Natürlich geht es auch so, aber es benutzt eben nicht alle Werkzeuge, die zur Verfügung stehen.
Sicherlich könnten wir auch alle gemeinsam per Schreibmaschine/Briefpost Informationen austauschen, abe rmit dem Computer und über Internet geht es schneller, und mehr Informationen können in kürzerer Zeit von einem GEsprächsteilnehmer zum anderen gelangen, nicht wahr?
Beiträge von Shoppy
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Luucy, ich glaube das Entscheidende ist, zu verstehen, dass niemand mehr diese Situation "wichtig" machen muß. Sie ist es einfach schon. Niemand entscheidet sich Angst zu haben, oder Frust, oder Wut, oder Freude. Emotionen werden vom Hinterhirn gesteuert und das reagiert schneller, als das Vorderhirn, in dem bewußte Entscheidungen getroffen werden.
Und das Hinterhirn steuert nun mal nicht "okay, jetzt drehe ich mich zu Frauchen um und setze mich hin und alles ist gut." Es trifft die Entscheidung, ob jetzt eins der vier Fs (Flight, Fight, Freeze, Flirting) die richtige Entscheidung ist. Das Vorderhirn hat bei der Entscheidung nichts zu sagen, es wird nicht mal gefragt. Hund reagiert automatisch, deshalb nennt man es Reflex...
Und bei Bibo ist der Reflex bei manchen Auslösern: Attacke...
Ein anderer über einer bestimmten Größe ist nicht normal, sondern lößt Überlebenserhaltende Maßnahmen aus. Das übertrieben ist, ist genau der Punkt der gelernt werden muß.Wichtig auch: wer auf dem Hinterhirni "fährt", fährt dort eben WEIL er sein weiterleben gefährdet sieht (in diesem Beispiel - Sex ist es hier ehr nicht) - und da das Hinterhirn damit beschäftigt ist, sein Leben zu erhalten hat es sicherlich was besseres zu tun, als ob zu schauen, ob der MEnsch an seiner Seite ein souveräner Führer ist - es nimmt den Mensch gar nicht wahr!!!
Man versucht die Strategie - Hinterhirn anwerfen, übliche Strategie abfahren ind "Vorderhirn fragen, was in diesem Fall zu tun ist" zu ändern
Das stelle ich mir in etwa so vor, als würde man einen Bordercollie direkt neben einer Schafherde Dogdancing-Übungen machen lassen wollen, oder man selber sollte im Achterbahnlooping eine Mozart-Arie singen, anstatt laut zu schreien.
MAn kann sich sogar vorher entscheiden, dass man da singen wird, und vielleicht singt man bis da hin, aber wenn mann dann in die Abfahrt katapultiert wird, wird es echt verdammt schwierig, den Reflex zu schreien ind "Arie singen" zu überschreiben...Ich hoffe es wird klar, dass es einen Unterschied zwischen Reflexivem und BEwußtem VErhalten gibt. Reflexives ist irre schwer zu ändern...
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Der Tiersitterexpress arbeitet mit Privatpersonen, die dann die Hunde bei sich zu Hause sitten.
Dir wird einer nach Deinen Vorstellungen ausgeuchter Sitter vorgeschlagen, den Du dann besuchen und kennenlernen kannst. Wenn er/sie dir nicht passt, wird so lange weitergesucht, bis nix passendes mehr in der Kartei ist.
Kosten entstehen Dir erst, wenn Du Dich für einen passenden Sitter entschieden und gebucht hast. -
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Ich wollte nur noch mal ergänzen, dass ich die anderen Beiträge nur überflogen habe.
Einige Bemerkungen, die durchaus von verschiedenen Foris genannt wurde, sind aber hängen geblieben.
Was öfter mal rausklingt, ist die Frage nach dem „Warum“. Ich finde, dass es zwar vielleicht ganz nett ist, das zu wissen, aber man braucht es nicht. Man trainiert am aktuellen Verhalten, nicht an der Vergangenheit…
Aus der „warum“-Frage entwickelt sich auch oft ein „ist es wirklich Angst“. Auch das finde ich ziemlich nebensächlich. Egal ob Bibos Verhalten auf Angst oder auf unbefriedigtem Verlangen Nach Erdbeerkuchen beruht: es ist durch ein völlig übersteigertes Erregungsniveau gegenzeichnet, das offenbar durch ziemlich präzise beschreibbare Auslöser ausgelöst werden – Hunde ab einer bestimmten Körpergröße.
