Beiträge von Shoppy

    Zitat


    Es ging mir in meiner Frage wirklich eher um die konkrete Situation, wo ich merkte, er tut alles, um sich zwischen den Kleinen und mich zu quetschen.

    Dann setz Mücke doch 1,5 Meter vom Zaun ab, geh zum Zaun, dierkt zu Mücke zurück, Riesenlob und Lecker.
    Nach und nach dehnst Du Deine "Zaunzeit" aus...

    Wieso möchtest Du Dich mit dem JRT beschäftigen?

    Ich würde Mücke einfach lehren, dass ein lärmender, hüpfender JRT am Zaun das Signal für "dreh dem Schnösel den Rücken zu und geh weg/setz dich hin/leg dich hin" (je nach dem, was Dir sinnvoller erscheint) ist.

    So lernt Mücke, wie er sich verhält, wenn das tierchen am Zaun rumflippt.
    Solltet Ihr den Flummy dann mal in "freier wildbahn" treffen, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Flummy ihm flummymäßig im Gesicht rumspringt (alle JRTs, die ich getroffen habe, soringen großen, ehr ruhigen Hunden im Gesicht rum - soll wohl ne Spielaufforderung sein...).

    Als Mensch ist man da nicht schnell genug mit dem Dazwischen stellen. Da wäre es praktisch, wenn Mücke auf solche Ungezogenheiten im eiskalter ignoranz reagieren könnte... (nachdem son winziger JRG wahrscheinlich locker zwischen Mückes Zahnreihen passen...

    Verständnisfrage:

    Du hast geclickt, damit er zu Dir zurückkommt?
    Oder hast Du geclickt, WEIL er zu Dir zurückkommt?

    (ersteres wäre falsch, pssst)


    Gut wäre, wenn du sein "freiwilliges Schauen/Vorbeikommen" bei Euch clickerst - und natürlich mit sehrsehr guten Bestärkern belohnst!!
    Dann wird er das nämlich sehr gerne und immer öfter tun!

    Zitat

    Naja, wollte unbedingt einen Button-Clicker...und die waren in einer starren Plastikhülle so dass mans nicht ausprobieren konnte. DEN HIER hab ich.

    Aber irgendwie fehlen mir ein paar Arme. Beim Einkaufen eine Tüte, eine Hand mit Clicker und eine Hand gibt Leckerli....die Leine hab ich schon garnicht mehr in der Hand sondern nutze eine 3fach verstellbare Leine als Umhängeleine. Hast du einen Tipp wie man das am Besten koordinieren kann??


    Jau, den habe ich auch getestet und als unbrauchbar im Laden gelassen. Bring ihn zurück, der ist einfach unbrauchbar, weil du damit einfach kein vernünftiges Timing hinbekommst, und genau das soll ja der Trainingsvorteil dieses Gerätes sein. Wenn es also nicht tut, was es soll, ist es ein Fehlkonstruckt, und das sollen die Firma, oder dessen Verkaufsstellen auch erfahren!


    Ja, ein Hundehalter braucht irgendwie mindestens 3 Arme.

    Ich würde versuchen, die "Tüten-Hand" frei zu bekommen. Vielleicht stattdessen einen großen Umhängeshopper...
    Leine und Clicker habe ich in der rechten Hand, wenn Hund auf der linken Seite geht, dann habe ich die Linke frei, um die Leckerchen (auf der richtigen Seite) "in den Hund zu tun". Wenn ich mit mehr als einem Hund unterwegs bin, nehme ich auch gerne einen "Jogginggurt". Das ist ein Gürtel, an dem man die Leine befestigen kann, ist eigentlich für Cani-Cross gedacht, aber hervorragend geeignet, die Leinenhand frei zu bekommen, und im gegensatz zu einer Umhängeleine, "befestigt" man die Leine auch an einer anatomisch sinnvolleren Stelle seines eigenen Körpers. (dadurch das der Befestigungspunkt tiefer und mittig sitzt, wird man, so der Hund zieht, nicht ständig asymetrisch belastet, weil man"schief gezogen wird...)
    Wenn Du die Leckerchen dann noch in eine Hüfttasche tust, hast Du erstaunlicherweise sogar eine Hand ganz frei... Luxus, oder?? ;)

    ich probier die immer im Laden aus. Manche sind so "schwergängig", dass man damit gutes timing glatt vergessen kann.

