Beiträge von Shoppy

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    Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich nicht so recht verstehe,
    was Du da geclickert hast. Hättest Du jetzt gesagt, Blickkontakt,
    Annäherung an mich, Aufmerksamkeit auf mich, usw.... hätte ich
    alles verstanden... aber "Tempo anzeigen"... da bin ich ja jetzt
    doch etwas verwirrt....


    Wenn man Verhalten ein wenig auseinanderpuhlt stellt man fest, dass es eine Kette ist die aus vielen seperaten einzelenen Verhalten besteht.
    Wenn man mit dem Ergebnis einer Kette nicht zu frieden ist (hier dem Tempotuchfressen), dann kann man Verhalten clicken, das "nicht fressen" ist, zum Beispiel "Tempotuch ansehen" also finden, quasi, aber eben noch nicht "im Hund verschwinden lassen". Das absolut obergeile daran ist, dass wenn man genügend Trainingsgelegenheiten hat (und wie viele das sein müssen hängt vom individuellen Hund ab und kann von 2 mal bis unendlich reichen ;D, je nach dem auch, wie oft der Hund Gelegenheit hat, das unerwünschte, meistens selbstbelohnende Verhalten dann doch zu tun), und man den click dan rauszögert, sich der Hund selber im Verhalten abbricht, um beim Menschen nachzufragen, wo denn nun der Click bleibt. Superbingo. Hund findet den Reiz, der das unerwünscht Verhalten auslösen würde und macht statt dessen - Blickkontakt, GEIL. Reicht eine Widerholung? Natürlich nicht :D


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    Ein wesentlicher Moment, bzw. einer der für das Lernen gravierensten
    Momente liegt unmittelbar vor der Handlung... also der Augenblick der
    Intention zur Handlung und dieser beinhaltet wesentlich auch den
    Reizauslöser.

    Beispiel: wenn mein Hund den Hasen sieht und ich Clicker im Moment
    der Wahrnehmung und 1 Sekunde vor dem Durchstart, dann bestärke
    ich den Beutehasen und das Jagen. Da gibts keinen Zweifel.


    Nä. Tut es nicht, es bestärkt einene bestimmte Verhaltensequenz aus dem Jagsverhalten, und das ist in deinem Beispiel Stehen oder Lauern, oder was auch immer der Hund gerade macht. Und das kannst Du shapen wie jedes andere Verhalten. Der Sammy hat durch anclicken von "Erblicken einer Katze" gelernt, diesen Tiechen vorzustehen (Münsterländermix, is also etwas "vorprogrammiert" gewesen und YEAY, selbstbestärkend...) und man konnte hingehen und ihn einsammeln.


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    Welche Intention hat Dein Hund nach Deiner Meinung, wenn er das
    Tempo sieht, aber noch nicht durchgestartet ist? Wie zeigt er denn
    Tempo an, wenn er noch in der Wahrnehmungsphase ist und abwägt
    "Geh ich hin, oder geh ich nicht hin"? Was ist denn, wenn er in dem
    Moment entschieden hat "Ich geh hin" und genau dabei erfolgt CT?

    :???:


    Es ist doch egal, welche Intention der Hund hat. Wenn ich aus einem Kopfsenken ein Down shape, was war dann die Intention des Kopfsenkens. Wenn ich aus einer Gewichtserlagerung von einem Bein aufs andere ein "Pfoteheben und winken" shape, was war die Intention der Gewichtsverlagerung und was hat das mit dem Zielverhalten zu tun? Nichts!

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    Also ich verstehe das ja alles und so...
    Aber woher erkennt nun bitte ein Hund, wann es Training und wann Alltag ist?!

    Genau, wo ist der Unterschied, das frage ich mich bei Beitragen, die haarklein in Erziehung und Dressur auseinandersieben auch immer. aber das ist ein anderes Thema.


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    Will heißen, wenn ich Dinge im Training ebenso reflexartig, ich nenne es mit Leib und Seele, tue, dann wird es dem Hund, ähnlich wie im Alltag nur wenig schaden, solange ich reflektiere, was funzt und was nicht.

