Beiträge von Shoppy

    Ob er es verstanden hat, kannst Du daran erkennen, ob das geclickte Verhalten öfter auftritt als vorher, oder eben nicht.

    Was wichtig ist:
    > Trenn deutlich das Clicken vom Leckerchen geben. Wenn Du schon irgend eine BEwegung machst, die auf "Du kriegst gleich einen Kecks" hindeutet, bevor oder auch während Du clickst, kann er den Sinn des Clicks nicht verstehen, denn das GEräusch wird von den wichtigeren Informationen (den Futter-bekomm-Bewegungen) überschattet. Mach ein paar Trockenübungen OHNE Hund:
    Bewegungslos sitzen oder stehen, clicken, eine Sekunde keine Bewegung, zum Leckerchen greifen und dem imaginären Hund geben.
    Anfangs ist es gar nicht so doof, die Leckerchenhand (also die Hand, mit der man in die Futterschale/Tasche greift...) irgendwo zu "parken", zum Beispiel auf dem Bauchnabel, an der Hosenseitennaht oder hinter dem Rücken.

    > Click irgendwas, was sehr einfach und häufig wiederholbar ist, und vielleicht ansonsten völlig "sinnlos" ist, z.B. den Kopf nach links wenden. Wnn Du Dich auf eine solch einfache BEwegung konzentrierst, kannst Du schnell erkennen, ob er die Bewegung immer wieder macht (anfangs kann das manchmal sehr lustig aussehen, in etwa wie nervöse Zuckungen, weil der Hund sich zunächst unbewußt bewegt, dann kann es sein, dass er mit der Bewegung anfängt und mittendrin abbricht, oder in die andere Richtung sieht. Wenn Du "stur" nur "Nase nach links" clickst, kommt es zwischen drinn vielleicht zu langen Pausen, weil er noch gar nicht geschnallt hat, weil er noch gar nicht geschnallt hat, worum es geht.
    Je nach dem, wie seine Frusttoleranz so ist, wurstelt er sich durch, oder er wird ungeduldig oder unsicher und gibt auf oder fängt vielleicht an zu bellen.
    Einen arbeitswütigen Hund kannst Du sich da durchwursteln lassen. Einem ungeduldigen/unsicheren mußt Du die Lernschritte kleiner machen, oder anderesrum, die Erfolgsmöglichkeiten erhöhen.

    Das kannst Du machen, in dem Du alles clickst, was irgendwie mit "Nase nach links" auch nur annähernd verwand ist. Von "nach links blinzeln" bis "nach links laufen". Du kannst das, was dem "Nase nach Links" am ähnlichsten ist höherwertig bestätigen, z.B. mit superleckerchen - die "weitläufige Verwandschaft" bestärkst Du dann nur mit Trokenfutter - dann werden Versuche bestärkt, die "Richtigigeren" Versuche jedoch gejackpottet.
    Dadurch wird dieses Verhálten dem Ziel immer ähnlicher und häufiger gezeigt, sodass Du nach und nach die C&Bs für die "weitläufigen Verwanden" weglassen kannst.


    > Mach möglichst viele kurze Clickersessions
    > Denk Dir für jede Session eine andere Bewegung aus: nach "Nase nach Links" vielleicht "Hinterpfote anheben". Dann "Ohren nach vorne klappen".
    Nimm verschiedene Körperteile, achte darauf, dass Du nicht immer "Sitzen" clickst, und dass Du nicht immer die gleiche Körperhaltung hast, sonst wird die zum Signal...

    > Schlepp Clicker und Leckerchen ein paar Tage überall mit rum, damit Du lustiges spontan auftretendes Verhalten (niesen, verbeugen, rückwärts gehen, im Kreis springen...) einfangen und bestärken kannst.
    Dadurch vergrößerst Du schnell sein VErhaltensrepertoire.

    > mach Dir nicht allzuviele Gedanken, ob der Clicker verstanden wurde, oder nicht. Bisher hatte ich noch keinen, der es im Laufe der Zeit nicht verstanden hätte. Wenn er schaut, ist es schon mal gut.
    Manche "arbeiten" allerdings nicht - das liegt dann entweder daran, dass sie ben nicht für "Mindestlohn" schuften wollen, sondern Hummer und Kaviar erwarten, oder daran, dass ihnen die Situation unheimlich ist, und sie deshalb nicht arbeiten KÖNNEN.

    Ahaaa, gute Frage!

    Gegenfrage: Wann wird beim Clickern das Signal für ein Verhalten eingeführt?

