Beiträge von Shoppy

    Da haben wir doch schon ein paar schöne Beispiele zusammen bekommen...


    BigJoy: Geniale Fellnase!! Und schön reagiert – ein tolles Beispiel, weil wenn ich dass Kunden vorschlagen würde, dann bin ich die umgehend los *kicher* Gerade bei solchen Sachen immer erst mit anderen Dingen Vorarbeit leisten, dass die nicht reißaus nehmen…
    Das mit dem Apportieren habe ich mit Crispel als er klein war gemacht – Crispel ist Sockoholic = wenn er eine Socke findet, trägt er sie umher und lutscht darauf herum (er hat mir noch nie was kaputt gebissen oder komisches Zeug verschluckt), ich hab das ein paar Mal geclickt und ein Spiel draus gemacht, und immer noch freut der Riesenzwerg sich wie ein Welpe, wenn ich ihm einen Sockenball durch die Gegend werfe. Apportieren ist allerdings nicht so seins. Er ist der Meinung, wenn Mensch was weg schmeißt, ist es wohl Müll, und soll weg bleiben… Ich freu mich über Labrador-Gäste und Schüler, die kann man so schön mit Bällen belohnen…


    Was ich gerade derzeit mache: ich habe eine junge Schäferhündin im Training, die mag besonderst zu Anfang der Stunde keine Leckerchen essen. Da sie ein Tri Pull super findet, benutze ich das Teil als Bonsai-Reizangel. Dann bestärke ich einige Male „Leckerchen in die Schnute nehmen“ mit „Tri-Pull-Jagen“ und schon geht auch das Arbeiten für Essen…

    @ Esiontour:
    Der Trick beim „Premacken“ ist, das zu nehmen, was gerade da ist. Wenn ich also so einen Spurensucher habe, und er eine gefunden hat, darf er Fährten, wenn er vorher was auf Signal gemacht hat – er muss halt in meinem Tempo fährten und vorher bezahlen.

    In manchen Gebieten arbeiten gerne Eichörnchen“ beim Premack-Training mit. Unter besonderen Voraussetzungen könnte man auch „scheuch das Kanniggel in seinen Bau“ verwenden, wobei ich mir das nur mit Hund an Schleppe trauen würde, nicht das der auch noch zum Tiefbauarbeiter wird und Kanniggelbaue auszuheben beginnt…


    @Loucy_Lou:
    Sehr gut zusammengefasst. Der Hund wird A lieber ausführen, weil er gelegentlich dafür mit B bestärkt wird. Man sollte meiner Meinung nach vermeiden, dass A untrennbar mit B verknüpft – sonst hat man ja blitzschnell Verhaltensketten, die man gar nicht wünscht. Das lässt sich aber vermeiden in dem man ein vom Menschen gewünschtes Verhalten mit möglichst vielen verschiedenen vom Hund gewünschten Verhalten bestärkt (also variabel) und umgekehrt: dass man vor dem vom Hund gewünschten Verhalten verschiedene Verhalten abfragt.

    @ Aura1:
    Hast Du schon mal versucht „an lockerer Leine“ zu premacken? Also vielleicht mal mit Reizangeln belohnen, oder mit Fährten, oder auf was sie sonst noch steht? Ist im Aufbau natürlich viel aufwändiger als mit Leckerchen. Crispel als gestandener „Mann“ muss natürlich regelmäßig seine „Pee-Mails“ lesen und beantworten. Da kennt man natürlich die Stellen, wo selbiges Verhalten auftreten wird. Also übe ich fieses Ding just vor diesen Stellen „fuß gehen“, clicke und renne mit ihm nach Ankündigung zur „Pee-Mail-Stelle“ damit er seine Visitenkarten auffrischen kann. Wenn man das häufig genug macht, sortiert er sich an den Stellen von alleine in die Position ein, weil, dann könnte man ja gleich Pee-Mails lesen dürfen… Der Knaller!!

    Kurze Zwischenfrage:
    warum sollen Spielzeug oder Beißwurst "nur als Ablenkung dienen"?

