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Hallo,
wir haben eine ganze Reihe Probleme mit unsrer Hündin. Wir haben sie über eine Tierschutzorganisation aus Spanien bekommen. Sie ist aber schon im Dezember zu einer Pflegefamile nach Deutschland gekommen und gekriegt haben wir sie Anfang Mai, sie ist also erst seit 3 Wochen bei uns. Vielleicht kommt es einigen ziemlich blöd vor das man so früh schon sagt "oh wir haben probleme" aber nunja.
Es gibt doch keinen besseren Zeitpunkt, die Probleme gleich in der Entstehung mit einem kompetenten Trainer (ich würde übringes Diana Timmermann / http://www.die-briards.de empfehlen - ist eine Ecke zu fahren, aber es ist jeder gefahrene KM wert) in Angriff zu nehmen - bevor sie sich verfestigt haben.
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Von der Pflegefamilie wurde uns gesagt, das unsre Hündin mindestens 2 Stunden allein bleiben kann. Bei uns schafft sie es nicht mal 2 Minuten. Wir gehen aus der Tür raus, Tür zu, Hund bellt. Sie steigert sich dann anscheinend sehr rein, weil man hört ihr Bellen bis ganz unten (wir wohnen im 3ten Stock). Nach einem Telefonat mit der Vermittlungsfrau kam nur ein "ja, das wusstet ihr ja aber, die Pflegefamilie hatte da auch Probeleme mit, da klappte das erst als sie in einen Käfig gesperrt wurde"
Hunde sind schlechte Generalisierer. Da muß man damit rechnen, dass das in einer neuen Umgebung mit neuen Bezugspersonen erstmal wieder gar nicht klappt. Doppelt damit rechnen muß man wohl, weil sie ja wieder ganz "entwurzelt" wurde. Das braucht eben seine Zeit.
Zu der Sache mit "dem Käfig" - meine beiden Pflegehunde haben auch beide eine Box - und sie haben diese Box mit Entspannung, Kraulen, und Kauspielzeug verknüpft, deshalb können beide tatsächlich besser in einer Box alleine bleiben. Aber das kommt natürlich erstens nicht von alleine, und zweitens ist bei echter Trennungsangst eine Box kontraprukuktiv, weil darin die Panik noch vie größer ist.
Ansonsten würde ich das einfach mit einer Box mal testen.
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Dann haben wir noch das Problem: sie bleibt nicht allein bei meinem Freund. Wenn ich aus der Tür gehe, dann ist riesen Theater. Sie ist nicht mehr ansprechbar, guckt nur noch zur Tür und jault und jammert. Dieses Wochenende war es ganz schlimm, ich war unterwegs und sie hat eine ganze Stunde lang gejammert, gefiept, ist ständig zur Haustür gelaufen und ließ sich nicht mal durch streicheln beruhigen. Wir denken das es daran liegt das ich im Moment 24std praktisch für sie da bin, mein Freund muss nämlich die Woche über zur Uni.
Natürlich bist Du dann die Hauptbezugsperson. läßt es sich denn so einrichten, dass Du sie erstmal nicht alleine läßt, bzw. es gezielt übst, dass sie auch mit deinem Freund alleine bleiben kann (Sekundenweise starten)?
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Nunja, unsere Probleme sind die "Alleinbleib"-Probleme. Wir wissen nicht ob man das hinkriegt in dem man mit einem Hundetrainer Einzeltrainingsstunden zuHause macht. Wir haben zudem auch noch Zeitdruck, ab August muss ich zur Ausbildung, was sollen wir machen wenn der Hund das bis dahin nicht schafft? Auch wenn sie das doof anhört, die ganze Sache wird natürlich auch nicht grade günstig. Wir wollen sie aber eigentlich auch ungerne zurückgeben, auch wenn die Pflegefamilie meinte sie würden sie zurücknehmen.
Immer ruhig mit den jungen Pferden. Das bekommt ihr schon hin. Ich weiß es klingt doof, und in der Umsetzung ist es bestimmt noch schwieriger, aber je weniger Druck ihr Euch selber macht, desto schneller wird sie das wahrscheinlich lernen.
Diana (siehe oben) kann Euch dabei helfen, dass sie lernt, dass "Alleine sein" = Entspannung bedeutet, wenn man es kleinteilig und mit der richtigen Technik aufbaut.
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So, ziemlich viel Text, aber ich musste mich mal ausschreiben
Vllt kann mir jemand nen Ratschlag geben? Würde mich sehr freuen...
Nathalie
Sie muß erstmal verstehen, dass Sie bei Euch jetzt bleibt - das kann manchmal schnell gehen und manchmal eben auch nicht.