Beiträge von Shoppy

    Hallo Stefan,

    das ist ja blöd gelaufen. Gut das dem Schatz nichts ernsteres passiert ist.

    Ich denke, es ist wichtig, dass du einfach ruhe behälst und Odin jetzt erst mal möglichst nicht in Situationen bringst, die ihn weiter ängstigen, und in denen er aggressiv reagieren könnte.
    Gerätst du aus versehen (das Leben läuft ja manchmal anders, als man plant) in eine blöde Situation für Odin, versuch ihn umgehend, ohne Konfrontation ruhig und gelassen da wieder rauszuholen.

    Wenn er sich nur erschreckt hat, und jetzt so reagiert, weil die Erinnerung noch frisch ist, kann es sein, dass sich nach einigen Tagen alles von ganz alleine gibt - besonders wenn der Odin vorher ein er unängstlicher, gut sozialisierter Einer war, der schon viele Menschen als "total nett" kennen gelernt hat. Dann kann er nämlich unterscheiden: die meisten Mencshen sind nett und nur einer/einige wenige sind nicht nett.
    Wenn er zujdem noch feststellst, dass Du die Situationen für ihn löst, wird er sich in Zukunft auf Dich verlassen.

    Falls "es", doch hängen bleibt, und er weiterhin andere menschen doof findet, würde ich mit Gegenkonditionierung und systematischer Desensibilisierung arbeiten. Dazu braucht man ein bißchen langen Atem und möglichst viele Bekannte, die sich als Trainingspartner zur Verfügung stellen, aber auch hier wieder: wenn er vorher nicht der ängstliche Typ war, wird er schnell wieder auf dem Damm sein.

    Zitat


    Ich tausche doch nicht mit meinem Hund, wenn er sich das einfach aus meiner Hand klaut und dann auch noch nach mir schnappt und knurrt, als ich nur in die Nähe des Schweineohrs kam. Bis ich was zum Tauschen hab hat der Hund das Schweineohr gefressen und die mehrfache Bestätigung:
    1. ich darf klauen
    2. ich darf knurren
    3. ich darf beisen
    4. dann kommt Frauchen auch noch mit ner Belohnung juhu ich mach das jetzt immer so


    Faaaalsch.
    Weißt du, was an Deinen Beiträgen unendlich nervt? Du liest nicht richtig.
    Mit "Tauschen" TRAINIERT man ein Verhalten, nämlich "spuck aus, was in Deiner Schnute ist", wenn Mensch das Wörtlein "Aus" sagt. Man übt das nicht IN einer Situation, in der der Hund was gestohlen hat, sonder FÜR eine Situation, in der der Hund was gestohlenes im Maul hat.
    In Deiner Version reagiert der Mensch auf Verhalten vom Hund, in der Trainignsversion reagiert der Hund auf ein Signal vom Menschen.


    Zitat


    ich weis ja nicht was du für Hunde hast und wie gut die höhren. Aber versuche mal einen Unterschied zwischen einem 5kg Hündchen und einem 45kg Hund zu machen, bei dem Kleinen schmunzelt man noch drüber, wenn der an der Leine pöbelt, leute verbellt, hochspringt etc.
    Deine Komentare sind typisch Wattebauschhundeschule. Am Besten legen wir jeden Hund ein Geschirr an und wenn er hochgradisch Agressiv in der Leine hängt und versucht einen Anderen Hund zu zerfleischen dann hochlen wir das Spielzeug raus um ihn damit abzulenken.

    Wattebällchen entstehen im Auge desjenigen Betrachters, dessen Gehirn ähnlich strukturiert ist.
    Und wieder, Du verwechselst Training FÜR eine Situation, mit Reaktionen IN der Situation.

    Zitat


    ich denke es liegt an ihrer Vergangenheit, da ich sie erst mit 3 Monaten kam und sie das vom 1 Tag an hatte, zwar nie gegen mich, aber hauptsächlich Männer und Kinder und seit neustem auch Frauen.[/quote]

    Aaah, scheint tollt zu funktionieren, Deine Methode...


    Nein, Training bedeutet, die Wahrscheinlichkeit eines Verhaltens in der Zukunft zu verändern.

    Thorndike, immer noch nicht gegooglet?