    Wenn du so einen erwischt hast, geh ihn umtauschen!! Der Soll clicken, wenn du drückst, und nicht wenn Du mit nem Hammer drauf haust, den Du erst suchen gehen mußt :D .

    Im Ernst, so ein Teil ist sein Geld nicht wert!


    Zum Platz-Signal: Einfach erst das Wort sagen, dann sofort das Handzeichen geben, Ausführung clicken und belohnen. So lange so beibehalten, bis er beim Hören des Wortsignals das Handzeichen vorwegnimmt (sich schon auf das Wortsignal hinlegt) - Zack, hat er das Wortsignal gelernt.
    Nicht beides gleichzeitig geben, oder zuerst das Handzeichen.
    Wenn Du das machst überschattet das Handzeichen das Wortsignal, sodass er das gar nicht mitbekommt, weil er ja "SEIN" Signal sieht...

    Wenn erst das Wort kommt, lernt er, dass dem Wort IMMER das Handzeichen kommt, und wenn er gelernt hat, dass auf das Wort immer das Handzeichen kommt, nimmt man als Hund die "Abkürzung" und wirft sich gleich hin... So kommt man schneller an den Keks, schließlich!!

    Klar kannst Du das.
    Entgegen anders lautender Gerüchte clickere ich auch nicht jedes "schöne" Verhalten meines Vierbeiners - aber ich bemühe mich, es wenigstens so loben.
    Neue Sachen übe ich mit dem Clicker, und nehme anfangs sehr hochwertige Belohnungen. Wenn die Aufgabe verstanden ist, und es um den Feinschliff geht, oder das Signal eingeführt wird, und dann das Signal gegen andere Signale "getestet" wird steige ich dann auf etwas weniger "Wertvolle" Belohnungen um.
    Die Belohnungen passe ich dem Können, der vorhandenen Motivation des Hundes und der vorhandenen Ablenkung an.
    Sprich, wenn ich was bekanntes zu Hause in der Küche übe, kann ich sein normales TroFu nehmen. Übe ich etwas gerade frisch gelerntes das erste Mal draussen, fahre ich wieder die Lottojackpot-Gewinn-Belohnungen auf.

    Es macht auch für das gezeigte Verhalten einen Unterschied mit was genau man belohnt. Die Brelands haben z.B. herrausgefunden, dass wenn man Ratten, die lernten einen Hebel zu drücken mit Wasser belohnten, anfingen, diesen Hebel zu lecken.
    Bekamen sie Futter, bissen sie in den Hebel...
    Natürlich macht es bei Hunden auch einen Unterschied, ob man ruhig und mit Futter belohnt, oder ob man ein Wildes Zergelspiel als Bestärker verwendet.
    Ob das jeweil günstig oder kontraproduktiv für das GEwünschte Verhalten ist, wird man sehr schnell merken - ist es kontraproduktiv, muß man schnell auf einen anderen, besser geeigneten Bestärker wechseln, sonst nützt einem alles gute Timing nichts...

    Zitat

    Das versteh ich nicht. Ist "Clickerkonditionierung" die erste Phase, wo der Hund diesen pawlow'schen Effekt lernt, Click = Leckerli = Belohnung? Warum das nicht üben? Versteh ich grad nicht... :???:


    Weil Du Dir dann einen auf das Leckerchen lauernden, sitzenden, Dich anstarrenden Hund, der kein Verhalten anbietet, weil sich "starren" 1000 mal gelohnt hat, weil es beclickert wurde... und DANN mußt du es mühsam trainineren, dass er sich für Clicks bewegen soll.

    Ich würd mir den Umweg sparen und direkt Verhalten clickern.

    Den Effekt lernt der eh so schnell, so schnell kannst Du gar nicht gucken.
    Fang einfach gleich an, den Clicker zu benutzen.
    Wenn Dein hund schon einige Signale beherrscht, üb diese einfach ein paar mal mit Clicker, un bumms, er ist konditioniert.