    Ich war in dem Abschnitt, auf die Bibi genatwortet hat auf der Suche nach Bestärkermöglichkeiten für Bibo, nicht nach Dingen die als Ablenkung dienen sollen.

    Was ich grundsätzlich mit dem Training versuche, dass der Hund "das böse Ding" mit netten Dingen verknüpft, damit letztere die mit ihnen verknüpften Emotionalen Reaktionen auf ds böse Ding übertragen (klassische Konditionierng)
    Dazu muss der Hund das "böse Ding" zuerst registrieren, damit das "böse Ding" zum Signal für "jetzt gibts gleich schönes Ding XY".
    Benutzt man das "SChöne Ding XY" als Ablenkung und auch noch bevor der Hund das "böse Ding entdeckt hat, verknüpft es sich nämlich leider ganz genau falsch rum.
    Dann wird das "schöne Ding XY" zum Signal für "gleich kommt das "bD" - was dazu führt, dass das schöne Ding plötzlich böse ist, ups...

    Ich habe niemanden niedergemacht. Wenn Du Dir den Schuh anziehen magst, bitte. Aber wer im Glashaus sitzt sollte ja wohl nicht mit Steinen schmeißen.
    Schtella hatte nach konkreten Informationen gefragt, sie wollte bestimmt nicht "und warum könnt ihr das nicht aus dem Bauch heraus" hören - denn dass sie das nicht kann, schrub sie doch selber.

    SChöner Fred!!

    zu dem angesprochenen Problem "woher weiß der Hund welche Belohnung zur verfügung steht": genau darum benamsele ich die Verhalten, die der Hund eigentlich ausführen wollen würde - Das Problem ist, Situationen zu haben, wo man das sicher, gefahrlos für den Hund, sich selbst und andere hinbekommt.
    Manche Verhalten sind deutlich sicherer "benamselbar" als andere.
    schnüffeln, fährten, Markierverhalten, vorstehen, rennen, spielen, mäusebuddeln, schwimmen sind recht einfach einzuführen. Hetzen, Aufscheuchen oder "Plärren" sind etweder problematisch in der Durchführung oder könnte von der Umwelt mißverstanden werden... Ich stelle mir vor wie ein Halter seinem Hund "befiehlt" loszubrüllen, wo er gerade die Sekunde vorher endlich Ruhe gegeben hat... Was da die Passanten wohl denken??

    Leider habe ich jetzt Zeit mir das Filmchen anzusehen, oder zu beschreiben, wie ich was aufbaue, falls das irgendjemaden interessiert, aber heute abend irgendwann...
    Ich bin gespannt, auf welche Ideen wir hier uns gegenseitig bringen!!

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    Da ich versuche, mit ihr oft zum Schwimmen zu gehen, ist sie da natürlich auch mit Feuereifer dabei. Wie gesagt, immer nur begrenzt, da sie sich selbst irgendwann anfängt zu schonen.

    Hast Du ein Signal für "Geh schwimmen"? Falls nicht, solltest Du das schnell einführen. Sag einfach "Geh schwimmen" während sie auf dem Weg ins Wasser ist. Das brauchst Du nicht zu belohnen, weil sie das ja schon selber übernimmt. Ich würde auch versuchen, sie aus dem Wasser zu rufen, lange bevor sie sich anfängt zu schonen. Das Rauskommen belohnst Du mit "Geh schwimmen". Je nach dem, wie lange sie normaler weise schwimmen geht, und wie schnell sie sich rausrufen läßt kannst Du das entsprechend oft wiederholen, aber quasi immer einmal weniger als sie reingehen würde.


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    Wenn ich ihren Ball oder ihre Beisswurst dabei habe, dann bin ich der "Held". Aber dabei kommt dann wieder das Problem der Verteidigung. Ich möchte sie nicht mit einem Spieli belohnen "müssen", weil sie dann ihr Spielzeug verteidigt :/


    Verteidigt sie das Spielie auch, wenn Du es hast? Falls nicht, kannst Du es ja doch verwenden, Du mußt dann halt nur gucken WANN Du es einsetzt.
    Ausserdem kannst Du es doch draussen in Situationen einesetzen, wo kein anderer Hund da ist.


