Beiträge von Shoppy

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    Mit Dominanz meinte ich/der Joachim, zbs. das ständige auf den Schossspringen und sich aufdrängen, das zuerst durch die Tür stürmen, Ansehen und starkes Scharren, Austesten, Bestimmen wann gespielt wird usw usw....

    Das hat nichts mit Dominanz zu tun, sondern damit, was der Hund gelernt hat "was geht".
    Der Dominanzbegriff ist dabei auch noch nur hinderlich, denn er räumt Sachen in eine große Schublade, die einzelene Trainingsaufgaben sind. Es wird sich z.B. an "starkes Scharren" nichts ändern, auch wenn Du alle anderen Punkte fleißig übst.
    Ausserdem finde ich eines wichtig: nicht für jeden Halter ist es praktisch, dass der Hund als letzter durch die Tür geht, als letzter frisst, und was es sonst noch so in dem D-Thema oft für komische Punkte gibt. Ich kriege dann z.B. meine Haustür nicht mehr zu, deshalb gehen bei mir die Hunde als erste durch die Tür. Für mich ist es aber sehr wohl wichtig, dass sie dann vor der Tür darauf warten, dass ich die Tür abgeschlossen habe und wir gemeinsam losgehen.

    Was ich damit sagen wollte:
    Definiere das Verhalten, dass DICH stört, und suche einen Trainingsweg, dieses Verhalten in das Verhalten zu verändern, dass Du haben möchtest.
    Wenn Dich "bestimmt, was gespielt wird", nicht stört, lass es wie es ist, es wird nichts daran ändern, wer "dominant" ist.

    Hier ein Artikel von dem Mann, der mit der Veröffentlichung seines Buches (vor VIELEN Jahrzehnten) der "Hauptverantwortliche" für das ganze Dominanz-und Alpha-Gelaber in der Hundewelt ist: http://www.cumcane.de/component/opti…tartdown/id,12/

    Andere haben es unreflektiert abgeschrieben - und schreiben weiter ab, obwohl die Forschung (besonders seine eigene Forschung) inzwischen klar gezeigt hat, das der Alpha-Dominanz-Begriff in dem Zusammenhang einfach falsch ist.
    Aber wie er selber schreibt, wird es wohl noch einige Jahrzehnte dauern, bis diese Erkenntnisse bis zur Öffentlichkeit durchgedrungen sind.
    Bzw. Der letzte Trainer aufhört, seine Trainingsphilosophie auf Hinrgespinnsten aufzubauen...

    hm, wir hatten hier im dorf gerade quasi den selben Fall. Aus dem tierheim adoptierter acht monate alten Kangal!!!Mix "legte" sich immer wieder mit dem Kind an (Der Kangal hätte zu seiner Verteidigung gesagt, dass er wiederholt (bei jedem Spatziergang) zu hart am Kettenhalsband gezerrt, geruckt und rumgehoben wurde, dass das Kind ihn mit der Leine geschlagen hat, dass er einen großteil des Tages an einer Kette "leben" mußte... aber egal...).
    Kangal ist wieder im Tierheim. Dafür hat man jetzt einen 2jährigen könnte ein Harzer Fuchs sein, von "privat". An dem wird auch rumgeruckt, gezerrt, geschriehen, körpersprachlich angedroht, und weiß der Geier was noch für nettigkeiten... bin bespannt, wie lange der bleiben "darf"... :zensur: :zensur: :zensur:

    Ob Sie nun Maulkorbtraining gemacht haben oder nicht - ist ziemlich egal, weil mit oder ohne, der Hund mag keinen tragen. Somit konnte er für das, was MR vorhatte, nicht verwendet werden.

    Aber was meinem "Man kommt nur so weit, wie der Halter mitmacht..." fehlt ist natürlich, dass es acuh sehr stark vom Trainer abhängt, wie gut und wie weit der HuHa mitmacht/mitmachen kann. Wenn ich es nicht richtig erkläre, kann mein Trainingsplan der beste der Welt sein. Oder wenn ich als Halter das "eigentlich" nicht machen möchte, kann sich der Traininer den Mund fusselig reden - ich werde es entweder nicht machen, oder mich unbewust beim Training selbst sabotieren (was vielleicht bei dem Maulkorbtraining der Fall war), denn offenbar KANN er es ja so erklären, dass zumindest andere Leute verstehen, wie es geht - wie bei dem anderen Fall der Senung erkennbar war.
    Manchen Menschen sind diese Trainingsschritte aber zu groß - dann muß man sie in kleinere Schritte zerlegen - und ich finde, darin ist er nicht besonders gut - aber der Eindruck kann auch am Schnitt der Sendung liegen.

    Wobei das auch wieder egal ist, denn es gilt auch da das zweite Gesetz der Kommunikation: wahr ist, was der Empfänger versteht, nicht, was der Empfänger gesagt hat.