Und daraus folgern meine Hinweise: Das Erregungsniveau muss runter, dazu muss der Auslöser aus Bibos Sicht so zusammengeschmolzen werden, nicht ihre Reflexe ausgelöst werden, sondern sie noch ansprechbar ist, und so auf die Signale von Bibi richtig reagieren kann.
Klar ist die Welt voller Ablenkungen, Störungen und unbeeinflussbarer Reize, die sich nicht wie gewünscht verhalten, die sich nicht wegzaubern lassen.
Man kann aber durch bestimmte Maßnahmen/Übungen/Management und ja, auch durch manche ehr albern aussehende Hilfsmittel dem Hund helfen mit Situationen umgehen zu lernen, die er bisher nicht händeln kann. Wenn man „den bösen Hund“ nicht vom Weg wegzaubern kann, kann man ihr aber kurzzeitig wegblenden. Kutschpferde tragen aus diesem Grund Scheuklappen – damit durch Bewegungen in ihrem peripheren Blickfeld keine Fluchtreaktionen ausgelöst werden.Beim „Mach Blind“ wird dem Hund nicht Minuten lang die Augen zu gehalten, sondern nur kurz – bis der Hund die von Oma Erna verordneten tiefen Luftholer gemacht hat und ein Schlücksken Tee getrunken hat, und dann – etwas ruhiger, die Situation aus neuer Perspektive neu zu betrachten, und dann anders reagieren zu können und tatsächlich auch MITZUBEKOMMEN, dass der anderen Hund wirklich ungefährlich ist.
Das Mützchen bleibt länger auf – z.B. die Strecke die Bibi brauch, um an den Zaunkläffern vorbei zu kommen.
Und sie muss sie natürlich nicht ein Leben lang verwenden, sie kann nur nicht an allen Baustellen auf einmal arbeiten.Was die „wenn man Gegenkonditionierung/Desensibilisierung will“ Bemerkung verstehe ich nicht. Wo liegt das Problem damit? Wieso wirft einen ein anderer Hund da aus der Bahn?? Das kann er nur, wenn man nicht damit rechnet – es ist ja aber schon fast genau das Problem, dass sowohl Bibo und noch mehr vielleicht Bibi ständig damit rechnen, dass wieder einer auftaucht.
Die ganzen „drumherum“ Übungen sind dazu da, dass sowohl Bibi als auch Bibo Strategien drauf haben, wie sie mit der Sitution umgehen, wenn sie auftritt.
Warum übt man die?? Nun, warum übt ein Pianist? Der kann doch Noten lesen, da sollte das doch vom Blatt gehen?
Warum üben Sportler immer wieder ihre Bewegungsabläufe? Nur wegen der Kondition? Oder ist es, weil sie die „Technik“ verbessern wollen? Weil sie die Bewegungen so oft ausführen, bis sie es im Schlaf oder – unter größtem Stress bei der Olympiade drauf haben, ohne darüber nachdenken zu müssen?Alles mögliche ,was Menschen machen, müssen sie durch Wiederholung lernen – ausser in der Hundehaltung, ist ja klar!
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Zitat
Ein Signal fürs schwimmen haben wir nicht. Ich schmeiße den Stock und sporne sie an, den zu holen, brauche ich zwar nicht, weil sie den ja haben will, aber das könnte man mit dem Signal verbinden. Manchmal will sie 10x schwimmen, an guten Tagen, an schlechten Tagen, wie gestern nur 3x
Aber ich versuche da vorher drauf einzuwirken!!
Das Signal kannst Du dann aufbauen indem Du es sagst, bevor Du den Stock wirfst. Ich würde dann zwischen denSchwimmrunden kurze Entspannungspausen machen und darauf achten, dass sie zum Abschluß ganz entspannt ist.Zitat
Das Spieli würde sie gegen fremde Hunde verteidigen. Sie hat im Hundepark mal einen Welpen in den Arsch bebissen, als der ihren Ball haben wollte. Das war nach dem ersten Beißunfall, danach lief sie mit MK und es kam der zweite Beißunfall.
Das brauche ich genauer: wenn DU den Ball hast (in einer Tasche z.B) - würde sie den dann auch verteidigen, oder macht sie es nur, wenn sie den Ball schon selber hat?Zitat
Den Fingertouch muss ich also mit dem Clicker und Lecker üben, oder??