    Ganz ehrlich, weil ich so nicht trainieren mag. Wenn ich einfach so was mit meinem Hund übe is der nackig, oder unterwegs meistens im Freilauf. Wenn dem das keinen Spaß machen würde, könnte er einfach gehen. Und wenn er es macht, dann hat er halt ne Schnüffelpause. Meistens kommt er nach ein paar minuten an und fragt, ob wie weitermachen können. Ich hatte uach schon Arbeitsgeier hier, die sich nicht mal haben wegschicken lassen - die wollte weiterarbeiten. Das ist ein Erlebnis, dass ich mit Ronja nicht hatte. Die war von "ich mußte sie nur einmal anschnautzen und dann hat sie es nie wieder gemacht!" Truppe. Und ich wünsche mir so sehr, dass ich damals schon gewußt hätte, was ich heute weiß...


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    das ganze diskutieren und zerreden nutzt an sich nix, außer dass man sich als Theoretiker, eben diese Reflexe zerstört, weil man denkt übers denken...

    Willst Du damit sagen, dass sich Reflecke wegdenken lassen? :hust:


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    Übrigens das was ich mit Leben meinte. Ich möchte mit meinen Hunden leben und nicht trainieren. Sie müssen meine Emotionen ertragen, eben wie ich ihre.


    Ich will auch mit meinen Hunden leben. Und sollen eben möglichst meine Emotionen nicht "ertragen". Ich möchte Spaß mit ihnen haben, sie sollen Spaß mit mir haben, sie sollen mir vertrauen können, immer und in jeder Situation.
    Und ich will mit ihnen Trainieren. Weil mir das nämlich Spaß macht und den Hunden auch. Denn wenn nicht, haben sie die Wahl :p, wer nicht mag, kann gehen... und schnüffeln, oder rennen, oder in die Landschaft starren.
    Wenn ich mit den Hunden draussen bin, bin ich nicht für mich draussen, jedenfalls nicht primär, sondern für die Hunde.
    Und selbst wenn ich mir vorgenommen habe, vielleicht unterwegs an XY zu üben, in der Umwelt aber irgendwas ist, was uns davon abhält, dann beschäftigen wir uns eben damit.
    Bei ghandi sind das Radfahrer, Motoradfahrer, Katzen und Vögel. Beim Easy alles was sich bewegt. Beim Crispel sind es Gerüche und Hundekumpels, die er länger nicht getroffen hat. Da beswteh ich nicht auf meinem Plan. Da schwenke ich flexibel um. Mit den Hunden draussen laufe ich auf "dogstime" nicht auf Menschenzeit mit irgendwelchen starren Vorgaben, die ich oder der Hund erfüllen muß. Wozu hätte ich sonst einen Hund, wenn ich nur mit dem mache, was ich will?


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    Heißt ja nicht, dass man jede Emotion am Hund auslässt. Aber die merken auch, wann ich gestresst und genervter bin, einige verziehen sich dann, andere bemühen sich dann es mir recht zu machen und machen es meist schlimmer...Würde mich zur Weißglut treiben, aber ich habe durch einen Husky gelernt-> Lachen beruhigt :lol:


    Man läßt sie leider immer aus. Hunde sind Gefühlsleser, und bekommen sie sowieso mit.
    Ich denke aber, dass wenn sie merken, dass Mensch zwar sauer ist, sich aber kontrollieren kann, dann ist es sicher! Und haben wir nicht tausendmal gelesen, Hunde brauchen sicherheit. Wir müssen mit unserer Souveränität Sicherheit geben.
    Wie kann ich das, wenn der "Umgangston" mehr oder weniger häufig aus mehr oder weniger ruppiger Kommunikation besteht.

    Letzte Woche hatte ich einen ängstlichen Hund im Haus. Frauchen auf dem Kennenlerntreffen bei mir im Garten: "der läßt sich nicht Anfassen, der hat Angst vor allen Menschen." Eine halbe Stunde später sagt sie "Das hat er ja noch nie gemacht." Nämlich sich neben mich setzen, nachdem er dreißig Minuten getestet hat, ob ich "sicher" bin, und meine Finger bei mir halten kann.

    Ängstliche Hunde sind geile Lehrer. Man lernt so viel über die eigene Körpersprache, wenn man sie läßt - und er hatte die Wahl, er war unangeleint im Garten unterwegs und ich saß auf dem Rasen.

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    Vielleicht solltest du mal den Selbsttest bei einem Hund ohne Clicker und ohne Futter machen. Zumindest mal einfach darüber nachdenken, ob nicht vielleicht Millionen von Hundehaltern, die schlichtweg nur sich selbst einbringen und wunderbar mit ihrem gut erzogenen Hund harmonieren, ob nicht vielleicht diese Menschen eine ganz andere, für dich bisher völlig fremde Art haben, mit Hunden umzugehen.

