Fussel, das ist doch egal wer angepfiffen wird, Hunde beziehen das immer auf sich...
Beiträge von Shoppy
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Das ist einer meiner Pflegehunde - Der Beschreibungstext stammt NICHT von mir!
http://www.dobermann-nothilfe.de/index.php?opti…=2384&Itemid=41Wie ich mit ihm arbeite, habe ich schon in mehreren Freds beschrieben, ich wiederhole es gerne auf Wunsch eines einzelnen Users nochmal detailiert.
Warnung: es ist kein Kochrezept, dass nach dem Motto dann mußt du nur den Nippel durch die Lasche ziehn, und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben drehen, dann erscheint sofort ein Pfeil und da drücken Sie dann drauf, und schon.... und so weiter.
So funktioniert Training eben einfach nicht.Nero, den ich hier in Ghandi umgetauft habe, weil ich keinen römischen Kaier im Haus haben kann, der seine Stadt abgefackelt hat
, kann es ziemlich schlecht ertragen, wenn Fahrradfahrer auf ihn zu fahren. Das äußert sich so, dass er wie ein Bekloppter in die Leine springt, und dann wie ein unlenkbarer Lenkdrachen daran umherknallt. Währenddessen schreit er sich heiser, und tatsächlich ist er in diesem Zustand nicht mehr ansprechbar. Da ich hier von Fahrradwegen "umzingelt" bin, habe ich verschiedenste Trainingsgelegenheiten, die ich auch noch wundervoll danach variieren kann, in welcher Distanz die Fahrräder (im weiteren FR genannt) vorbeifahren.
Also stell ich mich dort auf, und warte darauf, dass die FRs auftauchen. Wenn er sie entdeckt, fange ich mit dem "Wo ist das FR"-Spiel an. Sprich, ich clicke "Hundenase bewegt sich Richtung FR", durch den Click orientiert er sich um, Keks. Ich sage "Wo ist das FR?" während die Nase wieder Richtung FR schwenkt, click, umorientierung Keks.
Mit anderen Worten: Sekundärer Bestärker für "Augen suchen FR", Primärer Bestärker für "zum Menschen umwenden".
Das ganze wiederhole ich so schnell es geht hintereinander, solange ihn das FR intressiert... Das gibt locker 20 - 30 Widerholungen in der Minute...Anfangs war die Ablenkung durch FRs so groß, auch auf große Distanz, dass ich ihm das Futter (sehr sehr SEHR hochwertig) vor die Nase halten mußte, nach dem Click. Nach und nach hab ich es immer weiter seitlich gehalten, sodass das Umorientieren zustande kam.
Inzwischen sind wir so weit, dass er ab einer bestimmten Distanz nicht mehr an den FRs interessiert ist, und schnüffelt, oder mit mir an Übungen oder neuen Tricks arbeiten kann.Heute waren wir auf dem Weserradweg unterwegs - an der Stelle verläuft er auf einem Deich und man kann FRs aus beiden Richtungen aus weiter Entfernung heranfahren sehen - allerdings muß man, um dort hinzugelangen auf dem Radweg gehen, und der ist dort etwas kurvig und schlecht einzusehen, d.h. wenn dann ein FR kommt, ist der ziemlich dicht dran, plötzlich. Dazu später.
Ich hab mich also mit Ghandi auf die Wiese neben dem RW (Abstand viellecht 3 Meter) gesetzt und als hätte ich sie bestellt, fuhren in unregelmäßigen Abständen FRs an uns vorbei. Anfangs hat er aufgeregt geguckt, ist um mich rum geturnt. Irgendwann hat er gemerkt, dass man das Spiel auch im Sitzen spielen kann. Zuletzt hat er gelegen, Kopf auf meinem Knie. Mit Aufforderungsstubsen, wenn er ein FR entdeckte.
Viel aufgeregter hat er auf ein Boot reagiert, dass die Weser herunter gefahren kam, und diese kleinen grünlichen Vögel, die wollte er auch gerne aus der Luft fangen
Greifvögel wurden interessanter Weise ignoriert...
Ich hatte keinerlei Ansprüche an das Verhalten vom Ghandi, ausser dass er halt dableiben mußte - und da er an der Leine war, konnte er da keinen Fehler machen. Am Ende dieser Trainingssession hatte ich ein Zwischenziel erreicht: Enspannung, auch wenn FRs in 3m Entfernung an uns vorbei fahren. Zwischen den FRs hat er angefangen, Tricks anzubieten, an denen wir zu Hause gearbeitet hatten.
Das ist ein Riesenfortschritt, weil er sich, als er kam (Anfang Mai diesen Jahres) immer höher gespuhlt hat, und dann die Landschaft nach weiteren Reizen abgescannt hat, an denen er sich dann entladen hat, ich sage nur kaputter Lenkdrachen mit heiseren Brüll-Jodlern...Auf dem Hin und Rückweg zum Auto mußte wir, wie gesagt, direkt auf dem Radweg gehen. Natürlich sind da auch RF an uns vorbei gefahren.
