Beiträge von Shoppy

    Ich lebe auch mit meinem Hund, und ziemlich häufig mit Gasthunden.
    Bei denen weiß ich oft vorher nicht, was die für Marotten, komische Hobbys, (für mich) Problematische Verhalten etc. mitbringen.
    Manches davon zeigt sich vielleicht auf dem obligatorischen Kennenlernspatziergang, anders wird vom Besitzer extra herausgastellt (klasse fand ich z.B. "Sie müssen aber die Haustüren von innen abschließen, die kann Türen öffnen und geht dann spatzieren" - das ist schon mal eine SEHR wichtige info..), anderes wird nur nebenbei erwähnt und anderes auch mit Absicht verschwiegen...

    Und dann steht man manchmal da und Hundi kommt einfach nicht aus dem 30 cm tief vermatschten Acker und saust dort wie angestochen rum. :kopfwand: Da muß ich dann eben ad hoc, sozusagen testen, was den Hund aus dem Matsch holt. Korrekturen oder wie auch immer man das jetzt wieder bezeichnet haben irgendwie nie funktioniert.

    Ist der Hund bei mir, wieso, wie und wann auch immer, wieder angekommen, gibts Kekse, kein Mecker. Und dann entscheide ich aus dem Bauch heraus: lohnt sich ein wenig Rückruftraining, kann ich den Hund an die Halter zurück geben, wenn der Mittelschnauzer drei Wochen nur an der Schleppleine laufen durfte und warte dann auf den Anruf nach dem Abholen, dass er drei Stunden verschwunden war und alle Katzen des Ortes auf die Bäume gescheucht hat? Vielleicht kann man den Rückruf wenigstens so weit "herstellen" dass er an schleifender Schleppe in ungefährlichen Gebieten sausen kann?
    Wenn der Hund nur zwei Nächte da ist, stelle ich mir diese Frage nicht, und auch nicht, ob es mich wahnsinnig macht, wie der Strolch an der Leine reißt...

    Für das LEben MIT meinem Hund habe/mache ich mir Gedanken gemacht, was er denn wohl alles so können sollte, und dieses von Welpenbeinen an geübt.
    Trotzdem kommt natürlich irgendwann der überraschende "Das hat er ja noch NIE gemacht"-Moment.
    Situativ mache ich u.U. in der Uuuups-Situation gar nichts, keine Korrektur. Aber ich sorge garantiert dafür, dass diese Situation so nicht wieder zustande kommt und überlege dann, ob diese Situation häufiger vorkommen könnte. Falls ja, wird über Alternativverhalten nachgedacht, und traininert, und solange das noch nicht funktioniert, gibts Management.
    Macht es wieder "uups" ist das mein Fehler, für den ich nicht den Hund strafe!!


    nochmal zum "Ernst des Lebens" vs. "Trick".

    Natürlich "weiß" ich, dass ein zuverlässiger Rückruf kein "Trick" ist, der Hund kennt den unterschied aber nicht, er macht auch keinen Unterschied zwischen "lockere Leine" oder "Rückwärts durch die Beine" beides ist irgendwie nicht im Normalverhalten eines Hundes vorhanden und um es zu lernen sind die gleichen mechanismen im Gang. Lernen findet immer gleich statt.
    Wieso SOLLTE ich also einen Unterscheid machen?
    Wenn schon, dann sollte der Hund "den Ernst des Lebens" noch viel toller, Spaßiger und lohnenswerter finden und mit Begeisternung funktionieren als irgendwelche "Tricks".


    Und ganz sicher traininere ich nicht den ganzen tag an irgendwelchen Hunden herum. zusammengenommen sind das höchstens 30-40 Minuten am Tag. Ich bin faul, ich habs gern effizient...

