Beiträge von Shoppy

    Zitat

    Zitat aus deinem Wiki-Link (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Verst%C3%A4rker_(Psychologie)#Premack-Prinzip

    ), naijra


    Ich glaube ich bin zu müde und daher vielleicht zu blöde zu lesen. Deshalb habe ich noch mal Wiki geguckt. Da steht das taqtsächlich genau so.
    Aber. Der fett gemerkerte Satz ist genau das Gegenteil von dem was davor steht. Denn das ist ja der Gag bei Premack-Prinzip. Das höherwahrscheinlich Verhalten bestärkt das nierderwahrscheinliche Verhalten. Entweder ist das ein Übersetzungsfehler, oder es sollte eigentlich heißen:
    Man konnte jedoch in keiner der Gruppen das höherwahrscheinliche Verhalten mit dem niederwahrscheinlichen Verhalten verstärken..."

    ODER ich Schlafwandle und mein Gehirn ist schon im Bett...

    ich geh forschen... das kommt mir fishy vor...

    Meine Antwort auf Schnauzermädel war gar nicht ironisch gemeint.
    Es gimg mir genau darum: Das Verhalten, das ich will, mit dem Verhalten, dass der Hund will bestärken.
    Warum nicht mal mit anspringen.

    Terry, es ist ganz egal, ob Du Dich unbewußt oder unbewuß oder auch nach fester Überzeugung gar nicht nach Lenrgesetzen richtest.
    WEnn der Hund was gelernt HAT, ist das nach Lerngesetzen passiert.

    Wenn was ein Apfel vom Baum fällt, liegt das an der Erdanziehungskraft, ob der Apfel das nun will oder nicht.
    Es ist einfach effektiver, wenn man weiß, wie diese Regeln lauten, dann geht das lernen nämlich schneller!

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    nein, einen Blutcheck haben wir noch nicht machen lassen. Was könnten Schilddrüsenprobleme auf sich haben? Körperlich ist sonst so weit ok, wir hatten die TÄ grad da.


    Schilddrüsenunterfunktion kann Verhaltensprobleme zur Folge haben. Ich würde das testen lassen, wenn man im Training immer wieder unerklärbare Rückfälle hat, oder man nicht vorhersagen kann, durch was Problemverhalten ausgelöst wird (50 Omas kein Problem Oma 51 wird verbellt...)


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    Zu 2 + 3 möchte ich nichts sagen. Ich bin noch neu hier und habe bereits schlechte Erfahrungen im Netz machen müssen und möchte daher einigermaßen anonym bleiben. Ich hoffe Du verstehst das. Ich werde aber mit der Frau Cordt Kontakt aufnehmen und mal hören ob sie etwas für uns tun kann.


    Ja, verstehe ich. Ich wollte aber auch nicht Stadt, Straße und Hausnummer - PLZ Bereich würde reichen, um zu wissen in welcher GEgend ich einen zu empfehlenden Trainer suchen muß ;)


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    Gearbeitet wurde mit den üblichen Programmen. Dem häuslichen Programm, Leinenführungstraining, dem Hund beibringen/zeigen wie langweilig andere Hunde doch sind indem man ihnen den Rücken zuwendet etc.. Ich denke das waren so die üblichen Methoden. Es ging in erster Linie darum uns halt die berühmte Dominanz zu verschaffen. Die andere Trainerin war total auf die Partnerschaftlichkeit zwischen Mensch und Hund aus. Aber das passte nun so gar nicht.
    An den Problemen bezüglich der Tatsache das er auch auf den einen oder anderen Menschen schlecht zu sprechen ist kann man nicht wirklich arbeiten, denn es ist ja nie vorhersehbar wann er mal jemanden nicht mag. Wir kamen also nicht in die Verlegenheit mal zu demonstrieren wie er sich dann benimmt.


    Hm.
    Muß ich wohl präziser fragen. Wie wurde Leinenführung trainiert. Mit Leinenrucken, mit positiver Bestärkung? Wie wurde vermittelt, dass andere Hunde langweilig sind (eigentlich ist die Frage, warum war der Anspruch, dass andere Hunde langweilig sind?).
    Dominanz und Partnerschaft sind für mich nicht kompatibel, entweder der Hund ist ein Partner, und ich versuche mit ihm zusammenzuarbeiten, oder ich will ihn unterornden, also der "Rudelführer" werden/sein/bleiben.