Auch da habe ich "Wo ist das FR?" gespielt, und habe mich nur auf die Leine gestellt (Länge so, dass er normal stehen/sitzen kann), sodass er einfach nur nicht abheben konnte, und ich beide Hände frei hatte, um zu clicken, Leckerchen zu reichen und notfalls noch ins Geschirr zu greifen. Er hat (mit einer Ausnahme, als zwei RennRFs sehr schnell um die Ecke kamen, die ich nicht einsehen konnte und die ich auch nicht gehört hatte, und wo ich deshalb mit der Vorbeireitung nicht ganz fertig war - da ist er in die Leine gesprungen, auf der ich zum Glück schon drauf stand) ruhig gestanden oder gesessen, hat mir angezeigt, wo die bösen FRs sind und sich dann umgedreht, um seine Belohnung anzunehmen. Auf diese Distanz kann er noch nicht an lockerer Leine gehen, was ansonsten keinerlei Problem darstellt (ich nehme ihn teilweise als Demohund zu Trainings mit).Am Geilsten fand ich heute die FRF: Bemerkung von etwa jedem Dritten: "der macht das aber fein!" Joa, find ich auch!!!
Was ich in solchen Situationen nicht mache: Irgendwelche Befehle erteilen. Ich weiß, er kann sie wahrscheinlich eh nicht umsetzen. Aber ich bekomme dennoch stehen, sitzen liegen, indem ich es shape. Anforderungen stelle ich je nach Ablenkung.
An lockerer Leine gehen bei FR-Sichtung auf kurze Distanz ist derzeit noch eine zu hohe Anforderung, weshalb ich das einfach gar nicht erst versuche.
Aber ich werde auch dieses Verhalten bekommen. Wann? Keine Ahnung! Nach wie vielen Wiederholungen? Kann ich nicht beantworten, diese Frage. Ich trainiere ziemlich oportunistisch, sprich, wenn ich zufällig einen FR auf den Spaziergängen treffe. Gezielte Sessions wie diese hatten wir erst eine weitere, und wir arbeiten "nebenher" an anderen Reizen, auf die er ebenso reagiert. (Vögel, Motorräder, Menschen, Hunde, Kühe, Schafe, Ziegen....). Es dauert so lange, wie es dauert, es wird Rückschläge geben, Shoppy wird Trainingsfehler machen, Ghandi wird schlechte Tage haben, wo nichts klappen wird. Na, und!Das ist alles kein Grund für mich, zu aversiven Methoden zu greifen, weil die einfach nicht den gewünschten Effekt haben.
Ich will keinen Hund, der entspannt aussieht, um Donnerwetter von oben zu vermeiden. Ich will, dass der Hund entspannt ist, weil er eben dieses Gefühl mit dem Anblick von FR verknüpft hat. -
So, damit ihr Euch heute nicht langweilt

"Menschen sind die einzigen Tiere, die andere Tiere als "Haus"Tiere halten!" wirklich? Wissenschaft is so cool...
Are Humans The Only Animals That Keep Pets? | Psychology Today http://ow.ly/20N7shttp://www.arkanimals.com/2010/06/19/arm…ey-network-own/
Neues von den afrikanischen Wildhunden:
Star Pack Den Found – Zimbabwe Wild Dogs http://ow.ly/20NxK
Maera Pack Puppies out – Zimbabwe Wild Dogs http://ow.ly/20ONWLangzeitstudie: Tee- und Kaffeetrinker werden seltener herzkrank - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft http://ow.ly/20Nzy
Magsch trotzdem immer noch keinen Tee...Compassionate squirrels and good people helping oiled and other wildlife | Psychology Today http://ow.ly/20NCI Marc Bekoff
When Did Man & Dog First Form Their Partnership? http://ow.ly/20NEb
Wann hat Coppinger "Dogs" geschrieben? Hinkt was nach, der Herr FranklinGo with the flow « Smartdogs' Weblog http://ow.ly/20NHa
“being completely involved in an activity for its own sake. The ego falls away. Time flies. Every action, movement, and thought follows inevitably from the previous one, like playing jazz. Your whole being is involved, and you’re using your skills to the utmost.”
Ich hab "Flow" oft beim Hundetraining - deshalb bin ich süchtig *zwinker*Patricia McConnell
http://www.theotherendoftheleash.com/toy-story-with-a-twistNagging: 0, Patience: 1 « Sarah in Dogland http://ow.ly/20ORD
Shaping wins, easily
nettes vom Welliblog:
Wir ziehen in den neuen Käfig - Wellensittich-Blog von welli.net http://ow.ly/20OIpFive YouTube Pages We Love « Dog Training http://ow.ly/20OOH
zu geil:http://www.youtube.com/user/flybybutt…1/2/ejWQzMz0FG8YouTube - Kanal von LeslieMcDevitt http://ow.ly/20OUQ
Spannenden Sonntag

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Aber dann ist das doch nicht relevant!
