Beiträge von Shoppy

    Für einen Wurf Boxerwelpen, bei dem heute morgen die Mutterhündin leider während der Geburt verstarb, suchen wir für den Raum Tecklenburg/Münsterland/Steinfurt/Osnabrück dringend eine Amme!

    Kann jemand helfen?

    Sorry, aber Telefonnummern, Mailadressen und dergleichen persönliche Daten nicht im Forum öffentlich darstellen.
    Schalte besser deine Mail-addy frei, wenn auch umständlicher ist.

    Wäre schön, wenn ihr es auch in anderen Foren posten könntet.

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    Hi nochmal,

    ich sag ja auch gar nicht, dass es nie nicht funktioniert. Du wirst mir aber recht geben, dass man es auch falsch bestärken kann wenn man nicht viel Ahnung hat.

    nein, werd nicht NICHT

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    Bestärke ich ein Knurren, welches nicht auf Angst basiert falsch, dann bestärke ich den Hund für etwas was ich unterbinden, beziehungsweise umleiten sollte.

    Es ist zimlich egal, warum der Hund knurrt.
    Wenn die Emotion, warum er knurrt mit Leckerchen (oder anderen netten Sachen) verknüpft wird VERÄNDERT SICH DIE EMOTION, die der Rei ursprünglich ausgelöst hat.
    Du kannst mit einem Leckerchen den Hund nicht ängstlicher oder wütender machen...


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    Wenn mein Hund einen Menschen anknurrt, dann bestärke ich nicht das Knurren, sondern das "weggehen" oder hinter mich gehen.
    Das kann ich sehr gut indem ich ihm sage, dass es ok ist und ihn zu mir an die Seite oder hinter mich dirigiere.

    Und wieso ist das was anderes? Du hängst nur noch einen "operanten" Teil dazwischen.
    Wenn der Hund knurrt, weil er "das Ding" weghaben will, und das Ding sich tatsächlich entfernt (alternativ, der Hund sich entfernt) bestärkst du das knurren - denn der Abstand zum Auslösereiz vergrößert sich - das erüllt den Tatbestand der negatiben Bestärkung. An der Emotion, die der Hund zum Auslöser hat, hast du so aber nichts verändert.
    Doppelt verloren sozusagen, Grund zum knurren immer noch da, knurren negativ bestärkt...


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    In diesem Beispiel würde ich mir als Vater einen Futterbeutel an den Gürtel hängen und dem Hund, wann immer ich ihm begegne, ein Leckerli zuwerfen. Ansonsten würde ich ihn mehr oder weniger Ignorien.

    Auch sollte der Vater den Hund füttern, am besten noch aus der Hand.

    Ja, genau, das tät ich auch - denn was willst Du hier verändern? Die Einstellung des Hundes zum Papa.
    Ich sag ja nicht das man darauf warten SOLL, bis der Hund knurrt, natürlich sollte man es eigentlich nicht so weit kommen lassen. Aber ich hör doch nicht auf, dem Hund zu sagen, dass Papa nicht gefährlich ist, nur weil er mir gerade mit grrrrr sagt, dass er ihn gefährlich findet.


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    Das kann man auch wunderbar mit Leckerlis zum Positiven verändern. Hier kann ich wenig falsch bestärken, da der Hund ja einfach schon ein Leckerli geworfen bekommt wenn der Mensch in sein Blickfeld kommt.


    Genau. Man kann sogar gar nicht falsch bestärken ;) Negative Emotionen (angst, wut...) kann man mit Keksen nicht "bestärken".

    Knurren ist die höfliche bitte doch zu unterlasse was man gerade tut.

    Es hat nichts mit Dominanz zu tun.

    Das muß mensch aber nicht hindern, den Hund zu trainieren, dass das was mensch tut kein grund zum knurren ist.

