Beiträge von Shoppy

    Ja, Hunde sind da sehr wie überdrehte, völlig übermüdete Kinder, die einfach immer weiter machen, weil niemand ihnen hilft sich zu entspannen.
    Hundehalter halten dieses Überdrehen oft für "der ist nicht ausgelastet", und puschen den Hund dann immer noch weiter.
    Manche hunde können sich ganz leicht entspannen, man "legt" sie irgendwo hin und sie schlafen ein.
    Andere sind halt vielleicht vom Temperament "reaktiver" = sie reagieren auf die leisesten Geräusche oder winzige Bewegungen mit Aktion.
    Wenn ich einen solchen Kandidaten hier habe, konditioniere ich als erstes ein Entspannungssignal.

    Ich harbeite mich mal durch:

    Ja, man kann mit zwei Hunden gleichzeitig clickern, nein, man braucht nicht zwei verschiedene Signale, ja, man sollte die Nasen zunächst einzeln clickern.

    Longieren ist toll - es gibt eine tolle DVD von Pia Gröning, wie man es aufbaut.

    Zughundesport ebenfalls toll.
    Du solltest es aber sorgfälltig aufbauen und nicht einfach so drauf los preschen. Toll wäre, wenn Du jemanden findest, der das selber schon eine Weile macht, und der Dich kompetent einweisen kann und Du selber natürlich ausprobieren kannst, ob es für Dich und die Fellnasen das Richtige ist. Gescheite Roller sind nämlich teuer. "Gescheit" ist wichtig, denn es müssen qualitativ hochwertigste Bremsen dran sein, Der Rahmen muß stabil sein und einige Ausstattungsdeteils sind auch nicht ganz nebensächlich (Licht, Rücklicht, etc.)!
    Wichtig ist auch, dass beide Hunde schon möglichst vorher Richtungssignale und Geschwindigkeitssignale lernen. Praktisch ist es auch, wenn beide lernen, schön dicht neben einander in die gleiche Richtung zu laufen - bei zwei auseinanderdriftenden Hunden hast du nämlich ein Problem. Ich habe keine Ahnung, wie schwer Whippets sind, aber im allgemeinen sagt man, dass Hunde das drei bis fünffache ihres eigenen Körpergewichts ziehen können (in abhängigkeit der Kondition, der Streckenbeschaffenheit, der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit, etc.).
    Es versteht sich von selber, dass beide Hunde tierärtzlich vorher auf eignung durchgecheckt werden müssen, dass nur bei geeigneten Wetterbedinungen gefahren werden kann, dass auf die Wasseraufnahme, den Zustand der Pfoten und so weiter und so weiter geachtet werden muß.
    Zughundesport erlebt gerade einen unglaublichen Boom, leider ist die Qualität der Informationen, die man im Netz findet sehr sehr unterschiedlich... Einiges kann man leider nur als Gemeingefährlich einstufen...

    Zitat

    Hallöchen!


    Wir sind es bei dem Hund vor Suri, unserem Wolf, so angegangen weil sie die Angewohnheit hatte, direkt aufzuspringen, wenn ein Lob kam...sei es nun in Form von Leckerlies oder einem "Fein", teils in nur leicht anderem Tonfall als man es in einem normalen Satz ausprechen würde. Und das war natürlich nicht Sinn der Sache... ein Lob soll ja nicht gleichbedeutend damit sein, dass man das Kommando auflöst (bzw der Hund es tun kann in dem Moment). Daher haben wir angefangen, das Platz erst aufzulösen und sie dann direkt zu loben (also quasi direkt im gleichen Atemzug). Damit hat unser Wölfchen recht zügig verstanden, was wir wollen. Der Moment des Auflösens wurde dann eben nach und nach weiter nach hinter gezogen, und bald blieb sie liegen bis das "Und Los" kam. Stand sie vorher auf, wurde sie konzeuent mit einem "Nein, Platz und Bleib" wieder an die Stelle zurückgebracht, von der sie aufgestanden war.
    Bei Suri haben wir es direkt so gehandhabt, und wie gesagt, sie bleibt sehr souverän liegen.

