Beiträge von Shoppy

    Ja, 15 cm sind zu viel, fang wirklich mit 1-2 cm an.
    wenn sie das über zwei "Sitzungen gut hinbekommen hat (oder du den Eindruck hast, es hat "Klick" gemacht) steigerst Du auf 4-5 cm, dann auf 7-9 cm und so weiter...

    Das sind keine Mimifragen. Das sind genau die Fragen, die eben auftauchen, wenn man anfängt zu clickern. Wann clicke ich, was clicke ich, was mache ich, wenn...
    Man kann in Büchern eben nicht so genau beschreiben, wie man es ganu machen soll, weil eben jeder Hund unterschiedlich schnell und, naja, eben unterschiedlich lernt.
    Eigentlich kann man auch nur gut helfen, wenn man sieht. Je genauer Du beschreibst, desto besser können wir helfen. Oder Du machst mal ein Seminar oder Clickerkurs.

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    So und jetzt hat sie die Kissennummer ausprobiert. Beide haben jeden Tag morgens und abends jeweils eine viertel Stunde geübt.

    Hat auch erst super geklappt. Sie sagt: "Geh auf dein Kissen." Hund geht rückwärts bis zur Kissenkante. Sie geht einen Schritt auf ihn zu. Hund macht einen Satz noch hinten und schwupps sitzt er auf seinem Kissen.
    Sah voll lustig aus. Manchmal hat es auch richtig geklappt. Natürlich hat sie dann gleich "fein" gesagt und ein Lecker gegeben. So ein paar Tage vergehen und Mickey will jetzt nur noch Lecker. Er stuppst sie mit der
    Nase an, springt auf sein Kissen und bellt wie verrückt. :kopfwand:

    Nicht verzweifeln!!

    Das war doch schon mal ein toller Anfang. Er geht aufs Kissen. Jetzt muß er lernen, dass "geh auf Dein Kissen" nicht nur bedeutet, da hin zu gehen, sondern, eine Sekunde dazu bleiben, ohne Terror zu machen, und dann zwei Sekunden und dann 5 Sekunden.

    Dazu fangt ihr mit "Bleib-Übungen an. Könnt ihr überall machen, nicht nur auf dem Kissen.
    Falls er "Sitz" oder "Platz" kann, übt Ihr "Bleib" indem ihr mit dem "Click"--> Leckerchen Sekündchenweise länger wartet.
    "Bleib" ist ein konzept, dass Hunde nicht von alleine können, und einige haben unglaubliche Schwierigkeiten damit. Sie stehen auf, sobald sie auch nur ahnen, dass sich irgendwas (z.B. der Mensch) gleich bewegen könnte. Also auch hier: nicht verzeifeln, in winzighen Schritten anfangen. Erst wirklich nur an der Zeit arbeiten. Nicht vom Hund weg begeben. Auch sonst darf sich im Raum nichts bewegen, sonst könnt ihr gar nicht so schnell loben, wie der Hund wieder steht. Stellt, noch besser sitz ihr direkt daneben, und gebt das Leckerchen so, dass sich die Hundenase nicht bewegen muß: zu hoch, und der Hund steht, zu weit vorne und der Hund steht!!!
    Erst, wenn ihr 15 Sekunden "drauf habt", fangt ihr mit kleinsten Ablenkungen an: z.B. leichtem Schulterdrehen, als wolltet Ihr aufstehen und weg gehen. Dieses so einfach machen, dass der hund das hinbekommt ohne aufzustehen. Dann die Bewegung langsam steigern.

    Wenn die kleine Töle zu "fordernd" wird, könnt Ihr das probieren. Hund steht auf seinem Kissen, fängt an zu bellen, Ihr sagt, "Pech gehabt" und geht weg: Leckerchenbelohnung geht weg, chnace verpasst. Wichtig: die Tiraden des Hunde komplett ignorieren - aber sofort Click--> Belohnung, wenn der Hund aufhört rumzunörgeln!!

    Hm, wie dicht hälst Du ihr den Target vor die Nase?

