Setz dich mal mit Sarah in Verbindung (http://tiertraining-leipzig.blogspot.com/). Vielleicht kann sie zu Dir kommen?
Beiträge von Shoppy
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Solches Verhalten entwickelt sich gerade bei Futterbegeisterten Hunden - und da ganz besonders bei Hunden, die darauf selektiert wurden, Sachen in die Schnüss zu nehmen und zu tragen (= Retriever) sehr leicht - besonders wenn man das Abgeben nicht sachgemäß und konofliktfrei aufbaut - sprich einfach wegnimmt.
Natürlich kann ich nicht beurteilen, ob das bei Euch der Fall ist.Die Lösung des Problems besteht aus mehreren Komponenten.
1. Ich lasse in solchen Fällen die Besitzer den Hund dafür anclicken, dass er Fressbares anguckt - anfangs so mit Leine gesichert auch gar nicht geht
Daraus entwickelt sich ziemich automatisch ein Hund, der seine "Fundstücke dem Menschen ANZEIGT - und sie nicht mehr heimich runterschlingt!2. Würde ich "Tauschen" üben, und zwar zunächst komplett "Hands-Off" - sprich, der Hund lernt, das Teil, dass er in der Schnüss hat, einfach nur fallen zu lassen und dafür einen anderen Gegenstand, Ball, Dummie etc oder ein sehr gutes Leckerchen zu bekommen. Dann darf er das Teil auch sofort wieder aufnehmen. Ich shape dazu "Maul öffnen" mit dem Clicker. Klingt langwierig und umständlich, aber es ist irre wie schnell das geht, ganz besonders, wenn man erstmal selber gar nicht nach dem Teil greift. Wenn der Hund das Teilchen zuverlässig ausspuckt, forme ich am Verhalten rum, sodass das Ding dann auch in meine Hand ausgespuckt wird. Wenn das steht, häng ich das gewünschte Signa davor, um das Signal zu lehren. Fertig ist das "Aus".
3. Such ihr Beschäftigungen, wo sie Sachen "legal" in den Mund nehmen darf - Apportieren, Sachen tragen, viele Tricks, "Sachen im Maul haben" beinhalten, Kauspielzeug (Kongs, Futterbälle, Rinderkopfhaut, Rinderknie, etc.)
mit diesen Bestandteien kann sie ihren Drang, Sahen zu fressen/ins Maul zu nehmen befriedigen und Du bekommst sehr viel Kontrolle darüber, was das ist - und was nicht!!
Hier noch ein schönes Video, wie man "Lass es" mit positiver Bestärkung aufbaut
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Aaaaaaaaaaalso.
Hunde spielen nur, wenn sie sich sicher fühlen - und natürlich dann auch noch spielen wollen.
Wenn man Deine Beschreibungen auch der anderen Situationen durchliest, bekommt man den Eindruck, dass entweder Gesundheitlich nicht in Ordnung ist (ICH würde nicht bis Feb. mit TA-Besuch warten....)
Oder, dass ihn die Situationen, in die du ihn bringst eben überfordern. wo und in wecher Hundeschule bist Du denn?
Wie und was übt ihr da? -
ha, jemand hat dir schon die Esther von Caneami empfohlen - genau die häte ich dir auch vorgeschagen.
Lies das mal: http://www.chico-rockt.de/2010-unser-jahr/
und wenn dir das irgendwie bekannt vor kommt auch die folgebeiträge des Bloggs.
Die Nadine ist bei Esther im Training, und breichtet derzeit quasi täglich von neuen Trainingserfolgen - entweder über den Blog oder im FB.
Ich arbeite genauso - weil es irre effizient ist und noch viel mehr Spaß macht! -
Schön, das ich mich verständlich ausdrücken konnte - das ist ohne optisches Vorführen ja immer so eine Sache

Du könntest Dein bestehendes Rückrufsignal als Umorientierungssignal verwenden - das hat ja bereits genau diese - und sogar weitereichende Funktion.
Den Anker baust Du dann einfach bei besonders phantastisch schnelle Rückrufen dazwischen.
Bei mir wird das tütüt .... tütüt auch immer schneller, je schneller der Hund läuft und je dichter er schon ran ist.Wenn man das nämlich so aufbaut, kann man den Hund nachher mit wohl dosierten und frequentierten Anker-Signalen richtig aus einer Situation "raussaugen". Und - z.B. wenn einem der Hund zu langsam erscheint, die tütüts einfach mal langsam beschleunigen - meistens werden die Hunde dann auch schneller.
In extrem schwierigen Situationen tuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuute ich das UOS so lange, bis der Hund in meine Richtung schaut - und beginne dann mit ziemlich scharfen Ankern, die aber noch relativ lang auseinander liegen - beim Topfschlagen so ungefähr das "Laufwarm"-Niveau. Setzt er sich in Bewegung, wird ein "Wärmer" drauß - Tütüts etwas schneller hintereinander.