    Was ist beim "an der Leine gehen" das Signal? die Leine, logisch, oder?


    Deshalb lehre ich "an lockerer Leine gehen" am liebsten so:
    man nehme einen Ort, an dem der Hund gefahrlos frei laufen kann - alternativ eine leichte Schleppleine (fünf meter reichen). Dann "fange" ich "Auftauchen im ungefähr gewünschten Leinenradius" ein und bestärke das sehr hochwertig. Nach und nach shape ich das dann mit den Zwischenstationen "länger im ungefähren Leinenradius verweilen", "Auftauchen im exakten Leinenradius", "länger im exakten Leinenradius verweilen", "Anpassen an Menschentempo", "Mitmachen von Richtungswechseln", "gehen auf der gewünschten Seite" etc. so lange, bis ich das Verhalten so habe, wie ich es gerne hätte. Erst DANN kommt die Leine dran. Und mit der beginne ich wieder weitestgehend am Anfang (= "Bleiben im Leinenradius", etc)

    Habe ich mal keine Zeit, Leine gehen zu trainieren, muß hund aber mitnehmen, ziehe ich ein Geschirr an, an dem gezogen werden darf, sage "zieh" (öfter mal wiederholen...) und lasse den hund eben ziehen. Markere und Bestärke aber jedes "nichtziehen", was ich erwischen kann... Ausser, ich will, dass er später auf "zieh" auch tatsächlich was zieht. :D

    Beim clickern geht es darum, eine Aufgabe in kleinste Schritte zu zerlegen, die der Hund bewältigen kann. Hier könnte man wie schon vorgeschlagen, die Hand mit den Leckerchen erst mal "Verstecken", oder ein nicht gar so leckeres Teil als "Verlockung" nehmen, für die Ausführung aber ein "Supermegahyperleckeres verwenden.

    Oder man zerlegt seine eigene Erwartung in kleinere Schritte:
    Wenn hund also gräbt, leckt, anstubst, clickt man die millisekunde an, wo kein Hundemolekül die Leckerchenhand berührt und shapet das Verhalten dann schritt für Schritt bis ´das Superhypermegaleckerchen auf offener Handfläche vor der Hundenase zum Signal für "Blickkontakt mit Frauchen aufnehmen" geworden ist. :smile:

    Viel Spaß beim Clickern!!

    Was ich als erstes lehre:

    > Den Namen = das ALLERbeste Geräusch der Welt
    > Das Rückrufsignal = das ALLERbeste Geräusch der Welt...
    > Fingertouch - die "Allzweckwaffe" ist einsetzbar als Sitzsignal, Platzsignal, als Target bei der Leinenführigkeit, zur Unterstützung des Rückrufes und als Grundübung für weitere fünfmillionen Tricks
    > Konditionierte Entspannung - damit Zwerglein in aufregenden Situationen aktiv beim Entspannen unterstützt werden kann, als wichtiger Bestandteil von "Bleib-Übungen"
    > Bodentarget - als Vorübung für "geh auf Deinen Platz", als wichtiger Bestandteil von "Bleib-Übungen", als "Anlauf/Drüberlauf-Ziel", als Ausgangsbasis für weitere fünfmillionen Tricks.
    > Weil ich mit dem Clicker arbeite an allem möglichen anderen bestärkenswertem Verhalten gleichzeitig. Alles was nicht "Falsch" ist, ist somit richtig und bestärkenswert. Wenn das Verhalten dann so aussieht, wie ich es haben will, kriegt es einen "Namen".

    Das kommt darauf an. :D

    Bei mir "im Urlaub" zu sein, ist ja eine Ausnahmesituation für die Hunde. Es kann schon auch mal sein, dass sie das Verhalten nur bei mir zeigen - besonders das "ich spiel den Crispel tot"-Verhalten. ODER, dass die Leute das Verhalten selber nicht als störend empfinden.
    Ergibt sich im Gespräch, dass der Hund das zu Hause auch macht, und dass man das in der Tat als störend empfindet (oder dann im Gespräch erfährt, dass das ja auch Streß für den Hund ist, und sich nachteilig auf sein sonstiges Verhalten auswirkt/auswirken kann), erkläre ich schon, was ich warum und wie empfehle. Aber da ich mit so völlig exotischen Sachen, wie Clickertraining und Entspannungssignale arbeite werden die Ratschläge nicht immer umgesetzt... Was mir letztendlich egal ist: sie müssen ja mit dem Hund leben. Wer's gern stressig hat, bitte schön.
    Wenn der Hund Stammgast bei mir ist, trifft es sich gar großartig, dass Hunde so phantastische Unterscheidungslerner sind - hier lernen sie mit der Zeit, an welchen Stellen sich hinlegen und auf Belohnungen warten besonderst "erträglich" ist. Manche müssen das bei jedem Besuch neu lernen, die meisten brauchen immer kürzere "Auffrischungen".