    Nur mal so als Anregung ;-)


    Ich behaupte nicht einfach, dass Training mit Markersignalen effektiver ist, als andere Methoden.

    Ich habe clickern erst vor vier Jahren kennen gelernt, hatte davor aber schon elf Jahre einen Hund, den ich leider genau mit solchen Methoden be"hand"elt habe.
    Soweit zum Thema "für dich völlig fremde Art, mit Hunden umzugehen"...
    Übrigens ist das bei den meisten Clicker-Leuten ähnlich. Die meisten haben vor dem Clickern mit den hergebrachten Methoden ihren Hund erzogen.

    Nach elf Jahren "Selbstversuch ohne Clicker und Futter" und nach vier Jahren mit Markersignalen und R+ erdreiste ich mich, meine Meniung zu wiederholen, dass der eine Ansatz dem anderen meilenweit überlegen ist.

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    Wenn das deine Frage war, das dein Verständnis von ruppig und man sein Verhalten damit begründet, daß Hunde untereinander auch so handeln ... dann hätten sich alle diese Seiten sparen können.

    Warum clickerst du eigentlich ?
    Weils funktioniert, oder ;-)


    Nein, es ist nicht mein Verständnis von ruppig, oder wie Hunde es untereinander machen würden.
    Das ist schlichtweg verantwortungsloses Verhalten der Erziehugnsberechtigten, die das Kind mit einem Hund auf die umwelt loslassen mit der beide nicht klarkommen, und so die Umwelt gefährden.
    Und warum war das so? Weil keiner sein Primatenhirn benutzt hat.

    Und JA, ich clickere, weils funktioniert UND weil das ganz ohne "Anfassungen" geht :D

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    Maddin, ja mir ist bei einer Frage nach einer Definition das Empfinden des Hundes egal!


    So und was ist dieses ruppig? Genau darum geht es mir.. Nur weil Person A etwas ruppig findet, muß ich oder zig andere das nicht auch. Was ich ruppig finde, finden andere lächerlich. Wenn ich den Schlüssel 5 Meter (oder mehr) neben meine Hündin werfe, weil sie nen Hasen hochmacht, dabei ist ihn auf die Hauptstraße zu hetzen und ein Platz ignoriert.. Joa da hätten einige sicher sofort den TS gerufen und andere hätten den Hund ganz gezielt abgeschossen... Wie soll man denn bitte erklären, warum man dafür/dagegen ist, wann/ob man ruppig wird oder nicht?

    Hast es nun verstanden?


    Ja, habe ich.
    Aber es ist mir ist egal, wie jeder für sich ruppig definiert. Ich definiere es anders als Du, und alle weiteren DF User. Ob wer was wie ruppig, lächerlich oder sonstwie findet, und ob man auf einen Nenner kommt ist nicht wesentlich bei der Frage: geht es OHNE.
    Mir gehts nicht um ein bißchen oder volle Dröhnung sondern um das Nachdenken ob es eine Möglichkeit ausserhalb diese Box gibt.

    Blogs lesen und Fußball guggen - oer besser Tröten zuhören, mal sehen, ob das geht...


    Eine erholsame Nachtruhe ist auch für den Wellensittich wichtig! - Wellensittich-Blog von welli.net http://ow.ly/21Rug

    Lausiges, diesmal auf deutsch:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n…,702061,00.html


    Rückruf, Beziehung Hund/Mensch und der Zusamenhang der beiden
    Hitting A Nerve . . . | Susan Garrett's Dog Training Blog http://ow.ly/21RLx


    Artenschutz: Schlachten oder Streicheln - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft http://ow.ly/21RQU Walfangverbot, oder kein Walfangverbot?


    Riddle Me This, Riddle Me That: What Does Dog Training Have to Do With Traffic Enforcement? http://ow.ly/21S3W Straßenverkehr ist so super geeignet als Vergleich zu Hundetraining :D und ich red nicht von Ampelsystemen...


    Verhaltensforschung: Affen töten aus Gier nach mehr Land - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft http://ow.ly/21Sh7


    was kann man aus "nicht zu früh tölten" fürs Hundetraining lernen?
    Babettes Praxis-Blog » Blog Archiv » Tölt ist nicht gleich Tölt! http://ow.ly/21Srz bevor etwas rundlaufen kann, müssen die Basics tragfähig sein...


    hihihi, der olle Michelangelo:
    In a Michelangelo Fresco, Visions of a Brain Stem - NYTimes.com http://ow.ly/21SMs "The Michelangelo code"? ;D


    n bißchen unnützes, aber lustiges Wissen:
    Why does bright light cause people to sneeze? - The Irish Times - Tue, Feb 16, 2010 http://ow.ly/21SSg Hatschie!


