Beiträge von Shoppy

    Vornerum sieht es sehr schön aus, finde ich.
    Der Halsausschnitt ist weit genug. Liegt auch nix auf den Schultern - und die Brustgurte scheinen auch noch gut auf den Rippen (und nicht auf den Weichteilen) aufzuliegen.
    Der Knackpunkt ist jetzt die Gesamtlänge, und das kann man eigentlich nur unter voller Zugbelastung und am Besten von der Seite sehen.
    Denn das Ende sollte vor dem Rutenansatz liegen. Auf dem letzen Foto sieht es so aus, als ob das so wäre, aber da kommt es natürlich drauf an, wie viel Zug ihr da aufgebracht habt...

    Isse ganz klare, mussta nochma herkommen ;)

    Naja, man hat aber doch gewisse vorstellungen, was Wörter bedeuten.

    Protest klingt für mich, dass da jemand mit Absicht was macht, um irgendwen anderes zur Umstellung dessen Verhaltens zu bewegengen. Und im Zusammenhang mit Haustieren (Hunde, Katzen) ist "Protestpinkeln" doch immer auch "um den Menschen zu ärgern" gemeint - oder es schwehlt zumindest im Hintergrund mit.

    Du hast es schon neutraler formuliert: der Hund kommt mit den neuen Regeln nicht klar.

    Man könnte auch sagen: der Hund hat Streß, weil er die plötzlich geschaffenen neuen Regeln nicht versteht.

    Bei der einen Formulierung ist es "natürlich" der Hund, der die "Missetat" begangen hat.
    Bei der anderen ist das Verhalten durch geänderte Umstände begründet.

    Kann der Hund was für sein Verhalten (sowohl vor, als auch nach den Regeländerungen)?
    Und wie unverständlich wurden diese Regeln wieder mal eingeführt....

    Hallo Trillian,
    wie genau hast Du das "Nein" aufgebaut - in meinem Sprachgebrauch im hundetraining heißt "positiv" = "Etwas hinzufügen" und sagt nichts darüber aus, ob der Hund das jetzt nett oder nicht so nett findet.

    Positiv: etwas wird hinzugefügt
    Negativ: etwas wird entfernt
    Strafe: ein Verhalten wird seltener und/oder weniger "intensiv" ausgeführt
    Bestärkung: ein Verhalten wird häufiger und/oder intensiver ausgeführt.

    Natürlich benutze ich auch Bestrafung neben Löschung.
    Beim "Hund springt Mensch nicht an" würde ich z.B. die Distanz zwischen Hund und dem Mensch den er versucht gerade anzuspringen vergrößern. Und da ich eben nicht an der Leine ziehen will (was eine POSITIVE Strafe wäre, denn ich fügte somit "zug an der Leine, womöglich noch am Halsband" hinzu), entfernt sich idealer weise der Übungspartner.


    Was ich aber nicht verwende, sind irgendwelche Schreckreize (und "Nein" ist leider oftmals eben so aufgebaut), besonders mit irgendwelchen lauten Klapperdingern wie Schütteldosen, Disks oder Wurfketten, oder körpliche Bedrohungen (manchmal werden gegen Anspringen Bodyblocks empfohlen - die auch wunderbar funktionieren, aber nur weil was funktioniert kann man ja trotzdem einen Weg wählen, der "Bedrohen" nicht enthält).

    Zitat

    Ich mache es bei Hunden, die das noch nicht können genau andersherum zum Lernen: Ich warte bis der Hund zufällig auf mich zuläuft, sag das Kommando in normaler Tonlage und belohne dann - anfangs schon für das auf mich zulaufen, nach ein, zwei Wochen dann erst, wenn der Hund ganz bei mir ist. Das Ganze mache ich ohne Ablenkung so lange, bis der Hund eine Idee davon bekommt, was ich will, erst danach beginne ich auch mal "abzufragen", ob es mit Ablenkung schon funktioniert. Wenn nicht, dann geh ich wieder einen Schritt zurück.

    Viele Grüße
    Corinna


    Das mache ich auch so.

    Und ich "lade" den Namen und das Rückruf-Signal "auf" genau wie den Clicker. Mit diesem Ablauf:

    In einer ablenkungsfreien Situation "fange" ich blickkontaktaufnahmen des Hundes zu mir mit dem Clicker ein, so oft, bis ich merke, das Hund eine Idee hat, das der Click was mit seiner Blickrichtung (in mein Gesicht) zu tun hat und es anfängt, gezielt zu zeigen.
    Dann sage ich, WENN er mich anschaut seinen Namen, clicke und gebe ein Leckerchen. Das wiederhole ich einige Male. Das ganze baue ich mehrfach über den Tag (je häufiger desto besser) als kleine Übung zwischen durch mal ein. Nach 3-5 solcher "Sitzungen" integriere ich dann auch das Rückrufsignal in diesen Ablauf:
    Also erst ein paar mal "ansehen" clickern, damit Hund weiß, "ach ja, das Spiel mit dem Ansehen...". Dann: Hund sieht mich an, "Timmy, Komm!" Click, Leckerchen. Niemand brauch sich irgendwie zu bewegen. Hund sitzt, liegt, steht direkt neben mir...


    Ich benutze "das Wort" erst, wenn ich mir sehr sicher bin, dass der Hund inzwischen sowohl verknüpft hat, dass das Wort extrem tolle Belohnungen hervorbringt, wenn man dazu direkt beim Rufenden ist (das ist, wie der Clicker, klassische Konditionierung), als auch schon sehr häufig mit dem "auf den Rufenden zurennen (je schneller desto besser)" zusammenhängt (was operante Konditionierung ist).
    Das Wort ist also gezielt sowohl klassisch als auch operant verknüpft, nach dem Motto, Doppelt hält besser.
    Beides frische ich natürlich immer wieder auf.