Beiträge von Shoppy

    Auch wenn das Problem nicht "Jagen" ist, hier trotzdem ein Buchtipp, der Dir sehr weiterhelfen wird in Bezug auf Rückruf- und Aufmerksamkeitstraining, Impulskontrolle, etc:
    Pia Gröning und Ariane Ullrich: "Antijagdtraining für Hunde"

    zumindest zum Röntgen der Hüfte (bei den anderen Gelenken weiß ich es nicht...) muss das Gelenk überstreckt werden. Da geht nur wenn die Muskeln völlig entspannt sind.
    Die nötige Übertreckung bekommt man das ohne Narkose nicht hin, weil das weh tut, und der Hund die Muskeln anspannen würde.

    So einen großen Hund würde ich auf jeden Fall röntgen lassen, nicht "nur" wegen Zughundetraining...

    Du bist auf dem richtigen Weg.
    Natürlich weiß er noch nicht hundertprozentig, wie er sich Verhalten soll.
    Das er machmal keine Probleme hat und mit menchen Situationen schon doch noch, hängt eben damit zusammen, dass Hunde großartige Differenzierer und furchtbar schlechte Generalisierer sind. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Du Dich jetzt zunächst mal auf eine "Behandlungsweise" reduziertst: Egal was gelaufen oder gefahren kommt, Milo sitzt und bekommt lecker Essen. Je öfter die Gleichung "Entgegenkommer" = "Sitzen, Essen" geübt wird, desto schneller hast du den Automatismus, dass Milo, wenn ER einen Jogger/Fahrradfahrer sieht, die Idee "Essen" bekommt, und sich somit an Dich wendet. Du bekommst so einen Jogger-Sucher Hund, der aber nicht mehr pöbelt, weil er damit beschäftigt ist, den Futterautomaten (Dich ;) ) zu bedienen.
    Wenn Milo ein guter Jogger-Anzeiger ist, kannst Du anfangen ein neues Verhalten dazuzunehmen: langsames an lockerer Leine weitergehen, oder Fuß. ABER wichtiger ist erstmal, dass er entspannt ist, also mach die Kekse nicht davon abhängig ob die Leine suiperschön durchhängt oder das "Fuß" Milimeter genau und Hundsporttauglich aussieht. Essen gibts für "Jogger-gucken" nicht für Stechschritt-Fußarbeit...

    Versuch zu lernen, die Körperspannung Deines Hundes gut lesen zu können, da bekommst Du dann gute Hinweise, was für ihn in der Situation machbar ist. Ob "Fuß" klappen kann oder ob vielleicht sitzen noch zu schwierig ist, und er eigentlich größere Distanz bräuchte.

    Vielleicht führst Du ein Joggerbegegnungstagebuch, für ein paar Wochen, in das Du einträgst, wie er sich bei jeder Begegnung verhalten hat, und schreib uhrzeit, Wetter, Ort, und Sachen, wie wan vorher welches Futter bekommen hinzu, wie der Jogger bekleidet war, wie schnell der Gelaufen ist, ob Milo sich vielleicht vorher über irgendwas erschrocken hat oder so.

    Oft kann man erst so Konstellationen erkennen (z.B. vorher Schweineohr gefressen, dann Jogger angeknurrt), die vielleicht dazuführen, dass milo manchmal gereizter auf Jogger reagiert - z.B. weil er Schweineohren gar nicht soooo gut verträgt, und ihm das Ding schwer im Magen liegt...
    Bei älteren Hunden ist es manchmal naßkaltes Wetter, wenn die alten knochen dann mehr zipperlein machen, als wenn es schön warm wäre...

    Zitat

    Das alles wohlgemerkt auf ein und demselben Spaziergang. Was ist da los? Wer hat meinen Hund ausgetauscht? AUF EINMAL???

    Hat er etwa nach so kurzer Zeit schon verstanden, was er machen soll? Oder hatte er heute nur mal besonders Hunger? Hab ich endlich den richtigen Belohnungs-Käse gekauft?

    Ich darf mich jetzt net zu früh freuen, gell? :D Da kommen sicher noch ein paar Rückschläge. Aber toll angefühlt hat es sich trotzdem.


    Das ist ja sehr super!!! Gut gemacht.

    Vielleicht hatte er einen sehr guten Tag, vielleicht hat es "klick" gemacht...
    Ja, vielleicht hängt es mit der Belohnungsqualität zusammen, die sollte bei solch schwierigen Sachen so gut wie nur igendwie geht sein, und in entsprechenden Mengen gegeben werden.