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    Was ist ein Fingertouch?? Kommt das vom TTouch?? Das Buch habe ich zu Hause, bin gerade im Büro.


    Nein, dass ist nichst aus dem TTouch bereich. Fingertouch heißt, dass der Hund mit seiner Nase Deine Finger berührt. Das ist eine Übung die Clickertrainer gerne als Einstiegsübung machen, weil es einfach zu lernen ist, sowohl für Hund, als auch dabei das richtige Timing für den Menschen. Und es eine tolle Fähigkeit für den Hund, weil man damit den Hund in Positionen "locken" kann, ohne ein Leckerchen in der Hand zu haben. Es ist eine "Target"-Übung. Vielleicht hast Du mal bei Tierdokus über Delphintraining gesehen, wie Delphine mit der Nase die Hand des Trainers berühren und dann in der Stellung bleiben, um Medizinische Untersuchungen machen zu lassen - das sind auch Targetübungen. Targettraining wir viel in Zoos angewendet, um Tiere von einen "Raum" in einen anderen zu bekommen, oder in einer bestimmten Stellung zu halten.


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    Ich habe versucht, das "Schau" aufzubauen, aber es hat nur zu Hause sehr gut geklappt, draußen mit Ablenkung bisher keine Chance. Was meinst Du mit "Mach blind" und "Calming Cap"??

    "Mach blind" macht den Hund blind - dazu übt man ein, dass sich der Hund auf das Wortsignal "Mach Blind" vin Dir die Augen zuhalten läßt. Weil das ein großes Vertauen voraussetzt, muß es mit Positiver Bestärkung und zunächst ohne Ablenkung zu Hause aufgebaut werden. Betrachte es als hypernützlichen Trick und bau ihn so auf. Wenn sie sich gerne am Kopf berühren läßt, sollte da auch sehr schnell gehen. Die Handhaltung ist so: Zeigefinger und Daumen fassen leicht um die Nasenfläche, so dass die Handfläche vor der Stirn ist, bingo, Scheuklappe angezogen. Anfangs: Hand ganz kurz so halten, mit der anderen Hand eine Delokatesse reichen, wenn die aufgegessen ist, Scheuklappe wegnehmen.
    Nach und nach verlängerst Du die Scheuklappenzeit.

    Das Calming Cap wurde von Trish King, einer amerikanischen Trainerin für reaktive Hunde entwickelt. Das ist ein "Mützchen" das die Sicht des Hundes einschränkt, aber nicht völlig blind macht. wenn Du den Begriff googlest, solltest Du darüber eigentlich viele Infos finden. Das schöne an so einem Cap ist, dass der Hund nicht mehr von so viuelen Eindrücken "befeuert" wird, und demzufolge weniger Eindrücke verarbeiten muß. dadurch hat er sozusagen mehr Hinrleistung frei um angemessene Entscheidungen zutreffen. Das Tragen solch eines Mützchens muß ebenfalls so sorgfälltig aufgebaut werden, wie das Tragen eines Maulkorbs.


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    Wenn der Hund vor uns her geht, dann gehen nach anfänglichem Knurren 10 m, weiteres knurren wird nach einem "Nein" unterlassen.

    hm. also gehen 10 Meter eben nicht. Der Abstand sollte so groß sein, dass sie eben nicht knurrt. Ein "Nein" darf nicht nötig sein! DAmit stellt sie das Knurren ein, aber ihre Emotion ist unverändert da...


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    Wenn der Hund uns entgegen kommt, dann fängt das Knurren schon bei sagen wir 50m an, wenn sie den Hund als solchen identifiziert. Der kann auch auf dem anderen Feldweg parallel zu uns laufen, da wird dann auch hingeguckt und geknurrt, da kann ich das aber abbrechen.
    Dabei ist es wumpe, ob es am Ende oder am Anfang des Spaziergangs ist. Was auffällt, wenn wir "zulange" unterwegs waren, dann ist sie so kaputt, daß sie nur kurz knurrt etc.