Wird der Trab schneller, oder ist gar ein Galopp wirds "heiß... heiß... heiß!"
um schließich "höllehöllehölleheiß!" zu werden.Ich hab mit allen drei Hunden (den beiden eigenen und dem Pflegel), dass die manchmal sich selber Übungssituationen bauen - sprich, sie rennen los um, wie fiese Menschen sagen würden "den Rückruf zu provozieren".
Zeigt mir, dass sie was wichtiges verstanden haben, nämich, dass wenn sie zurückgerufen werden, herliche Belohnungen winken - also WOLLEN sie dann natürlich zurückgerufen werden!!!
Trainingssziel erreicht!!
NATÜRLICH steig ich darauf ein, und mach dann Rückrufspielchen, um den Spaß daran zu fördern und das ganze noch mehr zu automatisieren - das soll wie ein Reflex sein - es soll sie geradezu rumreißen, wenn sie das UOS hören und dann sollen sie möglihst den "Anker überholen" - nicht wei sie müssen, sonder weil das so geil ist, dass man es ständig machen will!Rennen ist selbstbelohnend, wer hat denn gesagt, dass das nur zutrifft, wenn sie von einem WEG rennen

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Zitat
Manchmal verliert sie sich nämlich wieder in Gedanken, obwohl sie eigentlich schon dabei war auf mich zu zulaufen.

JEP, ganz genau dafür ist der Anker gedacht

Ich hab übrigens noch ganz viele andere "Rückrufsignale" - Tricks, die bei mir oder mit mir ausgeführt werden, was zur Folge hat, dass, wenn ich z.B. ein "durch meine Beine rennen" signalisiere, und der Hund 100 Meter weg von mir unterwegs ist, hund eben erst rangerast kommen muß.
Oder ich frag einen Hand-Touch ab, oder ein "Spring auf den Strohballen/Kiste/Holzstapel/Bank neben mir!" oder "Über diesen Graben hier" Oder renn um mich rum...Das schöne an solchen Geschichten ist, dass man das "auf Mensch zurennen" mit dem Tricksel-Spaß-Gefühl verknüpft und man nicht das bierernste "DU MUSST aber zurückkommen, sonst"-Gefühl (auch beim Menschen" aufkommt.
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Ich würd einfach den Rückruf mal gründlich aufmöbeln.
Bei mir besteht der RR aus zwei getrennten Verhalten - und jedes hat auch ein eigenes Signal (gelernt hab ich das als "Doppelten Rückruf" von Ute BB).
Das erste Signal ist das Umorientierungssignal, dass dem Hund sagt: "bitte wende Deine Aufmerksamkeit mir zu" (bei mir ein langer Pfiff, bzw der "Name+ KOMM").
Das zweite ist der "Anker" der als "renn auf mich zu"-Signal fungiert. (bei mir zwei kurze Pfiffe schnell hinter einander - wiederholend, also in etwas tütüt.....tütüt...tütüt...tütüt, oder als Wortsignal "schnell, schnell, schnell...."Beide können getrennt von einander geübt und mit hochwertigsten, variablen Bestärkern verknüpft werden.
In meinem Fall hab ich also im Prinzip vier verschieden Rückrufsignale, die ich auch getrennt voneinander anwenden kann.Wie z.B. einfach den langen Pfiff oder das "Name+Komm" als Rückruf, wenn der Abstand eh nicht so groß ist, vielleicht.
Ich ruf aber manchmal auch einfach mit dem Ankersignal zurück ;DAufgebaut hab ich das wie folgt:
Das Umorientierungssignal:
Im ersten Schritt ist der Hund direkt bei mir, ich gebe das UOS, gefolgt vom Markersignal (z.B. Clicker) und der Bestärkung. Der Hund muß praktisch noch gar nichts machen, sondern erstmal nur lernen, dass dieses Signal genial ist, denn danach gibts extremst geiles Zeug - und zwar wirklich was, wofür der Hund durch Feuer für gehen würde: Extremst begehrte Leckerchen, das Suchtspeilzeug, Rennspiele, wälzen in Fuchskaka, Hauptsache, der Hund findet es zum Sterben GEIL!
Im zweiten Schritt gibts den Click erst, wenn sich der Hund auf das UOS auch tatsächlich umorientiert. Klappt das, kann man anfangen, die Distanz zu vergrößern. Aber ich lade das UOS auch immer wieder mal direkt so ohne Anforderung auf, besonders, wenn ich aus schwierigen Situationen, wie z.B vom wild, aus Rennspielen, von Hündinnenpippi, von Futter oä. abgerufen habe.Der Anker:
Den geb ich immer von mir, wenn der Hund auf mich zugalloppiert - ob ich nun gerufen hab oder nicht. Kommt der Hund bei mir an, gibts wieder eine der OBERGEILOMAT-Bestärkungen.Beides lade ich sehr häufig in allen möglichen Situationen auf, damit sich die Reaktion des Hundes möglichst automatisiert.