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    Angefangen haben wir mit "Sitz" und das klappt auch super. Und mittlerweile ist er auch schon total begeistert wenn ich den Clicker in die Hand nehm und spult dann auch schon etwas Programm ab (setzt sich in verschiedenen Positionen hin, legt sich ab, dreht sich Kreis, bringt auch ab und an Spielzeug etc.). Jetzt war ich aber immer der Meinung, dass ich mir vor Beginn der Trainingseinheit halt ueberlegen muss was ich mit ihm trainieren will und dann auch nur das clickern.

    Ja! ;)

    Entscheide Dich Pro Trainingssession für eine Sache und click nur die.
    Du kannst aber sehr gut mehrere Trainingssession hintereinander machen (mit 1-2min. Pausen dazwischen), wo Du in einer "sitz", in der nächsten "tanzen" und in der dritten "Spielzeug aportieren" übst.


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    Aber er bietet mir halt immer soviel an und daher frage ich mich, ob ich jetzt wo wir eh noch am anfang stehen nicht einfach alles clickern kann, was er so macht. Oder soll ich mir anfangs wirklich nur ein verhalten aussuchen und nur dann clickern wenn er das zeigt?

    Falls ich zu wirr geschrieben hab, dann bitte fragen...

    du hast das sehr gut beschrieben :smile:

    Mach am Anfang die Sessions sehr kurz: höchstens eine Minute (stell Dir eine Eieruhr). Und dann pickst Du Dir pro Session eins der angebotenen Verhalten heraus.

    Wenn du bemerkst, dass er dann in der folgenden Session nur noch das vorhergeübte Verhalten anbietet, brischt Du die Session ab und fängst erst später (stunde min.) an: in der Session clickerst Du dann erst mal alles was er anbietet, egal was das ist.
    dann machst Du eine Minute Pause und pickst für die nächste Session wieder nur ein Verhalten.
    Wieder eine Minute Pause. Wenn er in der nächsten Session verschiedene Verhalten anbietet, super. Pick ein anderes und übe nur daran.
    Wenn er wieder nur eins anbietet - abbrechen und später wieder "alles" clicken.
    So lernt er dann, dass er erst mal verschiedene Verhalten anbieten darf und sogar soll, aus dem Du dann eins pro Session rausarbeitest.

    Das Problem tritt aber nicht so oft auf, die meisten Clickerhunde bieten immer verschiedenes Zeug an, auch während einer Session, einfach um die Frage zu stellen: "Du clickst das Verhalten, oder? und dieses aber nicht, oder?"

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    naja ,vieleicht können sie gut die hunde lesen bevor es eskaliert,kennen sich mit gruppen/zwingerzusammenstellungen aus,
    füttern und spritzen,beobachten ,agieren täglich mit ängstlichen, agressiven,normalen, balkon ketten,famliy ,angefahrene usw. hunde.
    gehen mit grossen gruppen spazieren und leben dann permanent noch mit 8 - 13"freien" hunden im haus und packen zusätzlch noch ein paar härtefälle mit rein,das ganze in ruhe und ohne sich aufzureiben.
    lernen täglich von den hunden dazu und bekommen videosequenzen in die hirnrinde gebrannt,die in den instinkt mit einfliessen.

    das könnten die leute sein von denen du sprichst.

    Muß ich jetzt diesen Abschnitt so verstehen, dass überhaupt nur Leute die einen Riesenhaufen Hunde haben kompetent genug sein können, ohne Alphawurf und co. auskommen zu können?

    Oder hat mein Hirn gerade "gefärbt" gelesen?

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    Glaub mir, eine klare, deutliche Kommunikation schadet keinem Hund und funktioniert, sofort !!

    natürlich funktioniert das, sonst würde es ja keiner machen :D
    Und weil es "sofort" funktioniert, ist es bestärkend für den Menschen.
    Ist es nicht toll, positive Bestärkung...sie funktioniert, jipeee!


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    Hm,
    ich mache schon einen Unterschied zwischen Erziehung - das betrifft alles, was ein Hund fürs Leben wissen muß - und Ausbildung/Dressur.