    Das würde ich auf keinen Falls machen (Leine Fallen lassen und weiter gehen) - Überleg mal, welche Info Du damit Deinem Hund gibst: "ach, du hast Angst, na dann sie mal zu, wie Du alleine damit klar kommst, auf meine Hilfe brauchst Du jedenfalls nicht zu zählen!"
    Damit mahst du den Konflikt von "habe Angst vor dem "Ding"" und "Möchte bei meinem Mensch bleiben" NOCH größer, als er vielleicht eh schon ist. Kann es ziel der Übung sein, dass der Konflikt sich so weit vergrößert, bis Paco sich entscheidet, dass Du nicht zur Lösung seine Problems gehörst, sonder er selber nach einer Lösung sucht? Grundsätzlich hat der Hund dabei (vereinfacht) zwei Alternativen: Flucht oder Angriff. Ups!

    Derzeit versucht er es mit der dritten Alternative: einfrieren.


    Zitat


    Ich wil ja dann auch immer meinen weg weitergehen aber Paco setzt sich einfach hin und steht nehme auf da komm ich mit ziehen neme weiter.
    Das Problem ist das er des jetzt immer öfters mach ich kann schon fast neme mit ihm spazieren gehen weil er sich immer glei hinsetzt.
    Wenn er dann von irgendwo ein seltsames Geräusch oder Menschen hört will er au nur noch panisch flüchten.
    Bin zurzeit ein bissle hilflos mit Paco.

    Aber eines ist doch ganz klar: Dein derzeitiger Ansatz bewirkt das Gegenteil von dem, was Du damit bezweckst, oder nicht?

    Was ich machen würde:
    Ganz genau, bis ins letzte Detail aufschreiben, wovor Paco Angst hat (brauchst keine Zeit daran zu verschwenden, warum das vielleicht so ist, das ist Vergangenheit und nicht mehr zu ändern...). Diese Dinge versuchst Du dann zunächst erst mal zu umgehen. Das wird nicht immer klappen, aber je besser es gelingt, desto weniger Streß wird er erst mal haben.
    Dann suchst Dir einen gescheiten Trainer, der nicht nur weiß, wie man systematische Desensibilisierung und Gegenkonditionierung schreibt, sondern sie auch anwenden kann. (Wenn du mal schreibst, wo du wohnst kann ich da vielleicht wen gutes empfehlen).
    Lass den Paco von einem guten Tierarzt durchchecken - viele Krankheiten haben schwerwiegende Einflüsse auf das Verhalten, unter anderem diverse mittelmehrkrankheiten, Staupe, Borreliose, Schilddrüsenunterfunktionen (lass auf jeden Fall alle Schilddrüsenwerte testen), Gelenkbeschwerden, und vieles mehr.
    Kauf und lies "Der ängstliche Hund" von Nicole Wilde.
    Gib "konditionierte Entspannung" in die Suchfunktion ein, und starte umgehend die Konditionierung eines Enspannungssignals.
    Dann erarbeitest du ein individuelles Trainingsprogramm (mithilfe des Trainers, möglichst, oder zumindest mit dem Buch), dass Du dann startest. Dabei wird es Dir sehr helfen, wenn Du ein Trainingstagebuch führst, weil du schnell bemerkst, ob der Ansatz hilft, oder kontraproduktiv ist (wie Dein jetziges Weitergehen und ziehen oder alleine lassen), Welche fortschritte ihr macht, was gut funktioniert, und was vielleicht ansonsten noch die Probleme verschlimmert (Wetter, Futter, Streß am Vortag, wenn es Dir nicht gut geht, wenn die Katze Magenweh hat....)


    Soweit die Vorsätze.
    Natürlich KOMMT man aber immer wieder in Situationen, die dem Hund Angst bekommt. Wenn du die Liste mit den Auslösern sorgfältig zusammengestellt hast, weißt du in jeder Situation, was jetzt zu schwierig für Paco ist - also eine situation, wo du ihn am Besten herausnimmst.
    Oder wo der Auslöser vielleicht gerade so gelagert ist, dass Du ihn als Trainingsgelegenheit nutzen kannst.