    Doch, man kann an den Problemen, dass er manche Leute nicht mag arbeiten, nämlich indem man sein Verhalten bestärkt, dass er zeigt, wenn er die Leute mag. So lernt er nämlich, dass das die richtige Version ist.
    Warum kann man nur lernen, was richtig ist, wenn man es falsch macht?

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    Daher sag ich ja, es ist schwer mit ihm an gewissen Dingen zu arbeiten, weil er so unvorhersehbar ist. Und es ging ja jetzt auch lange Zeit gut. Was aber sicherlich in erster Linie dem zu verdanken war, das wir gewisse Maßnahmen getroffen haben.

    Massnahmen treffen ist gut :gut: ! Der Trick, an den unvorhersehbaren Sachen zu arbeiten, ist, dass man verstärkt das bearbeitet, das schon "Richtig" läuft. Man darf das eben nicht als selbstverstänlich nehmen.

    Mal zurück zu dem 51. Oma Problem. Es ist doch nicht unvorhersehbar, dass er Problem mit Omas hat, sondern nur mit welcher, richtig? Wenn er mit 50 Omas richtig umgeht und das jedes mal bestärkt wird, wird es vielleicht nicht die 51. Oma sein, die dann mal Probleme macht, dondern die 97ste. Das Problem wird nie 100%ig weg gehen, aber das Auftreten kann gewaltig gesenkt werden.
    Der Hund braucht einfach mehr Info = Rückmeldung: "Ja, Dein Verhalten mit Oma Nr. 45 ist super, hier Deine Belohnung dafür!"

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    Die Körpersprache zu beschreiben fällt mir ehrlich gesagt schwer. Das muss ich vor Augen haben. Ich muss auch sagen, dass ich denke, dass das vielleicht auch keine so gute Idee ist, denn wenn ich nicht anständig und verständliche beschreibe verzerrt sich doch auch wieder das Bild, oder nicht?

    Wir könnten es andersrum versuchen.
    Ist der Körperschwerpunkt ehr nach hinten und er sieht "flacher" aus als im "normalzustand", möchte er die Situation lieber verlassen - selbst wenn er knurrt, bellt ist das mehr ein "Bitte bleib weg, wenn ich nicht ausweichen kann muß ich Dich beißen!"

    Ist er größer als sonst, sein Körperschwerpunkt vorne, und scheint auf den Zehenspitzen zu stehen, hat die Ohren nach vorne und starrt den Gegner an, dann ist er wahrscheinlich ehr selbstsicher und sagt: "Du machst Dich besser vom Acker! Du kannst mir keine Angst einjagen! Nötigenfalls komme ich und mach es klarer!!"

    Versuch ihn die nächsgten Tage mal daraufhin zu beobachten: einfach nur auf den Körperschwerpunkt achten: vorne oder hinten.
    Dann achtest Du einen Tag nur auf Ohren.
    Dann nur auf die Augen.
    Man braucht etwas Übung, bis man den ganzen Hund so weit im Blick halten kann, dass man mehrere Sachen genau beschreiben kann.

    Der Körperschwerpunkt ist realtiv leicht zu erkennen, auch von oben oder von hinten, und sagt deutlich was über die BEwegungsabsicht dens Hundes aus: nach vorne, oder nach hinten... das ist doch schon mal eine wichtige Info, ob er sich auf die Oma stürzen wird, oder wegrennen...

    Versuch, viel über körpersprachliche Signale der Hunde herauszufinden.

    "Beschwichtigungssignale" von Turid Ruugas ist ein guter Einstieg

    Huhu Maifeuer,

    1. Frage: wurde der hund mal komplett tierärztlich durchgecheckt (ich denke da an ein Schilddrüsenprofil)

    2. habe ich es übersehen vielleicht: welche Rasse ist der guteste

    3. Wo wohnt ihr: vielleicht kann jemand einen kompetenten Trainer empfehlen.

    4. Mit welchen Methoden wurde an welchen Problemen gearbeitet.

    5. versuch für eine exemplarische Situation seine Körpersprache zu beschreiben: was machen die Ohren, wo liegt der Körperschwerpunkt (hinten oder vorne), steht er merh geduckt oder quasi auf den Zehenspitzen. Falls er mit dem Schwanz wedelt, ist da weit schwingend oder kurz-amplitudig, steif und schnell?? etc.

