Beiträge von Shoppy

    Es kommt halt darauf an, warum der Hund nicht ansprechbar ist. Manche sind reizüberflutet aus Angst, da ist dieser Ansatz gut.

    Mit einem Jagdhund hast Du dann aber doch eine leicht andere Baustelle (hatte ich übersehen, dass du einen Epagneul Breton hast. oder stand das jetzt noch nicht im Fred, egal...

    Kauf Dir das "Antijagdtraining" von Pia Gröning und Ariane Ullrich. Da ist das Clickern in Grundzügen drin erklärt, enthält viele Übungen zur Impulskontrolle, zum Rückruf und auch zur Kontrolle am Wild.
    Darin findest du auch gute Möglichkeiten, den Hund sinnvoll auszulasten, und zwasr so, dass er sich daran gewöhnt, seine Passion in Teamwork mit Dir zusammenzuarbeiten.

    Ich kenne mich mit Epagneul Bretons nicht aus, sind das Vorsteher, Stöberer, oder was ist deren "Job"? Das muß nämlich auch berücksichtig werden, z.B. bei dem, wie man sie bestärkt, was man als sinnvolle Beschäftigung wählt (z.B. sollte man möglichst keine Hunde, die bisher nur mit Naseneinsatz jagen auch noch für "sichtjagd" begeistern und oder umgekehrt..., vorstehhunde kann man mit "vorstehendürfen" belohnen - und füchtendes Wild wirkt als Bestrafung... etc.).
    Meinst Du denn, dass Du die BGH hinbekommst, wenn das Kerlchen doch so an der Leine zieht (und er zieht an der Leine, weil er noch nicht gelernt hat, Dir aufmerksamkeit zu geben, den er ist zu sehr von den aussenreizen... es dreht sich ein bißchen im Kreis.

    Egal jedenfalls, warum der Hund reizüberflutet ist, trainieren mußt du erst mal ohne Ablenkung.
    Und "nicht spatzierengehen" heißt ja nicht notwendigerweise, dass der hund nicht ausgelastet werden kann.

    Ich habe derzeit eine Schäferwelpette als Gasthund, mit der kann ich nur schwer spatziergen gehen, denn die möchte gerne Autos jagen. Da bei uns gerade diverse klug angeordnete Baustellen die Hauptstraßen verstopfen, donnert die Landbevölkerung eben über die Feldwege... Also gehe ich mit dem Zwerglein auf eine Wiese (drei Seiten umzäunt die dritte Bach...) und übe da, "Autos beim vorbeifahren gelassen zusehen" ich habe diesen Mittwoch mit ungefähr 200m Distanz angefangen und bin inzwischen schon auf 25-30 Meter runter, bei denen man Autos zusehen kann, dafür geclickt wird, sitzen und platzmachen kann etc.
    Leider müssen wir, um auf diese Wiese zu gelangen uns von unzähligen Autos beinahe umfahren lassen... Da halte ich sie einfach fest am Geschirr und wende ihre Schnute mit der Hand von unten vom Geschehen ab, sonst fängt sie an zu jodeln. Nicht ideal, aber nicht anderes machbar. Sitz kann sie in einer solchen Situation nicht, und wenn ich sie nur an der Leine (egal wie kurz) halte, fängt sie an zu kreiseln und jodeln...

    In den drei Tagen ist aber immerhin ihre Körperspannung schon sehr nach unten gegangen und sie kann sich danach auch ziemlich schnell wieder beruhigen. Trotzdem würden wir ohne diese erzwungene cshwellenüberschreitung aber schon weiter, da bin ich mir sicher!

    Bitte versuch, wie Dir schon einige geraten haben, die brenzligen Situationen möglichst zu deeskalieren.

    hier eine sehr gute Hundeschule - ich weiß, das ist ein ganzes Ende von Euch weg. Aber dort bekommst Du kompetente Unterstützung für Dich und Happy!! Damit der kleine Mann bald seinem Namen auch alle Ehre machen kann!

    Du könntest mit dem Fellgesicht clickern. Das strengt das kleine Hundehirn an, und danach ist es schön müde!!

    Wenn er niedliche Tricks lernt, kannst Du ausserdem so viel Spaß mit den Kindern haben: Du erklärst ihnen, was man sagen/machen muß, damit der Hund "Sitz", "Platz", "Rolle", "Gib Pfötchen", "Dreh Dich" oder "Spring" oder "Gib Laut" macht. Daran haben die meisten Kinder Spaß.
    Und Du kannst sagen: wenn der Hund den Trick, den die Kinder gerade sehen wollten, nicht mehr macht, ist der Hund müde, weil er schon so viel gearbeitet hat, dass er jetzt erst mal ausruhen muß. Das verstehen Kinder meistens auch.
    Dann kannst Du sie ja noch überlegen lassen, was der Hund noch für Tricks lernen könnte.