    Wenn der Paco z.B. Angst vor Menschen hat: Welchen Menschen genau? In allen Situationen? In welchen Entfernungen? Nur wenn es mehr als ein mensch ist? nur bei Kindern? Wenn Mensch steht, oder schlimmer, wenn Mensch sich bewegt??
    Ist es für Paco einfacher, wenn er sitzt? Kann er sich im Bogen um den Mensch herumbewegen? Kann er bei bestimmten Voraussetzungen noch seine Lieblingsleckerchen fressen??


    Du hast ja geschrieben, dass er sich hinsetzt und zittert. Gibt es eine Entfernung, in der er noch nicht Zittert? Gibt es einen Ort, an dem er nicht zittert. Gibt es einen oder mehrere Menschen, bei denen er nicht zittert?
    Mit den Situationen fängt man an: diese Situationen werden mit den allerschönsten Erlebnissen für Paco verknüpft.

    Angenommen, Du weißt, dass er auf dem Feldweg "Rapsfeldallee" gerne spazieren geht. Da ist ihm bisher nie was "schlimmes" begegnet, und er hält es dort für sicher. Ausserdem hast Du einen Cousin, den Paco "halbwegs okay" findet. Und derzeit ist es für ihn noch nicht "zitternswert", wenn Mensch in 50 Meter Entfernung ruhig steht.
    Dann könnte eine Trainingssituation so aussehen. Du verabredest mit Deinem Cousin, dass Du an einem bestimmten Punkt auf der "Rapsfeldallee" ruhig steht, oder sitzt, und Euch nicht beachtet, wenn ihr näher kommt.
    Du gehst mit Paco Richtung Cousin, wobei Du, wenn Du siehst, dass Paco ihn entdeckt hat, ihn lobst und mit seinen allerliebsten Lieblingsleckerchen versorgst. 60 Meter vor dem Standort des Cousins rufst Du fröhlich "Kehrt" und drehst um. Mit dem "Kehrt" stoppen die Leckerchen.

    Du bestärkst das "auf den bösen Mensch zugehen" hier mit zwei verschiedenen Sachen: dem Lecker Essen, dass es nur gibt, wenn Paco auf den Menschen zu geht. Und dem "Kehrt" = sich von dem bösen Ding entfernen dürfen.
    Wenn Ihr Euch wieder ganz vom bösen Ding entfernt habt, legst du eine Entspannungspause ein (u.a. da kann man das Entspannungssignal einsetzen), wartest, bis Paco ganz entspannt ist, und wiederholst das ganze.
    Wenn Du genau seine Körpersprache beobachtest und darauf achtest, ob er noch Leckerchen nehmen mag oder nicht mehr, kannst du erkennen, wie dicht du an das "böse ding" annähern kannst. Mach anfangs lieber WENIGER als Du denkst, dass ginge, denn das vermittelt Paco die nötige Sicherheit, dass Du darauf achtest, dass er keine Angst bekommen muß!

    Also, ich gebe zu, ich habe den Ausgangsfred nicht gelesen.

    Da ich ja "Hunde hüte" habe ich also ständig die Gelegenheit, neue Hunde an meine Hausregeln zu gewöhnen.
    Eine davon lautet: mein eigener Hund wird in Ruhe gelassen, wenn er nicht spielen will (würde natürlich auch im Umgekehrten Fall zutreffen - aber es sind immer die Gäste, die ihn totspielen würden...).
    Eine weitere lautet: mir wird nicht den ganzen Tag hinterhergerannt.

    Es gibt noch ein paar weitere, aber die lassen sich bei genauerer Betrachtung auf diese zurückreduzieren.

    Da alle Hunde unterschiedlich vorgebildet sind, fange ich bei jedem dort an, wo er steht.
    Habe ich einen, der "geh auf Deinen Platz" versteht, es umsetzt, aber vielleicht einfach nicht so lange dort bleibt, wie ich mir das vorstelle, bestärke ich das "auf Deinem Platz sein" mit Futter, mit Aufmerksamkeit, mit "den Platz verlassen" usw.
    Durch die Bestärkung bleibt er länger auf dem Platz. liegt er woanders ruhig rum, auch gut, kann bestärkt werden.

    Hat Hund noch kein "geh auf Deinen Platz"-Signal, wird das eben geübt. Die meistens hunde haben das hinerhalb weniger Trainingseinheiten drauf. Danach arbeite ich dann wie oben beschrieben an der Dauer.


    Mit manchen Hunden stoße ich aber an Grenzen (meiner Geduldsfäden).
    Was oftmals daran liegt, dass die Hunde einfach nicht gelernt haben, Ruhe zu finden.
    Ich unterscheide in die "renn Dir überall hin hinterher!" und den "ich renne überhaupt immer hin und her und finde nie ruhe, auch wenn um mich rum alles in Trance verfallen ist!"