    Du hast geschrieben, dass Du den Napf runterstellst, den Hund aber nicht ran läßt. Das kannst Du "Respekt" nennen, oder eben "Premack" - der Lernprozess, der dahinterliegt ist der gleiche.
    Das Verhalten, dass Du bestärkst, könnte man vielleicht "Frauchen respektieren" nennen, oder "sitzen" oder "liegen" oder "warten". Auf jeden Fall ist es ein Verhalten, was wir haben möchten, und das durch das anschließende Fressen dürfen bestärkt wird.

    Ich denke, der wesentliche Unterschied, zwischen dem was ich geschrieben habe und dem was Du schreibst ist Semantisch.
    Wichtig ist doch, dass der Hund weiß, was er machen soll, oder nicht?
    Dass er weiß, was die verschiedenen Signale seines Menschen bedeuten, und dass er sie befolgen sollte.
    Weiß er dass er kommen soll, weil er Respekt hat?
    Ist "Respekt" eine Motivation?
    Ich muß gestehen, dass ich mit solchen Begründungen ein Problem habe und zwar, weil Hunde Oportunisten sind, und tun, was sich lohnt. Natürlich kann es sich lohnen "respektvoll" zu sein. Aber kann man so Verhalten erklären, besonders welches, was den Hunden in der jeweiligen Situation wiederstreben würde: z.B. Abruf von Wild?
    Das muß aus Hundesicht ja komplet wiedersinnig sein, warum sollte er das machen?
    Was genau ist "Respekt" und wie wird es erreicht?
    Ist "REspekt" u.a. zum Beispiel, dass der Hund sich hinsetzt und sich die Leine anklipsen läßt, anstatt wild durch die GEgend zu toben? Falls ja, sioeso sagt man dass dann nicht einfach: ich möchte, dass der Hund in Situation XY sich setzt. Punkt.
    Statt, ich möchte das der Hund Respekt zeigt. Weiß ich, wie das ausieht? Weiß ich wie man das Trainiert?, weiß der Hund wie es aussehen soll?

    Ich finde es ist umständlich, das so auszudrücken ;) obwohl es doch das gleiche will!
    Was ich damit sagen will: bei der einen Version hat auch ein Unbeteiligter ein ziemlich klares Bild im Kopf, wie das aussieht. bei der anderen stellt sich jeder was anderes Vor, weil jeder "Respekt" anders definiert.


    Hunde lernen genau wie alle anderen Tiere den Lerngesetzen folgend Verhalten zu wiederholen, dessen Kosequenz für sie lohnend erscheint und Verhalten zu meiden, dass ihnen vermeidenswert erscheint.
    Jedes Verhalten hat eine Motivation (entweder die Kosequenz zu erhalten oder zu vermeiden).
    Welches ist die Motivation Deines Hundes?


    Hm, verrenken.
    Wie versuche ich es zu verdeutlichen...
    Wenn Barry gerne schwimmt, aber er in der Gegend wo er ist, gar nicht von "der Möglickeit schwimmen zu können" abgelenkt ist, hat Du natürlich keine Gelegenheit zu "Premacken".
    DAs was man nutzen kann, hängt doch von den Interessen des Hunde UND den Gelegenheiten der Umwelt ab.
    Wenn ich mit einem Mäusefetischisten in der Stadt wohne, wo es in dem Stadtpark, in dem ich ausschließlich spazieren gehe keine Mäuse gibt, dann kann ich das nicht verwenden...
    Beim Premacken geht es (mir zumindest, vielleicht sehen andere das ja anders) darum, dass wenn ich merke, Hund ist JETZT gerade von Ablenkung XY fasziniert, ich die Gelegenheit beim schopfe packe und ein Verhalten, dass noch etwas Politur gebrauchen kann und was man in der Situation gut abfragen kann, abfrage, um die Ablenkung als BEstärker zu verwenden.
    Wenn ich einen Beagle habe, der immer mit der Nase auf dem Boden hängt, kann ich "Blickkontakt" durch "Geh Schnüffeln" bestärken. Mache ich das oft genug, erhalte ich immer besseren Blickontakt, irgendwann vielleicht mal sogar beim an der Leine gehen.
    Wenn ich einen Rüden habe, der fünf Meter vor der nächsten Laterne in der Leine hängt, weil er "I was here" da dran schreiben muß, dann kann ich doch welches Verhalten auch immer damit belohnen.
    Denn, die meisten lassen den Beagle sowieso mit der Nase an die ERde und den Rüden an die Laterne Pinkeln. Also quasi gratis. Ich lass mir das vorher bezahlen...


