Das Büchlein "Waldi allein zu Haus" kennst Du sicherlich schon?
Ansonsten kann man ein "Sicherheitssignal" aufbauen, das mit Entspannung verknüpft ist, und das (nach Aufbau) immer anwesend sein wird, wenn der Hund alleine ist.
Man muß also entweder etwas optisches (z.B. einen bestimmten Gegenstand, eine Decke etc.) oder taktiles (ein neues Halstuch oder Schal) nehmen, was dann halt die ganze Zeit sichtbar ist, wenn der Hund alleine ist - aber weggeräumt wird, wenn der Mensch wieder kommt. Oder etwas akustisches, wie z.B. eine bestimmte Musik-CD, die nur für diesen Zweck verwendet wird.
Diese Signale (die man auch als Kombi verwenden kann), werden mit Entspannung verknüpft und gleichzeitig mit "Dein Mensch ist jetzt grad nicht für Dich da".
Also z.B. kannst Du eine blaue Deke über einen Stuhl hängen, dem Hund ein neues Halstuch anlegen und eine neue entspannungsmusik-CD anwerfen - und dann gehst Du für ein Stündchen in die Bedewanne ;D das kann sie ja schon in entspanntem Zustand.
Wenn Dun fertig gebadet hast, räumst du alle "Abwesenheitssignale" wieder weg.
Wären bisher selbst kurze "Trennungen" selbst innerhalb des Hauses eine Katastrophe, würde man das natürlich kleinschrittiger einführen, z.B. Halsband an, den Hund eine Minute ignorieren (der darf aber direkt neben einem stehen), Halstuh ab, weiter im normalen Tagesablauf, halbe Stunde später das selbe nochmal.
etc.
Wichtig ist, dass du die Signale erst wirklich extrem gründlich mit der entspannten "nichtansprechbar"-Zeit konditionierst. Auf keinen Fall darf der Hund eins der Signale wahrnehmen, während Du tatsächlich weg bist. Variiere die Zeit, die du "unansprechbar" bist, und pendele die Zeit aber insgesammt immer länger - am Besten viel länger, als sie nachher tatsächlich alleine bleiben muß.
Das ganze mehrfach am Tag und mehrere Wochen.
Erst dann benutzt du die Signale für "tsächlich zur Haustür raus gehen" - und da gehst Du anfangs raus, und sofort wieder rein - falls nötig, nicht mal die Tür zu machen.
Nach dem wieder reinkommen natürlich sofort die "Abwesenheitssignale" wegräumen.
Dann machst Du wieder einige Wiederholungen des Signals mit "Innerwohnungs-Abwesenheiten" bevor du wieder ein "Draussen vor der Tür" machst.
Bei den "draussen vor der tür"-Versionen steigerst du langsam aber variabel die Dauer - mal etwas länger, dann auch ruhig mal wieder etwas kürzer. Mach es nicht immer nur länger, denn dadurch wird es ja immerzu nur schwieriger für den Hund - wenn zwischendurch immer mal nur ganz kurze "DvdT" dazwischen gestreut werden, macht sie sehr häufig die Erfahrung, dass das ganze ja total locker und easy ist, und nur manchmal schwieriere Sachen gefordert werden.
Zwischen durch auch immer wiedermal die Signale mit "Innerwohnungs-Abwesenheiten" positiv aufladen.
Anfangs würde ich die Verlängerungsschritte wirklich im Sekundenbereich ansiedeln - lieber gleich da sicher gehen, dass sie versteht - Frauchen ist SOFORT wieder da!
Bevor sie wieder nur einen einzelnen "Oh Gott, sie ist weg, sie kommt nie wieder, oooooo Scheiße!"-Erlebnis hat.
Weitere Maßnahmen, die unterstützen können:
manche ätherischen Öle haben von sich aus entspannende Wirkung, z.B Jasmin, Lavendel, Zitrone, die kannst Du - in Verdünnung von ein Teil ätherisches Öl, 10 Teile Mandelöl, ein zwei Tropfen auf das Halstuch auftragen - als zusätzliches Element zum taktilen Entspannungssignal.
Anderen Hunden hilft ein Thundershirt beim Entspannen - das sind ziemlich enganliegende "T-Thirts" - durch den Druck auf die Haut des Hundes wird Oxitozin ausgeschüttet - ein körpereigenes Entspannungshormon.
Ausserdem könnte die Unterstützung von Bachbüten/Homöopathie hilfreich sein - dazu solltest Du aber einen guten THP befragen!