    Also ich mache das mit dem Sitz oder Platz so:

    ich sage "sitzen", Hund setzt sich, das wird geclickt. Wie man so schön sagt, beendet der Click das Verhalten und wenn Hund aufsteht ist das okay so. Demnach wäre es mit dem clicker unmöglich ein längeres Sitzen (oder "Bleib") trainieren zu können.
    Kann man aber:
    ich sage "sitzen", Hund setzt sich, click, Hund steht (vielleicht) auf, das Futter überreiche ich allerdings so, dass er sich wieder hinsetzen muß um es zu bekommen. Hunde sind genauso faul wie Menschen: nach ein paar Widerholungen dieses Spiels stellen sie fest, dass es viel praktischer ist, auch nach dem Click sitzen zu bleiben, denn man wird ja sowieso wieder ins sitz gebracht.
    Der Vorteile dieser Methode sind:
    - ich verwirre den Hund nicht, indem ich das falsche Verhalten (die Auflösung des Signals) bestärke.
    - ich bestärke einmal "Sitzen" auf Signal mit dem Click
    - ich bestärke ein zweitesmal ein Sitz (mit dem Leckerchen)
    - ich benutze die Tendenz des Hundes "Faul" zu sein, gegen ihn ;)
    - ich verwende keine aversiven Reize ("Nein!")
    - dadurch das ich keine negativen Reize in "Sitzen" einflechte, entstehen keine negativen, klassisch verknüpften Nebenwirkungen.

    Und ich arbeite mit einem Auflöse-Signal. Und das kommt wie folgt in den Ablauf
    ich sage "Sitzen", Hund setzt sich, das wird geclickt (und nachdem der Hund ja inzwischen gelernt hat faul zu sein und sitzen bleibt), sage ich "okay", werfe das Leckerchen auf den Boden und sage "nimms Dir.
    Woraus sich zwei weitere Vorteile ergeben
    Hund lernt "okay" als Auflösesignal und "Nimms Dir" für "den Keks darfst Du jetzt nehmen.

    Je nach dem, was die Motivation des Hundes gerade ist, benutze ich statt "Nimms" auch "geh spielen", "geh schnüffeln", "lauf" oder "Scheuch" (den Scharm Raben auf)

    Zitat

    Ich finde es wichtig, den Hund vor der Belohnung aufstehen zu lassen, besonders wenn sie so reagiert, dass sie dann direkt aufspringt wenn das Leckerlie kommt. So kommt ihr ihr zuvor, habt das Platz aufgelöst, und nicht sie. Sie sollte damit bald verstehen, dass ihr das Platz auflöst, nicht sie! Wärend sie Platz ausübt maximal mit der Stimme bestätigen, aber nicht zuu überschwänglich würde ich sagen.

    Und wieso bestärkst Du das Aufstehen, wenn es das Liegenbleiben ist, was Dein hund lernen soll?

    schneller klappte es ganz ohne Reden - dann weiß der Hund nämlich auch WAS er machen soll und nicht nur, was nicht (sofern er das wenigstens lernt...) UND er findet näherkommende Menschen immer noch nett, und bekommt keine Angst, weil Frauchen/Herrchen gleich wohl wieder ihren Schreianfall bekommen werden...

    Du brauchst Dich ;) , Paula, eine Leine, tausende feinster Leckerchen und einen Helfer.
    Wenn sie auch Dich anspringt, brauchst Du erst mal nicht mal einen Helfer, sondern nur was, wo du Paula dran anbinden kannst.

    Ziel: Näherkommende Person wird zum Signal für "Hinsetzen" oder "Stehen". Da man aus dem Sitzen schlecher anspringen kann, als aus dem Stehen, würde ich das zunächst bevorzugen.

    Der Vorgang ist so:

    Paula ist angeleint. Du stehst etwa 5 Meter von ihrem "ab hier könnte ich Dioch anspringen"-Radius entfernt. Sag nicht "Sitz" oder "Steh", weil sie das bei näherkommenden Personen ja automatische machen soll, läßt Du sie selber herausfinden, welches das Gewünschte Verhalten ist:

    Du gehst auf sie zu. Wenn sie anstalten mach, zu springen, sagst Du "ups" und drehst sofort wieder ab. Merk dir die Stelle, ab der sie nicht mehr stillhalten konnte - das nächst mal gehst Du höchstens bis dort hin!
    Warte bis sie sich wieder beruhigt hat. Dann gehst Du wieder auf sie zu. Versuch es langsamer als beim ersten mal. Bevor Du an der "hier bin ich letztes mal ausgetillt" Stelle angekommen bist, und sie steht, oder sitzt, lobst Du und wirfst Ihr ein Leckerchen zu.
    Dann gehst Du wieder zu Deinem Ausgangspunkt zurück. Erst mal ist es egal, ob sie sitzt oder steht, Hauptsache alle Füße sind auf der Erde.

    Wiederhol das auf sie Zugehen, und loben+ Leckerchenwerfen einige Male, dann hat sie sich eine (Spiel)Pause verdient.
    Nach der Pause könnt Ihr das gleiche noch mal probieren. Fang wieder mit der gleichen Entfernung an.

    Wichtig: macht sie Anstalten anzuspringen, "verscheucht" Dich das sofort, "ups" sagen, umdrehen, weggehen...