    Wenn Dein hund so extrem auf alle möäglichen Reize reagiert, würde ich auf "Spatziergänge" soweit wie möglich verzichten.
    Ich würde mir eine kurze Strecke aussuchen, wo sie vermutlich ihre Geschäfte alle erledigen kann.

    Dann ist es ganz wichtig, dass ihr an ihrer Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit arbeitet.
    Das fangt ihr am Bestem im Haus an: dazu kann ich Dir Clickertraining empfehlen, zunächst zur Bestärkung von Blickkontakt, zur Bestärkung der Reaktion auf ihren Namen (oder eines anderen Aufmerksamkeitssignals). Ich würde auch einige Tricks frei Formen, weil das die Konzentrationsfähigkeit fördert, die Frusttoleranz steigert, und auch sehr die Impulskontrolle stärkt. Nimm als ersten Trick den Fingertouch. Der ist eine schöne Grundlage für alle möglichen anderen Tricks, und Wichtig für den Zudammenhang "Ziehen an der Leine": wenn Dein Hund gerne Deiner Hand folgt, weil sich das in der Vergangenheit sehr bezahlt gemacht hat, kannst Du sie damit sehr gut lenken, z.B. zurück in die Fußposition.
    Üb das lange, ausführlich und verclickere meinetwegen die ganze Tagesration (über den Tag verteilt in vielen kurzen Clickersession) an die Fellnase. Wir müssen auch für unser Geld arbeiten - Hunde dürfen das auch ;)

    Wenn sie sich drin gut auf Dich konzentrieren kann, übst Du dort auch erst mal Leinen-gehen.
    Wenn es drinnen gut klappt, suchst Du Dir draussen eine Stelle, wo es möglichst wenig Ablenkung gibt. Wähl was kleines, z.B. einen winzigen hinterhof oder einen sehr sichtgeschützen Garten oder eine sehr kleine Wiese - irgendwas, wo wirklich nichts passiert. Und pass die Belohnung an: hier solls wirklich nur das Beste vom besten sein, besonders am Anfang: es muß richtig eindurck schinden. Wenn Du zu Hause mit TroFu clickern kannst, nimmst Du hier nur die allerbesten Delikatessen, die es überhaupt für Deinen Hund geben kann.
    Warum? Weil Du gegen Ablenkungen anstinken mußt, und weil der erste Eindruck bleibt: neuer Ort: geiles Essen.
    Wenn sie auf Spielen steht, darfs auch gerne das als Belohnung sein!!!

    Wenn sie dort beim ersten Mal auch noch komplett abgelenkt ist, ist das zunächst egal. Geh mit ihr da hin, und ignorier sie komplett. Setzt Dich hin und lass sie an der langen Leine den ganzen Ort erkunden.
    Dann gehts wieder ab nach Hause.

    Zum nächsten "Training" wieder in Euer "Klassenzimmer". Vielleicht ist sie schon weniger abgelenkt, dann versuchst Du es mit ein paar Übungen, die sie ansonsten schon perfekt kann. Mitarbeit verstärkst Du mit Jackpots, Abgelenktheit ignorierst Du.

    Das machst Du einfach immer weiter genau so, bis Du an diesem ehemals neuen Platz alles was sie kann abfragen kannst, und dort neue Sachen üben und zur Perfektion bringen kannst.
    Ausserdem wird nach und nach die Wertigkeit der Bestärkungen reduziert, sodass sie dort jetzt z.B. auch für TroFu, für ein "das hast Du fein gemacht", für Streicheln, etc. arbeitet.
    Dann hat sie die "Klasse" erfolgreich abgeschlossen und wird "versetzt", sprich, Du suchst Dir ein neues "Klassenzimmer".

    Am neuen Trainingsort gehst Du wieder genauso vor. Erst den Ort erkunden lassen, dann leichteste Übungen abfragen, mit mega-Belohnungen bestärken. Dann neue Übungen aufbauen, und die WErtigkeit der Bestärkungen zurück auf "normal" fahren. Dann hat sie die "2. Klasse" erfolgreich abgeschlossen und wird "versetzt", sprich, Du suchst Dir ein neues "Klassenzimmer".

    Am neuen Trainingsort gehst Du wieder genauso vor. Erst den Ort erkunden lassen, dann leichteste Übungen abfragen, mit mega-Belohnungen bestärken. Dann neue Übungen aufbauen, und die Wertigkeit der Bestärkungen zurück auf "normal" fahren.

    Das machst Du an verschiedenen Orten bis Du merkst, dass sie auch an einem ganz neuen Ort nach kurzer Erkundung sofort gut arbeiten kann, problemlos leichte Aufgaben ausführen kann etc.