    Parsons sind klasse Clickerhunde, sie sind so schön schnell!

    Ich habe von einer Stammgast-Parson-Russel-Dame furchtbar viel übers Clickern gelernt, und ihr daher mächstig dankbar dafür.

    Anfangs war es aber echt schwer.

    Sie hat Verhalten A gezeigt, das ich clickte, belohnte und dann stand sie da und lauerte mich an.
    Keine Chance, dass Verhalten A, oder noch einfacher: irgendwas anders als Verhalten "mich-anstarren-und-auf-click-und-Leckerchen-lauern" noch mal gezeigt wurde.

    Ich bekam den Tip, die Clickersession Ultra-Kurz zu gestalten: Ein Verhalten, ein Click, eine Belohnung, Ende der Session, Shoppy macht irgendwas anderes und ignoriert Frau Parson-Russell. Sobald sie was anderes machte als mich anlauern, habe ich DAS geclickt. So hat sie es dann nach einer Weile geschnallt.

    Mach am Anfag auf keinen Fall folgendes:
    - Mehrere Sessions mit Clickerkonditionierung: Du bekommst einen Hund der nichts weiter tut, als Dir den Click aus den Fingern zu hypnotisieren.
    - Belohnen mit "halbgaren" Leckerchen. Nimm die Super-Bomber, damit es für PR auch höchst attraktiv ist, "im Spiel" zu bleiben.
    - Schlafen im Unterricht ;) Rüsselnasen sind soooooo schnell! die lernen die abwegigsten Verhaltensketten, wenn man nicht aufpasst. Überleg dir immer genau, was du clickern möchstes, habe einen Plan, und höre auf, sobald irgendwas geringfügig nicht nach Plan läuft - du clickerst Dich sonst in Sackgassen und da kommt man mit so schlauen Kerlchen nur schwer wieder raus!!


    Clickern mit PR ist genial - ich würde aber, bis Du es selber gut kannst (Clickern) erst mal vorwiegend "alberne Tricks" üben. Das schult Dein Timing, Deine Beobachtungsgabe und groovt Euch beide auf gemeinsames lernen ein! Der richtige "Groove" ist wichtig...

    Zitat

    Juhu, :D
    wie wird denn das dann mit dem shapen weiter gearbeitet? Wird dann der Gegenstand gewechselt? Ich tu mich schwer zu verstehen wie der hund dann auf neue ideen kommt, und so spätere abläufe selbst lernt. (kann man ds verstehen??? :???: ) und was kann ich tun, wenn er nichts mehr tut?

    Du kannst die Session beenden, BEVOR er nichts mehr tut.
    Dann ist sein letzter Eindruck nämlich, dass er die ganze Zeit irgendwas macht, und dafür Clicks absahnt.
    Das ist ein Fehler, die man anfangs "gerne" begeht: dass man die Sessions zu lang macht. Stell Dir eine Eieruhr auf 30 Sekunden. Und sei kreativer, was man alles klicken kann: Schwanz gewedelt-->C+B
    Kopf gehoben-->C+B, Bein bewegt-->C+B, Nase gezuckt-->C+B,


    Zitat


    Beispiel: er bekommt ne box, ich clicker erst den blick, dann 1. pfote drauf, 2. pfote drauf- das geht schnell und dann? wenn er dann nix mehr anbietet, bzw. nur das was er schon hatte?

    Dann hat er ein Repertoire, dass Du weiter bearbeiten kannst. Du könntest clicken, wenn er wieder "absteigt". Du könntest clicken, wenn er um die Kiste rumläuft.
    Du könntest die Kiste auf die Seite legen, so dass er vielleicht auf die Idee kommt, reinzu laufen.
    Oder Du legst sie mit der Öffnung nach oben, so dass er reinspringt.