    Ob ich einem Hund die Hausregeln erkläre oder mit ihm am korrekten Apportieren arbeite, für mich ist das ein Unterschied.

    Weisst Du, seit wann genau ich auf dem "ich will alles möglichst über positive Bestärkung machen"-Trip bin? Seit ich verstanden habe, dass das dem Hund schnurzpiegscheißegal ist. Für den sind die Sachen, die wir von ihm wollen, alles ziemlich alberne Tricks, die oftmals nix mit seinen Motivationen, Interessen und "natürlichem Verhalten" zu tun haben. Es sind alles "alberne Tricks".
    Und weisst Du was, seitdem ich alles wie Tricks trainiere, passiert was sehr interessantes: Hunde haben Spaß am Training, Menschen haben Spaß am Training, Hunde haben Spaß daran, "Hausregeln" und anderes in ihren Augen nutzlose, langweilige, überflüssige Zeug zu lernen und dann auch zu machen, alles "flutscht" und ist sooooo viel entspannter.
    "Hausstandsregeln" sind auch nur Tricks.

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    Macht er bei ersterem etwas "unerwünschtes", dann reagier ich anders, als wenn er den Dummy zu früh fallen läßt.

    Warum? Weil es Dir "wichtiger" ist, weil es besser "abgesichert" werden muß?


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    Ausser natürlich, du/ihr versteht unter Strafe nicht ein verbales, körperliches Korrigieren des Hundes, sondern ein verprügeln, zusammenschreien, ... des Hundes.

    hm.
    Ja, was verstehe ich darunter. Darüber müßte ich mir ja dann wohl Gedanken machen, wenn ich es anwenden wollte...

    Definiert ist es so:
    eine Strafe ist etwas, was ein Verhalten in der Intensität, in der Dauer oder der Frequenz reduziert.
    eine positive Strafe reduziert ein Verhalten, indem ein Reiz hinzugefügt wird, den der Schüler vermeiden möchte.
    Das zur Verfügung stehende Spektrum ist riesig - und da ich keinen Heiligenschein auf habe, gehe ich davon aus, dass ich gelegentlich Sachen mache, die von meinen Mitlebewesen gelegentlich als positive Bestrafung aufgefasst werden. Das ist doof und ärgerlich, aber bestimmt von niemandem ausser Gandhi, Mutter Theresa und dem Dalai Lama (schreibet man den so??? :???: ) zu vermeiden...

    Aber ich denke, es macht einen gewaltigen Unterschied, ob macn sich darüber Gedanken macht, und wenn man sich Gedanken macht, ob man für sich entscheidet, so weit wie irgendwie möglich ganz darauf zu verzichten, oder ob man sich von vorneherein entscheidet, ja, in Situation xy mache ich aversive Aktion Z mit meinem Hund (aber ich weiß, dass ganz viele Strafreize auch einfach aus Impuls gegeben werden...).

    Denn in der Zeit, wo ich mir Gedanken darüber mache, wie ich eine Strafe richtig ausführe, wie "hart" die Strafe sein muß, damit sie überhaupt Wirkung zeigt, sie richtig time, darauf achte, dass sie nicht aus Versehen mit mir, einem unschuldigen Fahrradfahrer oder einem Schmetterling verknüpft wird sondern einzig und alleine mit dem Verhalten des Hundes und dann alles mögliche vorbereiten muß, damit das auch ganz genau so ablaufen kann UND dann auch beobachte, ob es tatsächlich die gewünschte Wirkung hat, und falls nicht einen Plan B zur Hand habe.

    In der gleichen Zeit kann ich mir einen meisten extrem simplen Trainingsplan für ein alternativ-Verhalten UND eine Managementstrategie für den "nicht-Trainings-Moment" ausdenken, umsetzen und durchtrainiert haben (ausgenommen extreme Verhaltensprobleme und unerwünschtes Jagdverhalten, da zaubert niemand mal eben was aus dem Hut...).

