Beiträge von Shoppy

    Vereine gründen sich, weil Menschen Hundesport betreiben möchten.
    Das hat nicht notwenigerweise zur folge, das die Trainer sich dort mit Jagdproblemen oder der Handhabung einer Schleppleine auskennen.

    Oftmals wird empfohle, zum Beispiel, dass, wenn der hund auf den Rückruf nicht reagiert, man den Hund an der Leine zu sich ran zieht (oder ihn zumindest mit der Leine auf sich aufmerksam macht). Das hat aber zur Folge, dass
    1. die Schleppleine zum Bestandteil des Rückrufsignals wird, was bedeutet, Du GAR KEIN Rückrufsignal hast, wenn die Schleppe nicht am Hund ist - trotz Rückruftraining an der Schleppleine
    2. Der Hund noch deutlicher als sowieso unterscheiden lernt, wann er auf den Rückruf reagieren muß (wenn er an der Schleppe ist) und wann nicht (wenn die Schleppe ab ist , oder frei schleift) uuups.

    Die Schleppleine darf nur dazu verwendet werden, dass der Hund nicht abdüsen kann. Aber das Training muß du so machen, als wär sie nicht dran, sonst kannst Du es gleich lassen.

    Worauf es zurückzuführen ist, ist nicht mehr nachzuvoll ziehen.

    Ich würde das Knurren anclickern. Damit holst Du es aus dem "ich knurr weil meine Emotion das so vorsieht" raus und es wird operant, sprich, sie knurrt, weil es Kekse dafür gibt, baust noch ein wort davor und schon ist es ein schöner hundetrick.
    nebenbei wird der grund, warum sie knurrt mit schönen erlabnissen (Kekse) verknüpft und deshalb geht der Grund zu knurren verloren.
    Doppelwopperbonus...

    Du übst also gerade, wie man von dir wegläuft und auf rückruf nicht zurückkommen braucht? :headbash: schlechter Plan. :D
    kauf Dir "Antijagdtraining" von Pia Gröning, eine vernünftige Schleppleine (nicht die 9,99€ Dingelchens aus dem Fr**napf) und mach richtiges Rückruftraining mit ihr.
    So wie du ihr Verhalten beschreibst, jagd sie - derzeit ohne wefolg, weil nichts da ist, aber das kann sich schneller ändern als du guggen kannst.

    Ich würd Dir auch eine gescheite Hundeschule empfehlen, weiß aber ja nicht, in welchen Weinbergen Du wohnst ;)

    Zitat

    guten abend,

    ständig fallen mir neue fragen ein :ops:
    ich hoffe ihr könnt mir helfen, bin halt hunde-anfängerin.

    also wenn smilla was macht, was sie nicht darf (sachen klauen, die ihr nicht gehören, am tischbein nagen....) will ich ihr das natürlich verbieten. am anfang hat ein in normaler lautstärke, mit tiefer stimme und böser miene gesprochenes "nein" ausgereicht, um sie in ihrem tun zu unterbrechen. wenn sie dann zu mir geschaut hat und einen schritt vom verbotenen gegenstand weg gemacht hat, gabs ein lob (leckerlie mag sie nicht so).
    leider benutze ich das "nein" etwas inflationär, weil welpi natürlich ständig etwas macht was sie nicht soll, ist ja auch ganz normal. deswegen reagiert sie nicht mehr so drauf wie am anfang, und ich werde immer lauter (weil ich mich ja durchsetzen will). bei so sachen wie aufs sofa springen und sich in die kissen verbeißen muss ich sie manchmal richtig runterschubsen.
    ich will aber keine dieser hh sein, die brüllend und schubsend versuchen, ihre hunde zu erziehen. :hust:

    wie kann ich mein welpi darauf konditionieren, auf ein "normal böse" gesprochenes nein zu reagieren? :hilfe:


    "Nein" ist eine Positive Bestrafung (nach der Definitin der Lerntheorie) - bei richtiger Anwendung solltest du das immer WENIGER benötigen, als immer häufiger.
    Ganz offenbar ist "nein" nicht der richtige weg.

    was mir dazu einfällt - auch zu den Hinweise, wie man das nein wieder "scharf" kriegt ist:
    Die Definition von Wahnsinn ist, das selbe immer wieder zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“ Benjamin Franklin

    Viel einfacher und für den Hund verständlich ist es, zu trainieren, was der Hund machen soll, als "abzutrainieren" was er nicht soll...

    Huhu,

    wenn sie weg geht, war deine Bestärkungsratge zu niedrig - das kommt oft zu Stande, wenn man zu schnell viel mehr will als zuvor.