    Hier das gleiche. Sie findet den Hund doch nicht besser, nur weil sie aufhört zu knurren.
    Du willst Doch wenigstens an den Punkt kommen, wo sie denkt: "da ist ein Hund, na und?"

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    Hm, unsere Spaziergänge sind im Moment ca. 30-45 Minuten, bei der Hitze nur zum Schwimmen und zurück, sprich 10 Minuten gehen und ca. 20 Minuten schwimmen.

    Kannst Du an der Schwimmstelle Entspannungspausen einlegen, kann man sich da hinsetzen, sind da andere Hunde "im Weg?"


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    Der eine "immeraufGrundstück" Hund hat den totalen Schiss, wenn wir vorbeilaufen, selbst, wenn ich mit Dusty vorbeilaufe, er bellt und rennt dann mit eingekniffener Rute weg. Da ist Bibo relativ schnell ruhig.
    Daneben ist ein kleiner "Kläffer" der kriegt sich kaum ein, da ist sie auch relativ schnell wieder entspannt. Gegenüber ist allerdings ein Flat, der kocht tierisch hoch, wenn wir vorbei laufen, der typische Attacke Hund am Gartenzaun, sein Frauchen unterbricht das auch nicht, sondern läßt ihn machen. Da kann ich Bibo kaum dran vorbei kriegen. Da kriege ich jedesmal die Krätze. Aus dem Grund laufe ich meistens an der anderen Seite.
    Auf der Seite von dem Flat wohnt jetzt auch ein Borderjunghund, 16 Wochen alt. Den würde sie gleich unter sich begraben wollen, wenn der angestürmt kommt!!


    Ihh, die klingen alle doof. Und sind die dann auch immer alle draussen, wenn Du da durch mußt? MUSST Du da durch (DASS wäre eine typische Mützchen-BEnutzung-Situation...)


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    Ich werden den Yorkie Opa mal fragen. Der Yorkie hat ja selbst tierisch Schiss vor allen Hunden. Dann könnte man das Training verbinden.

    Verrätst Du mir in welchem Fred Du den Überwacher "Wo ist XY" Aufbau geschrieben hast??

    Den Aufbau von "Zeigen und Benennen" findest Du hier: https://www.dogforum.de/ftopic87282.html auch die anderen dort beschriebenen Werkzeuge wie Pendeltraining und Geschirrgriff,


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    Futter, sehr schwierig. Sie werden jetzt beide gebarft, weil Bibo allergisch auch auf das getreidefreie Trofu reagiert hat. Sie kriegen morgens Joghi oder Hüttenkäse, nachmittags eine kleine Portion und abends die restliche Portion Fleisch. Ich barfe komplett nur mit Fleisch, Fisch verträgt sie auch nicht. Ob sie das Fleisch draußen nehmen würde, keine Ahnung. Sie liebt das Fleisch leider nicht besonders.


    Probier mal, ansonsten könntest Du das Fleisch vielleicht Dörren oder Trocken, oder Kochen.


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    Das 3er Treffen findet in Hannover statt, da war ich mit Dusty und Rocco ist echt super klasse. Ich bin aus Braunschweig.
    Elke hatte schon geschrieben, daß sie Rocco zur Verfügung stellen würde, aber im Moment wenig Zeit hat, was auch völlig okay ist. Bibo muss noch ein bißchen mehr Muskeln aufbauen, daß ist im Moment auch extrem wichtig, da sie jetzt auch beginnt durch die Fehlbelastung vorne zu humpeln.


    Mimpf. Braunschweig ist ein bißchen weit weg - habe ja nämlich auch kein Auto, sonst hätte ich Dir wechselne Übungspartner stellen können, Crispel ist da schon Profi drin... Falls Du doch mal wieder Geld für einen Trainer hast, kann ich da aber glaube ich, jemanden empfehlen.

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    Puh, hoffentlich findest Du da noch durch, vielen Dank, daß Du Dir die Mühe machst!!! :gott:

    Gerne!