    Und abgesehen davon, dass ich es vom ethischen Standpunkt aus betrachtet als richtig empfinde, auf positive Strafe verzichten zu wollen - offenbar haben da genügend Leute dran rumgeforscht, um wieder und wieder und wieder und wieder zum Ergebnis zu kommen: Strafen eigenen sich extrem schlecht für effizientes, nachhaltiges, nebenwirkungsfreies, streßfreies Lernen und Strafen eigenen sich nicht für Trainingsanfänger.
    Und je mehr ich traininere, je mehr ich lerne, desto mehr denke ich, dass ich für Strafen noch "zu Anfänger" bin...

    Hier also auf Wunsch einer einzelen Person mit einem Leichtgewicht von Mali (ich habe einen 41kg RR - der mir trotz null mal angewendeter Alpharolle nicht auf der Nase rumtanzt...) eine kleine Trainingsanleitung, wie ein Hund lernt, das "Mensch (oder anderer Hund, oder Katze, oder Oma, oder kleinkind....) in der Nähe meines vollen Futternapfes ist supergummigut - und daher kein Grund zum knurren.

    1. Man füttere den Hund einige Tage ausschließlich aus der Hand

    2. Man nehme einen Napf, halte ihn in der einen Hand, lege zwei Brocken Futter hinein, reiche dem Hund den Napf, und wiederhole so lange, bis die Mahlzeit vollständig im Hund ist.

    3. Man wiederhole Schritt 2 über mehrere Tage,

    4. Man wiederhole schritt 2, lege aber statt zwei Bröckchen eine kleine Handvoll Futter in den Napf, reiche dem Hund den Napf, und wiederhole das ganze so lange bis die Mahlzeit vollständig im Hund ist.

    5. Man wiederhole Schritt 4 über mehrere Tage.

    6. Man wiederhole Schritt 4 aber mit ungefaähr der Hälfte der Mahlzeit im Napf.

    7. Man wiederhole das ganze über mehrere Tage.

    8. Wie Schritt 6, jedoch mit fast der Gesamten Mahlzeit im Napf. wenn der Hund fertig ist, gibts den Rest als Zugabe

    9. Man wiederhole das ganze über mehrere Tage

    10. Wie Schritt 2, aber man stelle den Napt mit den Bröckchen auf den boden, läßt den hund fressen, füllt zwei Bröckchen nach, läßt fressen, füllt zwei Bröckchen nach... solange wiederholen bis die Mahlzeit völlig im Hund ist. Über mehrere Tage wiederholen

    11. Wie Schritt 10 aber eine Handvoll Futter im Napf... Über mehrere Tage wiederholen


    12. Wie schritt 10 aber ungefähr die hälfte der Mahlzeit im Napf... Über mehrere Tage wiederholen

    13. Wie Schritt 12, jedoch mit fast der Gesamten Mahlzeit im Napf. wenn der Hund fertig ist, gibts den Rest als Zugabe. Über mehrere Tage wiederholen

    14. Wie Schritt 1 jedoch mit einer anderen Person des Haushaltes
    15. mit der neuen Person sämtliche Schritte des Programms durchlaufen

    16. Wie schritt 1 jedoch mit einer weiteren Person des Haushaltens....
    17 mit der dritten Person das gesamte TRainingsperson durchlaufen.

    Wenn es Probleme mit Hunden, Katzen, Omas oder Kindern gibt, werden die ins "Programm" aufgenommen, wenn sämtliche Erwachsenen das Programm vollständig durchlaufen haben.
    Kinder und Omas können aus sicherer Entfernung extrems leckere Zugaben zum Hund werfen, während noch mal wichtige Schritte des Programmes wiederholt werden.
    Katzen/andere Hunde können so gegen den Ressourcenverteidiger gesichert werden, dass dieser sie sieht, während er das beste Futter der Welt bekommt....

    Tada, End of Ressourcenverteidigung, und ganz ohne dass jemals eine Alpharolle nötig würde.