    Oje

    Mein derzeitiges Lieblingsclickerbuch gibts nur auf Englisch: the Thinking Dog, von Gail Fisher.

    Welcher Clicker, hm. Geh einfach mal in einen TierZubehör-Laden und probier einige aus.
    Wichtig ist, dass es auch dann "clickt", wenn du das willst, und nicht erst eine Sekunde später (es gibt einen total Stylisch aussehnden Clicker, der praktischerweise auch mit einem Clip zum an die Kleidung heften versehen ist - leider muß man einen starken Mann mit sich tragen, der im richtigen Moment drauf drückt, so schwer geht der zu drücken. Also leicht solls gehen.
    Wenn Dein hund nicht Geräuschempfinlich ist, würde ich einen lauteren nehmen, vor allen Dingen, wenn Du auch draussen Clickern willst.

    du mußt es vom Standpunkt der Autoren her beleuchten.

    Was wollen die wohl erreichen.

    Der hinter dem Mond lebende Dominanztheoretiker will auf jeden Fall der "Chef im Ring" bleiben und trainiert deshalb eben so, dass der Hund niemals nicht irgendwas "gewinnt" oder sonst irgendwie (jedenfalls nach der zugrundeliegenden Theorie) die "Oberhand" gewinnt.

    die "negativen Unarten" - sind wahrscheinlich auch Dmonanzetheoretiker, haben sich aber hinter neuen Floskeln versteckt.

    Aber: Ein klein wenig Wahrheit ist immer auch dran und die ist folgende:

    Es ist (nicht nur im Fall von solchen Spielen) wichtig, dass diese Spiele mit Regelen gelehrt werden.
    Beim Zerrspiel könnte z.B. eine Regel heißen:
    Wenn Mensch "Aus" sagt, spuckt Hund das Teilchen aus und das Spiel ist unterbrochen/beendet.
    Oder: Das Zerr-Spielzeug ist nicht selber das Signal für wilde Spiele, sondern der Mensch gibt ein Startsignal fürs Zergeln.


    Bei Körperspielen sollte es auch unbedingt ein Aufhörsignal geben, auf das der Hund sofort aufhört. Ich glaube ja, dass man solche Spiele spilen sollte, um genau solche Signale zu lehren.
    UND der Mensch muß darauf achten, ob der Hund vielleicht ein "Bitte aufhören" Signal gibt. Falls man das nämlich bei solchen Spielen übersieht, kann es für den Hund schnell in "sich verteidigen müssen" umschlagen, weil er keine Kontrolle mehr über das Spiel hat. Mit Kontrolle meine ich in diesem Fall, dass er keinen Spaß mehr daran hat, und Angst hat, dass es viel zu wild wird und das ihm was passieren könnte - dann passieren eben auch mal Beißunfälle.

    Wenn Autoren also vor solchen Spielen warnen, denken sie an solche Unfälle, vergessen aber, dass man eben Regelen einführen kann, an die sich beide Seiten halten, wodurch dann Unfälle oder Mißverständnisse vermieden werden.

    Ich denke, Mensch und Hund lernen in solchen Spielen viel über und Miteinander - man muß sich halt voerh nur Gedanken machen, was der Hund möglichst lernen sollte, und was man als Mensch gelernt haben muß...

    Also: Der Tierarzt hat ihn schon mehrfach gesehen und gesagt, dass soweit alles okay ist?

    Sieht der Welpe gesund aus?

    Wie ist sein Verhalten? Ist er munter? Spielt, tobt, lernt, frisst er? Kann er sich nach aufregung auch schnell wieder entspannen? Findest Du an seinem Verhalten irgendwas "komisch"?

    Welpen wachsen nicht gleichmäßig. Manche machen richtige "schübe" Wochenlang tut sich nix und auf einmal wachsen sie über Nacht einige Zentimeter in die Höhe.

    Falls Du Dir wirklich ernsthafte Sorgen machst, das medizinisch was nicht stimmt, hol eine zweite Meinung eines anderen Tierarztes ein.

    Der Click ist nicht die Belohnung. Der click ist ein Signal, dass die Belohnung gleich kommt.