    Das einzige was man dazu wissen muß ist:
    1. Was macht der Hund
    2. was soll der hund machen
    3. wie trainiere ich, damit Hund 2. macht.

    um 3. machen zu können, hilft es, wenn man weiß wie Hunde lernen, und die lernen wie alle lebewesen über operante konditionierung und über klassische Konditionierung. (geh mal bei Wikipedia guggen)

    Bei den Sachen mit dem Napf und dem Knochen handelt es sich hauptsächlich klassische konditionierung: die emotionale Reaktion auf einen Reiz (=Menschen nähern sich dem Napf) wird verändert von "find ich furchtbar, muß ich wegscheuchen" zu "können bitte mehr Leute kommen, dan fliegt Käse".

    Guck dir das Verhalten an, wenn sie auf dem Teppich liegt.
    Wenn sie da liegen bleiben darf/soll und es besser finden soll dass sich jemand nähert, kannst Du das selbe schon beschriebene Prinzip anwenden.
    Nebenher oder alternativ kannst Du trainieren, dass sie weggeht, wenn ihr was zuviel wird. Wenn sie es also nicht mag, wenn Leute um sie rum laufen, wenn sie schläft, oder liegt, richtest Du ihr einen Platz (vielleicht eine Box) ein, an/in die sie sich zurück ziehen kann, wenn es ihr zu viel wird.
    ich würde jetzt erst mal an der Ressourcenbaustelle arbeiten - kann sein, dass sich damit das andere Problem in Lust auflöst, falls nicht kanst Du folgendes machen:

    Gib ihr einen Platz, wo sie nich gestört wird, da kommt ihre Schmusedecke hin/rein und da passieren nur schöne Dinge. Falls Du an der Stelle eine Steckdose hast, super, dann besorgst Du Dir einen DAP-Zerstäuber. DAP ist ein Pheromon, dass die Hündin beim Säugen abgibt - und so lernen schon die Welpen, dass sie sicher sind - es wirkt auf ängstliche Hunde beruhigend und entspannend.
    Dann übst Du mit ihr, dass sie freiwillig an diesen Platz läuft, sich hinlegt und da bleibt. es ist praktisch, wenn sie das auf Signal kann, denn dann kannst Du sie schicken, wenn du das gefühl hast, dass sie gleich knurren wird. Lob sie immer, wenn sie sich dort von alleine hin legt. Wenn bis dahin das Ressourcenproblem gelöst ist, kannst du ihr dort auch Kauknochen oder Kongs etc geben.
    Schick oder bring sie immer hin, wenn Du denkst, dass eine Situation entstehen könnte, die sie doof und daher "anknurrungswürdig" finden könnte.
    Du sperrst sie daurch nicht weg! Du zeigts Ihr eine alternative möglichkeit, mit einer für sie unangenehmen Situation fertig zu werden. Wenn sie das nämlich verstanden hat, wird sie sich selber aus der Situation nehmen, wenns ihr zu brenzlich wird, sie braucht nicht mehr zu knurren, und schon gar nicht muß sie ihr Verhalten eskalieren.

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    obwohl wir am Anfang damit nie probleme hatten, knurrt sie uns mit eingezogenem Schwanz an wenn wir beim fressen in der unmittelbaren Naehe stehen, sie wird dann richtig aggro- bellt, fletscht die Zaehne und schnappt auch schon mal in unsere richtung- an Futter weg nehmen oder sie wegziehen ist nicht mal ansatzweise zu denken.

    Warum würde man das auch wollen? Stell Dir vor, du sitzt im Restaurant, bist grad am Essen und jemand nimmt Dir DEINEN Teller weg. Da würdest Du sicherlich auch etwas sagen. Und "knurren" ist die Hundliche version von "könnten Sie das bitte unterlassen, ich habe noch nicht fertig gegessen, danke!"
    Da Ihr ihre höfliche Bitte offenbar ignoriert, muß sie deutlicher werden, und das sieht bei Hunde aus, wie du es oben beschrieben hast.

    Also: Futter wird niemals einfach so weggenommen, NIEMALS!