Mach blind kannte ich so nicht. Bibo läßt sich nicht so wahnsinnig gerne am Kopf anfassen, aber ich werde es auf jeden Fall probieren, wie sie drauf reagiert.
Nein, das muß man nicht mit dem Clicker trainieren. Es sollte aber ausschließlich durch positive Bestärkung aufgebaut werden, weil sich bei jeder Art von Lernen immer die Emotion mit in das Verhalten verknüpft, die man hatte, als man das Verhalten lernte: also: je mehr Spaß man hatte, desto besser - gerade für Sachen, die man zur Gegenkonditionierung verwenden will!!!
Wenn sie sich nicht gerne anfassen läßt, baust Du den Fingertouch zu erst auf. Damit hat sie schon mal die Kontrolle darüber, dass sie sich Deiner Hand nähert, freiwillig und nicht umgekehrt.
Als Zwischenschritt würde ich dann einen Kinntouch (dabei legt sie ihr Kinn in Deine nach oben geöffnete Handfläche) und einen "NasenrückenTouch" (dabei schiebt sie ihren Nasenrücken von unten gegen Deine nach unten geöffnete Handfläche) - aus letzterem kann man dann das "Mach blind" dann schrittweise weiterentwickeln. Ich glaube, davon habe ich schon mal irgendwo ein Youtube gesehen - ich werd mal schauen ob ich das wiederfinde...Zitat
Den Abstand zu den vor mir gehenden Hunden, was sehr selten vorkommt, also vergrößern, dann würde ich mich nochmal umdrehen, in die andere Richtung gehen und dann erst wieder in die Richtung vom Hund, dann sollte es klappen.Ja, genau
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An den Schwimmstellen ist es leider total unübersichtlich, man kann zu beiden Seiten nicht sehen, wenn jemand kommt, daß macht es für mich dort nicht gerade einfach. Entspannen tun wir meist hinterher auf einer Wiese, aber das ist nach dem Schwimmen.Sehr gut! So hatte ich mir das gedacht. Weil schwimmen ist ja anstrengend, und damit kommen wir wieder zu meinem Hormonvortrag. Als Ergänzung: gestern habe ich in "Chill out, Fido" - Autor ist mir gerade nicht parat, gelesen, dass Cortisol (eines der Streßhormone) eine Halbwertzeit von 20 Minuten hat. Das heißt, dass nach zwanzig Minuten etwa die Hälfte der ausgeschütteten Hormone abgebaut sind. Wenns also nicht übermäßig anstrengend war, würde ich eine Entspannungsphase von 15 Minuten einlegen, damit sie wieder schön ruhig ist, bis die Gefahr droht, dass wieder igendwas blödes entgegenkommt...
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An den Hunden, die auf den Grundstücken sind, muss ich leider immer lang, da die anderen Wege dorthin führen, wo noch mehr Hunde unterwegs sind und auch viele ohne Leine Hunde.Mist! Aber in dem Fall würde ich das auch so machen - die können ja wenigstens nicht angerast kommen und Bibo "Überfallen".
Ich würde die Hunde benennen. "Achtung da kommt jetzt der wieauch immererheißt". Möglichst bevor der entsprechende Hund angebrettert kommt.So ein Mützchen kann man sich aus einem alten Sweatshirt-Ärmel basteln:
das Schulterende über den Kopf ziehen - hat die Bibo Steh ohren mußt Du an der entsprechenden Stelle Löcher hineinschneiden.
Damit das Ding nicht runterfällt, kannst Du es mit Fäden am Halsband/Geschirr befestigen und in der Länge sollte es so sein, dass es die Augen bedeckt, aber der Nasenschwamm auf alle fälle freiliegt. Und dann mußt Du das ganz langsam aufbauen. Wenn sie einen MK trägt und mag, kannst du versuchen, ob sie den MK anzieht, auch wenn da noch das Mützchen drübergezogen ist - und dann schiebst Du das in winzigkleinen Lernschrittchen weiter nach oben - immer nur ganz kurz und sofort, bevor sie anfängt zu schubbern gleich wieder runter. Sie muß das Ding toll finden, sonst denkt sie die ganze Zeit nuir darüber nach, wie sie das wieder runter bekommt. Ausserdem soll es ja zur Entspannung beitragen - sie darf also keinesfalls irgendwas blödes damit verknüpfen!!Zitat
Werde mich hier mal bezüglich des Döörens schlau lesen
oder, da hat mich Rottifrauchen dran erinnert, du pürierst ihr was leckeres und nimmst eine Futtertube. Warum mir das nicht gleich eingefallen ist... Futtertuben sind toll, weil viele Hunde sich da richtig dran festzutzeln und offenbar automatisch dabei entspannen... Ich nehme gerne Frischkäse mit Thunfisch, aber ich glaube Du hattest geschrieben, dass Bibo kein Fisch mag/darf? Eine Freundin nimmt in Kindebrei, die gibts in allen möglichen Geschmacksrichtungen. Leberwurst geht auch prima. Ich werde die Tage mal Erdnußbutter testen. Alles was der hund liebt und die richtige Konsistenz hat geht!!
