Beiträge von Shoppy

    Die Antwort verstehe ich nicht, icch bin mir ziehmlich sicher, dass ich schwerer bin, als ein oller Autoreifen...

    Und genau, es geht darum, dass der Hund ruhig und gleichmäßig anzieht, aber nicht wie ein bekloppter reinspringt - das geht nämlich übelst auf dessen Knochen, Gelenke, Bänder...

    Das kann ich doch, wenn ich die Leine in der Hand/am Körper habe viel besser gewährleisten, als mit einem Reifen, der bei abgehendem Hund wie Flummi unkontrolliert hinterher hoppelt (wenn man das nicht mit Hilfsperson kontrolliert...)

    Jau, so sehe ich das auch. Man kann sich ja trotzdem weiterhin für den TS einsetzen.

    Viele engagieren sich ja im TS, weil sie mit Tieren gut klar kommen - aber nicht unbedingt mit Menschen. Das ist sogar nachzuvollziehen, wenn man sich nur ansieht, was Menschen in der Lage sind, Tieren anzutun. Aber wenn man mit dem Menschen als immerwährendes Feindbild an die Sache herangeht, gibts nur eine Alternative: man muß alle Tiere selber retten und behalten. Leider gibt es solche Extreme - zum glück ist es nicht die Regel.

    Vielleicht ist es auch ein Problem der Masse - also der Masse an Tieren, für die man zu Sorgen hat.
    Ich bin derzeit "erst" bei Pflegehund 4 und 5.
    Bei allen gab es nur 2-4 Interessenten, die bis zu mir "durchgedrungen" sind - keine Ahnung welche schon beim Telefonieren/mailen mit der zuständigen Orga-Dame "aussortiert" wurden.
    Und bei jedem Hund war mir jeweils sofort klar, wer genau passt - wobei sich zwei da ziemlich geziert haben, zunächst :)
    Was interessanter Weise jeweils nicht am Hund lag, sondern an äußeren Umständen (einmal mußte noch Mieter gefragt werden, und sie war fest davon überzeugt, dass der Nein sagt, das andere Mal mußte noch die Vorkontrolle überstanden werden, und weil man in Mietwohnung, 2 Stock wohnt, haben sie sich da ziemliche Sorgen gemacht. [und das ist eine der falschen Fragen =) ])

    Bemerkung, ich antworte hier gleich auf den ersten Beitrag, ohne den rest gelesen zu haben, falls ich also was frage, was schon beantwortet wurde, sorry ;)

    Hast Du sie beim TA durchchecken lassen? Bei der Beschreibung klingelt bei mir die Schilddrüsenalarmglocke...


    ich finde nicht, dass sie unberechenbar ist - wenn du das aus einer anderen Perspektive betrachtest.

    Ich denke, sie hat (immer noch) Grundesätzlich Probleme mit den Dingen, von denen Du oben geschrieben hast, dass sie da angst vor hat (männer, Fahrräder, Jogger).
    Manchmal kann sie solche Situationen händeln, manchmal nicht.
    Stell Dir "Reagieren auf Radfahrer" wie einen Eisberg vor - Du kannst nur die Spitze sehen - das, was als Verhalten über die Wasseroberfläche vordringt. Unter der Wasseroberfläche ist aber der größte Teil des Berges, den der Hund sozusagen die ganze Zeit mitschleppt.

    Eine andere Sache, die dabei zu beachten gilt: Auslösereize addieren sich und zehren an der Ressource "Impulskontrolle". Wenn ihr vielleicht mehrere Begenungen habt, mit Sachen, die früher jede für sich ein Ausraster zur Folge hatten (und so jedesmal als Eisberspitze aus dem Wasser ragten), stapeln sich quasi aufeinander, und wenn dann der 4 Fahrradfahrer um die Ecke biegt, läuft das Fass eben über. Es müssen übrigens dann nicht ausschließlich Fahrradfahrer sein - alle Stressoren lagern sich übereinander ab, und dann kommt eine nervige Biene lang gesummt und PENG explodiert der hund "unberechenbarer" Weise.


    Betrachte jeden Fahrradfahrer, jeden Jogger, jeden Mann und alles was sie sonst noch jemals unheimlich fand, als Trainingsgelegenheit. Die mußt Du immer wieder "beackern" und mit guten Dingen verknüpfen. Sprich, belohn sie für jeden einzelen Jogger/Mann/Radfahrer/Wasauchimmer, an dem sie gesittet vorbei gehen kann (oder ruhig sitzen, oder welches angemessene Verhalten auch immer sie zeigen kann).
    Damit reduzierst du sozusagen die "Schichtdicke" der einzelenen Angstauslöser, und es können sich immer mehr davon "aufeinanderstapel", ohne dass sie "über die Wasseroberfläche geschossen kommen".
    Wenn Du nicht konstant daran arbeitest, sammeln sich die Sedimente, sozusagen, und irgendwan wunderst Du Dich , dass sie Dir "wegen eines Joggers" in die Leine brezelt - es ist nicht nur der eine Jogger - es sind die 14 Jogger und 5 Fahrräder und 7 schreiende Kinder und der eine komische, humplende nach alk stinkende Mann mit dem Regenhut und dem krummen, gefährlichen Krückstock, die ihr davor getroffen habt - alle zusammengenommen.