    So, und wenn Du sowieso schon den anderen Fred auch durchackerst, gib in die Suchfunktion "Entspannungsignal" ein. Das gehört noch in den Entspannungswerkzeugkoffer, und das würde ich unbedingt aufbauen. Weil ja viele Sachen mit Bibo nicht möglich sind, müssen eben andere Schraubenzieher ;) her.

    Ja, das stimmt wohl. Ich habe gerade einen Englisch-SEtter-Mix zur Pflege da, bei dem versuche ich das eben auch vermehrt zu machen. DER steht erst mal allem vor, sehr praktisch. Das habe ich schon richtig "festgeclickert" - habe jetzt gerade angefangen, es zu benamseln und bin dann immer verwirrt, wenn er es abbricht, wenn ich "Point" sage - ich muß praktisch sofort clicken, sonst clickte ich "umdrehen zu mir kommen - was ja nicht wirklich das schlimmste wäre, aber genaugenommen trainierte ich damit nur einen weiteren Rückruf :D
    Link Deinen neuen Fred hier rein, damit ich ihn finde. hier gibts immer so viele neue Frede, dass ich viele interessante aufgrund der Menge einfach verpasse und das wollnwa doch nicht!

    Ah, okay, vielleicht war das dann nur für mich verwirrend beschrieben ;)
    Im Prinzip ist es egal, welches Signal Du als erstes aufbaust.
    Wichtig ist: das Signal erst verknüpfen, wenn das Verhalten so aussieht, wie Du es haben willst.

    Dann machst Du eine "Signal-Verknüpfungs-SEssion":
    ein paar Mal clickst Du "sitz" wie Du es davor gemacht hast, zum Aufwärmen. Wenn Du "wetten" könntest , dass er sich in der nächsten Sekunde sowieso hinstetzen wird, sagst Du "Sitz" oder gibst das gewählte Handzeichen - also BEVOR er sich hinsetzt. DAs wiederholst Du das wiederum ein paar Mal. Dann wartest Du. Setzt er sich, ohne dass Du das Signal gegeben hast, klickst Du einfach nicht.
    So lernt er, dass er auf das Signal warten muß.

    Wahrscheinlich wird er irgendwann von alleine wieder aufstehen. WEnn er noch aufmerksam aussieht, vielleicht ein bißchen verwundert, dass das Sitzen diesmal keinen Click gebracht hat, gibtst Du das Sitz-Signal - alles was danach ansatzweise wie ein Sitz aussieht-clicken!!

    Den ganzen Ablauf mehrmals wiederholen... Fertig ist das Sitzsignal.
    Zu wenn Du ein weiteres aufbauen willst, gibtst Du erst das neue Signal, eine Sek. Pause, dann das bekannte Signal geben, ausführung clicken und bestärken.

    Damit das "alte"Signal nicht "verloren" geht, muß Du dieses auch manchmal alleine geben (ohne das neue davor) und bestärken.

    DAs das neue gelernt ist, siehst Du daran, dass der Hund nicht das "alte" abwartet, sondern sich gleich hinsetzt.

    hallo Schtella,

    mach Dir nix aus solchen Beiträgen. Beim "Hund halten" ist das genauso wie mit dem Klavierspielen. Manche sind Naturtalente UND haben einen Hund der keine besonderen Ansprüche stellt UND möchten selber nicht mehr, als "einfach nur einen Hund haben".
    Andere haben so ihre Schwierigkeiten.
    Dann gibt es Hund mit Megakomplizierten Ansprüchen
    U'nd solche Menschen die auch hohe Ansprüche an sich, an den Hund und dessen Leistung setzen.
    Alber selbst die Wunderkinder-Pianisten kommen, wenn Sie Konzertpianisten werden wollen, ums Üben UNTER FACHKOMPETENTER ANLEITUNG nicht herum. Die meisten richtig guten Musiker, die ich kenne üben mehrere Stunden täglich und tun alles um von anderen Musikern weiter dazuzulernen.
    Wievielmehr sollte das fürs Zusammenleben mit einem anderen Lebewesen gelten?