    Ein Click hat mehrere Funktionen:
    Hast Du schon mal einen furchtbar langen Text gelesen und brauchtest daraus nur einige Passagen? Was macht man, um diese Passagen schnell wieder finden zu können: Man markiert sie mit einem Textmarker. Genau das macht der Click: er markiert eine bestimmte Passage im Text- ups :D im Verhaltensfluß.
    Deshalb sagt man auch "Markersignal" dazu.

    Ausserdem hat der Click die Funktion, die Zeit von dem "markieren" Verhalten zum "eintreffen" der Bestärkung zu ÜBERBRÜCKEN. Angenommen, Du übst "sitz" auf Entfernung: WIE bestärkst Du genau den Moment des Hinsetzens, wenn du 10 Meter weg stehst? Geht nicht! Denn du hast keinen Scotty, der Dich hinbeamt. Geht doch, wenn man ein Markersignal benutzt. Der Click sagt "Ja, das Verhalten, wenn der Popo den Boden berührt UND warte einen Moment, Belohnung ist unterwegs zu Dir!
    Deswegen sagen manche Trainer auch "Brückensignal" dazu. Es überbrückt die Zeit von "Po knallt auf Erde" bis "Keks verschwindet in der Schnute".

    Ja, los, nerv mich!! :gut:

    aaaalso.

    ein konditioniertes Entspannungssignal wird durch klassische Konditionierung (das hat der Herr Ivan Pavlov mit seinen sabbernden Hunden erforscht - büdde ma selber googlen ;) ) aufgebaut.
    Dabei wird ein Signal (das kann ein Wort/Geräusch, eine Berührung, ein Sichtzeichen, ein Duft und sogar ein Gegenstand (wie ein bestimmtes GEschirr, ein Halstuch, eine Decke....) sein) mit einer Emotion - hier Entspannung, verknüpft.

    Beim Aufbau gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich erkläre das jetzt der Einfachheit halber nur mit einem Wortsignal - der Aufbau ist aber immer der gleiche: das "Ding" was zum Signal werden soll, kommt als erstes:

    1.) Du weißt, dass sich Dein Hund in einer bestimmten Situation entspannen wird. z.B. wenn sie aufs Sofa gehopst kommt, und Ihr Eure Bauchkraul-Sessions abhaltet. In dem Fall sagst Du das Wort (z.B. easy, oder ruuuhiiiig) kurz bevor, oder direkt nachdem sie sich bei Dir bequem gemacht hat. Dann beginnst Du mit dem Bauchkraulen.
    Logischerweise muß man das einige Male wiederholen, also möglichst jedes Mal, wenn Ihr Eure Kuschelstunde habt. Und je mehr Situationen Du genau kennst, in denen sie sich entspannt und in denen Du dieser Entspannung mit dem Signal zuvor kommen kannst, desto besser.
    Wie oft genau man es wiederholen muß ist natürlich individuell verschieden.

    2. Dir fallen jetzt so spontan keine Situationen ein, die du so präzise vorhersagen könntest, oder selbst wenn, wütrde sie sofort wieder hellwach und hektisch sein, wenn man sie anspricht. Dann kannst Du folgendes machen: Jeder hund MUSS irgendwann mal schlafen. Du wartest also (hinterhältig ;) ) bis sie eingenickt ist, und sagst DANN das geählte Entspannungswort. Wenn das Schnuckel dabei süß weiter träumt, kannst Du es auch leise und ruhig mehrmals hintereinander sagen.

    Und wo wir schon dabei sind: natürlich lassen sich Möglichkeit eins und zwei kombinieren.

    Testen, ob es funktioniert, kannst Du auch auf verschiedene Weise. Es gibt bestimmt Situationen, wo sie z.B. angspannt etwas beobachtet. Wenn Du das Entspannungswort sagst, sollte sich ihre Körperspannung etwas vermindern. Anzeichen dafür können sein: ein oder beide Ohren drehen sich zu dir um. Die Rute senkt sich, der Körperschwerpunkt verlagert sich nach hinten, der Gesichtsausdruck wird "weicher" der Hund nimmt Kontakt zu Dir auf. Mit anderen Worten: Die aufmerksamkeit wird geteilt: von dem aufregenden, Spannenden "Etwas" geht zumindest ein Teil der Aufmerksamkeit auf Dich - sie ist jetzt ansprechbar... JETZT würde sie ein "Sitz" hören, und auch befolgen können.