    Üb folgendes: nimm ihren Napf, tu etwas laaaaaaaaaaaaaaaaangweiliges Rockenfutter hinein und halte selbe superleckerchen (Käse oder Wurststückchen) bereit. dann stellst Du ihr den Napf hin und gehst einige schritte weg - aud die Entfernung, in der Sie noch nicht mal knurren würde. Von dort aus machst Du einen winzigen minischritt nach vorne, wirfst Ihr ein Bröcken wurst oder käse zu und gehst sofort wieder zurück. Das wiederholst Du schnell und oft, solange sie noch was im Napf hat. Hat sie fertig gefressen, ist die wurst und Käse wurfanlage aus.
    Das machst Du mit all ihren Mahlzeiten - die ihn am besten nicht auf einmal gebt, sondern in mehrere kleine Portionen aufteilt, damit ihr eben öfer üben könnt. Alle paar Mahlzeiten kannst Du ein klein wenig näher (in Zentimeterschrittchen näher bei ihr stehen bleiben und einen etwas größeren Minischritt machen.
    Was das soll: Es sagt Deinem Hund, dass Menschen, die auftauchen, wenn sie frisst kein Grund sind, angst zu haben, dass Futter verschwindet, im Gegenteil, die haben noch viel besseres Zeug dabei und geben es auch noch ab! Super! Menschen in der Nähe vom Fressnapf sind klasse!
    Nach und nach kannst Du wie gesagt immer dichter dran stehen bleiben. Wenn Du direkt neben ihr stehen bleiben kannst, weil sie das nicht mehr stört, kannst Du mehr Bewegung reinbingen. DAs ist meistens beunruhigender für einen Hund, deshalb mußt Du wieder in Größerer Entfernung anfangen - ungefähr da wo Du beim ersten Mal mit dem "Menschen werfen Käse"-Training begonnen hast. dort läufst Du hin und her käse werfen, stehen bleiben. Wenn sie das nicht stört gehst Du schneller oder win bißchen weiter und wirfst immer schön Leckerchen in richtung Napf.
    Das KLINGT nach viel Arbeit, ist aber oft auuser bei sehr schlimmen Ressourcenverteidigern innerhalb einer Woche oder so abgehackt.
    Wenn Du es soweit hast, das es gar nicht mehr stört, wenn Du hamplemann neben ihr machst, machen die anderen Familienmitglieder das gleiche spielchen von anfqang bis ende durch. Da hunde irgendwann anfangen zu generalisieren, wird es bei jedem neuen Trainingspartner möglich sein, schneller fortschritte zu machen.
    Üb das auch mit Gästen, wenn ihr welche bekommt. Da kannst du auch selber futter werfen, wenn der Gast nicht mag, wichtig ist, dass sie weiß: auch anwesende Gäste nehmen nichts weg, sondern machen, dass futter fliegt.


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    Ausserdem habe ich dann heute ihr das fressen aus der hand gegeben und dann den hand in meiner Hand ihr zum Fressen hingehalten, da gab es bis auf ganz zum Schluss keine probleme- am Ende kam sie wohl aber nicht mehr so gut ran und da ging es dann nochmal ganz kurz los.


    ja, aus der Hand fütter ist auch eine schöne Idee, aber halt ihr das Fressen so, dass sie gut ran kommt, damit sie nicht das gefühl hat, sich mit dir darum streiten zu müssen.
    Du kannst das in den Trainingsplan gut mit einbauen: wenn Du bei dem ersten "bewegungsarmen" Training so weit bist, dass Du direkt neben ihr stehen kannst, gibtst Du ihr einen Teil des fressens aus dem napf: vorsicht mit die fingers: halt die hand ruhig, die sekber auch, starr sie nicht an, dre den Kopf seitlich und mach schlafzimmeraugen: Du bist kein Futterkonkurent, Du bist die Quelle. Das hat sie noch nicht verstanden, und deshalb hat sie streß.