    Ich finde es toll, dass Du mehr lernen, mehr wissen willst um Deinem Hund besser zu helfen!!

    Danke für die ausführlichen Antworten, bei einigen muß ich bestimmt noch ein wenig nachbohren und ein paar neue habe ich im Laufe des Texts bestimmt auch wieder (ischneugierischbin)

    Mal kurz weg von den unleidigen Hundebegegnungen.
    Welche (siehste, neue Fragen...) Signale kann Bibo schon, die man mit/nach weiterer Ausbauarbeit als Alternativverhalten in den blöden Situationen verwenden könnte?
    Ich denke da an alles Mögliche, was die Blickrichtung von Bibo vom Hund, erst auch mal ganz egal wie minikurz das nur wäre, umlenken würde. ich nehme da als erstes gerne einen Fingertouch, weil man da selber gut dosieren kann, wie weit die Abwendung wird, und durch mehrere Touches schnell hintereinander kann man den Hund buchstäblich an der Nase herum führen - z.B. so, dass Du als Sichtschutzwand dienen kannst.
    Klassisch ist "Schau", aber ich finde, dass ist anfangs sehr schwierig, wenn man dazu nicht auch den gesamten Hundekörper so platziert, dass das Anstarren des Gegners erschwert und das Anschauen des Menschen sehr erleichtert wird. Wenn man sich relativ sicher sein kann, dass der andere Hund nicht rankommt (also bei den "immeranLeine"-Leuten) finde ich es persönlich am einfachsten, wenn der eigene Hund so sitzt, dass er möglichst nicht fixieren kann und der andere langsam vorbeigeht. Dabei würde ich den Abstand so groß wie nur irgend möglich wählen. "Platz" würde ich keinesfalls verwenden und falls Bibo wegen all der blöden Verletzungen nicht sitzen kann oder es ihr sehr unangenehm oder gar schmerzhaft ist, würde ich auch Sitz nicht verwenden, dann muß es eben im stehen gehen.
    Weitere Fixierverhinderungsmöglichkeiten sind "mach Blind" oder z.B. ein Calming Cap.


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    Distanz ist schwierig zu beantworten. Wenn wir noch im Dorf sind und der Hund vor uns geht, also nicht auf uns zu kommt, dann läßt sie sich noch bei 10m gut kontrollieren und bellt und knurrt nicht, zerrt auch nicht nach vorne. Wenn der Hund uns entgegenkommt, wieder im Dorf, wir keine Ausweichmöglichkeit haben, dann fängt sie schon bei 30m an zu knurren und stellt die Bürste.


    Okay, Verständnisfrage: wenn du losgehst, und noch im Dorf bist und der Hund von Euch weg geht sind 10 Meter für sie okay?

    Aber wenn du vom Spaziergang zurückkommst und der Hund entgegenkommt, braucht Bibo sagen wir 40 Meter Abstand? Oder ist es egal ob das am Anfang oder am Ende des Spaziergangs ist?
    Warum ist die Frage wichtig? Weil wenn es sie offenbar mehr stresst, wenn sie schon eine Weile unterwegs war, ist vielleicht der Spaziergang insgesamt zu lang für sie. Vielleicht kann sie so weit/so lange nicht mehr gehen weils dann weh tut, oder weil die konzentration nach läßt.

    Was hinzukommt: alle "aufregenden" Sachen die unterwegs passieren, führen zur Ausschüttung von Stresshormonen. Ich schreibe aufregend in Anführungshäkchen, weil das sowohl "jipee Super"-Aufregung als auch "ach du scheiße"-Aufregung sein kann und auch vielleicht Sachen sind, die noch unterschwellig waren, sprich, es war nicht in ihrem Verhalten erkennbar, aber sie war angespannt (weil sie vielleicht mehrere "böse hunde" getroffen hat, aber in einem Abstand, der bei ihr noch nicht die "volle Kanone" ausgelöst hat). Innerhalb des Spaziergangs werden also ein paar mal die Streßhormone ausgeschüttet, und dooferweise brauchen die länger (mein Wissenstand ist "mindestens 90 Minuten" - es gibt aber auch Trainer die sagen bis zu 7 Tagen....) um sich wieder abzubauen. Wenn man sein "Böses Ding" erblickt, und sowoeso schon/noch aufgeregt ist, von Sachen die vorher passiert sind, reagiert man schneller und heftiger, ups...
    Bevor ich meinen "entspannungskoffer" öffne, würde ich mal testen, ob du bzw. Bibo mit kürzeren Gängen besser klar kommst.