    Dann arbeite ich mit Anleinen. Und zwar genau wie oben beschrieben, nur dass nach dem "auf den Platz gehen" das "auf dem Platz bleiben" per Leine zunächst "erzwungen" wird. Denn ich kann nur Verhalten bestärken, das gezeigt wird - und wenn "auf dem Platz bleiben" einfach nicht vorkommt, kann ich es nicht bestärken.
    Interessant finde ich, dass die "ich renn Dir immer hinterhers" damit oftmals größere Probleme haben als die "ich renn immers". Letztere habe wohl einfach keine impulskontrolle, sind total hochgespuhlt, können sich nicht von alleine entspannen. Manchmal wirken sie total glücklich, dass jemand sie an weiteren Hochdrehaktionen hindert, und sie endlich zur Ruhe kommen können. Die brauchen oftmals nur einige Male solche kurzen "erzwungenen" Entspannungsmomente und ein paar weitere "geh auf deinen platz und bleib da"Übungen, die wie oben beschrieben bestärkt werden und sie können Plötzlich auf ihrem Platz liegen, bleiben, schlafen und sich entspannen.

    "ich renn immer hinterers" sind schwieriger, wenn sie kaum/keine Frustrationstoleranz haben. Dann muß man eben daran arbeiten.

    Und dann gibt es noch die "ich kann dich nicht aus den Augen lassen, weil ich sonst Angst habe, dass Du mich alleine läßt und vergisst!"
    Versteht sich von selber, dass man da mit Samthandschuhen anfangen muß.


    Was ich wichtig finde:
    eine Woche lang ignorieren finde ich problematisch. Das kann Nebenwirkungen haben, die kein Hundehalter haben will. In den Beiträgen wurde schon "Zurückignorieren" genannt. Gerade bei "Frustrationsintolleranz-Fällen" kann die ganze Sache böse nach hinten los gehen, weil man noch mehr Frust schafft, als zuvor schon vorhanden war.

    Da ich ja vom Clickern komme, betrachte ich ausserdem die Situation auch nicht aus der "was macht der Hund alles falsch" sondern welche Verhalten des Hundes sind bestärkenswert"-Richtung.
    Natürlich ist es in einer Situation, wo Probleme schon dar sind, z.B. bei Stänkereien unter den Hunden, schwierig, NUR auf die Bestärkenswerten ,omente zu warten. Man kann entstehende Beißereien ja nicht einfach ignorieren. Dann muß man eben durch Managementmaßnahmen
    1. Verhindern, dass "Fehlverhalten" auftreten kann
    2. Bewerkstelligen, dass der Hund/die Hunde schnell lernen, WAS denn das GEWÜNSCHTE Verhalten ist.
    Was die genauen Managementmaßnahmen sind, ist je nach Konstellation sehr unterschiedlich, und da ich den Fred nicht gelesen habe, kann ich dazu also nichts sagen.

    Darum als Beispiel aus meinem täglichen Leben: habe ich einen hund im Haus, der andere anstänkert, wird der in seinem Aktionsradius eingegrenzt. Wie, ist abhängig vom Hund, seinem Können (und natürlich davon, wie "Stänkern" genau aussieht - einen hund, der aus welchem Grund auch immer einen anderen Hund beißen würde ist bei mir niemals freifliegend unterwegs...), womit wir wieder oben wären: kann er "geh auf Deinen Platz", setze ich dort an.

    Ich kann irgendwie den Sinn hinter pauschalem "eine Woche ignorieren" nicht nachvollziehen. Lernt der Hund dabei, was das RICHTIGE Verhalten ist?

    Hallo,

    da kann ich Thera nur zustimmen.

    Wenn Du Dich richtig einlesen willst, kann ich Dir das Buch von Nicole Wilde "Der ängstliche Hund" empfehlen.
    Nach der Postleitzahl könnte diese Hundeschule: http://www.hundeschule-sander.de/ in erreichbarer Nähe sein (habe aber noch nicht auf den Routenplaner gesehen).
    Wichtig ist, dass Du das Tempo nach Deinem Hund richtest und dass Du das gesamte Training rein positiv aufbaust, weil in alles, was gelernt wird, die Emotion hineinverknüpft wird, die der Hund hat, wenn er es lernt... Da er schon negative Emotionen mit vielen Dingen hat, mußt Du da mit positiven Erlebnissen und Emotionen gegen an arbeiten.