    Anfänglich darfst Du ihn ihr so dicht vor halten, dass sie qusie beim einatmen unweigerlich dagegen bongt. Man darft den Target "pafümieren" z.B. mit Würstchenwasser, oder einem Klecks verschmierter Leberwurst. Mach den Target attraktiver - und mach Die Übung einfacher.
    Wenn sie geschnallt hat, dass sie die Nase gegen das Ding bongen soll, zoomst Du, während der Hundekopf sich in richtung Target bewegt, diesen 5mm weit weg, so dass die Hundenase dem Target folgt...
    Das wiederholst Du ein paar mal.
    Das Lerntempo bestimmt Dein Hund. Wenn sie die Aufgabe nicht kann, die Du stellt, mußt Du die Aufgabe vereinfachen, oder so verändern, dass sie es hinbekommt.

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    @ Shoppy

    Wow das ist ja mal eine Hilfe. :2thumbs: Dankeschön!!! Weiter so!!!

    Da sollten sich hier mal einige im Forum ein Beispiel dran nehmen.

    Warum sollte man denn hier Hilfe suchen, wenn man nur Kritisiert wird. :motz:

    Liebe Grüße Jacqueline

    Wie weit seid Ihr denn, habt Ihr schon geübt??

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    Fragen dazu: 1. ist es in Ordnung, dass ich so lange konditioniere und das über den gesamten Tag bzw einen längeres Zeitfenster? (Im Buch und auf den genannten I-net Seiten steht, dass man sich dafür nur 10-20 Minuten nehmen sollte - wobei das Clicker.de Forum habe ich noch nicht gelesen)


    Darüber gehen die Meinungen auseinander. Manche sagen, man solle nur in Sessions (und dieses sollten 5-10 min lang sein) Clicker, wo man die Sessions mit Start und Endesignal beginnt/endet.
    Andere Sagen, mann kann den clicker immer und überall einsetzen.

    Ich habe den clicker meistens auf Spatziergängen dabei und bei neuen Hunden im Haus, um gewünschtes "ruhiges", oder lustiges oder was auch immer Verhalten einzufangen.
    Sessins, in denen ich bestimmte Sachen üben will, starte und beende ich mit "Wolln wir CLICKERN"/"Fertig"

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    2. Wäre es besser, wenn ich der Cora das Leckerli hinwerfe, um sie für ne Ballaufnahme oder das Still sein nach dem Bellen zu belohnen - wenn sie dann ein paar Meter von mir entfernt steht?

    Das kommt darauf an, was Du damit erreichen willst.
    Ein bekannter Satz im Clickertraining lautet: "Click für Verhalten, füttere für Position". Soll sie an der Stelle bleiben, wirf es ihr zu, soll sie zu Dir kommen, lass sie es abholen.


    auch kreativ sein muß erst gelernt sein. Sie muß erst mal rausfinden, dass "alles richtig" ist. Und Du mußt lernen, dass man nicht auf der fertige Verhalten warten braucht. Sie BIETET Dir schon verschiedene Verhalten an (ansehen, hinsetzten, weggehen).
    Gerade letzteres (weggehen) besteht aus ziemlich vielen winzigen BEstandteilen (wegsehen, Kopf drehen, eine Pfote bewegen, andere Pfote Bewegen, umdrehen, ein Schritt Richtung Hundebett, noch ein Schritt Richtung Hundebett....)
    Click zumbeispiel Kopfdrehen. Oder Click, dass sie sich umdreht. Daraus läßt sich ziemlich leicht "Tanzen" (um die eigene Achse drehen) formen.

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    Zum Buch Shoppy: Ich habe es durch die vielen guten Amazon Bewertungen mal gekauft. Aber du hast Recht, zur richtigen Konditionierung wird quasi Überhaupt nichts gesagt und man wird quasi vom Regen in die Traufe geworfen.
    Die Leckerlis gebe ich ihr auch nurnoch per Hand, das auf-den-Boden-streuen finde ich auch überhaupt nicht gut!

    Ich finde das Buch ganz nett gemacht, es ist recht gut aufgebaut, es ist schön kurz, und preiswert. nur den Einstieg in die Konditionierung finde ich furchtbar...
    Es spricht nichts dagegen, die Leckerchen zuzuwerfen (damit sie sie fängt) oder auch die Leckerchen auf die Erde zu werfen - nach dem click! nur beim Konditionieren ist es eben u.a. aus Timinggründen ziemlich doof.

