Beiträge von Shoppy

    Ui, ich habe mich ungenau ausgedrückt.


    Die angehängten Links führen zu Artikeln, die namhafte Trainer zu den "Trainingsmethoden" von Herr Millan verfasst haben.

    wenn man danach noch immer den Wunsch verspührt, den Fernsehbeitrag zu sehen, sollte man genannte Utensilien zurechtlegen, vorher...

    Frischkäse mit Thunfisch...
    Überhaupt Frischkäse als "Grundbaustein" und andere Leckereien als "Geschmacksverstärker"

    Aber einfach nur Frischkäse kommt auch sehr gut an

    Das braucht ja auch Übung.

    Das wiederum ist so ähnlich wie die ersten einmal eins Übungen, erst rechnet man sich einen Wolf, dann irgendwann, wieß man die ganze Tabelle auswendig und kann sie ohne zu überlegen runterrattern.
    Und dann wird das einmaleins Bestandteil von Komplexeren Sachen.

    Meiner Meinung nach ist Lerntheorie so wie das einmaleins. Man lernt es einmal , bis es einen zu den ohren wieder rauskommt, bleibt immer wieder an den blöden Begriffen positiv und negativ hängen, denkt man hat es, bis es wieder jemand in Frage stellt, und man sich wieder von neuem klarmacht, ws denn nun wie heißt und warum.
    Und irgendwann kann man es runterbeten und denkt im Alltag nicht mehr darüber nach.
    Im Gegensatz zum einmaleins, das in Zeiten der Schulpflicht irgendwie jeder mal zu gesicht bekommt, gibt es das Kleine Einmaleins des Lernens nicht in jeder Hundeschule.
    Und wie ich schon - ich glaube nicht in diesem Fred - schrieb:
    Wenn ich nur ein Hundehalter bin, und nur möchte, dass der Hund kommt wenn ich ihn rufen, in meiner Nähe bleibt, neimanden anspringt, und mal Sitz macht. Dann brauche ich bestimmt nicht die geballte Wissenschaft, die da hinter steckt.
    Aber wenn ich als Trainer anderen vermitteln möchte, wie man das denn nun erreicht, das der Hund kommt, sitzt, bleibt, und nicht anspringt, dann sollte ich das ganze in und auswenig wissen, denn ich muß erst rausfinden, welchen Lernweg der Menschen-Schüler versteht und auch umsetzen kann, und dann gucken, ob das der Hundeschüler auch versteht und umsetzt.
    Dann muß ich wissen, welche Trainingswege welche Nebenwirkungen haben, und wie die sich auf die Mensch-Hund-Beziehung auswirken. Sonst mache ich möglicherweise aus einem simplen, "Hund springt Passanten an" ein Aggressionsproblem, wenn ich harte Rücke mit einem Stachelhalsband bei jeder Passantensichtung empfehle.
    Stur nach Lerntheorie Strafe/Bestärkung/negativ/Positiv ist das ein weg, der dazuführen "kann", dass die Passanten nicht mehr angesprungen werden. Aber es hat leider Nebenwirkungen, die ich nicht vertreten kann.

    Zitat

    Wie zum Geier soll ich das ganze Miteinander mit meinem Hunden nun so erklären, dass kein Missverständnis entsteht? Ich kann das nicht, sorry! Es geht nicht nur um "Hund macht Theater an der Leine", es geht um das ganze Zusammenleben. Zumindest bei uns hier.

    Das ist doch bei jedem Hundehalter so.
    Es ist immer komplex - und weil "komplexes Zusammenleben" in einem Satz ungefähr so einfach zu beschreiben ist, wie eine Matheaufgabe aus der Oberstufe, jetzt mal so als Vergleich, zerlege ich es in kleine, erklärbare, nachvollziebare, "nachrechenbare" Lernschrittchen.
    Sonst könnte man einem erstklässler ja auch die selbe Oberstufen-Matheaufgabe stellen und sagen, die Antwort ist 42.

    Aber es ist ein langer Weg über die Erklärung von Addition, Substraktion, Multiplikation, Division, Prozentrechung, Gleichungen, Kurvendiskussion, bis Schülerchen, das alles selber hinbekommt, und Schülerchen braucht einen Lehrer, der erkennen kann, was der Schüler nicht verstanden hat, und muß es dann so erklären, das Schülerchen es verstehen lernt.
    Schülerchen ist es z.B. nicht immer geholfen, fas Lehrer nur "Nein" sagt, wenn die Antwort fälschlicherweise als 24 gegeben wurde. Manchmal ist es vielleicht hilfreicher, dass der Lehrer sagt, "schau noch mal, ob du das mit den Kommastellen richtig gemacht hast..."
    Es gibt so Mathegenies, die sehen eine Aufgabe an, und wissen die Lösung ist 42. Können aber niemandem erklären, wie sie auf diese Lösung gekommen sind. Die sind als Lehrer scheiße, wenn man selber nicht so ein Genie ist. Uns ist man eins, braucht man so einen Lehrer nicht...

    Zitat

    Schneller, weil eindeutig und unmißverständlich !!

    Bei allen anderen Varianten ist es Glückssache, daß der Hund das Verbot nicht ausführt.

    Nein, das liegt nicht am Glück. Oder an der Methode, sondern daran, wie konsequent man das trainiert hat. Und das trift auf JEDE Methode, jeden Trainingsweg zu!

