ich nehm nochmal das Lernen-durch-zuschauen Beispiel
klar gibts das.
Der Hund von meiner Schwester hat sich jetzt schon mehrere Sachen von meiner Schwester abgeguckt, einschließlich Hände (= Vorderpfoten) auf Skateboard stellen und Schubladen an einem Küchenschrank öffnen
nun kann sich Fröilein immer fein selber mit Futter bedienen.
Alle Tiere machen - mehr oder weniger oft irgendwas ihren Mitlebewesen nach - gerade Gestern habe ich gelernt, dass Mungos offenbar eine "Kultur" haben, bei der der Nachwuchs bestimmte Vorlieben übernimmt, wie man Eier knackt (Reinbeißen Vs gegen einen Stein hauen). Cool.
Wenn man genauer schaut, wird man soetwas, da bin ich mir ziemlich sicher, bei allen möglichen Tierarten finden.
Ob das Verhalten wiederholt wird, wird doch aber davon abhängen, Ob das Verhalten für das Tier irgendeine (und die Betonung liegt wirklich auf IRGENDEINE) Bestärkung birgt. Kann ja sein, dass es nicht mit Absicht vom Trainer bestärkt wird. Und sogar, wenn vom Trainer mit Absicht "bestraft" wird, bleibt manches Verhalten tatsächlich erhalten. Siehe das leidige Thema Anspringen. 70 Prozent, wenn nicht mehr, der Tipps, die man dazu erhält, beziehen sich direkt darauf, das Verhalten "wegzubestrafen" und trotzdem springen Hunde an...
Indem Fall hat das Verhalten eine Funktion und ist daher selbstbestärkend.
Vielleicht ist es in dem Fall von Murmelchen einfach "Spiel" und macht damit Spaß, oder hat jedenfalls Spaß gemacht (macht sie es noch, und falls nicht mehr, wieso wolltest Du es nicht?)
Denn Spiel dürfte es Streng genommen nicht geben, denn angeblich "kostet" es mehr, als es einbringt. Warum spielen Tiere als?
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