    Vorteil: Hund findet Action beim Essen genial, denn das bedeutet mehr und oder besseres Essen.
    Nachteil der Alpharolle: Hund findet nach wie vor Action beim Essen total Scheiße und ist gehemmt, während der Alpharoller in der nähe ist, jedoch nicht notweniger Weise, wenn dieser nicht da ist, uups...

    Zum Jagen, siehe Pia Gröning und Ariane Ullrich.

    zum Ponyhof - offenbar wohne ich auf einem...

    Ich muß nicht zu positiver Strafe/negativer Bestärkung greifen, wenn ich einfach den angeblich so großen intellektuellen Vorsprung benutze, den Menschen gegenüber Tieren haben.

    Wenn der Hund das Schnitzel vom Tisch klauen konnte, hat er es eindeutig nicht anders verdient, denn Mensch war dämlich genug es dort so zu platzieren, dass er es sich nehmen konnte.

    Wenn ich es wirklich WILL und ich kreativ genug bin KANN ich ohne positive Bestrafung auskommen.

    Um jene geht es mir.
    Es gibt auch negative Bestrafung - die wende ich an, wenn ich mit Alternativerhalten noch nicht so weit bin, UND keine Managementlösung parat habe.


    Um noch mal auf den Ponyhof zurück zu kommen:

    Ich muß nicht zu positiver Strafe/negativer Bestärkung greifen, nicht mal bei den Gasthunden, die machmal mit nicht vorhandenem Grundgehorsam hier ankommen, und öfter mal einen noch nicht mal halbwegs funktionierenden Rückruf haben, oder Sachen von den Schränken holen, oder die Türen anfressen, oder, oder, oder.

    Wenn ich es für nötig erachte, dass Gasthund auf "komm" reagiert, übe ich das, sodass ich das Tierchen an ungefährlichen stellen frei laufen lassen kann. Meistens brauchen die Vierbeiner eine "auffrischeung" wenn sie das zweite Mal hier sind, aber dann sitzt es.
    Und falls nicht, schnall ich das Vierbein an eine Schleppe. Jagen, unmöglich.
    Die wenigsten konnten "geh auf Deine Decke" - das haben bisher alle innerhalb von 3 Tagen gelernt, wie das funktioniert. Und wer das kann, kann nicht durch offene Türen entwischen, Essen vom Tisch klauen, oder irgenwas "verbrechen" was ausser Reichweite der Decke ist.
    Das ist "ein bißchen" aufwendig - ungefähr 5 Trainingssessions von 3-4 Minuten über höchstens 3 Tage...

    Ich setze Grenzen, ständig.
    Mit einer Schleppleine, für "nicht-Komm-Beherrscher" oder für "geh auf Deine Decke" für "meinen hund totspielen-Woller" - oder auch mal mit einer an mir befestigten Hausleine für Allesanfresser. nur muß ich dafür keine positive Betrafung anwenden.


    Was brauch ich sonst noch??

    hm Sitzen ist praktisch gegen jede "Schandtat" anwendbar. An lockerer Leine ist auch immer wieder hilfreich - das verclickere ich den Gästen soweit es für mich notwenig ist.
    Und wenn ich WEISS, dass einer eine Situation nicht wird meistern können (und das weiß ich vorher...) dann kommt Herr oder Frau Hund eben an die Leine, und muß warten, bis die Situation vorüber gezogen ist.

    Und wenn ich es nicht vorher wußte, und es schief gegangen ist, was soll ich dann machen???

    Nix, das Ding ist Vergangenheit, zu spät, Hund einsammeln, und sich fürs nächste Mal einen Merkzetteln ins Hirn pinnen, dass man schneller, besser oder vorausschauender sein muß und/oder dass man eine Trainingsbaustelle hat.


    und nochmal zu den Baileys.