    Terry, ich will gar nicht, dass der Hund seine Süchte besiegt. Ich möchte sie für meine Zwecke nutzen. Als Nebenprodukt erlange ich Kontrolle darüber. Und wahrscheinlich bekommt auch der Hund etwas Kontrolle darüber - nämlich das, was man "Impulskontrolle" nennt.
    Es ist für den Hund Lebensnotwenig, schnüffeln, buddeln, rennen, spielen zu dürfen. Das will ich doch nicht "beheben". ich willes nutzen, dass er das will und braucht.
    Es gibt eine Phantastische Kanadische Trainerin, die nebenher Llamas züchtet. Die belohnt ihre Llamahengst für "an lockerer Leine gehen" mit Sex... sie macht das garantiert nicht, um dem HEngst "Lamastuten decken" abzugewöhnen, sondern um ihn vernünftig an der Leine von A nach B führen zu können. Und sie nimmt den Bestärker, der ihr in einer bestimmten Situation (nämlich in der, wo sie mit dem Hengst zur Stute unterwegs ist...) zur Verfügung steht. Sie hat alles, was sie zum Premacken braucht: ein dringendes Bedürfnis des Tieres, eine Gelegenheit, wo es ds sowieso ausleben wird!!! Und einen Traingsweg, der ein anderes anderweitig benötigtes Verhalten bestärkt.
    Natürlich MUSS sie das nicht machen, aber warum eine solche Gelegenheit verschenken? Warum ein solch hochwertigen Bestärker "für Lau" oder womöglich noch für unerwünschtes Verhalten (ziehen an der Leine) hergeben?

    Wenn Barry ein Wasserfanatischer Hund wäre, der schon beim Geruch von "Teich" ausflippt, sosehr, dass er jeglichen Respekt vergißt (und ich kenne solche Hunde...), und Du an dem Teich jedes einzelne Mal vorbei müßtest um mit Barry Gassi zu gehen - hättest Du dann nicht vielleicht gerne eine Möglichkeit diesen Scheißteich, diese Riesenablenkung für Deine Zwecke (die Erinnerung für Barry etwas respektvoller zu sein) zu nutzen?


    Dein Beispiel mit dem Anspringen finde ich schön.
    ich versuche es ein wenig zu verklaren:
    Der Hund springt ja nicht an, weil er anspringen, will, sondern weil er angemessen (aus Hundesicht) den Menschen begrüßen will, und dazu muß (aus Hundesicht) Hundenase an Menschenmund schnuppern.
    Das Verhalten ist also nicht "Anspringen" sondern "Begrüßen". Das kann ich ja erlauben, aber eben auf die Art und Weise, die auch den begrüßten Menschen angenehmer ist (Hund streicheln, während der sitzt).
    Ein wesentlicher Bestandteil DIESES Verhaltens wiederum ist "Sitzen unter Ablenkung" und das kann ich eben in allen möglichen anderen ablenkenden Situationen bestärken, z.B. bevor ich die Leine abmache und Fido zum rennen freigebe.
    Ich KANN sogar "Anspringen" unter Singal stellen - mit Leuten, die sich gerne anspringen lassen, es soll sie ja geben... und das Anspringen dann tatsächlich bei diesen bestimmten Leuten als Bestärkung für "vorher aber Hinsetzen" verwenden.
    Dadurch wird das Hinsetzen IN DER SPEZIELLEN Begrüßungssituatiuon mit genau dem Bestärkt, was der Hund will und zwar auch noch im besonders Wirksamen "variablen BEstärkungs" Modus. Lottogewinn, jipeeeeh!