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    Im freien Feld, sprich ohne Leine kann ich sie bei 20m auch noch kontrollieren, wenn ich den Hund vor ihr sehe. Wenn er irgendwo um die Ecke geschossen kommt, dann geht sie nach vorne. Sie ist deshalb vor unüberschaubaren Ecken immer angeleint.


    Sehr gute Maßnahme :smile:. In dem Fall könnte z.B. ein "Mach Blind" nützlich sein, wenn man selber schnell genug ist. Praktischerweise muß der Hund sich dazu nicht schnell umdrehen. Wie man es aufbaut beschreib ich n andermal.

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    Nein, kann ich leider nicht. Sehr viele Hunde gibt es nicht, manche sehe ich nur auf dem Grundstück, keine Ahnung, wann die Gassi gehen. Andere treffe ich zu unterschiedlichsten Zeiten, den Yorkie sehe ich öfter

    Schade. Was macht Bibo denn bei den "immeraufGrundstück"? Kann man die vielleicht als Traingspartner "mißbrauchen"?
    Angel Dir den Yorki. Wen Bibo den mag, sit das doch schon mal ein Anfang, auch wenn der aufgrund seiner "Kleine" sowieso nicht in ihre "Böses Ding"-Kategorie fällt. An/mit ihm könntest Du an den Übungen arbeiten, damit Euch die Sachen in Fleisch und blut übergehen, sodass sie in "real life" Situationen automatisch von der Hand gehen.
    Ähm und falls einer der anderen "immeranLeine"-Leute nett ist, frag doch einfach mal, ob er Dir helfen könnte so ein oder zwei mal die Woche. er müsse auch nicht viel machen, einfach erst mal nur irgend wo rumstehen, wo du auf angemessener Distanz 5-10 minuten üben kannst. (länger würde ich nicht üben, ehr viiiiiiel kürzer, wegen der schon angspochenen Hormonproblematik.

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    Jein, das kann ich nur, in dem ich bestimmte Ecken komplett meide, heißt aber, daß wir nur noch in einer Ecke gehen könnten. Leider sind hier nicht besonders viele Gassimöglichkeiten und da sie nur ca. 45 Minuten schafft, ist das nicht so einfach.

    Sehr schön! dann meide erst mal diese Ecken! sieh das nicht als Einschränkung sondern als Erholungsmöglichkeit. Eschließlich ist es doch für bibo anstrengend, immer so gestresst sein zu müssen, wenn sie einen anderen hund sieht. Sie wäre garantiert glücklicher, wenn sie den Stress nicht hätte - auch wenn sie dann immer nur einen Weg lang gehen kann. Den weg kann man ja mit kleinen spielchen und ein bißchen Üben abwechlungsreich gestalten. Schade, dass du kein auto hast, sonst könntest du was rausfahren und so ein wenig wechseln. Aber ich glaube "Abwechlung" wird überschätzt. Eigentlich sind doch wir es, die mal wo anders langlaufen wollen oder?

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    Unterschiedlich, einer kam auch schon über die Straße geschossen mit den Worten vom Frauchen "Der macht nichts" und Bibo hatte ihn schon fast am Wickel, weil ich darauf nicht eingestellt war.
    Auf den Wiesen ist es so, daß die HH´s ihre Hunde selten zurück rufen, bisher hatten wir aber sozusagen Glück und haben nur zwei Hunde gehabt, die auf uns zugeschossen kamen und die HH´s waren noch ca. 100m weg.