    Wer glaubt, dass die US-Army Tretminen-Suchhunde einsetzt, die nicht "im alltäglichen Leben funktionieren? Wozu hätte man sich dann die Arbeit gemacht, diese Hunde auszubilden, wenn man sich nicht hundertprozentig auf sie verlassen wollte.

    Die Tiere, die diese Leute ausgebildet haben, WAREN hoch funktional in dem Alltag, für den sie ausgebildet worden sind, sonst wäre der Laden nämlich nach einem Halben Jahr Pleite gegangen. Wenn ich richtg rechnen kann, hat er aber mehrere Jahrzehnte mit ziemlichem Erfolg ziemlich viele ziemlich gut ausgebildete Tiere "produziert"...


    Wenn die das mit (teilweise) nicht domestizierten Tieren hinbekommen, was für ein trauriges Bild geben dann Hundehalter ab, die das nicht mal mit einem seit tausenden von Jahren sehr gut domestizierten, völlig auf das Leben mit seinem Menschen selektieten Haushund hinbekommen???


    Ted Turner (Seaworld) sagt, es können überhaupt nur Hundehalter die Entscheidung treffen, dass sie mit Bestrafung trainieren.

    Aber er hat ein bißchen unrecht. Pferdetrainier machen es auch...

    Ich finde es richtig Rücksicht zu nehmen.

    Aber ich erwarte das auch vom Gegenüber.

    Ich rufe meinen Hund zu mir, wenn ein Radfahrer kommt, aber das kann ich nur, wenn ich diesen auch rechtzeitig wahrnehmen kann - ich schlepe keinen Ipod mit auf den Spatziergang und die Ohren funktionieren sehr gut - aber mich haben schon oft Fahrradfahrer fast umgefahren, weil ich sie einfach nicht gehört habe - viele HABEN gar keine Klingel mehr am Rad... dann könnte man ja wenigstens kurz rufen...

    Und ich gehe auch an den Rand des Weges. Ich sehe es aber nicht ein, in den Graben, in die Riesenpfütze oder dergleichen ausweichen zu müssen, nur weil zwei Plauderne Tour de France aspiranten unbedingt nebeneinander fahren müssen.

    Ich lasse auch keine Haufen meines Hundes auf öffentlichen Straßen, Wegen, Parks, Wiesen oder gar Spielplätzen liegen, aber ich erwarte auch von Müttern, dass sie nicht einfach die Windeln ihrer Babys hinter den nächsten Busch werfen, wo Superschnüffelnase sie sofort ausfindig machen, und dann den Superjackpot verspeisen wollen.

    "Rücksicht" beruht auf Gegenseitigkeit.
    Und wenn jeder ein Minimum aufbringen könnte, gäbe es solche Freds nicht...

    Oh hilfe, den Habe ich übersehen.

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    In unserem Fall sähe es so aus, dass der Mensch versuchen muss, seinen Hund auf den Rücken zu werfen und zur Demutshaltung zu zwingen, dabei die Hand an die Kehle des Hundes legt und etwas zudrückt. Klingt gefährlich und sollte auch nur im äußersten Ernstfall angewandt werden, und auch nur, wenn man wirklich dazu in der Lage ist.

    Es klingt nicht nur gefährlich ES IST GEFÄHRLICH!
    Allerdings sollten suizidgefhrdete Menschen sich doch einfach mit Pillen vergiften oder von einer hohen Kllippe sprungen und nicht noch einen Hund mit reinziehen.


    Dieser Dreck ist veraltet, gefährlich, völlig blödsinnig, und leider nicht aus den Köpfen gewisser Traininer, den "Fortbildung" offenbar völlig SCHEISSEGAL ist, erhauszubekommen.

    Wölfe werfen andere Wölfe nicht auf den Rücken, Wölfe beißen andere Wölfe nicht in die Kehle, ausser aus Tötungsabsicht, Menschen sind keine Wölfe, hunde sind keine Wölfe und Menschen sind auch keine Hunde.
    Hunde wissen übrigens, dass Menschen keine Hunde sind...