Andere Hunde haben wir doch NIE unter Kontrolle...Mir ist das übringens auch schon passiert, und ich hatte den anderen hund gar nicht gesehen (bekannter Pöbler, wurde von der Leine gelassen, obwohl meiner deutlich sichtbar auf der Wiese stand (ich konnte wie gesagt den anderen Hund nicht sehen, habe nur bemerkt, dass Crispel auf etwas aufmerlsam wurde. Also zurück gepfiffen und bumms, hat der andere ihn auf halber strecke abgefangen. Der dazugehörige Mensch fing dann soverän an, mit der Leine ins Geschehen zu schlagen :zensur: ....
Dummheit auf Beinen...
Noch so einen vorfall und es hagelt ne Anzeige :/ -
nä, ich dussel,
ich habs immer noch nicht richtig gelesen

Aber dazu nur folgendes: ich hab hier zwei komplett "ungehorsame" Pflegelhunde da, die genau das Problem hatten (mit Hunden, jagbarem was auch immer, Fahrrädern, Autos, Menschen...), mit hinbrettern, abschnappen und anbrüllen (bis zur Heiserkeit). Bei denen hab ich noch nicht mal angefangen, draussen (ausserhalb meines Gartens) am "Gehorsam" zu arbeiten, jedenfalls nicht nach den Maßstäben, die Du anlegen würdest. Dafür habe wir die "am Horizont"-Distanz inzwischen auf ein paar Meter geschrumpft. (Natürlich alles an Schleppleine, weil Rückruf ist vielleicht zu 60 vorhanden... der ist erstmal nebensächlich).
Allerdings haben wir schon Signalübertragung: Anblick von bösen Dingen = Umorientierung zu mir...
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aaaah, ich blind

gibts einen Mensch, der zu 95 prozent perfekt ist?
Verlangt Ihr wirklich vom Hund mehr als ihr selber leisten könnt?
Hunde sind Lebewesen und auch mit noch so gutem Training, kann immer auch mal was nicht klappen - aus welchem Grund auch immer.
Auch Menschen "gehorchen" mit Absicht manchem "Befehl" mal nicht, nehmen sie nicht wahr, sind abgelenkt, werden durch körperliche Beeinträchtigungen gehindert oder verstehen sie falsch. Warum dürfen Hunde also keine Fehler machen, die wir mindestens ebenso häufig machen?Und by the way. Auch mit anderen Methoden wirst Du die letzten 5 oder wieviel Prozent auch immer nicht wegbekommen. Das Tier hat immer noch einen eigenen Kopf und ist nicht ferngesteuert.
Aus wieviel verschiedenen Gründen könnte man eine Rote Ampel überfahren, im Halteverbot parken, falsch abbiegen, Geisterfahrer auf der Autobahn sein, oder zu schnell fahren? OBWOHL da eine potentiell gefährlich Bestrafung (Unfalltod) lauert? Wir wissen das, und machen trotzdem Fehler... Aber der Hund soll zu hundert prozent funktionieren... Ja klar!!
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wieso ist es nicht souverän, wenn man voerher abruft?
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Vielleicht bin ich zu blind, ich finde keinen vorgestellten Grenzfall...
Und natürlich hat jegliche Verhaltensveränderung Grenzen.
zum Beispiel die, die von den Genen gesetzt werden, und jene, die von der Kompetenz des Menschen (sowohl Halter als auch Trainer) gesetzt werden.ich hab festgestellt, dass die Grenzen überwiegend in den Köpfen der Menschen existieren. Was nicht sein kann, dass nicht sein darf. Selbst wenn sie sehen, dass man mit Trainingsmethode XY super Fortschritte erzielt werden - wenn das nicht zum Weltbild des Menschen passt, wird es ausgefiltert... warum das so ist, könnte man hier nachlesen, wenns interessiert: http://scienceblogs.com/insolence/2010…ource=nytwidget
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welchen Grenzfall?
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Probier doch mal, ob Du ihn vorher kurz heraus rufen kannst. Nach einer kleinen Spielpause darf er dann weiterspielen.
Ich habe den Eindruck, es könnte eine Erregungsniveauproblem sein (vielleicht auch tatsächlich Frust, wenn der andere Hund signalisiert, er möchte eigentlich nicht weiter auf diese Art weiterspielen).
Da könntest Du gegensteuern, indem du halt für "runterfahren" sorgst, bevor er das "Bellneiveau" erreicht hat.Dafür spricht, dass er ja auch so nach einer Unterbrechung weiterspielen kann. Da kann er auch lernen, dass er sein Erregungsniveau selber kontrollieren kann, indem er vorher eine Pause einlegt (und das lernt er, wenn Du ihm zunächst durch abrufen dabei hilfst).