    Ja, du mußt dauerhaft daran arbeiten. Das ist einfach keine Sache, die man in x Wochen "erledigt" hat, und dann ist es für immer und ewig gut.
    Pass übrigens auf, dass Du das Verhalten nicht einfach hemmst (die üblichen Abbruchsignalmethoden) - denn das funktioniert nur solange, wie die Hemmwirkung größer ist, als die Angst. Und das ist verdammt schwierig aufrecht zu erhalten, wenn man sich klar macht, dass sich diese Auslösereize eben addieren. Irgendwann ist das Hochwasser höher als der Deich... So einen Deich kannst Du nicht beliebig hoch bauen - org dafür, dass der Wasserzulauf geringer wird = Gegenkonditionierung und systematische Desensibilisierung.
    Je weniger Du in "unberehenbaren Situationen" denkst - und statt dessen einfach jeden Auslösereiz immer "beabeitest", desto weniger Wasser tritt über die Ufer, sozusagen...

    Ganz kurz OT zum clickern:
    der Click ist nicht die Belohnung, der Click ist nur die Information "Wegen dieses Verhaltens bekommst Du gleich die Belohnung" (wie auch immer die dann aussehen mag).


    zum Reifen, als "Lernmittel"
    Als ich mit ZHS angefangen habe, haben wir so gestartet, und ich fand das logisch und in Ordnung so.
    Es gibt meiner Meinung nach auch nicht wirklich dramatische Gründe, die dagegensprechen, so zu beginnen, ausser ;)

    Man muß halt einen Reifen mit dahin schleppen, wo man trainieren will.
    Das ist ein Trainingshilfsmittel, das sich wirklich sehr einfach weglassen läßt, weil man alles was man braucht eh dabei hat = Geschirr, Leine, Gewicht (sich selber), wozu also noch den Reifen.
    Das einzige, was man beim "Ich lasse meinen Hund mich selber ziehen" (also Canicross, quasi) nicht hat, ist das Rollgeräusch eines Gefährts, da aber ein gezogener Reifen wieder ganz anders klingt als ein rollendes Fahrrad/Roller/Trike/Sacco ist das nicht mal dafür ein Argument, einen Reifen zu benutzen.

    Ich hab den Crispel letztes Jahr allerdings einen Reifen von einer Gras-Silagemiete zu mir nach Hause abschleppen lassen. Den Reifen brauch ich fürs Free Shapen, und zum tragen war er mir zu dreckig. Praktisch, son Zughund ;)

    Nicole Wilde:
    http://blogs.denverpost.com/fetch/2010/05/…entle-approach/


    Kathy Sdao, animal trainer and faculty member for the “Clicker Expos,” discusses her approach to dog training on the “My Doggie Says…” radio talk show. http://mydoggiesays.com/blog/?p=1877
    Vier minuten vorspulen ;D


    Fortsetzung der "Verbeugung"
    http://trickponies.wordpress.com/2010/06/05/capturing-lay-down/


    http://www.examiner.com/x-7431-Clicker…orld-Cup-Finals
    Clickertraining im Hochleistungssport, na sowas... Das geht doch nur für Tricks :hust:

    Wer sich mit Tieren (beruflich erst recht, aber auch ehrenamtlich) hat "Holschuld", sprich, er hat sich gefälligst schlau zu machen. Viele tun das, noch mehr tun es nicht und bringen damit den ganzen Tierschutz in Verruf, wie dieser Thread ja deutlich zeigt.

    Ausserdem sind Tierheime/TS-Orgas genaugenommen Dienstleister.
    Wenn man dann also schon ausgewiesene Besuchszeiten hat, dann hat man in dieser Zeit eben nix anderes zu leisten, als den anwesenden Interessenten Rede und Antwort zu stehen.
    Wenn ich einen Kunden da habe, kann ich auch nicht auf "hab gerade mit meinen schweißfüßen zu tun" plädieren, das ist den Kunden nämlisch schei++egal.

    Potentielle "Hundeadoptierer" machen ja nicht nur einen Platz für einen weiteren Hund frei - sie sind laufende Werbebanner - die Botschaft hängt allerdings von der gemachten Erfahrung ab, und kann mitunter offenbar tierisch (pun intended) nach hinten losgehen. Sie sind ausserdem potentielle Mitglieder des Tierschutzvereins, trotz übernommenem Hund Gassigänger/Pflegefamilie, und damit Trainer für weitere TH/TS Hunde.

    "Abgeblitzte" aber uninformierte Interessenten landen dann eben doch nicht selten bei Hundevermehrern, werden da ebensowenig informiert, mit dem nicht seltenen Ergebnis, dass der "Billig" gekaufte Hund auch wieder im TS landet.

    Das alles müßte ja nicht sein, wenn es auch in der Branche zur Regel würde, dass man sich weiterbildet.


    Ja, ich weiß, es gibt tolle Gegenbeispiele - ich arbeite ja selber mit zweien zusammen...