    Ein "nein" kann genauso wenig "nicht" funktionieren, wie ein "Warte" oder was auch immer.
    Auch ein "Nein" ist für den Hund nicht "Von Geburt" an verständlich.

    Ein Alternativverhalten KANN genauso unmißerständlich trainiert sein, wie ein "Nein".

    Was wie gut funktioniert, hängt nicht davon ab, ob es "Nein" oder "Käserkuchen" heißt, sonden ob dem Hund die Bedeutung klar wurde.
    Wieso sollte "Nein" notwenigerweise immer klar sein, und etwas anderes nicht?
    Weil Du das so behauptest?

    Verhalten hängt in mehr als einer Hinsicht von der Konsequenz ab, mit der man trainiert... Wie Mensch das Verhalten nennt, ist dem Verhalten, sch*** egal!

    Ich kenne mehr Hunde, die "Nein" offenbar nur verstehen, wenn man es ihnen mit drohernder Körperhaltung ins Gesicht brüllt - und rate mal ob es da das Wort ist, oder die Emotion, die dem Hund da entgegensprüht - als Hunde, die darauf - also nur ein normal gesprochenes Wort mit vier Buchstaben ihr Verhalten unterbrechen. Und die gleichen Hunde reagieren mit der gleichen "Nicht"Präziesion auf alle anderen "Kommandos" von Herrchen/Frauchen. Deiner Theorie nach sollte das NEIN da doch dann

    Zitat

    Schneller, weil eindeutig und unmißverständlich !!

    funktioniert haben...

    Äpfel und Birnen, wie immer...

    staffy, zum gefühlten fünftausendsten Mal ;)

    "Nein" ist eine - EINE EINZIGE Vokabel - und ich denke es ist ziemlich unvermeitlich, das der Hund sie hören wird, es ist einfach so automatisch in unserem Sprachgebrauche.

    Das einzige, was ich möchte, ist, das man sich gelegentlich mal Gedanken darüber macht, ob ein Tabu in der Situation nötig ist (wenn der HUnd niemalsnichtinseinemganzenlebenniiiiemals aufs sofa darf, ist eins nötig...).
    Dass man das ganze auch mal ausserhalb der Box denken könnte. Dann sind nämlich andere Wege möglich.
    Für mich sind solche "der Hund soll nicht" immer Gelegenheiten ZWEI sachen (mindestens) zu lernen. Deshalb gibts ein "Rauf" (kann man ja gut gebrauchen, wenn der Hund auf Baumstämmen klettern soll) und "Runter", wenn er von den Strohballen oder dem Agilitytisch wieder runter kommen soll, oder vor einem die Treppe runterlaufen...


    Ich bringe Beispiele gegen NEIN, weil wir Beispiele für NEIN ja schon von Dir bekommen :D.

    Ausserdem geht es in diesem Fred doch genau DA RUM geht es ohne, genau das war die Ausgangsfrage, und JA, es geht...

    Das es mit Nein geht, und dass unter umständen "schneller" geht, stellt doch gar keiner in Frage!

    Ich erklär mal am typischen "Hund soll vom Sofa"-Problem was ich toll an der Bestärkung finde.
    Man kann zum "gleichen Preis" gleich zwei Signale lehren, wo man sonst ein "Nein" verwendete: Nämlich "rauf" und "runter". "Rauf" geht von alleine, weil alle wollen ja rauf :D runter lockt man zwei mal mit runter geworfenem Leckerchen und fängt dann an zu shapen.

    Rein/raus ist das gleiche in horizontal.
    Klar geht auch ein "Nein"
    Aber wenn man mal drüber nachdenkt: über den Einen weg hat der Hund jetzt vier Vokalbeln gelernt, über den anderen gerade mal eine...


    Zu der Schleppleinen-FRage: es ist eine Frage des Aufbaus und des Ausschleichens.
    Wenn Du die Schleppleine zum Ausbremsen benutzt und dann von heute auf Morgen nicht mehr benutzt, lernt er wahrscheinlich nur, dass er an der Schleppleine seinen Gelüsten nicht nach gehen kann UND das er ohne Schleppleine freie Bahn hat.
    Wenn man an der Schleppe aber arbeitet, als wäre sie nicht dran, und sie nur als Notfallsicherungsleine versteht, und sie anschließend sorgfälltig auschleicht, dann lernt der Hund den Radius einzuhalten, bzw. für die Kooperation mit dem Menschen "empfangsbereit" zu bleiben.

    Ganz oft, finde ich, ist es nicht wirklich eine Frage, was man einsetzt, sonder WIE man etwas einsetzt.

    Zitat


    Eins ist sicher: es ist viel mühsamer als ein simples Raus! und ein mahnenedes Naah!, wenn die Nase wieder am Türrahmen erscheint. Werde mal sehen, ob ich die Botschaft überhaupt vermitteln kann. :roll:


    Guck mal.
    Ein "Raus" kann man nett aufbauen, und statt eines "mahnenden Naa" kann man ein "geh an Ort XY" verwenden. Falls man noch keins hat, baut man schnell eins auf.
    Der Gag mit dem Bestärken ist, dass man aus einer andere Perspektive gucken muß. Klar geht ein "Nein" auch. Aber ein Warte, oder Bleib oder "geh in Deinen Korb" bewirkt auch, dass der hund draussen bleibt, ist aber mit anderen Emotionen verknüpft.