    Es bringt viel, sich Gedanken darüber zu machen "wo " und "wie" es das Leckerchen gibt. Das Leckerchen ist der Primäre Verstärker.

    Beispiel: wenn Du anfängst "Fuß" zu üben, clickst Du, wenn der Hund mehr oder weniger "annähernd" in der Fußposition läuft. DAs Leckerchen kannst Du: vor dich werfen, hinter Dich halten, oder an Deiner Hosennaht übergeben. Alle Drei "Orte" führen dazu, dass der Hund das Leckerchen an diesem "Ort" erwartet, und sich eben dort hinorientiert. WEnn am einen "Zieher" hat, wäre es kontraproduktiv, das Leckerchen nach vorne zu werfen - da ist der Hund schon, und da soll er ja nicht hin.
    Ein Hund der immer einen Halben Meter hinter einem Läuft, kann man dagegen mit dem nach vorne geworfenen Brocken stückchen für stückchen nach vorne clickern&füttern


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    Mir ist gerade noch eine Frage eingefallen:

    Cora ist eine sehr dominante Hündin, sie "singt" und "brummelt" oft, wenn sie Aufmerksamkeit möchte. Ignorieren oder clicken? :^^:

    Clicken, natürlich :D Bring das Signen und Brummen unter Signalkontrolle. Wenn man das Verhalten gelegentlich "abfragt", hat man meist den Nebeneffekt, dass es für die Ursprüngliche "Aufgabe" (Aufmerksamkeit erzielen) nicht mehr verwendet wird.

    Hallöle Upsi,
    ich finde das genannte Buch eigentlich ganz gut, bis auf die Clickerkonditionierungsübung. Da kann dann nämlich leicht passieren, dass die Hunde den click gar nicht wahrnehmen, weil sie mit dem Essen, das auf der Erde rumliegt.... beschäftigt sind.

    Ältere Hunde brauchen machmal ein wenig länger, um den Zusammenhang: Click-->Futter zu verstehen - noch dazu, wenn man das so unpräzise aufbaut, wie in dem Buch beschrieben.

    Ich würde es niemals so machen, dass ich zum einclicken Leckerchen auf den Boden streue:
    1. Man selber kann das Timing noch gar nicht richtig
    2. Man soll Clicken BEVOR hund das Leckerchen aufnimmt. Damit übt man selber das falsche timing für sich, denn später soll man ja clicken Während das gewünschte Verhalten auftritt.
    3. Der Hund ist, wenn Leckerchen auf der Erde liegen DIEM GANZE ZEIT mit diesen Leckerchen beschäftigt, und nimmt den Click garantiert nicht als wichtig wahr.
    4. Man selber SIEHT gar nicht genau, wann der Hund nun gleich ein Leckerchen in die Schnute nimmt...


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    Problem ist aber, sie kommt nicht, wenn ich klicke - was die Vermutung zulässt, dass ich sie falsch Konditioniert habe oder?
    Gerade eben habe ich geklickt, sie hat sich aber keinen Schritt zu mir bewegt und nicht mal hoch geschaut.


    Bau es noch mal von vorne auf. Wenn sie schon Signale beherrscht (Sitz, Platz, Steh, Hundetricks), lass sie diese Sachen machen, Click --> Leckerchen. Das verstehen sie meistens viel besser und Doppelter Vorteil, sie lernen gleich mit, dass der Click einem Verhalten von ihnen folgt.

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    Ist diese Übung die vom Buch vorgeschlagen wurde vielleicht zu schwer.

    Schwer ist nicht das richtige Wort, es ist einfach unpräzise. Für den Hund, für den Menschen. So lernt sich der Zusammenhang "Click führt zu Leckerchen nicht". Ich finde das sehr unglücklich und bin ehrlich gesagt ziemlich entsetzt, dass eine solche Anleitung in einem clickerbuch erschienen ist. Denn wenn Clicker irgendwas nicht sein sollte, ist das "unpräzise".