    Du hast mich nicht richtig gelesen!

    Zitat

    Warum soll man seinen Hund nicht überall anfassen können.

    Weil der betreffende Hund das evtl. nicht mag. Ich habe NICHT gesagt, das man das so lassen soll. Denn ich schrieb weiter, dass man das auf nette, nichtkonfrontative Art trainieren sollte, damit man es eben kann.
    Hunde sind aber Tiere mit eigenen Gefühlen, Gedanken, einem eigenen Willen. Den respektiere ich, und versuche dann einen Trainingsweg zu finden, der sagt: ich tu dir nie weh, auch wenn ich Dich da anfasse!

    Zitat


    Hier ist es ein Zeckenbiss, ein andermal hat der Hund was am Ohr oder an den Füßen soll ich den Hund dann in Vollnarkose legen, damit ich mir das ohne angeknurrt oder gebissen zu werden anschauen kann? :???:


    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Selbst um den Hund in Vollnarkose legen zhu können, müßte man ihn anfassen, nicht?
    Es geht nicht um das DAS man ihn anfassen können sollte, sondern WIE man da vorgeht.


    Zitat


    Man legt den Hund hin, gibt ihm ein Komando wie halt still, bleib oder sonstwas und dann liegt der Hund da und bleibt in der Position, z.B. auf der Seite solange liegen bis man ein Komando gibt, das er aufstehen darf.


    Ja, echt? Mach "man" das so?
    Ich bin kein General, und kann daher keine Befehle erteilen. "Verlangen" kann ich auch nicht.
    Blöderweise hat ein ziemlich schlauer Wissenschaftler vor über hundert Jahren fest gestellt, dasss Verhalten ergebnisorientiert ist. Oder anders ausgedrückt, Verhalten ändert sich durch die Konsequenzen, die dieses Verhalten hat.
    Ich bin nicht blöd genug, mir ein "Platz"-Signal zu versauen, indem ich dem Hund dann mit unangenehmen Konsequenzen komme. Ich drösele das non den Konsequenzen her kommend auseinander. Der Typ heißt übrigens Edward Thorndike.

    Zitat


    Wenn dein Hund Sitz macht und steht wieder auf dann setzt du ihn doch auch wieder hin, das ist das selbe wie wenn ich ihn anfasse.


    Das wäre es wohl, wenn ich meinen Hund anfassen müßte, damit er sich setzt. Wenn ich möchte, dass mein Hund sich hinsetzt, gebe ich ein Signal. Und der Hund entscheidet, ob er sich setzt oder nicht. Und OB er sich setzt oder nicht, hängt davon ab, welche Konsequnezen das Verhatlen "Sitzen" in der Vergangenheit hatte ( Thorndike, einfach mal googlen...)


    Zitat


    Mich hat einmal einer meiner Hunde versucht zu packen als ich ihm das geklaute Schweineohr wegnehmen wollte, hat er nie wieder gemacht, dem konnte man danach Steaks aus dem Maul holen.


    Du mußt Deinen Hund also immer Anfassen, damit er was tut? Bei mir reicht ein "Aus"...


    Zitat

    Als Dominazgeste dem Hund ums Maul packen und halten.

    In der aktuellen Wuff findest Du einen schönen Artikel über diesen verfilzten alten Zopf. Übers Maul greifen ist keine Dominanz geste, sondern ein Signal ruhiger zu werden, ein Verhalten zu deeskalieren...

    Zitat


    meine Hunde dürfen betteln, hochspringen, Schabernack treiben aber nie beißen oder knurren, weder mich, noch andere Menschen noch andere Hunde.


    Analog auf Menschen ist das so, als ob Dir jemand verbietet, diese und gleicharteige Floskeln zu benutzen:

    ich möchte das nicht
    kannst Du bitte damit aufhören
    Ich habe Angst davor
    Du tust mir weh
    Kannst Du etwas ruhiger werden
    kannst Du bitte auf etwas mehr Abstand achten
    Wüden Sie mir bitte nicht die Vorfahrt nehmen
    Bitte nicht abdecken, ich habe noch gar nicht fertiggessen, Herr Ober
    Ich kann jetzt gerade nicht, ich bin mit was wichtigem beschäftigt.

    Die vielen BITTE stehen da mit voller Absicht drin...