    Mach kürzere Session (auch ruhig mal nur drei bis fünf clicks). Überleg Dir voerh was Du clicken möchstes, aber beachte dabei, was sie vorher schon "gekonnt" hat, und mach es dann nur minimal schwieriger.

    Gib für den letzten Click einer Session einen Jackpot - das fördert die Motivation, wieder so eine tolle riesenbelohnung bekommen zu wollen.


    Tipps für "an Lockerer Leine gehen":

    nimm anfangs eine längere Leine (fünf Meter Fettleder-Leinen sind meine persönlichen Favoriten.
    Stell Dir Dir einen 2 Meter Radius vor, der an Deinem linken Bein hängt (und oder rechts, wenn sie rechsts gehen soll, oder sie später sowohl rechts als auch Links von dir gehen soll) - immer wenn sie zufällig in diesem Radius ist, clickst Du. Das Geben des Leckerchens kannst Du dazu benutzen, dass sie das nur näher bei dir (z.B. in der fuß-Position) bekommt. Clicke anfangs durchschnittlich alle 3 Schritte (ja, genau :D ) mal nach einem, mal nach 4, dann 3, dann fünf, dann 1 - schön durcheinander, damit kein Muster erkennbar ist. Geize nicht mit Jackpots.
    Das einzige Kriterium ist: Hund ist in dem Radius...

    ich werd da zur Sesamstraße: wieso, weshalb warum,

    ergänzt durch Hardcore-Fragen, "wer hats gesagt", "Aus welcher Quelle stammt die Info", "Welche Studien belegen diese Behauptungen?"

    Da solche tollen Ratgeben meistens nicht mal Frage eins Beantworten können, bedanke ich mich dann höflich und gehe mit dem Hinweise, das ich denke, das ich da offensichtlich besser informiert bin. "Schönen Tag noch"...

    Jep!

    Aber Du kannst auch zu Hause noch einiges Üben, was ihm beim Tierarzt helfen kann.

    Als aller erstes würde ich ein Entspannungssignal aufbauen. Damit kannst Du, wenn es everknüpft ist, Deinem Hund helfen, sich wieder zu entspannen, wenn er in einer für ihn unangenehmen Situation ist.

    Du kannst auch die typischen Positionen, die er beim TA einnehmen muß (stehen, auf der Seite liegen, u.U. auf dem Rücken liegen) einüben - auch vielleicht gerade auf einem Tisch. Bau es neu nur mit positiver Bestärkung auf - wie einen Trick.

    Was sich bei ängstlichen Hunde sehr bewährt ist, ihnen bestimmte Dinge anzukündigen.
    Wenn Du kannst z.B "ohren" sagen, bevor Du anfängst nach seinen Ohren zu greifen.
    Ich mach das so "Ohren" sagen, mit der Hand das ohr leicht berühren, clicken während die Hand am ohr ist, Leckerchen geben, während die Hand am ohr ist, hand weg. Das ganze ein paar mal wiederholen. Dann ist erst mal Pause.
    Das ganze kann man auch mit anderen Körperteilen machen, z.B Schwanz (der ja zum Temperaturmessen hochgehoben/festgehalten wird), Maul, Pfoten.
    Eine Freundin hat "Spritze"-Ankündigungen geclickert, weil Spike Angst vor Spritzen hatte.

    Wichtig bai all diesen Sachen: man fängt mit leichten Berührungen an, die noch gar nichts mit richtiger untersuchung zu tun haben, sondern einfach nur benennen, wo man hingreift. Nach und nach schaut man dann tatsächlich in die Ohren, ins Maul, unter den Schwanz, oder kneift (wie für "Spritze" ) in die Haut. Der Hund lernt so verschiedene Dinge: er lernt, Namen für das kennen, was mit ihm passiert. Er lernt es als Spiel kennen, dass Spaß macht, essen einbringt, und nicht weh tut: klassische Konditionierung: "Ohr" = toll, weil streicheln, nix tut weh und essen gibt es auch noch.

    Wenns beim TA dann doch mal weh tun muß, kann man vorher und nachher, die Begriffe wieder mit den guten Verknüpfungen "aufladen" - am BEsten auch in der TA-Situation, damit der Hund nicht unterscheiden lernt - beim TA tut das immer nur weh...

    Auch Entspannungsdüfte helfen. Versuchs z.B. mal mit einem DAP Halsband...

    genau, sie wär entspannt. aber nicht erst in zwei jaaren, sondern ab irgendwann mitte der woche...


    ich finde es hochinteressant, das man als moderator sich solche plumpen verdummungen erlauben kann...