    Richtig, nicht zu freu freuen, und "alles stehen und leigen lassen". Toll ist, dass Du auf die sehr schwierigen Situationen mit Jackpots reagiert hast. Genau so soll es sein! Und es ist super, dass es sich für Dich gut anfühlt, denn so wird DEIN Verhalten auch bestärkt :gut: .


    Mach einfach so weiter: mit sehr vielen, sehrsehr Hochwertigen Belohnungen, bis Du wirklich merkst, dass milo da einen Automatismus entwickelt. Wenn so ein rennendes Zweibein (Radfahrer und was aoch immer sonst ihn vorher gestört hat) kommt und er auf Deine Signale reagieren kann oder diese Verhalten sogar von sich aus schon anbietet, und er dass über wenigstesn ein bis zwei Wochen konstant zeigt, kannst Du schritt für Schritt die Menge und die Wertigkeit der "Kekse" anfangen zu variieren und auch andere BEstärker (kleines Laufspiel mit Dir, zergeln, Ballspiel...) benutzen.

    Nein, Staffy, ganz offenbar hast Du GAR NICHTS verstanden.

    Du hast ja meine Beiträge ganz offensichtlich nicht mal vollständig gelesen!

    Ich spreche schon die ganze Zeit davon, dass ich Verhalten trainiere, die ich in solchen Situationen EINSETZEN KANN, das mach ich nicht für die Schublade, oder für irgend einen Hundeplatz, oder ein Turnier, sondern um es eben in solchen Situationen einzusetzen! Und das mache ich dann auch!

    Ein Hund lernt, wie er sich Verhalten soll, indem man mit ihm traininert, was er machen soll.
    Z.B. lernt er, dass hund zur Menschenbegrüßung sitzt, oder steht, oder eine Speilverbeugung macht. Wenn diese Verhalten sich lohnen und anspringen nicht, weil der Hund zum anspringen gar nicht erst kommt, was glaubst Du macht der Hund dann?
    "Nicht anspringen" ist mir ZU WENIG!


    Ich habe unter vielem anderen ein RÜCKRUFSIGNAL da brauche ich kein Abbruchsignal.

    Und ich sprach von Situationen, wo es durch irgendwas "schiefgelaufen" ist - zu große Ablenkung für den Hund ODER für mich (soll ja auch mal passieren, dass Menschen abgelenkt sind...), oder was auch immer.
    WENN es schon schiefgelaufen ist, ist es ein Uups, nächstes mal besser aufpassen. Es ist vor bei. Vergangenheit, nichts was ich dann mache, kann das Verhalten des Hundes rückgängig machen.


    Du pickst Dir das raus, was Du lesen willst, und hast nicht verstanden, dass diese Sachen durch POSITIV AUFGEBAUTE SIGNALE ganz leicht verhindert werden können. z.B. mit Rückruf, z.B. mit Sitzen, z.B. mit lockere Leine, mit Bei Fuß und sogar mit einer Verbeugung.

    Es muß einem nur was anderes einfallen als die Möglichkeit "Nein"!
    Aber das scheint echt zu schwierig für Dich zu sein...

    Wenn ich WOLLTE, könnte ich Problemlos ein "Nein" konditionieren, aber ich brauche keins!

    "Nein" ist ein Informationsloses Wort und sagt dem Hund nicht "was stattdessen"!
    Ich geh nicht dem Umweg, erst "nein" zu sagen und dann "Komm" - Gleich "komm" zu sagen unter anderem schneller, und nicht mit aversivem Reiz verbunden.
    Und "nein" ist mir einfach zu wenig! das blöde Wort gibt nichts her, das kann nichts, ausser Verhalten zu hemmen, dass NACH DER STRAFTAT (denn die ist, ups, in der Vergangenheit verschwunden) stattfindet.
    DANACH will ich aber Verhalten, kein Verhaltensloch!
    Und deshalb ist NEIN zu wenig.

    Ich will Verhalten, kein "Nichtverhalten" und das kriegt man per definitionem nur durch Bestärken.


    Dein "Dein Hund kann ja nicht mal eine "Nein"" ist selbstgefällig, arrogant und überheblich.

    Nein, mein Hund kann vielleicht kein NEIN, aber dafür WEISS er was man in der Situation machen KANN, was auch noch lohnenswert ist und macht es dann. Und wenn man nur unwesentlich fleißig ist, lernt der Hund das nicht nur auf Wort oder Handsignal von seinem "Führer" sondern auf "Umweltsignal" - wie praktisch, hund sieht Radfahrer, kommt zu mir und sitzt, noch bevor ich den Radler gesehen habe...