    Mit der Zeit solltest Du bemerken, dass sie wirklich versucht, trotz Aufregung, (das ist manchmal süß, dann machen sie einen kleinen Stepptanz im Versuch gleichzeitig zu Springen, aber die Impulskontrolle zu bewahren...) alle viere auf der Erde zu halten. Dann kannst du vielleicht einen halben Schritt näher heran gehen.

    Oder Du kannst den Abstand beibehalten, aber dort stehend warten, ob sie sich vielleicht hinsetzt. Nichts sagen, nur freundlich gucken und sehr sehr loben und belohnen, wenn sie den Popo zu Boden senkt (muß auch noch gar nicht richtiges sitzen sein - das formst du mit der Zeit schon raus!).
    Das wechselst Du dann immer ab, entweder arbeitest Du an der Distanz, oder dem Hinsetzen.

    Wichtig: springt sie auf, "verscheucht" Dich das sofort, "ups" sagen, umdrehen, weggehen...

    Nach einigen Übungseinheiten über einige Tage verteilt, solltest Du bis zu Ihr hingehen können und sie sollte beim Näherkommen sich hinsetzen und siten bleiben, bis Du da bist.
    Dann fängst Du an, daran zu arbeiten, dass sie Sitzen bleibt, wenn Du Dich vorbeugst um sie zu streicheln: Steht sie Auf, "verscheucht" Dich das.

    Parallel dazu kannst Du das gleiche mit einem Helfer üben. Der muß gut instruiert werden und genau tun was Du sagst.
    Hierbei hälst du Paula an der Leine und der Helfer übernimmt die "Kommt-näher"-Rolle ein, und macht genau das, was Du schon geübt hast: sitzen oder stehen = näherkommen+Lob+Leckerchen (die Du gibst), anspringabsichten = "verscheuchen" des Helfers = sofort, "ups" sagen, umdrehen, weggehen...

    Mit je mehr Helfern du das üben kannst, desto schneller wird sie es lernen und generalisisern.

    Wenn es an der Leine so gut klappt, dass Du oder 3-5 Helfer sich bis zu ihr hingehen können, sie sich setzt und die Helfer sie streicheln können, beginnst Du das ganze Ding noch mal von vorne: aber ohne Leine.

    Wenn Ihr Zeit für vier Stunden am Samstag habt, macht es doch so:

    Ein Kurs ist ein Offener für Neueinsteiger - da kann reingeschnuppert werden. Da kann man ich sag jetzt mal einfach 6 Stunden buchen (die man an beliebigen Samstagen belegen kann). So werden die Anzahl der Leute darin natürlich sehr stark fluktuieren. In diesem Kurs weißt Ihr die Neuen darauf hin, dass ihr 2 Folgekurse anbietet. Einen "ernstgemeinten" ;), der geschlossen ist, eine bestimmte Anzahl von Stunden dauert und der mit einer Prüfunge abgeschlossen wird.
    Hier würde ich den Teilnehmerkreis auf höchstens 5-6 begrenzen.
    Da Ihr ja zu zweit seid, könnte man davon vielleicht ja sogar zwei Kurse paralell anbieten.
    Leute, die diesen Kurs belegen möchten, müssen dann jeweils warten, bis der neue Kurs anfängt. Überbrücken könntet Ihr diese Zeit für den Kunden so: bis zum Kursanfang entweder weiter den offenen Einsteiger Kurs besuchen. Oder den (ebenfalls offenen "Bespaßungskurs").


    Und einen "offenen", für "Bespaßung" - für Leute, die keine Prüfung machen wollen.

    Und dann habt Ihr noch eine weitere Stunde über. Da könntet Ihr dann Fungility, einen "Fortgeschrittenen", für die Trainingsjunkies :D die nach der Prüfung immer nicht nicht genug haben ;) oder was auch immer machen.
    Und wenn Ihr in den "Ernstgemeinten" oder den "Fortgeschrittenen"-Kursen einen WIRKLICHEN Trainingsjunkie entdeckt, könntet Ihr den vielleicht als Helfer in den Einsteiger- oder dem Bespaßungskursen integrieren, und so als driten Trainier aufbauen. Damit wärt Ihr dann noch flexilber und könntet möglicherweise mehr Kunden annehmen.

    Huhu,

    öii, Streber :-)

    Welche von den vielen Geschirrformen am Besten passt, läßt sich dooferweise meist erst "am Hund" feststellen...
    Manchmal finden Hunde auch den Einstig in ein Geschirr total doof, und finden ein anderes angenehmer beim Anziehen.
    Crispel z.B. liebt sein Faster - sein perfekt passendes X-Back mag er nicht gerne anziehen, weil er da die Pfoten sehr anwinkeln muß um ein und aus zu steigen. Kundenhund heute war der enge Halsausschnitt viel zu unheimlich, der kam mit einem X-Back viel besser zurecht...
    Anderen ist es wiederum völlig egal, was man ihnen über den Kopf zieht...