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    Leider ist das nicht die einzige Gelegenheit bei der sie uns anknurrt. Sie gibt zwar in den meisten Faellen auf AUS- ab aber manchmal geht es eben genauso los. Sie hat auch schon nach mir geschnappt- ALLES aber mit eingezogenen Schwanz.
    Am schlimmsten ist es bei Kauknochen und so etwas- obwohl es auch schon vorgekommen ist, dass sie mit dem ding zur mir kommt und in meinem Schoss drauf rum kaut oder ihn mir hinlegt. - Obwohl dass definitiv das letzte mal vor der schonkost fuetterung gewesen ist.


    Üb ganz genau so wie oben für den Freßnapf beschrieben, das gleiche auch mit Kauknochen. Nicht weg nehmen und vor allen Dingen wie bolle loben und belohnen, wenn sie mit dem Ding zu Dir kommt!! Erstmal: nicht danach greifen.


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    Ausserdem kam es auch schon vor, dass ich als ich abends das letzte mal raus wollte uebelst angeknurrt wurde und auch als ich sie davon abhalten wollte gestern abend auf die Couch zu gehen.

    Dazu muss ich natuerlich sagen- sie durfte aufs Sofa-aber als das so extrem wurde mit dem Knurren haben wir das abgeschafft, was noch nicht so lange her ist- also ganz drauf hat sie es noch nicht...


    Bring Ihr die Bedeutung des Wortes "Runter" bei - aber auf nette, spielerische weise. Nimm erst mal was, wo sie raufspringen darf: vielleicht eine niedrige Gartenmauer, ein großen Stein. Da läßt du sie raufspringen, sagst "Runter" und schmeiß ihr einen Leckerchenbrocken (eins von denen wo sie automatisch hinterherhechten würde) auf die Erde. Das machst Du einige mal. Dann könnt Ihr weiter spazieren gehen. Nutz möglichst viele Dinge, die ihr unterwegs so findet für 3-4 Wiederholungen für "Runter" (nebenbei kann sie dabei auch gleich "Rauf" lernen, zwei Signale für einen Preis, yahooo!). Hunde brauchen etwa fünfzig Wiederholungen, um ein Wort ("runter") mit ihrem Verhalten (runterspringen) zu verknüpfen. angenommen ihr habt auf eurem spaziergang vier solche "Rauf-Runter" Gelegenheiten, und an jeder übt ihr vier mal " brauchst du ungefähr drei spaziergänge, bis das Signal verknüpft ist. Wichtig ist, dass du sehr schnell versuchst (am besten gleich am Ersten "übungsstpück" nach drei Wiederholungen) das Leckerchen erst zu werden, wenn sie schon unten ist (Du kannst erst mal so tun als wirfst Du ein Leckerchen.) sonst verknüpfst du das Leckerchen mit als Signal, und dann wird das nur klappen, wenn ein Keks fliegt...
    Das möchte man aber ja nicht.
    Das Signal sollte bei den unterschiedlichsten Dingen sehr gut funktionieren, bevor Du es beim Sofa probiertst - ja, dazu muß sie erst wieder drauf - aber: das ist eine Übungssituation wo du das raufspringen, mit dem zuvor ja auch geübten "Rauf" erlaubst, um sofort, "runter" - hier erst mal wieder mit fliegendem Keks sagtst.

    Da sie ja zunächst rauf durfte, gehe ich davon aus, dass ihr auch nichts dagegen hättet, solange ihr nicht angeknurrt werdet, wenn sie runter soll. Sie knurrt, weil sie nicht runter mag, sie KENNT kein "Runter"-Signal und macht es daher nicht und versteht anschließend nicht warum ihr ärgerlich werdet und sie runtschbugsiert.
    Trainiert ein "Runter" und as Problem ist beseitigt.
    Es wird dann erst mal ein wenig schwieriger werden, wenn sie erst mal drauf gelegen hat. je öfter ihr also fleißiig "runter" übt, desto besser wird das klappen