    Dadurch hast Du die Möglichkeit, gewünschtes Verhalten an verschiedenen Orten zu generalisieren. Nicht nur dass, sie wird generalisieren, dass "neuer Ort" bedeutet, dass man da genauso "arbeiten" kann, wie in den "alten" Klassenzimmerln. Nach und nach werden dann die neuen Orte so gewählt werden, dass Schritt für Schritt mehr Ablenkungen vorhanden sind.

    Lass Dir und dem Hund am Anfang viiiiiiiiiiiiel Zeit. Die Zeit, die Du jetzt reinsteckst, bekommst Du nachher locker wieder raus.
    Denn wie Du jetzt ja schon merkst, in der "normalen" Welt, bekommst du nicht mal ein Bein an die Erde. Ihr würdet, wenn Ihr so weiter macht, Euch nur ständig gegenseitig frustrieren. Udn die Lernfortschritte wären ziemlich mickerig. Mach es dem Hund einfacher, dann habt ihr beide Spaß am Training, lernt schneller und werdet ein tolles Team, das nichts mehr aus der Ruhe bringen kann.

    Zitat

    Warum läßt du den Hund mit Geschirr weiterhinziehen, warum ist ziehen nicht generell "tabu" ??

    Gruß, staffy

    Weil man nicht den ganzen Tag und immer im "ich trainiere den Hund"-Modus sein kann. Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage "Zieh", wenn ich es eilig habe und gebe dem bösen Kind einen Namen.

    Es ist eine Hilfskrücke, die hilft, das "nicht-Ziehen" in einem "Kleidungsstück" (hier im Halsband) sauber ohne Fehler aufzubauen, denn wenn man es selber nicht einhalten kann (weil man z.B. relativ zügig von A nach B muß, die Ablenkung aber noch viel zu groß für den Hund wäre, dort vernünftig an lockerer Leine zu gehen) zieht man dem Hund einfach das Geschirr an, sagt "zieh" und gut ist. Das Ziehen verknüpoft der Hund mit dem Geschirr und dem Signal, das Halsband wird mit "nicht ziehen" verknüpft.

    Wenn der Hund unter allen Ablenkungen an einer lockeren Leine gehen kann, kann man das Geschirr einmotten.

    das dachte ich mir.


    Also:

    Dein "Nein" oder Quietschen soll für sie zum Signal werden, dass sie aufhört, rabiat zu spielen.

    Ihr rabiates Spielen hatte aber ausser dem Quietschen/N keine Konsequenz, die dieses rabiate Spielen verändert hat (denn sie zeigt es ja noch immer...).


    Leg ihr eine Hausleine an, und befestige diese an einem unverrückbaren Gegenstand. Dann spielst Du mit ihr. Wird sie zu rabiat, quietschst Du "Autsch" und GEHST SOFORT WEG! Wartest regungslos, bis sie sich beruhigt hat und gehst zurück und spielst weiter mit ihr.
    Wird sie zu rabiat, quietschst Du "Autsch" und GEHST SOFORT WEG! Wartest regungslos, bis sie sich beruhigt hat und gehst zurück und spielst weiter mit ihr.
    Wird sie zu rabiat, quietschst Du "Autsch" und GEHST SOFORT WEG! Wartest regungslos, bis sie sich beruhigt hat und gehst zurück und spielst weiter mit ihr.
    Wird sie zu rabiat, quietschst Du "Autsch" und GEHST SOFORT WEG! Wartest regungslos, bis sie sich beruhigt hat und gehst zurück und spielst weiter mit ihr.
    Wird sie zu rabiat, quietschst Du "Autsch" und GEHST SOFORT WEG! Wartest regungslos, bis sie sich beruhigt hat und gehst zurück und spielst weiter mit ihr.

    WICHTIG: wenn sie nach Deinem "Autsch" aufhört zu spielen, oder zumindest deutlich weniger rabiat spielt, MUSST DU DAS DURCH WEITERSPIELEN BELOHNEN. Sag, "Fein" und spiel weiter.
    Versuch, viele, viele, viele Wiederholungen davon hintereinander hinzubekommen, damit sie schnell den Zusammenhang zwischen "Autsch" und sofortigem Spielabbruch durch Dich herstellen kann. Wenn sie den nämlich verstanden hat, wird sie versuchen, das zu vermeiden, indem SIE das Spiel abbricht, oder sich zumindest sehr zurücknimmt. Unddamit hat sie dann den zusammenhang zwischen ihrem Verhalten und Deiner Konsequenz (Spielabbruch mit Weggehen) hargestellt und verstanden!
    Dieses Verhalten (ihren Soielabbruch) wiederum musst Du belohnen - wenn Du darauf trotzdem mit Weggehen reagierst, bestrafst Du, dass sie richtig reagiert, uups.


