Beiträge von Shoppy

    Das mit der anderen Wellenlänge ist doch noch gar nicht raus. ;)
    Ich glaube ja ehr, das Du da vielleicht das perfekte Pärchen erwischt hast. Sie könnten quasi aus dem Stand völlig problemlos miteinander spazieren gehen, miteinander (nicht "einander" :D ) essen und mit anderen hunden ist es auch im Rahmen.
    Problematischer sind Paarungen, wo beide Hunde die gleichten "Hobbys" haben - wenn z.B. beide Spielzeug, Leckerchen, Kauspeizeug supertoll finden: so toll, dass sie sich darum kloppen müssen. Da mußt Du dann ständig aufpassen, wo was rumliegt, oder am Besten gar nichts rumliegt. ODer wenn beide entecken, dass man Hasen im Team noch viel besser jagen kann *schauder*...
    Lass das mal wachsen, das kommt schon!

    Noch mal nachgefragt:
    Da Du bei den beiden Sachen das Signal schon eingeführt hast und aber nur auf 6 clicks in der Minute kommst, verstehe ich das dann richtig, dass sie das ehr langsam ausführt?

    Oder ist es so, dass Du machmal darauf wartest, dass sie das Verhalten ohne gegebenes Signal ausführt?

    Bei ersterem kannst Du langsam das Zeitfenster verkürzen, in dem das Verhalten ausgeführt sein sollte.
    Angenommen, sie braucht durchschnittlich 8 Sekunden, bis sie dann mal touched. Dann clickst Du nur noch die Ausführungen, die schneller als 9 Sekunden waren. Bei den langsameren hat sie halt Pech gehabt. Nach und nach wird sich die Dauer bis zum Touch vielleicht auf 6 Sekunden einpendeln. Dann clickst Du nur noch ausführungen, die schneller als 7 Sek. sind, und so weiter.
    Mehr Geschwindigkeit kannst Du auch reinbringen, wenn Du mit unterschiedlichen Sachen (für schnelle Ausführungen mal einen Jackpot) zum Bestärken nimmst, die Leckerchen mal quer durch den Raum schmeißt, und Du selber öfter mal die Position wechselst.

    Wenn es zweitere Möglichkeit ist, liegt es einfach drann, dass Dein Hund verwirrt ist? Signal, kein Signal, wann soll ich, wann nicht?? Meist Dauert es eine Weile, bis Hunde kapieren, dass es nur noch BElohnungen für ein Verhalten gibt, für das vorher das Signal gegeben wurde. Aber vielleicht ist sie ja ein Wunderkind und hat das schon kapiert, und wundert sich jetzt, dass Du Dich nicht an die Regeln hältst :lol:

    Wenn Du erst mal so lange Zeit für die beiden hast, kannst Du doch genau beobachten, wie es sich entwickelt. Wenn Du von beiden den Eindruck hast, dass sie entspannt sind und eben einfach nur noch Abstand voneinander halten, glaube ich nicht, dass es Probleme gibt. Besonders, wenn Du sagst, dass es auch um Futter noch gar keinen Streß gibt. "Ruhe vor dem Sturm" merkt man doch meistens an der Anspannung, die in der Luft liegt.

    Huhu,

    geh doch einfach noch einige Male mit beiden zusammen los.
    Ich würde dabei nach und nach eige ganz vorsichtige Tests machen: wie reagiert der eine, wenn der andere einen Keks bekommt, und umgekehrt, können beide entspannt nahe zusammen an der Leine laufen. Wie reagieren sie, wenn sie einen anderen hund treffen.

    Das sie sich jetzt ignorieren, sagt nicht wirklich was aus. Es kann Ruhe vor einem fiesen Sturm sein, oder die beiden sind sich von Anfang an so einig, dass man gar nicht lange "diskutieren" muß. Dann kann daraus auch eine tolle Freundschaft werden - Crispel spielt beim ersten Mal treffen nur in Ausnahmefällen gleich mit dem anderen Hund. Meist läuft er bei Spaziergängen mit "Neuen" ganz weit vor weg, oder ziemlich weit hinterher und guckt sich die Nase aus der Entfernung an, läßt sich angucken und ist dabei meistens ziemlich "ignorant" und irgendwann fordert er dann zum Spielen auf - oder läßt sich auffordern...

    Zitat


    Ich habe manchmal den Eindruck, auch so etwas wie Schau-Übungen, Hund hinter sich absitzen lassen, mit Spielzeug bespaßen… helfen auch deshalb, weil der Mensch sich nicht dem Stress hilflos ausgeliefert fühlt, sondern sich auf etwas konzentrieren kann, von dem er glaubt, es hilft und so eben auch ruhiger wird.

    Dazu passt dieses:


    Was ich persönlich am besten fände (aber längst noch nicht immer umgesetzt bekomme) ist, dem Hund wirklich vermitteln zu können, dass es keinen Grund gibt, sich aufzuregen. Ohne Ablenkung, ohne Schau, ohne was auch immer. „Einfach“ in dem ich selber absolut souverän auf den Hund wirke, ruhig, alles im Griff habe und mein Hund darauf vertraut, dass ich das für sie regel und sie zur Not auch beschützen kann. Ich bin mir aber selber nicht sicher, ob das überhaupt funktionieren kann, wenn man für diese Art der Führung nicht wirklich der Typ ist.[quote="Lucy_Lou"]

    es ist ganz egal ob du dafür der typ bist oder nicht. Du arbeitest gegen eine unwillkührliche Körperreaktion an. Der Hund "entscheidet" sich nicht, ängstlich oder gestresst oder wütend zu sein - er hat eine konditionierte emotionale Reaktion - ein Reflex - das Verhalten folgt der emotion. UND Du arbeitest gegen Deine eigene konditionierte emotionale REaktion an, denn Du bist doch ebenso konditioniert wie der Hund: Du weißt, "Gleich töst er los" und genau wie beim Hund sprudeln bei Dir die Treßhormone munter los. Und man fährt das Programm ab, das man für diese Situation eingeübt hat, in dem Fall zeigt man genau wie der Hund unerwünschtes Verhalten. Man zeigt genau wie der Hund nervöses, ängstliches Verhalten. Oma Erna würde sagen "nun setz Dich erst mal hin, atme tief durch und trinke einen Schluck Tee." Ds glauben wir ihr und machen das dann auch, aber nur weil Oma Erna nicht selber wie ein wilder Feger durch die gegen zappelt. machsy

    Womit sich natürlich der Kreis schließt - natürlich muß man sich selber zusammenreißen und ruhig sein. Aber, Du hast es selber geschrieben, es ist unglaublich schwer, weil es eben klassisch konditioniert ist. Man muß einen Reflex anarbeiten - man muß WISSEN, dass da gerade einer abläuft, man muß es In der Situation merken ound von Hinterhirn auf Vorderhirn umschalten, oder man muß Oma Erna mit auf den Spaziergang nehmen, die gut getimed sagt: "Und jetzt gibst Du Dein Entspannungssignal... jetzt einen Fingertouch abfragen ... atmen nicht vergessen ... mach eine langsame Kehrtwende und geh dann zehn Meter in die richtung weiter..." etc. Praktisch so eine Oma...

    Unterm Strich - ich glaube, dass es wirklich nur in den ganz leichten Fällen reicht, selber "einfach ganz souverän" zu sein.
    DEr Hund braucht eine andere KER (konditionerte Emotionale REaktion) und die muß man eben konditioneren. Nur "Gewöhnung" reicht einfach nicht aus.