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    Dann ist mein Tipp: schauen sie sich beide Hundeschulen selber an, ohne irgendwelche vorbehalte, unabhängig von der Färbung dieses Forums. Seien Sie kritisch mit sich selber, schauen Sie sich genau an was ihrem Hund näher kommt und artgerechter ist. Stellen Sie sich dabei nicht in den Mittelpunkt, und beachten Sie was Mutter Natur näher kommt.


    nur mal so als Anregung zu "Artgerecht" und "Mutter Natur"

    Stephen Budiansky "Covenant of the Wild" und
    Raymond und Lorna Coppinger "Hunde"

    Also ikch finde diese Folge hoch interessant, weil sie schön aufzeigt, dass:

    - Hundeerziehung nicht ins Fernsehformat (besonders ind das von VOX) passt.
    - man nur so weit kommt, wie die Besitzer selber mitmachen, wie in dem Beispiel mit dem nicht erfolgten Maulkorbtraining.


    Andererseits fand ich ein paar Sachen (in beiden Fällen) höchst bedenklich:

    Wieso muß man eigentlich immer alles "testen" - ich habe damit aus mehren Gründen Probleme mit.

    1. der Hund hat weitere Gelegenheiten, sein Aggressives Verhalten zu praktizieren = Üben = zu festigen! Uuuups!
    2. was lernt der andere Hund in der Situation? Ich würde meinen Hund nicht für eine Testsituation ala Rütter hergeben, zumindest nicht so, wie die da immer ablaufen. Meine Haare standen ziemlich senkrecht, als man den Huskymix mit dem schwarzen Labrador-Rüden testete, und der dann "wunderschön" eskalierte. Genau solche Situatiuonen sollte vermieden werden!! Und Hunde (wie der Beagelm in der anderen Situation) gehören fürd nicht eskalieren bestärkt! Wenn sie sich denn schon "anschreien" lassen müssen!
    Der Maulkorbtest mit den beiden kleinen war m.M.n. auch ziemlich überflüssig. Man konnte schon vorher sehen, dass der Mops immer vorsucht hat auszuweichen, und der Sparky da nicht drauf eingegangen ist. MUSS man sie dann noch aufeinander losgehen lassen?


    Toll fand ich, dass die Frauen alleine auf die Idee gekommen sind, das Törchen mit einer Decke zuzuhängen - das hätte Rütter als erstes empfehlen müssen.
    Leider hat hier gar kein Trainingsversuch stattgefunden. Die Einführung der Kette ist kein Training, sondern eine Managementmaßnahme, genau wie die Gittertür, und die ist um einiges wirksamer.

    Auch in dem anderen Fall wurde nichts traininert. nicht mal Managementmaßnahmen wurden mitgeteilt, wie sollen sich die Menschen denn nun verhalten, wenn sie einen anderen Hund treffen? Einfach so weitermachen wie vorher? nur einen anderen Maulkorb anziehen??

    Wenn man als Trainier die Meinung vertritt, das getestet werden muß, warum ein Hund sich wie verhält, gut. Aber das interessiert einen Zuschauer doch nicht. Der will wiessen, wie man das Problem nun LÖST.
    Von dem Standpunkt aus betrachtet, war diese Senung für den Eimer.

    Übrigens hab ich derzeit den Exakten "Nachbau" der "Sparky/Mopsmix")-Situation zu Hause nur ist mein Sparky ein Setter-Mix (Der bei mir auf Pflegestelle hockt und auf Vermittlung wartet...) und der Mops ein Rhodesian Ridgeback. Wenn ich nicht gezielt trainieren kann, sind die beiden getrennt. Wenn ich traininere, ist der Setter so gesichert, dass er dem Ridgeback nicht an die Gurgel kann, und der RR wiederum kann ausweichen wohin er will.
    Der RR wird für "nicht flüchten" bestärkt, und der Setter für ruhiges Verhalten. Der Schritt wird jetzt so lange trainiert, bis der Setter es ertragen kann, wenn mein Hund sich frei im Raum bewegt. Erst dann geht es weiter mit dem Schritt "der Setter darf sich ebenfalls frei im Raum bewegen." und bei dem Schritt wird der Setter dann garantiert einen Maulkorb tragen...

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    aber eins noch.
    wo genau sollte man einschreiten im spiel. bei uns ist es nun so daß der ältere rüde allmählich kleiner wird als die noch wachsende hündin.
    sie ist sehr wild und er hat überall am hals lratzer von den milzähnen und auch an den beinen. manchmal jault er beim spiel:(
    wehret sich dann auch irgendwann aber jetzt war ich mir halt unsicher ob ICH das für ihn regeln muss oder er ihr selbst grenzen setzen muss.
    wird er sich am ende noch unterwerfen wenn die kleine älter wird?


    ich achte bei miteinander spielenden Hunden auf deren Erregungsniveau: geht es zu hoch (und "zu hoch" ist recht individuell, der eine hat sich selber noch sehr im griff auch, wenn er abgeht, wie schmitz Katze, ein anderer kann schön völlig übererregt sein, wenn irgendwo ein blatt vom Baum segelt - man muß auf LETZTERE Hunde achten...), lenke ich um in eine ruhige Beschäftigung... Schnüffelspielchen, Kraulen, Entspannen
    sind alle ruhig, kann eine neue Spielrunde beginnen.

    wer denkt sich eigentlich solchen Mist auf welchen Grundlagen beruhend aus. :gott:

    Fragt nach den Quellen: Wer hat der das gesagt, warum hat er es gesagt, welche Untersuchungen gibt es dafür.

    Wenn der Mensch keine Quellen nennen kann, kannst Du eis meist getrost als "!Müll" irgendwohin deponieren.