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    Ich weiss nun nicht richtig was ich machen soll- als sie heute ihr gerade vom mir zugeteiltes Spielzeug verteidigt hat und auch uebelst geknurrt hat, hab ich ihr LEIDER (aus Reflex, weil ich mich erschrocken habe, da wir eigentlich ganz ruhig beide auf dem boden sassen)einen Klaps auf die Nase gegeben-worauf hin sie nur noch lauter geknurrt hat und geschnappt. Ich habe dann ihre Schnauze umfasst und sie unten gehalten und weggeguckt, damit ich sie nicht nich mehr aufrege.

    Ich hab nicht geguckt - bestimmt hat schon jemand was zum tauschen geschrieben. Wenn das angangs nicht klappt, weil sie knurrt, wenn du näher kommst, und sie nicht zu dir kommt, kannst du einfach so tun, als wäre das Spielzueg ein Futternapf und verfahren wie oben. Schmeiß das Leckerchen so, dass sie ein winziges stückchen auf dich zugehen muß um es zu nehmen, und dreh dich direkt nach dem Wurf um und geh ein Stückchen weg.


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    Meiner Hundetrainerin habe ich dass auch erklaert und ihr antwort war: NEIN, sie hat kein Dominanzproblem- es waere normal, gerade nach der Schonkost, dass sie ihr Futter verteidigt und sie muesste erst lernen uns 100% zu vertrauen.Aber meiner Meinung nach spricht doch ihr Verhalten auf dem Sofa dagegen....

    ich kann euch auch leider nicht sagen, ob irgendwas zwischen der 6-8. Woche war, da wir sie erst mit 11 wochen holen konnten.
    Und wie gesagt, ich kann mich nicht dran erinnern, dass sie von Anfang an so war....

    Fuer ein paar wertvolle Tips waere ich sehr dankbar- ich moechte naemlich auf gar keinen Fall eine gestoerte beziehung haben oder weiterhin aengstlich in diesen Situationen sein, denn ich liebe sie abgoettisch....

    Genau, Vertrauensaufbau ist wichtig - sie muß lernen, dass sie mit Euch nicht um Futter, um knochen und um Spielzeug konkurrieren muß, sondern, dass das ganz Zeug von Euch kommt, und dass wenn sie was hat, vor Euch noch besseres dazukommen kann.

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    Hallo,

    sorry, aber ich finde es nicht gut wenn man dem Hund das Knurren anclickert. Wenn jemand keine Ahnung hat, dann kann man das ganz schnell mal falsch deuten.

    Ich kenne da einige die das gemacht haben und es nie wieder tun würden.
    Ab und an weiss man nämlich dann gar nicht mehr warum der Hund knurrt.

    Ist aber nur meine Meinung.

    Lieber würde ich an der Ursache arbeiten.

    genau das mache ich.
    Durch den Click und die Bestärkung wird DIE URSACHE des Knurrens mit einem Positiven Gefühl verknüpft.

    Beispiel:
    Der Hund findet Männer beängstigend. Wenn er einen sieht wird er unruhig, wenn der man zu nahe kommt, knurrt er und kommt der Trottel noch näher wird abgeschnappt oder gebissen, aua.
    SCHÖNER wäre, man würde die frühesten Anzeichen des Hundes erkennen und bei denen beginnen zu arbeiten, aber das können viele noch nicht erkennen, und merken erst beim knurren, dass wieder was nicht in ordnung ist.
    An der Stelle hat man dann zwei Möglichkeiten: man rettet, was zu retten ist und clickt das Knurren an, oder manvergibt die Traingswgelegenheit ganz, und damit ist niemandem geholfen.