    Durch das Premacken versuchen wir Sitzen, Liegen, Bleiben, Warten, Fuß gehen, Zurückkommen, an lockerer Leine gehen etc. vielfältig mit dem zu bestärken, was die Umwelt für den Hund als Bestärker bereit hält.

    Das mit dem "Keksgeber" finde ich auch nicht richtig. Ich weiß nicht genau, wie solche Ansichten zustande kommen. Daher fällt es mit schwer, die richtigen Argumente zu finden. Aber wenn wir noch eine bißchen weiter schnacken fällt mir vielleicht noch was ein, was irgendwie aufklärt, was ich meine :???:
    Ich versuch mal.
    Hunde tun, was lohnt.
    Jeder Hund muß essen.
    Warum also das Essen "für Lau" in den Napf tun?
    ich kann doch statt dessen ziemlich häuft damit sagen: ja, genau das Verhalten gerade fand ich prima, bitte mehr davon in zukunft zeigen!
    Ich glaube ein großer gedanklicher Haken liegt in dem oft gelesenen Satz "ich bestärke den Hund für XY". Der ist leider nicht ganz richtig, denn es wird nicht der Hund bestärkt, sondern das Verhalten, das er gerade gezeigt hat. Und wie sehr das stimmt, kann man bei Clickern toll sehen. Wenn ich ein Verhalten clicke, wird dieses Verhalten öfter auftreten, auch wenn sich der hund noch nicht bewußt ist, welches Verhalten es genau ist. DAs ist eine Tatsache und ein oft geschildertes Clickeranfänger-Problem. Denn es wird in diversen Büchern empfohlen, den Hund erst mal tagelang auf den Clicker zu konditionieren. Weil die Leute damit beschäftigt sind, den "clicker zu konditioieren", achten sie nicht darauf, was der Hund macht, und der sitzt und bietet Blickkontakt an. Irgendwann ist "der Clicker dann Konditioniert" und man versucht was zu shapen und der Hund "sitzt nur und starrt mich an und bietet kein Verhalten an! - Ach!
    Na, wenn das drei Tage lang tausendmal bestärkt wurde?? Welch Wunder!
    Wenn ich also "nett am Passanten vorbeigehen" mit einem Keks, durch Lob, oder wie auch immer bestärke, ist das Verhalten danach besser als zuvor! Es ist egal mit was ich belohne und was ich selber über diese Belohnung denke, der Hund muß diese Belohnung nur in dem Moment gerade als belohnend empfinden.

    Wenn der Hund es toll findet, sich in Fuchskakka zu wälzen ist es ihm egal, was ich darüber denke, er tuts, weils ihm gefällt.
    Wenn ich ihm jetzt also erlaube, sich in FK zu wälzen bin ich dann der FK-Spender?
    Er wird "ich wälze mich" mit dem Verhalten direkt davor in Verbindung bringen. Wenn ich dummerweise gerade "Komm" gerufen habe, als er mit großem Satz in sein Lieblingsparfüm sprang, habe ich geade grandiose Scheiße gebaut, indem ich nämlich das Nichtbefolgen des "Komm" mit "FK-Wälzen" bestärkt habe. Ups!
    Andererseits wird er das Wort "Komm" vielleicht jetzt schöner finden als zuvor, weil es ja dicht gefolgt von Stinkebad war...

    In der Praxis:
    Was macht einer Deiner Hunde gerne, was Du zwar nicht wirklich gerne siehst, aber weder gefährlich für den Hund, noch für andere ist, und was Du aber quasie immer verbietest?

