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Das liegt vielleicht daran, das hier Keiner so Recht weiß, was Du willst...Du schreibst, das es Dich nicht "interessiert" welche Definition oder Intensität, das Wort "ruppig" für Andere bedeutet...und fragst gleichzeitig ob man überhaupt "ruppig" werden soll.
Genau
Also:
Jeder hat für sich eine Definition davon, was er für ruppig hält.
Wir können uns eh nicht einigen, das ist ja von vorneherein klar, deshalb geht es mit auch genau darum NICHT.
Jeder denke sich eine Situation aus, in der er nach seiner Definition "gerade noch nicht ruppig" ist. Angenommen, jemand sagt, in die Seite knuffen ist nicht ruppig, setze ich daher in Situation xy ein. Ein anderer hat die Definition "alpharolle ist nicht ruppig, setze ich in Situation AB ein". Ein weiter denkt "Ruppigkeit fängt erst mit Anfassen an, lauterwerden ist aber okay, setze ich da und da ein.
So.
Und DANN wünschte ich mir, dass wir (jeder für sich, und Leute, die das albern finden brauchen nicht mit zu machen, darf dann dafür auch nicht mehr in diesem Fred schreiben
) unser Primatenhirn, das vielgerühmte kreative Dingens, das so viele Errungenschaften schon errungen hat, mal ein wenig Genksport machen lassen - so ähnlich wie das Krambambuli mit dem "Decke"-Beispiel schon gemacht hat - und uns für die oben genannten "da setze ich das gerade noch nicht ruppige" Dinges ein-Situation überlegt, wie man das ganze ohne die "gerade noch nicht ruppige" sache lösen könnte.
Mir wird ja immer wieder gerne vorgeworfen, ich liesse meinen Hund leute anspringen, und tät mich hinterher entschuldigen.
In der Tat ist mir das mit dem Crispelwelpen einige Male passiert, als der kleine Mann ein noch sehr kleiner Mann war. Allerdings hab ich nicht rumgestanden und ignoriert, sondern habe, weil ich eben keine bessere Idee hatte, den armen Zwerg angezischt. Und mich dann erst beim Angesprungenen Menschen und dann heimlich in meinem Kopf beim Zwerg entschuldigt.
Und weil ich mich nicht ständig bei ihm (und angesprungenen Menschen) entschuldigen wollte, mußte ich was im ablauf ändern.
Als erstes also nachdenken:
Anspringen soll er nicht. Was soll er dann.
Hm. An lockerer Leine dran vorbei gehen und die Leute ignorieren und cool dabei aussehen. So. Ziel vor Augen. Wie da hin kommen. Braucht Mensch Plan.
Kann er an lockerer Leine gehen (übrigens, wir reden hier gerade von eine 13 Wochen alten Welpen, mit dem ich gerade einen Clickerkurs besucht hatte...). Jaaaaaaaaa, ohne Ablenkung ging das schon ganz gut. Mit Ablenkung noch nicht so wirklich.
Also Leine dran, auf den spazierweg drauf, Sonntags bei sonnenwetter in der Hauptspaziergeh Zeit?
Natürlich nicht, gell? Warum eigentlich nicht?
Wer sagt denn, dass man das im Laufen üben muß, oder dass man gleich alle Bestandteile des Verhaltens gleichzeitig üben muß?
An lockerer Leine haben wir geübt, wenn gerade weniger Ablenkung da war, sodass ich viel Gelegenheit hatte, das gewünschte Verhalten zu bestärken. "alle Viere am Boden lassen" haben wir im dann geübt, wenn uns Leute entgegen kamen, dafür bin ich aber stehen geblieben (und zwar so, das, genau, der Zwerg gar niemanden anspringen konnte, und am besten auch noch gar nicht die Idee "muß ich anspringeeeeeeeeeeen" hatte. Nachdem diese beiden Bestandteile gut geklappt haben, hab ich sie dann vorsichtig zusammen gefügt. Unterwegs hab ich das Cool Aussehen vergessen. Aber er is Ridgeback und daher Naturtalent
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...Wir wollten wissen was für Dich "ruppig" bedeutet und auch da hat Du nur schwammig geantwortet.
...und da wunderst Du Dich das hier , für Dich keine schlüssige Antwort kommt.
...kann es sein das Du selber nicht weißt (oder traust zu schreiben), was für Dich ruppig bedeutet
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Für mich beginnt "ruppig" inzwischen bei "ich muß mit der Stimme etwas lauter werden"! Und ich bin es, also ruppig, nach meiner eigenen Definition, noch und zwar zu oft und UNGERNE.
Das werden jetzt gleich wieder die üblichen Kandidaten albern finden, und zerreden.
Sollen sie, jeder hat sein eigenes Ziel, oder keins. Meins ist eine höfliche Umgangsform mit meinem Hund, bei denen der Zuschauer(Hörer) nichts weiter als normale Zimmerlautstärke hört (und sieht
- gibt ja auch körpersprachliches Anbrüllen,wie man bei diversen "Hundeflüsterern" immer so schön sehen kann, wenn man den Ton abdreht). Da hunde ziemlich gut hören - und körpersprache noch viel besser lesen können, als wir uns das auch nur ansatzweise vorstellen können, SOLLTE das eigentlich ausreichen. Leider bin ich so gut noch nicht. Aber das hält mich nicht davon ab, es zu versuchen und es anzustreben.
Nur eins weiß ich aus eigener Erfahrung - und aus quasi täglicher Ansicht bei anderen - genau, mit den "traditionellen" Trainingsmethoden komme ich da nicht hin.
Das kann man jetzt BESTIMMT wieder irgendwie meinen Mangelnden Fähigkeiten als traditioneller Trainer ankreiden...
GENAU, da war ich zu schlecht, viel, viel zu schlecht!! Sorry Ronja!