ZitatDa hatte ich bisher mit Sicherheit das falsche Timing. Der Tipp ist wirklich klasse, da habe ich noch nicht drüber nachgedacht. Da sie ihren Ball echt heiß und innig liebt, werde ich das auf jeden Fall mit ihr üben.
DAs passiert leider leicht, weil ja auch immer wieder "Ablenken" vorgeschlagen wird. Und als Notfallmaßnahme ist es auch nicht falsch, es im Werkzeugköfferchen zu haben, aber es ist eben kein "Training" sondern "Management". Deshalb muß man sich nicht wundern, das sich am Verhalten nichts zum Besseren verändert.
ZitatSo ist es wirklich!! Bei Dusty bin ich total entspannt, weil ich weiß, sie kommt mit allem und jedem klar. Selbst bei Gipsy war ich total anders, obwohl sie andere Hunde auch zum Fressen gern hatte. Aber bei Bibo ist das irgendwie über die Jahre festgefahren

Im HErbst/Winter kommt "How to right a dog gone wrong" von Pamela Dennison auf Deutsch heraus - da sind großartige Übungen drinn, wie man sich selber "umpolt" und tolle Übungen für den Hund...
Zitat
Und Dir Martina, nochmal vielen Dank für die bisherigen Hinweise, auch wenn ich nicht so ein Fan von Clicker und Co bin, finde ich auch diese Dinge super interessant. Neue Denkweisen sind auch für mich wichtig!! DANKE!!!
Man muß keinen Clicker verwenden, um die Sachen aufzubauen, wichtig ist, dass der Hund klar erkennen kann, was er gerade richtig gemacht hat - und das kann man mit einem Markersignal eben ganz toll vermitteln. Aber ein kurzes "Yep" an der entsprechenden Stelle tut es auch, und man hat eine Hand mehr frei.
Clickertraining zeichnet sich nicht dadurch aus, dass man mit einem Clicker arbeitet, sondern dadurch, dass man mit einem Markersignal das Verhalten "Markiert", dass man anschließend mit einer Belohnung bestärkt.
Du machst Dir übrigens selber Clickertraining - irgendwo in deinem Beitrag stand "muß ich mir ausdrucken und markieren...." nämlich, weil man die Passage im Text dann schneller wieder findet, nicht war? GENAU darum geht es: dass man in dem Endlos-Verhaltens-Text eine bestimmte Bemerkung heraushebt und bestärkt, damit der Hund sie schneller wiederfindet
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Ganz egal wie lange! Ich würde nie einen Hund unbeaufsichtig draussen zu lassen...
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Ja, und wenn sie ein Blitzmerker ist, hat sie die "Kommandos" - ich mags lieber "Signal" nennen - schon verknüpft, ist doch ein Mali...
Nimm mal eine neue Übung und guck, ob sie da auch so schnell mit der Signalverknüpfung ist.
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Ich würde niemals einen Hund alleine im Garten lassen und weggehen. WEr weiß, was irgendwelche Nachbarn mit dem Hund anstellen, welche Katzen in der Zeit über den Zqaunklettern oder sonst für ungünstiges Zeug passiert?
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Na, offenbar hat er doch Spaß daran, das würde ich im nicht verderben.
Mach DIR einen Spaß draus. Weil es ja sehr vorhersehbar ist, wann er es machen wird (nach dem Pieseln, nach Häufchen machen und vielleicht, nachdem er lecker Mädelspipi erschnuppert hat), sagst Du einen Moment, bevor er es macht jedesmal "Mach mir den Macho" und lobs ihn dann über den grünen Klee. Mit ein bißchen Fleiß hast Du bald einen sehr lustigen Trick unter Signalkontrolle (warum habe ich das eigentlich bei meinem Macho noch nicht gemacht??
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