    Da gibt es ausserdem auch nichts, was man falsch deuten könnte. Der Hund knurrt, das kann jeder erkennen.
    Das einzige was immer noch falsch gedeutet wird ist, dass man "Knurren mit Leckerchen" bestärken könne.
    Ja, das kann man, aber das ist nicht der Punkt. Wenn das Knurren für "mich ängstig, dass du näher kommst" steht, sprich der Hund knurrt, weil er mehr Distanz braucht, bekommt er durch den Click zwei Infos.
    1. ich (Mensch) hab Dein Knurren gehört - Du mußt also nicht eskalieren.
    2. ich (Mensch) will Dir nix schlimmes sondern dir nur einen Keks zu werfen.

    Natürlich kann es sein, dass der Hund irgendwann anfängt zu knurren, weil er einen Keks will - juchuu! Ziel erreicht. naja, nicht ganz denn dann muß das Knurren noch auf ein anderes Signal gesetzt werden - oder man ignoriert es, denn DANN knurrt der Hund aus einer anderen motivtion heraus, und diese unterschiedliche motivation ist seh deutlich von der Ursprünglichen zu unterscheiden - ungefähr so deutlich wie man ein ernstgemeintes Zähnefleschten mit starrem Gesichtsausdruck, steifer körperhaltung und Fixierendem Blick, von einem Hundelächeln unterscheiden kann, wo hinten der ganze hund wackelt und die Augen weich sind und zwinkern.
    es ist "ohrenscheinlich" das gleiche Verhalten (knurren) aber die zugrunde liegende Emotion ist eine ganz andere, weil der Auslöser (der bööööse Mann) mit clicks und Keksen verknüpft wurde.

    Nachzulesen bei dem guten alten herrn Pavlov vor fast hundert Jahren. Peinlich aber war, das das an Hundetrainern immer noch größtenteils vorbei geht.


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    Wenn ich da unsicher wäre, dann würde ich zu einem Trainer gehen, oder mir einen kommen lassen.

    Liebe Grüße

    Steffi

    Ja, das würde ich auch. Das Problem ist, einen zu finden, der Verhaltenstechnisch nicht mehr im Mittelalter und da womöglich mit Bestrafung ran geht.

    Mein Hund hat ein Loch in der Nase, verpasst bekommen von einem JRT, der für Knurren bestraft wurde. Der hat nicht gedroht, nicht geknurrt, mein Hund hat keine Wahrnung gesehen, und bums hing das Vieh an seiner Nase und hat auch noch geschüttelt.
    Den JRT (ein regelmäßiger Gasthund) einige zeit nur mit Maulkorb zu anderen Hunden gelassen, und "näher kommen von anderen Hunden" geclickert - da ich die anderen Hunde nicht unter Kontrolle hatte, weil deren Halter ihre netten Tierchen ja nicht zurückrufen könne, weil die ja "nix tun", sind die netten Tierchen gelegentlich viel zu dicht rangekommen, nach Meinung des JRTs - und DANN ging beißen nicht und dann hat JRT gebellt und geknurrt, das haben sowohl ich (mit Clicks und Keksen) als auch die anderen Hunde bestärkt (mit ausweichen/weggehen) und schon habe ich einen JRT, der knurrt juchuuu und nicht mehr gleich reinbeißt und schüttelt...
    Der Gute Hund bekommt Fressen bei mir nur, wenn andere Hunde in seiner Nähe sind - die besten Sachen natürlich, wenns nicht knurrt. Aber glaub mir, ich bin extrem glücklich, wenn dieses kleine Terrorstück knurrt. Dann können andere Hunde nämlich rechtzeitig entsprechend reagieren...