    Ich habe gerade neulich in einem FRed gelesen, ich weiß nicht ob das hier war, oder einem anderen Forum. Wo der Hund immer wieder Pommes von der Straße gesammelt hat (da war wohl ein Mäkkes in der nähe...). Als Alternativ-Verhalten wurde Umorientierung auf Frauchen mit gelegentlichen Pommes essen dürfen bestärkt (erst mal natürlich an der Leine um Selbstbedienung verhindern zu können) - Jetzt fängt der Hund an, Pommestüten Anzuzeigen, indem er auf die Tüte guckt, Frauchen anguckt, die Tüte an guckt, Frauchen anguckt... ohne Leine!
    Er KÖNNTE sich also direkt auf die Pommes stürzen, fragt aber trotzdem, ob Frauchen das erlaubt. Frauchen sagt manchmal, ne, die sind zu gammelig, nimm lieber ein stück Putenwurst! oder "ja, hau rein!

    Terry,
    du gehst den Gelichen Umweg, du nennst ihn nur anders :p

    Der Sinn dahinter ist dieser.
    Den Umweltreiz will ich auch nicht.
    Ich kann entweder dagegen anarbeiten - und damit gleichzeitig auch gegen den Hund (was man an Deinen "ich lass ihn nicht an den Futternapf -Beispielen seeeeehr gut sehen kann!! ;) ) - oder ich kann es eiskalt für mich nutzen.

    Wie oft lesen wir hier im Forum von Hunden, die im Haus alles können, die aber schon im Garten alles vergessen haben, und spätestens in Feld, Wald, Wiese keine Leckerchen oder Spielzeug mehr nehmen. Die sind komplett von der Umwelt abgelenkt.
    Wie will man diese Hunde trainieren, die Umwelt auch mal zu ignorieren, und auf ihren Menschen zu achten, wenn weder Kekse noch Spielzeug noch Mensch "ziehen" man aber auch nicht mit aversiven Mitteln arbeiten mag (oder sie jedenfalls so wenig wie möglich einsetzen will) Anmerkung: hier jetzt bitte keine Diskussion über aversive Mittel - Dankeeee :gut: ).

    ich kann entweder die Spaßbremse für den Hund machen oder sagen "Hey, wenn Du Verhalten XY machst, darfst du anschließend im See schwimmen!"
    Weil "im See schwimmen" für diesen Hund der Oberknaller und Höhepunkt des Tages ist, wird Verhalten XY positiv bestärkt = es wird öfter gezeigt und es wir direkt mit dem Höhepunkt des Tages Gefühl verknüpft = wann darf ich das Vehalten XY endlich wieder machen, dann darf ich auch wiede rim See schwimmen.
    ich arbeite MIT dem Hund und MIT der Umwelt um das Verhalten, das ich haben möchte bestärken zu können.
    Es ist Mühsam und sieht mal so gar nicht elegant aus, und es dauert vielleicht was länger als bei einem Fressack-Hund, der immer und überall alles fressen kann und will, aber es geht ziemlich viel schneller, als wenn man gegen die Süchte seines Hundes anarbeitet.

    Ich habe eine Schäferhündin im Training, die mag manchmal keine Leckerchen. der Gebe ich einen Keks, und belohne das "Keks in den Mund nehmen" mit Reizangel-Spiel - das mache ich vier fünf Mal, und dann kann ich Leckerchen als Belohnung nehmen, und muß nicht zum "Bei Fuß"-Üben eine Reizangel mit mir rumschleppen - das habe ich anfangs gemacht, und es war extrem umständlich, kann ich Dir sagen :lachtot: - aber für sie war das der Oberknaller!!

    Leider sind Herrchen und Frauchen ziemlich unkoordiniert und bekommen das nicht in schönem Timing hin - daher die "Essen durch Reizangeln bestärken"-Umwege...

    Huhu,
    ich finde es gibt sehr hübsche Dackel. Leider habe ich bisher noch keinen einzigen getroffen (und Golmbach schonet eine Dackel-Hochburg zu sein - überhaupt laufen im ganzen Landkreis viele Dackel rum) - doch leider finde ich die vom Charakter her alle eine ziemliche Kathastrophe. Muß am Landkreis liegen... Es MUSS doch auch nette Dackel geben??

    Pudel finde ich Klasse sowohl von ihrer Art, als auch von der Körperform. Blöd nur, das man ständig scheren müßte um die zu sehen.