    Wie hilfreich sind elektronische Erziehungshilfen. von Nico Feider
    http://www.ballance.lu/attachments/ar…hungshilfen.pdf


    He Just Wants To Say "Hi!" :
    http://flyingdogpress.com/content/view/42/97/
    Einer meiner absoluten Lieblingsartikel von Suzanne Clothier.

    mit Fell hatte ich die Kopfhautstücke hatte ich noch nicht, immer wenn ich bestelle gibts die gerade nicht.

    Die "Rindernasen" sind schon ziemlich groß (die aktuellen hatten unterarmlänge) - die Rindernasenknorpel dagegen gerade mal handgroß).

    Crispel gann den Kniegelenken nur was abgewinnen, wenn da schon jeamdn "vorgekaut" hat - meine beiden Pflegel fräsen da mit mehr Begeisterung dran rum.
    Letzte Woche hatte ich eine Maremanna da, die hat das Gelenk in einem Tag zweschreddert :schockiert:

    Das ist ja noch nie passiert - ich habe hier einzelteile rumfliegen, die schon ein Jahr lang immer mal wieder von irgendwem bekaut werden :hust:

    Ochsenschwanz ist auch sehr beliebt, hält aber nicht sehr lange. Vergleich Ochsenschwanz verschwindent in etwa 5 minuten im Crispel, eine große Kopfhautplatte bekaut er zwei stunden und bringe mir dann die hälfte, damit ich sie ihm wegnehme, weil er nicht mehr kann, aber aufhören auch nicht geht :roll: ...

    Versuche auch schon ewig Kälberfuß zu bestellen, nie gibts die :sad2:

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    Das soll jetzt nicht heißen, dass man seinem Hund keine Grenzen setzen soll, aber manche Grenze sollte man sich genau überlegen.

    LG
    das Schnauzermädel


    Oh Mist, ich darf nicht schon wieder Bömmeln :D und der ist noch besser.


    Genau darum geht es doch, wie kann man Grenzen, Regeln, Signale erklären, ohne dass man Handgreiflich werden muß.
    Und was macht man, wenn diese Grenzen verletzt werden - mit blick auf das zukünftige Verhalten, das man mit dem Handeln in der Situation beeinflußt.
    Sicherlich kann man Grenzverletzungen zukünfitg verhindern, indem man den "Verletzer" erschießt - überspitzt, sehr überspitzt gesagt.
    Aber gibt die menschliche Kreativität noch andere Möglichkeiten her?

    Bricht einem eine Zacke aus der Krone, wenn man darüber einfach mal nachdenkt?
    (Muß ja keiner wissen ;) )

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    Dann nimm doch mal mein Beispiel. Mein Rüde hat das "Bedürfnis" die kleine Hündin zu vernaschen. Ich will das nicht, er gehorcht nicht. Und nun?

    Erzähl doch mal, wie Du den 72 kg Burschen da runter holst.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs


    Gaby, dann holst Du ihn darunter. Das ist doch ganz klar.
    Die Frage ist, muß ich das "ruppig" tun, oder nicht.

    Und ich erklär auch noch gleich, warum mir die Definition von ruppig egal ist, jeder hat davon eine vorstellung m Kopf und wir würde bis zum Sanktnimmerleinstag diskutieren, und trotzdem würden wir uns niht einig werden, was nun unter ruppig fällt und was nicht.

    Was ich möchte, ist, dass man sich Gedanken darüber macht, was man denn täte, wenn diese 72 Kilo grundätzlich zurückbeißen, wenn man "ruppig" wird.

    Was ich auch möchte ist, dass man darüber nach denkt, warum die bisherigen Mittel, die man anwendet, in manchen Situationen ab und an mal nicht greifen. Woran liegt es, hat man nicht genügend geübt, ist die Ablenkung zu stark, hat man nicht genug vorgesorgt, sollte man manche Situation meiden, sollte man ein Signal aufbauen, dass besser funktioniert. Sollte man evtl früher eingreifen.

    Ich maße mir nicht an, zu behaupten, dass das in diesem Fall so ist, denn ich kenne weder Dich noch den Hund. Ich möchte nur einfach, dass wir uns mal hinsetzen und uns fragen, was wir denn machen, wenn unser Partner, Arbeitgeber, Kollege, Vater, Mutter, Kind so behandelt, wenn wir etwas für uns völlig normales tun, und die andere Person das aber "Jetzt sofort" aus für uns nicht nachzuvollziehenden Gründen beendet haben möchte.

