Bestärkern "Zugang zu anderen Hunde" und "zugang zu Katzen" hinzu. Die Schwierigkeit liegt hierbei nur darin, dass Du die Mitarbeit anderer Hundehalter benötigst.


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    Ganz schlimm wird es dann wenn ein anderer Vierbeiner dieselbe Straßenseite benutzt und an ihm vorbeigehen will, dann kann man ihn kaum noch halten. Ich muss ihn dann zu Boden drücken und immer wieder laut NEIN rufen, damit er wenigstens mit dem bellen und jaulen aufhört. Andere Leute sehen mich dann natürlich an als wäre ich ein Hundequäler oder sonst etwas ;(

    Das ist eine ganz schlechte Idee, denn damit betreibst du klassische Konditionierung der ungünstigsten Art: Du "versaust" Deinem Hund die Meinung über andere Hunde. Schlimmsten Falls fragst Du in wenigen Wochen, wie Du mit der entstandenen Leinnenaggression Deines hundes fertig werden sollst.

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    Bitte helft mir und sagt mir wie die täglichen Spaziergänge endlich erträglich bzw letztendlich Freude und Vergnügen für beide bereiten werden!

    Vielen Dank im Voraus!

    Versuch zunächst mal einen größeren Bogen um andere Hunde zu gehen, wenn Du nich expliziet "Hundebegegnungen" trainieren kannst (in Absprache mit den Haltern der anderen Hunde), so groß, dass Du ihn NICHT runterdrücken mußt.
    in der Zwischenzeit übst du gezielt die Aufmerksamkeits-Übungen von oben (Blickkontakt zu Dir, Reaktion auf seinen Namen) und zusätzlich ein "Sitz-Bleib". Das "Sitz-Bleib" übst Du ebenfalls mit dem Clicker, mit dem Besten denkbaren Belohungen, bis er es "im Schlaf" und unter den größtmöglichen Ablenkungen (letzere langsam steigern - "Hunde"-Ablenkukngen erst einführen, wenn er ziemlich bombensicher ist) problemlos hinbekommt. "Sitz-Bleib zusammen mit "Blickkontakt" kannst Du dann bei hundebegegnungen anwenden, indem du Deinen sich setzen läßt und wartest, bis der andere vorbei gegangen ist. Während der andere Näher kommt wird großtzügig geclickt und belohnt. WENN der ander HuHa mitmacht, könnt Ihr zur Belohnung auch Hundekontakt zulassen (= Super-Mega-Jackpot!!)

    Zunächstmal: Nein, es ist nicht normal, wenn potente Rüden Kastraten besteigen.

    Die beteffenden Rüdenhalter kannst Du ja mal fragen, ob deren Rüde zu blöd oder zu verzüchtet ist, um einen Rüden von einer läufigen Hündin unterscheiden zu können (ja, das ist zu vereinfacht ausgrdrückt, trifft aber den Kern).

    Ich HABE einen unkastrierten Rüden, oder der hat es sowas von nicht nötig Kastraten zu besteigen, wie es überhaupt nur geht!


    Ich würde den hund unbedingt dem Tierarzt vorstellen, besonders, wenn er offenbar u.a. Fellprobleme hat. Das könnte an Stoffwechelstörungen liegen, die dann natürlich auich den Geruch beeinflussen könnten.

    Falls es so was nicht ist, könntest du den Tierarzt fragen, ob es z.B. sinnvoll ist, dem Hund Chloropyll-Tabletten zu geben. Diese werden Hündinnenhaltern empfohlen, um den Geruch der Läufigkeit etwas zu "entschärfen" - möglicherweise hilft das aber auch dei Rüden??

    Wenn du es igendwie hinbekommen kannst, würde ich unbedingt diesen unbelehrbaren Hundehaltern ausweichen. Die sind Wissenstandsmäßig im letzten Jahrtausend, und Du möchtest bestimmt nicht, dass Dein Galgo dieses Unwissen ausbaden muß!?!
    Dikutieren hilft oft nicht, macht einen nur wütend und frustriert. Such Dir Hundehalter, die Deine Probleme ernstnehmen und die richtig handeln.