    WIE erreichst Du das mit "Nein"?

    oh Mist, jetzt ist mein "Edit" weg.... grrr...


    Zitat

    Dann hast du eine 100% kontrollierbare Umgebung und keine unberechenbaren Menschen ... ??

    Ja, hast du das nicht??
    :D
    Nein Quatsch, natürlich nicht, aber ich lebe doch nicht erst seit gestern und weiß, wo die problematischen Ecken sind und habe Augen im Kopf und Ohren. Sehe/höre ich sich ein "Problem" nähern tritt "Vorbeugen ist besser als korrigieren" in Kraft. Herr Schnauzer mußte an (verschiedenen!! der Schlaue Max hat verdammt schnell gelernt, wo man dem "Einfangen" entgehen könnte, wenn man noch keinen Bock hat...) Stellen eingefangen werden, wo er noch nicht mal den Anflug einer Idee zum Katzenjagen im Kopf hatte.


    Zitat


    Aber um mal beim Anspringen des Kindes mit dem Snack in der Hand zu bleiben, du sagst, du korrigierst nicht. Du würdest dem Hund in der Situation nicht sagen, daß seine Verhalten ein NoGo ist ? Was würdest du tun ?

    Gruß, staffy

    Vielleicht rufe ich "Hey" (meine Impulskontrolle ist nicht hundertprozentig...) aber das ist Geräusch ohne Info für den Hund...
    :/
    Wenn ich zu dusselig war, das Anspringen zu verhindern, ist es zu spät, das Verhalten ist vorbei und alles was ich mache, bezieht sich auf und wird verknüpft mit einem anderen Verhalten.
    Wahrscheinlich mache ich :gott: beim Kind/oder dessen Eltern und entschuldige mich für MEIN unachtsames Verhalten. Und biete neuen Snack, waschen der dreckigen Hose, was auch immer an.
    Der Hund kann nix dafür, wenn ich zu blöd bin, ein Anspringen zu verhindern!! Das hätte ich entweder vorher durch Training ändern müssen, oder durch anleinen, hinsetzen lassen, fuß gehen, oder sonst was...

    Kommt ein Kind zum Hund gerannt und hält im sein Eis unter die Nase und der Hund sagt, "oh danke, gerne, lecker!" - soll ich dann den Hund anmeckern? Oder das Kind? Egal wie rum - Hund kann nix dafür. Kind logischerweise auch nicht, aber ich (und möglicherweise ein unaufmerksames "Eltern, je mach Situation).

    Zitat


    Also wenn (m)ein Hund im Begriff ist, etwas gefährliches oder nur unerwünschtes zu tun, sei es hinter etwas hersprinten, nach einer Katze schnappen, eine Person anspringen, ... dann würde ich schon handeln und nicht regungslos daneben stehen und überlegen, wie ich in Zukunft vermeiden kann, daß der Hund vor ein Auto läuft oder das Kind mit dem Snack in der Hand anspringt.

    Okay, das hatte ich falsch ausgedrückt. Natürlich vesuche ich die Situation abzuwenden, aber ich "korrigiere" nicht.
    Und gerade auf solche alltäglichen Situationen BIN ich vorbereitet. Auf Straßen ist egal wer an der Leine, bekennende Katzenscheucher sind in Gebieten mit Katzen an der Leine oder zumindest an der Schleppe, kommen Kinder, wird rangerufen und je nach Hund angeleint, im Zweifel anleinen...

    Das habe ich ausserdem schon mehrfach geschrieben: Freilauf in "ungefährlichen Gebieten"... Und "ungefährlich definiert sich nach dem, was den individuellen Hund "gefährdet". Den oben schon mal erwähnten Schnauzer konnte ich ausserhalb des Ortes sehr gut an schleifender Schleppe rennen lassen, solange ich weit genug sehen konnte, um rechtzeitig bei nahenden Radfahrern etc abzurufen. Problematischer war, die Schleppe auf dem Rückweg nicht rechtzeitig wieder einzusammen. War er erst mal wieder "auf Dorf-Boden" war das offenbar Katzen-Alarmgebiet, und an Rückruf brauchte ich gar nicht erst zu denken. An der Leine konnte er sich wiederum sehr gut in aller Ruhe Katzen ansehen, dabei sitzen, und nach zwei Spatziergängen mit entsprechender Konsequenz (Kekse für Lockere Leine, nicht einen Millimeter vorwärts für straffe Leine...) an lockerer Leine vorbei gehen.