    Das Thema ist hier ein wenige anders, aber der Anfang passt schon schön genau hier her: http://flyingdogpress.com/content/view/42/97/


    Ich weiß, dass das Leben kein Ponyhof ist, und dass wir den Hund immer wieder zu Sachen "zwingen" oder von Sachen abhalten müssen, die er gerade tun möchte. Die Frage ist für mich nicht, dass man das eben machen muß, sondern welche Umgenagsvormen dabei hat.


    Ich bin nämlich der Ansicht, dass, wenn man üblicherweise auf "Ruppigkeit" weitestgehend verzichtet, man darauf auch etwas schwierigen Situationen größtenteils verzichten kann.

    Beispiel:
    Im Frühjahr, vor der Leinenpflicht war ich mit Crispel im Freilauf unterwegs, über eine Wiese rictung Feldweg. Auf dem Feldweg waren schon zwei weitere Menschen mit ihren Hunden unterwegs, jeweils 200m bzw 300m weiter den weg rauf. Aus der Dorfrichtung läuft auf einmal ein weiterer Rüde auf meinen Hund zu: die Halter hatten meinen und die anderen Hunde/Halter im Blickfeld, ich die Halter aber nicht (und umgekehrt). Der andere Rüde ist NICHT mit anderen Hunden verträglich. Frage ich mich mal als erstes, warum haben die den abgeleint... Also habe ich in der Hoffnung, dass die ihren Hund noch abrufen, den Crispel zurückgepfiffen. Cooper hat ihn aber auf halber strecke abgefangen. Frauchen (15j. Mädchen) rennt schreiend hinterher, und wedelt wild mit der Leine.
    Die beiden Rüden stehen und drohen sich an. Bis das mädel auf 5 m ran ist, und wieter brüllt und mit der Leine um sich schlägt. da ging die Klopperei dann los (Keiner wurder verletzt) ich habe dann dem Mädel gesagt, sie soll jetzt mal ruhig sein, stehenbleiben und die Leine still halten. ich würde jetzt hingehen und den Crispel anleinen (und btw, der andere Hund hatte mir schon mal einen netten blauen Fleck verpasst, weil er (angeleint) Frauchen (ebenjenes mädel) umriss und mir das Maul gegen den Arm gerammt hat - ich hatte gewagt zu atmen...) als ich die Leine am Crispel dran hatte, fing sie wieder an zu brüllen, und schlug mit der Leine auf ihren Hund ein (sie hat nicht getroffen, weil der inzwischen gut auszuweichen gelernt hat...) also habe ich auch noch nach dem Halsband von dem Kerl gegriffen, und gesagt, sie möge jetzt bitte einfach anleinen und einfach nur stehenbleiben, ich ginge dann jetzt....

    Ich kenn den Hund jetzt seit drei Jahren. Mindestens für diese drei Jahre wird an immer schlimmer werdendem Verhalten gegenüber anderen Hunde im immer escalierendem Menschenverhalten "gearbeitet". Die Beißvorfälle häufen sich.

    Das wird immer so weiter gehen, bis sich mal einer hinsetzt und darüber nachzudenken beginnt, ob das eine vielleicht mit dem anderen zusammenhängt.
    Neulich habe ich dies Familie wieder getroffen, diesmal war ich mit meinem als Leinenpöbler abgegebenen PflegeDobi Ghandi unterwegs (angeleint) und Cooper wurde diesmal von der Mutter der Familie geführt, Tochter und Sohn waren auch dabei. Die haben - ungelogen - zu dritt praktisch auf dem Hund gesessen, damit der sich nicht losreisst und mein Leinenpöblechen ist an lockerer Leine an denen vorbeimarschiert (Abstand vielleicht 10 Meter....)
    Ich glaube nicht, dass die in der Situation irgendeine andere Möglichkeit hatten. Ich glaube aber sehr wohl, dass man an diesem Verhalten arbeiten kann - mit "netten" Mitteln, und deutliche Verbesserungen erzielen kann.

    Darum geht es mir - das solche Teufelskreise nicht entstehen. Und das wenn sie schon da sind, dass sie durchbrochen werden, indem man einfach mal anhält, aufhört, sich hinsetzt, nachdenkt und bemerkt, dass es so offenbar nicht wirklich sinnbringend ist.