Ich spiel auch gerne Rückrufspielchen, indem ich Leckerchen werfe, und dann eins der Signale gebe, wenn er zu mir zurück rennt - ich click, wenn der Hund bei mir fast angekommen ist, und schmeiße das nächste Leckerchen, Ball was auch immer, in die Laufrichtung. Das ist sehr praktisch, weil man selber quasi stehen bleiben kann, oder tatsächlich beim Spazieren gehen kann, und der Hudn macht die ganze arbeit
und rennt auch noch die ganze Zeit hin und her, und hat mächtig Spaß dabei!
Das geht hervorragend an der Schleppleine. Also kann man den Hund auch an der Schleppe ordentlich rennen lassen (je länger die Schleppe, desto besser, natürlich) und er kann sich aber nicht auf und davon machen, man selber braucht aber nicht den Hampel zu machen, weil er mal nicht kommt - mal wartet eben einfach ab, bis er bemerkt, dass man Toter Baum spielt. Nebenher lernt der Hund ganz hervorragend den Leinenradius einzuhalten und wenn man den radius mit der Zeit kleiner shapt, kriegt man ein "an lockerer Leine gehen" noch gratis oben drauf aufgebaut.Hat man die Signale ohne Ablenkung aufgebaut und gut mit den superguten, abwechslngusreichen Bestärkern verknüpft, fängt man langsam an, beide auch in Ablenkungsreicheren Situationen zu üben.
Der doppelte Rückruf funktioniert deshalb so gut, weil er a.) abwechslungsreich mit hochwertigsten Bestärkern verknüpft wird und weil der Anker als "tertiärer" Bestärker wirkt.
Tertiärer Bestärker heißt, dass damit ein sekundärer Bestärker ( = Click, z.B.) zuverlässig angekündigt wird. Damit sagt man dem Hund also alle paar Meter, dass das, was er grade tut (auf seinen Mensch zurasen)genau das richtige verhalten ist! Wie Anfeuern, quasi.
Ausserdem erinnert man den Hund daran, was er weiterhin tun soll (= weiter auf seinen Menshen zurasen) - ganz im Gegensatz zu einem "herkömmlichen" Rückruf, den man nur einmal gibt, und der deshalb in ablenkungsreichen Situationen ungeheuer schwierig ist - weil, selbst wenn der Hund zunächst reagiert hat - wenn er unterwegs etwas aus seiner sicht wichtigeres wahrgenommen hat, ist das Rückrufsignal damit "aus dem Kopf" - und da man eingebleut bekommt, nur einmal zu rufen....
weil es sich sonst abnuntzt....Warum gilt das beim Anker-Signal nicht? Weil es nur gegeben wird, wenn der Hund grad das richtige tut.
Das ist so ähnlich wie beim Kinderspiel "Topfschlagen", wenn die Kinder lauwarm.... wärmer, kalt, lauwarm, warm heiß, heißer höllenhitze!"... rufen - man hilft dem "Mitspieler" den WEg zum Ziel zu finden.
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huhu,
bitte wende Dich an diese Hundeschule: http://www.dogstime.de/
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Huhu,
ich halte nix nicht mal ein bißchen von Raufergruppen.
Ich fände es jetzt wichtig, dass sie lernt, wie man anderen Hunden ruhig begegnet und deeskalierendes Verhalten zeigt - gerade wenn sie angerüpelt wird. Ich ahb noch keine Raufergruppen gesehen, wo sowas gelehrt wird. Bei den meisten wir mit nicht so netten Verhaltensunterbrechungen gearbeitet, und die sind kontraproduktiv, weil sie den Hundehalter (oder zumindest einen oder mehrere "Menschen" (die Trainier dann nämlich) mit doofen, erschreckenden Sachen verknüpfen. Das ist einer vertrauensvollen Bindung extrem abträglich!
Stell Dir dieses Alter als eine Zeit mit geschwächter Immunabwer vor - alles was Dein Hund jetzt an negativen Erfahrungen macht, wird größeren Schaden anrichten, als das bisher der Fall war - oder noch dieser Phase wieder sein wird.
Ich würde jetzt seeeeeeeeeehr darauf achten, dass sie nur mit Hunden spielt/kontakt hat, die nett und freundlich mit ihr umgehen, mit denen Du nettes, angemessenes deeskalierendes Verhalten bestärken kannst.Ausserdem würde ich mit jedem Hund, der auf Distanz vorbei läuft "friedliches Angucken" bestärken.
Das ist hier als "Zeigen und Benennen" beschrieben: http://www.chico-rockt.de/2010/10/leinen…n-und-benennen/hier noch mal grafisch umgesetzt:
http://www.chico-rockt.de/2011/01/zeigen…inenaggression/