    Ich hab derzeit einen jagdlich sehr interessierten Setter-DL-mix bei mir in Pflege. Der hat mir in Bezug auf Rückruf-, AJ- und Schleppleinen-Training so einiges beigebracht.
    Ich kann bei ihm inzwischen an kleinstens Vränderung an der Körperhaltung sehen, wenn er anfängt darüber nachzudenken, ob es vielleicht in 300 metern entfernung jagdlich interessanter werden könnte. An der Stelle habe ich dann verschiedene Möglichkeiten.
    a.) ich nehm die bis dahin schleifende Schleppe in die Hand, und lass ihn ansonsten "in Ruhe" - Sprich,ich lass ihn schnupper, innerhalb des Leinenradius umhersausen, etc.. Damit er nicht lernt, das die LEINE die Begrenzung ist, sondern meine Signale verwende ich ein "Ende"-Signal, das ich gebe, bevor er in drei-vier Sekunden das Ende der Schleppe erreicht haben wird. Abstoppen oder zurückkommen und oder Warten wird angelickt und entweder mit Leckerchen oder mit weiterlaufen dürfen bestärkt. Das gleiche Signal gibts dann auch an schleifender Schleppe und ohne Leine (ja, ich hab ihn auch schon ohne Leine laufen lassen...)
    b.) ich lass die Leine weiter schleppen, beschäftige ihn aber mehr - rufe ihn öfter ran, mache kleine Mini-Clickersessions, übe Sitz auf Distanz, Bestärke heftigst, wenn er sich selber zu mir umorientiert und clicke alles, was er an "aufmerksamkeit" mir gegenüber anzeigt, auch wenn manchmal nur ein Ohrzucken geht.

    Welches ich davon mache, hängt von der Stärke der Ablenkung ab. Auf freien Strecken - weite Felder große Wiesen, z.B. hat er einen wahnsinssrückruf (aud Pfiff) da kann ich ihn auch wenn er im Stöbermodus ist, trotzdem gut abpfeifen - sogar von flüchtenden Katzen. In Gebieten mit Unterholz muß ich ihn entweder mit Signalen in sehr kleinem Radius bei mir und auf dem Weg halten oder die Schleppe in die Hand nehmen, denn sonst verschwindet er im Gebüsch, und man hört es sehr lange nur mehr oder weniger laut rascheln...

    Was ich damit sagen will: Achte Auf die Körpersprache: die sagt Dir, was Dein Hund denkt und vorhat. Dazu muß man natürlich erst mal ein wenig beobachten, und damit das nicht in die Hose geht, muß sie erst mal wieder an die Schleppe.
    Dann würde ich mit Radiussignalen arbeiten (wie dem eben beschriebenen "Ende").

    Das mit dem Futter mitnehmen ist eine sehr gute Idee, ich mach das auch so, aber man muß sich nicht darauf als Bestärker beschränken, gerade bei kleinen Jagdschweinchen kann trainieren, dass sie einem Fährten Anzeigen, die sie dann als Belohnung kontrolliert an der Leine einige Meter ausarbeiten dürfen. Wir hatten hier vor einiger Zeit einen tollen Fred über Belohnungen nach dem Premack Prinzip, da sind einige tolle Bestärkermöglichkeiten drinn.

    Und schließlich: bring ihr unterwegs Sachen bei, irgendwas, es ist eigentlich egal was. Nur muß es eben lohneswert für sie sein.
    Das bringt mehrere Benifits: Sie strengt ihren Kopf an, aber nicht im Jagdmodus. Du kannst an ihren Reaktionen (oder nicht-Reakionen) sehen, wie stark sie von der umwelt abgelenkt ist - ist die umweltablenkung zu stark, muß die Leine in die Hand.
    Bei der gelegenheit, kannst Du gleich auf die körpersprache achten: wie sieht sie aus, wenn einfachste Signale nicht mehr ausgeführt werden können. Wie hält sie den Oberkörper, was machen die Ohren, wie sehen die Augen aus, wo ist der Schwanz und was macht der. Da das bei jedem hund im Jagdfieber anders aussehen kann, hilft es nichts, wenn ich dir beschreibe, wie der Sausesetter aussieht, da mußt Du selber lesen lernen... Der Setter interessiert sich übriegens ausserhalb des Hauses auch gar null für andere Hunde! Eine Katze wäre interessanter, aber die sind da ehr unkooperativ, unerklärlicherweise :D