    Da ich auf schlanke, kurzhaarige Hunde stehe, mag ich die kurzhaarigen Windis sehr. Aber es muß schon ein bißchen was an Fleisch und Muskeln "dran" sein. Wenn sie gar zu hungerhakig aussehen mag ich sie auch nicht. Also von der Körperform wünschte ich mir genau die Mitte zwischen Ridgeback und Whippet :lol:

    Huhu Maifeuer,

    1. Frage: wurde der hund mal komplett tierärztlich durchgecheckt (ich denke da an ein Schilddrüsenprofil)

    2. habe ich es übersehen vielleicht: welche Rasse ist der guteste

    3. Wo wohnt ihr: vielleicht kann jemand einen kompetenten Trainer empfehlen.

    4. Mit welchen Methoden wurde an welchen Problemen gearbeitet.

    5. versuch für eine exemplarische Situation seine Körpersprache zu beschreiben: was machen die Ohren, wo liegt der Körperschwerpunkt (hinten oder vorne), steht er merh geduckt oder quasi auf den Zehenspitzen. Falls er mit dem Schwanz wedelt, ist da weit schwingend oder kurz-amplitudig, steif und schnell?? etc.

    Also ich denke, solche Begegnungen würden kleine Bausteinchen des Hauses "entspanntere Rüdenbegegnungen" sein, sofern Mücke dann immer auch Rückmeldung bekommt: "Ja, so hätte ich das gern, hier kommt Deine Belohnung".

    Wenn ich alle Deine Beiträge in diesem Faden zusammen nehme, hättest Du es ja eigentlich gerne, wenn Mücke bei frontalen Rüden-Begegnungen ruhigbleibt?

    Also angenommen, Du hättest einen Traingspartner, den Mücke einigermaßen erträglich fände
    - wie dicht könntet ihr frontal aufeinander zu gehen?
    - Was würde Mücke in genau der Situation als Belohnung empfinden (umdrehen und entfernen, einmal laut losbölken dürfen, Käsewürfel, etc...?)

    ich guck mal ob ich hier optisch hinbekomme, was ich machen würde. Also erst mal geht Ihr aufeinander zu. Merkt einer von Euch, das sich ein Hund anfängt anzuspannen, Verhalten markieren, Stehen bleiben, belohnen, Kehrtwende und in der Richtung die ihr gekommen seit entfernen:


    --------------------->l...............................l<------------------------

    ------------<---------l...............................l-------->----------------

    Entspannungspause

    nächster Durchgang


    -------------------------->l.................l<------------------------------

    ------------<--------------l..................l-------->----------------------


    Wenn Ihr denkt, die Hunde sind weiterhin entspannt und ruhig könnt ihr nach und nach die Distanz verringern, oder an den Stopp-Punkten anfangen einen Bogen zu laufen und Euch zu zu passieren. An den Stopp-Punkten "Sitz" oder "Platz" üben. Oder jedem einfach eine Handvoll Leckerchen aus dem Gras "grasen" lassen. (Kopf senken und schnüffeln sind Beschwichtigungssignale...)
    Aber immer wieder von einander entfernen.

    Wenn, wie gesagt, der Hund viele Rückmeldungen bekommt: "Ruhe ist das was ich gern hätte!" bringt das sehr viel.

    Was ich bei meinen Leinenpöblern mache: ich setze oder lege den "Neutralen" Hund irgendwo hin, oder schmeiße einen ganzen Haufen Leckerchen auf die Erde, so dass er damit eine Weile beschäftigt ist, und lasse den anderen Hund in Bögen darum herum laufen und variere mit dem Abstand. Wenn man anfangs schön darauf achtet, dass der neutrale den "Pöbler" möglichst gar nicht ansieht, kann der Pöbler das "Wo ist der Hund"-Spiel spielen. Je nach dem, was der Pöbler sonst schon so an trainiertem Verhalten hat, lasse ich da auch immer abfragen, je nach dem wie das klappt - im Gegensatz zu "nicht-Hundebegegnungs-"Situationen - läßt sich schön erkennen, ob wir über der Schwelle sind oder noch drunter... Drunter ist schön, da machen wir weiter, drüber = ups = ein büschen mehr Abstand und noch mal probieren....
    Und so tastet man sich dann voran...

    PS: ich hoffe meine Zeichnung ist verständlich :p