    Alternativ kannst Du mit ihr in einem Raum spielen, aus dem Du nach Deinem Autsch schnell verschwinden kannst.
    Das ist wichtig, denn es ist für Hunde offenbar leichter verständlich, wenn auf das Abbruchsignal ("Autsch") sofort die Konsequenz (alleine gelassen werden) erfolgt, und sie nicht erst noch in einen Raum (zum "abkühlen") gebracht werden müssen.


    Achte auch unbedingt auf ihre Körpersprache. Vielleicht spielt IHR ja auch viel zu rabiat, und sie eskaliert ihr Verhalten, weil IHR nicht auf ihre Abbruchsignale reagiert.
    Nimm Dir eine Uhr mit Sekundenzeiger mit, die Du beim Spielen gut sehen kannst (oder stell Dir eine Eieruhr auf 30 Sekunden) - die meisten Hunde spielen ca eine halbe Minute sehr intensiv und legen dann eine (oft seeeehr dezenze) kleine Pause ein.
    Das kannst Du imitieren, indem Du mit ihr spielst und nach den 30 Sek. machst Du eine Pause. Drehst Dich weg, gähnst und machst nur ruuuuuuhige laaaaaangsame, aber entspannte, weiche Bwegungen. (wenn Sie darauf nicht mit ebensolchen Signalen antwortet, und sie Dich rabiat weiter "bespielt", kommt der "Autsch"-Ablauf von oben zum Einsatz)
    Wenn sie auf Deine "Pause"-Signale reagiert, kannst Du nach wenigen Sekunden weiter spielen. Nach weiteren 30 Sek machst du wieder deine Pause-Signale und so weiter und so weiter.

    So wird sie schnell lernen, dass Du gerne mit ihr spielst, solange sie einige wenige Regeln einhält (auf Pause-Signale reagieren, auf Abbruchsignale reagieren).
    Gleichzeitig lernt sie, dass man sich auch aus aufregenden Situationen ganz schnell wieder abregen kann. Sie lernt Impulskontrolle und Frusttoleranz.

    ausserdem würde ich die konditionierung eines Entspannungssignals (gib das Wort in die Suchfunktion ein, ich habe das hier schon mehrfach beschrieben, wie man das macht) empfehlen.

    Zitat



    Geht man auf eine Spielaufforderung ihrerseits nicht ein, wird sie immer fordernder. Sie hängt sich dann an die Hosenbeine, kneift in die Wade/Hände/etc. und versucht einen auf jede erdenkliche Art zu einer Reaktion zu provozieren.

    Was wir bisher versucht habe:
    -> scharfes "Nein": Null Effekt

    Welche Konsequenz folgte auf das "Nein"?

    Zitat


    -> "Aua"-Quietschen bei kneifen: Null Effekt

    Welche Konsequenz folgte auf das "Aua"-Quietschen?

    Zitat

    -> Wegschieben/wegschubsen: wird als Spielteilnahme aufgefasst und mit Schwanzwedeln quittiert
    -> ignorieren: Patte geht von kneifen/kauen zu beißen über; fängt an im Haus zu randalieren; Sie beißt dann Stühle an, zerkratzt Türen o.ä.


    Gratulation, Ignorieren funktioniert offenbar.
    Die Tatsache, dass sie das Verhalten verstärkt, zeigt das deutlich. Den Effekt nennt man Löschungstrotz. Einfach weiter hartnäckig Ignorieren!

    Zitat


    Ich habe gelesen, dass man beim ignorieren ein ganze Weile still stehen soll, bis der Hund sich beruhigt. Aber was mache ich, wenn sie in die Füße beißt bzw. randaliert. Solches Verhalten kann ich doch nicht unkommentiert lassen. Oder?

    Doch, mußt Du! Denn egal wie Du reagierst - Du REAGIERST... Und bestärkst das Verhalten. Uuups!
    Du MUSST aber gar nicht reagieren, wenn Du die Situation so einrichtest, dass Du gar nicht da bist, wenn hundi rumrandaliert. Du kannst viel besser "ignorieren", wenn Du gar nicht mehr im gleichen Raum bist, wie der Hund = geh raus. alternativ kannst Du ihr eine Hausleine anhängen, die Du in einem "Ignoriermoment" an eine Heizung/türklinke/anderes stabiles Teil hängst, und dich zum Ignorieren ausserhalb des Leinenradius aufstellst.

    Kündige das Ignorieren jedes Mal mit "Nein" oder "Aua"-Quietschen an, und wenn sie das erste Mal auf das Quietschen/Nein selber mit Spielabbruch oder vorsichtigerem Weiterspielen reagiert, lobst Du das und belohnst es mit weiterspielen.