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Juhu,
wie wird denn das dann mit dem shapen weiter gearbeitet? Wird dann der Gegenstand gewechselt? Ich tu mich schwer zu verstehen wie der hund dann auf neue ideen kommt, und so spätere abläufe selbst lernt. (kann man ds verstehen???
) und was kann ich tun, wenn er nichts mehr tut?
Du kannst die Session beenden, BEVOR er nichts mehr tut.
Dann ist sein letzter Eindruck nämlich, dass er die ganze Zeit irgendwas macht, und dafür Clicks absahnt.
Das ist ein Fehler, die man anfangs "gerne" begeht: dass man die Sessions zu lang macht. Stell Dir eine Eieruhr auf 30 Sekunden. Und sei kreativer, was man alles klicken kann: Schwanz gewedelt-->C+B
Kopf gehoben-->C+B, Bein bewegt-->C+B, Nase gezuckt-->C+B,
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Beispiel: er bekommt ne box, ich clicker erst den blick, dann 1. pfote drauf, 2. pfote drauf- das geht schnell und dann? wenn er dann nix mehr anbietet, bzw. nur das was er schon hatte?
Dann hat er ein Repertoire, dass Du weiter bearbeiten kannst. Du könntest clicken, wenn er wieder "absteigt". Du könntest clicken, wenn er um die Kiste rumläuft.
Du könntest die Kiste auf die Seite legen, so dass er vielleicht auf die Idee kommt, reinzu laufen.
Oder Du legst sie mit der Öffnung nach oben, so dass er reinspringt.
Und eins finde ich dann auch wichtig: wenn Die eine Sache gefällt (z.B. wenn mit zwei Pfoten auf die Box steigt), dann wiederhol die doch ein paar Mal und führe ein Signal dafür ein. So lernt er nicht nur Kreativität, sondern auch noch wie das mit dem Signal funktioniert.
Das würde ich so machen: Du clickst einigemale den "zweiPfotenBox", wenn Du das Gefühl hast, dass er das jetzt gleich noch mal tun wird sagst Du "zweiPfotenBox", er machts du clickst und belohnst. Das wiederholst du 4-5 Mal.
Dann wird ER das vermutlich gleich weiter machen wollen, denn es ist ja so belohnend für ihn. Du sagst Dein neues Signal aber nicht und clickst ihn auch nicht! VWahrscheinlich guckt er dich dann erstaunt an. Clickerautomat muß defekt sein. Wenn er vorher genügend für das "zweiPfotenBox"-Verhalten geclickert wurde, wird er es hochwahrscheinlich trotzdem gleich noch mal ausführen: dieses mal sagst Du wieder "zweiPfotenBox" clickst und belohnst. Jetzt formst Du, dass er das "zweiPfotenBox"-Verhalten nur zeigt, wenn Du das Signal sagst.
Du wechselst ein paar mal zwischen "zweiPfotenBox"-auf Signal-clicken Belohnen und "nix passiert wenn er es ohne Signal gemacht hat" hin und her.
Wenn du das für ca. eine Minute gemacht hast, ist er wahrscheinlich komplett alle... Dann ist erst mal Feierabend. Später am Tag kannst du das ganze dann noch mal wiederholen.
Weil Du jetzt ein "Boxenverhalten" so unter Signalkontrolle gebracht hast, dass er es nicht mehr zeigt, wenn vorher das Signal nicht kommt, wird er es Dir in einem späteren Kreativitätsspiel vielleicht nicht mehr anbieten. Jedenfalls solltest Du es dort auch nicht mehr anclicken!
Wenn er mit verschiedenen Gegenständen gerne wieder das Gleiche versucht ist das ja grundsätzlich nicht schlecht. Er wendet gelerntes Verhalten auf eine neue Situation an! Prima, genau das wollen wir, wenn der Hund "sitz" generalisieren soll!! Wenn Du aber ganz neues Verhalten willst, solltest Du Deinen neuen Gegenstand so wählen, dass sein "altes" Verhalten am neuen Gegenstand nicht wirklich gut funktioniert. Wenn du bisher eine große stabile Box genommen hast, nimm entweder ein kleines Teil, auf das man sich gar nicht draufstellen kann, oder eins, das Wegrollt, oder eins, was viel höher ist, oder was, wo man drunter durch gehen kann, oder oder oder.
Das Kreativitätsspiel sollte auch die "Spielleiter" zu mehr Kreativität verleiten!!
Eins ist wichtig: mach die Sessions so kurz, dass ihm noch was neues einfällt und er aber nicht in die "weil ich nix mehr weiß, leg ich mich hin und lauere (starre sie an) Frauchen an"- Haltung fällt.
Wichtig ist auch zu verstehen, dass es eine Kreativitätsübung ist. Kreativität kommt nicht von heute auf morgen, sie entwickelt sich.
Ich mache solche Übungen gar nicht so oft. Ich finde auch nicht wirklich, dass Sie für Anfänger so gut geeignet ist.
Es soll schon passiert sein, dass Hunde durch dieses Spiel gelernt haben, dass der Click bedeutet: Mach das was gerade geclickt wurde NICHT noch einmal!!
Ich nehme Free-Shaping eigentlich nur um Targets zu lehren: dotz Teil A mit der Nase an, hau auf Teil B mit der Pfote, leg Dich mit deinem ganzen Körper auf Teil C. und dann benutze ich die Targets um andere Übungen zu "formen", die man eigelntlich vielleicht durch Futterlocken lehren würde.
Bei Hunden, die von sich aus auch nicht Apportieren mögen forme ich das Apportierobjekt auch zunächst als Target, zu dem er sich hinbewegen muß. Und da die meisten Hunde ziemlich schnell lernen in ein Nasentarget zu beißen, wenn man nur ein bißchen zu spät clickt, hat hund das Apportel dann also bald kurz in der Schnute.... Dann zögere ich nur den Click immer länger hinaus, bis der Vierbeiner irgendwann mit dem "Target" in der Schnüss vor mir steht.