    Wie gesagt. Jeder hat seine eigene Vorstellung von "Ruppig". Und es wird immer Leute geben, die es lächerlich finden, dass was sie mit dem Hund machen, als solches zu bezeichnen. Oder noch schlimmer, dass sie es für lächerlich erklären, dass andere sich darüber Gedanken machen. Das ist eben deren Pech, bzw. das Pech des Hundes.


    Ich habe schon einen Hundehalter seinen Hund mit Absicht gegen einen elektrischen Schafszaun laufen lassen sehen, Aussage: finde ich ganz gut, dann hat die vielleicht dann Angst vor den Schafen. Und tatsächlich, für die restliche Zeit ist sie nur noch halb so hoch durch die Gegend geschlichen und der Rückweg am bösen Zaun vorbei konnte nur an Herrchens Aussenseite "gemeistert" werden. Ich frage mich wirklich, was in den Köpfen von solchen Menschen vorgeht...
    Das ist bestimmt schon vielen Hunde aus Versehen mal passiert, dem Crispel auch, als er unter einem E-Zaundraht durchgelaufen ist, und mit der Schwanzspitze dran gekommen ist - auf die Wiese hats gepasst, auf dem Rückweg hing an der Stelle der Draht tiefer, AAAUUUUTSCH. Das ist DOOF und mir fiele im Leben nicht ein, einen Hund mit Absicht dagegen laufen zu lassen (die Hündin war angeleint, und er hätte einfach nur stehen bleiben müssen, um das zu verhindern :gott: )


    Mich interessiert nicht wirklich wer was für wie ruppig hält oder nicht.


    Mich interessiert WARUM man es für nötig hält, so mit seinem Hund umzugehen.

    Zitat

    So ist es eben leider nicht. Der Mensch bestimmt wie er seinen Hund bestraft - das Wort allein ist schon krass.


    Eben nicht: Man erkennt am Verhalten, ob die Einwirkung als Strafe (das Verhalten tritt seltener, weniger intensiv oder weniger lange auf oder braucht einen größeren Anreiz) oder als Bestärkung gewirkt hat (nichta am Verhalten wurde geschwächt).

    Wenn das mal verstanden würde, könnte man sich tatsächlich endlich Gedanken darüber machen, wie man den Verhalten am effektivsten beeinflußt.


    Was wollen wir denn vom Hund?
    er soll, je nach Halter unterschiedliche und unterschiedlich viele Verhalten zuverlässig und möglicherweise auf Signal/Befehl ausführen und ansonsten Spaß haben, unauffällig, höflich, und was auch immer noch sein, vielleicht irgendeine Hundesportart oder Tricks lernen.
    Dann gibts Sachen die er nicht soll (Anspringen, Mist fressen, Essen klauen, wegrennen, jagen, möglichst auf nichts aggressiv reagieren).

    Ich habe noch kein Verhalten gefunden, dass man nicht entweder mit R+ so bestärken könnte, dass es so ist, wie Mensch es haben möchte (und hund immer noch Hund ist, Was wäre das geil, wenn man nur mit der "magie des clickers" aus einem Hund ein Pferd clickern könnte, ich hab mir schon immer ein Pferd gewünscht :hust: ...) (die üblichen sitz, kommt, bleib Übungen), es so verändern, dass Hund und Mensch damit ungefährdet durchs leben können (unerwünschtes Jagdverhalten, Aggression...), gut geplantem Management (benutzung von Leinen, Schleppleinen, Zäunen, Maulkörben) "absichern" konnte.

    Bestrafe ich ungewünschtes Verhalten?
    Sicherlich.
    Muß ich dazu (an den Hund angepasst) ruppig werden?
    Nein.

    Mir is klar, dass man kann, und das es "funktioniert" - zumindest genau in dem Moment wird das Verhalten gestoppt - R+ für das Verhalten des Trainers, jipiie, R+ funktioniert...

    Aber was gibt einem Menschen das Recht, ein Lebewesen, dass sich nicht aussuchen kann, wie, wo, mit wem es lebt, was es frisst, wann es raus geht, wo es hinpieseln, kacken und kotzen (sorry ;D ) darf, wen es trifft oder nicht trifft, das aber eigene Emotionen und Bedürfnisse hat, einfach so zu behandeln, nur "weil es funktioniert".

    Ich hab auf den 15 Seiten immer noch kein anderes Argument gelesen, als "weil es funktioniert", sprich, weil der Hund sich das gefallen läßt.

    Also ganz echt, das ist armselig...