    Na, solche lieben wir ja! Also es gibt ja Leute, die sehr viel koordinierter sein müssen, als ich es bin, die gleichzeitig ihren eigen hund im Schach halten können und gleichzeitig den anderen Hund abwehren können. Ich krieg das nur hin, wenn der andere hund extrem verfressen ist: dann schmeiß ich ihm einen ganzen Haufen Leckerchen vor die Füße und versuche einen georndeten Rückzug. Mit dem Old-English-Bulldog, den ich einigemale zu Besuch hatte war das mal gar nicht so einfach: soo viel sehr tiefergelegte V-Power, holla die Waldfee... Das gibt Muckies!!

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    Das könnte klappen, aber wie bilde ich sie dazu aus?? Ist übrigens ne Sie

    Oh, sorry, hier im Dorf gibts eineN Dusty...
    Gerade gestern habe ich in einem Fred beschrieben, wie ich "wo ist XY" aufbaue - dabei lernt der Hund, auf dieses Signal hin in seiner Umwelt nach diesem XY zu sehen und ihn anzuzeigen. Das liesse sich formen zu "geh mal zu XY".
    "wo ist XY" sollte Bibo auch lernen, dazu aber später...


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    Wenn sie hochfährt, dann interessiert sie sich nicht für Futter. Sie ist auch zu Hause kein großer Fresser. Ich müßte da höchstens mal ein oder zwei Tage Diät einlegen, vielleicht würde das dann klappen.


    Nachbohr ;) Nimmt sie Futter, bevor sie nich hochgefahren ist?
    Ich würde, falls das geht, es so machen: die vorgesehene Mahlzeit (fütterst Du einmal, oder zweimal am Tag?) in den Futterbeutel und auf den Spaziergang mitnehmen. Unterwegs Futter verdienen lassen und natürlich beim Desensibilisierungs/Gegenkonditionierungsprozess verwenden. Rest der Mahlzeit gibts zu Hause. Falls, und das ist ziemlich wahrscheinlich, denke ich, Dein "normales" Futter draussen einfach nicht motivierend genug ist, würde ich ein Teil der Ration gegen "superleckerchen" austauschen, und letztere dann halt für das Training draussen verwenden. Nach und nach kann man dann schrittweise die fetten Dinger gegen das normale Futter austauschen.


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    Buddeln, fast nie, Spuren erschnüffeln, nur mäßiges Interesse, schwimmen schon gerne, aber nur kurzfristig, dann macht sie von selbst Pausen.


    Das habe ich befürchtet. Ach wie ich immer glücklich bin, wenn völlig genervte Hundebesitzer kommen, deren Hunde "draussen völlig abgelenkt" sind von Spuren, Mäusen, vögeln, Wasser, Hummeln, was auch immer... die Hunde kann man mit der Umwelt belohnen, besser gehts ja gar nicht...

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    Raufergruppe kommt nicht in Frage, souveränen Hund muss ich hier erstmal finden.
    Hab schon überlegt, ob Elke mit ihrem Rocco mal herkommen kann, ihn kenne ich vom 3er Treffen und was cooleres habe ich noch nie gesehen. Ich muss sie mal fragen.


    3er Treffen?? Wo wohnst Du denn? Ja, das mit dem Rocco hört sich sehr gut an, wenn das so ein cooler ist. ich würde mit Leinenspaziergängen (Mehrzahl!!!!) beginnen, wo der Rocco in großer Distanz vor Euch her geht, damit die Bibo ihn ausführlichst beobachten und als "total ungefährlich" einstufen kann. Wenn sie ihn auf Distanz eins auf "is cool man" einsortiert hat, dann versucht ihr es mit kürzeren Abständen oder testet mal ob es auch "anders rum" also mit Bibo in großem Abstand vorwech klappt.
    So was kannst Du auch mit "ImmeranLeine"-Leuten machen: einfach mit genügend Abstand hinterhermaschieren und dabei das Traingsprogramm (von dem ich immer noch nix geschrieben habe, gell =) ) bearbeiten...


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    Habe fertisch :lol:


    Ich auch erst mal. sonst wird das ganze zu lang... und arbeiten müßte ich auch erst mal was :D