    Und eins finde ich dann auch wichtig: wenn Die eine Sache gefällt (z.B. wenn mit zwei Pfoten auf die Box steigt), dann wiederhol die doch ein paar Mal und führe ein Signal dafür ein. So lernt er nicht nur Kreativität, sondern auch noch wie das mit dem Signal funktioniert.
    Das würde ich so machen: Du clickst einigemale den "zweiPfotenBox", wenn Du das Gefühl hast, dass er das jetzt gleich noch mal tun wird sagst Du "zweiPfotenBox", er machts du clickst und belohnst. Das wiederholst du 4-5 Mal.
    Dann wird ER das vermutlich gleich weiter machen wollen, denn es ist ja so belohnend für ihn. Du sagst Dein neues Signal aber nicht und clickst ihn auch nicht! VWahrscheinlich guckt er dich dann erstaunt an. Clickerautomat muß defekt sein. Wenn er vorher genügend für das "zweiPfotenBox"-Verhalten geclickert wurde, wird er es hochwahrscheinlich trotzdem gleich noch mal ausführen: dieses mal sagst Du wieder "zweiPfotenBox" clickst und belohnst. Jetzt formst Du, dass er das "zweiPfotenBox"-Verhalten nur zeigt, wenn Du das Signal sagst.
    Du wechselst ein paar mal zwischen "zweiPfotenBox"-auf Signal-clicken Belohnen und "nix passiert wenn er es ohne Signal gemacht hat" hin und her.
    Wenn du das für ca. eine Minute gemacht hast, ist er wahrscheinlich komplett alle... Dann ist erst mal Feierabend. Später am Tag kannst du das ganze dann noch mal wiederholen.

    Weil Du jetzt ein "Boxenverhalten" so unter Signalkontrolle gebracht hast, dass er es nicht mehr zeigt, wenn vorher das Signal nicht kommt, wird er es Dir in einem späteren Kreativitätsspiel vielleicht nicht mehr anbieten. Jedenfalls solltest Du es dort auch nicht mehr anclicken!


    Wenn er mit verschiedenen Gegenständen gerne wieder das Gleiche versucht ist das ja grundsätzlich nicht schlecht. Er wendet gelerntes Verhalten auf eine neue Situation an! Prima, genau das wollen wir, wenn der Hund "sitz" generalisieren soll!! Wenn Du aber ganz neues Verhalten willst, solltest Du Deinen neuen Gegenstand so wählen, dass sein "altes" Verhalten am neuen Gegenstand nicht wirklich gut funktioniert. Wenn du bisher eine große stabile Box genommen hast, nimm entweder ein kleines Teil, auf das man sich gar nicht draufstellen kann, oder eins, das Wegrollt, oder eins, was viel höher ist, oder was, wo man drunter durch gehen kann, oder oder oder.
    Das Kreativitätsspiel sollte auch die "Spielleiter" zu mehr Kreativität verleiten!!


    Eins ist wichtig: mach die Sessions so kurz, dass ihm noch was neues einfällt und er aber nicht in die "weil ich nix mehr weiß, leg ich mich hin und lauere (starre sie an) Frauchen an"- Haltung fällt.


    Wichtig ist auch zu verstehen, dass es eine Kreativitätsübung ist. Kreativität kommt nicht von heute auf morgen, sie entwickelt sich.

    Ich mache solche Übungen gar nicht so oft. Ich finde auch nicht wirklich, dass Sie für Anfänger so gut geeignet ist.
    Es soll schon passiert sein, dass Hunde durch dieses Spiel gelernt haben, dass der Click bedeutet: Mach das was gerade geclickt wurde NICHT noch einmal!!

    Ich nehme Free-Shaping eigentlich nur um Targets zu lehren: dotz Teil A mit der Nase an, hau auf Teil B mit der Pfote, leg Dich mit deinem ganzen Körper auf Teil C. und dann benutze ich die Targets um andere Übungen zu "formen", die man eigelntlich vielleicht durch Futterlocken lehren würde.

    Bei Hunden, die von sich aus auch nicht Apportieren mögen forme ich das Apportierobjekt auch zunächst als Target, zu dem er sich hinbewegen muß. Und da die meisten Hunde ziemlich schnell lernen in ein Nasentarget zu beißen, wenn man nur ein bißchen zu spät clickt, hat hund das Apportel dann also bald kurz in der Schnute.... Dann zögere ich nur den Click immer länger hinaus, bis der Vierbeiner irgendwann mit dem "Target" in der Schnüss vor mir steht.