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    Keine Angst, man tut dem Hund dabei nicht wirklich weh, solange es nicht eskaliert.

    Der Mensch hat soeben von vielleicht 5 auf 350 eskaliert, und da soll der Hund dann deeskalieren?
    Wenn der Hund so cool ist, warum muß er dann gealpharollt werden?


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    Aber wie gesagt, nur im Notfall (Hund beißt oder so...)

    Wenn Hunde beissen suche man bitte mit ihnen einen Traininer auf, der Ahnung davon hat.
    Wenn man einen Hund hat der nicht beißt, sucht man bitte einen Traininer auf, der Ahnung davon hat.
    Wenn man einen aggressiven Hund haben will, probiere man einfach ein paar mal die Alpharolle...


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    und nur, wenn man es wirklich durchzieht. Auf halben Weg aufzuhören, käme einer Katastrophe gleich, da ungeklärt bliebe, wer nun wirklich der Stärkere und damit der Rudelführer ist. Und man sollte Schmerz aushalten können, denn der Hund wird mit Sicherheit dabei versuchen sich zu wehren und zu gewinnen, was natürlich den einen oder anderen Zwicker mit sich bringt.


    http://www.wolf.org/wolves/news/iw…r/alphawolf.pdf

    Der "Rudelführer" ist immer das Elterntier.
    Wer als Mensch einen Hund zur Welt gebracht hat, melde sich bitte bei RTL

    Man kann mit dem Buch alleine sehr wohl was anfangen, wenn man die die Grundlagen des Lernens kennt.

    Mit aversiven Mitteln lernt sich schlecht. Es gibt Studien darüber...
    Darüber hinaus findet man das sehr schnell selber heraus, wenn man WIRKLICH subjektiv auf die Ergebnisse seiner Starfmaßnahmen guckt.
    Das Problem ist, dass die meisten Leute einfach NICHT SEHEN, was die Körpersprache und das Verhalten des Hunde in bestimmten Situationen sagt. Sie sehen es einfach nicht. Und wenn sie es sehen, bringen sie es nicht mit ihrem eigenen Verhalten in Verbindung.

    Das liegt daran, dass Strafe ein "Verhaltensloch" macht: sie hemmt das Verhalten des Hundes (nicht nur das nicht erwünschte Verhalten, sondern alles was der Hund mit der Strafe verknüpft hat, was quasie alles sein kann), also denkt Mensch, hat ja prima geklappt.
    Dann treten eigenartige Verhalten des Hundes auf, wenn er in eine Situation kommt, die er mit der Strafe verknüpft hat. DAS Verhalten ist oft ein Meiden, Beschwichtigen, oder auch Aggression, je nach Erfahrungen und genetischen Prädispositionen des Hundes.
    Der MENSCH hat seine Strafe mit dem ursprünglichen Verhalten des Hundes verknüpft, der Hund aber nicht. Deshalb erkennt der Mensch nicht, dass das "neue" Verhalten was mit der Strafe von letzter Woche, letztem Monat oder vor zwei Jahren was zu tun hat.

    Meine persönlichen "Helden" Marian Breland und Bob Bailey haben mit ihrer Firma ungefähr 14.000 (sprich vierzehnTAUSEND) Tiere der unterschiedlichsten Gattungen von Fischen über Reptilien, Vögeln bis Säugetieren traininert.
    Dabei haben sie 12 (in Worten zwölf) mal positive Bestrafung angewendet, und zwar, weil der Kunde (US-Army: die Hunde sollten Tretminen finden, anzeigen aber keinesfalls berühren) dieses verlangt hat. Die Trainer waren der Meinung, dass es auch ohne diese "Absicherung" funktioniert hätte.

    Diese Leute mußten extrem effiziente, nachhaltig wirkende, und von anderen leicht nachvollziehbare und weiterführbare Trainingsstrategien entwickeln.

    Und für was haben sie isch entschieden?

    Positive Bestärkung...