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Mein Hund zieht ständig an der Leine (egal welche 1m, 5m oder 10m) obwohl ich mich seit 1 Monat an Martin Rütters Tip gehalten habe, immer die Richtung zu ändern sobald der Hund vor mich läuft...
Das Ergebnis ist, dass wir ständig nur im Kreis laufen und nicht vom Fleck kommen.
Wenn die Methode seit einem Monat keine Verbesserung bring, ist sie nicht die richtige.
Es gibt ziemlich viele verschiedene Methoden, "lockere Leine" zu lehren, und viele davon kann man kombinieren oder abweseln.
Das allerwichtigste für "lockere Leine" ist Aufmerksamkeit - wenn der Hund Dir keine Aufmerksamkeit gibt, kann es nichts werden.
Fang also mit Aufmerksamkeitsübungen an.
Ich fange da so an:
1. Namensspiel/Level 1:
Namen des Hundes sagen, Leckerchen geben (egal was der Hund macht), mehrfach wiederholen, mehrmals am Tag und an vielen verschiedenen Orten "Üben" ;D
Level 2 - mit Clicker
Namen des Hunde sagen, wenn er Dich ansieht, clicken, Belohnung geben
2. Blickkontakt "einfangen":
In allen möglichen Situationen (besonders draussen) freiwilligen Blickkontakt clickern.
3. Blickkontakt Formen:
nachdem die Häufigkeit des Blickkontakts durch das Einfangen erhöht wurde, zögert man sekundenbruchteilweise die Länge des Blickkontaktes heraus, damit der Blickkontakt länger gehalten wird.
4. Radiustraining im Freilauf (falls das nicht geht, an der Schleppleine:
Stell Dir vor, Du hast einen Kreis um dich herum, mit einem Durchmesser von, sagen wir 2-3 Metern. Wenn der Hund in diesem Kreis ist, auch wenn das ehr zufällig ist, clickst Du das an. Das Leckerchen wirfst Du nach HINTEN (nimm ein, das richtig schnell kullert), denn dann muß sie auf dem Rückweg nach vorne wieder an dir vorbei laufen (und dabei durch den Kreis) - Click, Leckerchen nach hinten werfen. Wiederhol das so oft es geht - und achte auf folgendes: Bremst der Hund sich irgendwann selber aus, wenn er an Dir vorbeiläuft? Click, JACKPOT!! Wichtig ist, dass Du wirklich häufig bestärkst, je öfter desto schneller wird der Hund das gewünschte Verhalten verstehen "Gehe in der Nähe Deines Menschen".
Nach und nach kannst Du je nach bedarf den "heißen" Radius dezimieren, sprich, es wird nur noch belohnt, wenn der Hund in einem 2.50 m Radius ist/bleibt, dann in einem 2.00 Meter, 1.50 Meter...
Wenn Du da ein alterstaugliches "Bei Fuß" draus bauen willst, gibst Du von Anfang an gelegentlich (nicht immer, sonst wird es dem Flitzer schnell zu langweilig) genau in der Fußposition (einfach mit dem Leckerchen in die richtige position locken.
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Dann flippt mein Hund immer noch total aus, wenn uns jemand entgegen kommt. Egal ob Auto, Traktor, Pferd, Mensch, Hund... er will immer sofort hin und alle bespringen und begrüßen. Ich kann nur noch mit Schlepp gehen, aber auch das nützt nichts, weil mein Hund dann wie wild zieht, 2 meter hoch springt und sich wie ein Erdbeben aufführt.
Ich weiß nicht wie ich ihn beruhigen kann. Sogar mit Putenfleisch oder Käse ist er kaum noch ansprechbar.
oh, sowas hab ich auch zu Hause, in zweifacher Ausfertigung ;D
Mit den beiden spiele ich "Wo ist XY?"-Spiele (gib das in die Suchfunktion ein, ich hab das letzte Woche mehrfach beschrieben) - XY steht dabei für eine "Kategorie" von Dingen, die der Hund aufregend findet - z.B. "wo ist der Hund?", "Wo ist der Mann?", "Wo ist das Auto?"
Wenn er so ein toller Horizontal-Bungee-Springer ist, bau auch einen angekündigten Geschirrgriff auf (Suchfunktion). Das senkrechte Abheben kannst Du ganz gut verhindern, wenn Du so auf die Leine trittst, dass diese noch lang genug zum graden stehen, aber nicht zum hochspringen ist. In der Position kann man dann toll "Wo ist XY?" spielen.
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WEil ich nun das Gefühl habe, gar nichts auf die Reihe zu kriegen, werde ich soooo wütend auf mich, auf meinen Hund... hab ihn heute zum ersten Mal total angebrüllt. Das hat ihn total beeindruckt - aber ich will mit meinem Hund nicht brüllen.
Ach, das ist bestimmt auch schon jedem mal passiert, aber Du hast recht, es hilft nicht nachhaltig. Versuch am besten gar nichts zu sagen, - ausser natürlich du spielst "Wo ist XY?" - obwohl das auch ohne reden geht.
Versuch ruhig, sanft, recht leise und mit relativ tiever Stimme zu sprechen - nicht böse! Man ist überrascht, wie viel aufmerksamer sie werden, je genauer sie hinhören müssen 
Das schwierigste bei der Sache ist, dass man sich wirklich ganz auf seinen Hund konzentriert, und sich nicht mit den "betroffenen" Passanten, oder wem auch immer unterhalten oder gr rumstreiten kann. Wenn Du antworten MUSST, warum auch immer sprich in der gleichen tiefergelegten Säuselstimme in Richtung Hund, damit der mit seiner aufmerksamkeit bei Dir bleiben kann, und nicht abdriftet.
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Wir sind in einer super guten Hundeschule (jedenfalls haben unsere Trainer 6 sehr gehorsame, glücklich wirkende Hunde), wenn wir dort sind klappt alles soweit sehr gut.
Aber zu Hause ist es eine Kathastrophe.
Ohne Ablenkung ist er folgsam, aber wehe es kommt jemand. Dann brennen bei ihm alle Kabel durch.
Ich habe Angst, dass ich das niee niee niee in den Griff kriege und mich alle für einen unfähigen, dummen HH halten.
Das die Hunde gut erzogen sind, ist schon mal fein. Aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, es gibt Hunde, die ganz leicht zu erziehen sind, und andere an denen man sich schon ganz schön die Zähne ausbeissen kann - und man kann beim "ergebnis" nicht immer sehen, wie viel Erfahrung, Können etc. tatsächlich hinter der Sache stecken - damit wollte ich KEIN Urteil über die Trainer abgeben
- ich kenne die schließlich nicht!
Doch, das bekommst Du in den Griff. Der Anfang ist gelegt, nur hast Du einige Zwischenschritte übersprungen - die müssen jetzt eben nachgeholt werden, aber mit den richtign mitteln bekommst Du das in den Griff!!