Beiträge von Shoppy

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    Danke Martina für die ausführliche Antwort...

    bittääääääääää :)

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    So habe ich das "früher" eigentlich immer gemacht, aber ich glaube, dann ist Bluey´s Erwartungshaltung immer noch viel größer, wirkt auf ihn wohl zu sehr wie variable Verstärkung...
    Der schafft es nämlich stundenlang "Jäbs" zu machen, wenn er Erwartung auf Futter hat. Ich habe mal (echt!) monatelang abends zu Hause gar nicht gefüttert. Entweder dann unterwegs (also im Hundeverein, oder beim Spaziergang) oder nur morgens und mittags... Aber es wurde mit Bluey nicht besser, sondern eher noch schlimmer. Der hatte den ganzen Abend Streß, rannte bei jeder Bewegung zum Futternapf...

    Oje, ne dann lieber einhaltung der Routine.


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    "Kreischen/bellen" auf Signal kann er ja, habe ich auch schon probiert so wie Du beschreibst, aber da Bluey nicht nur kreischen, sondern auch "hibbeln" kann, war das leider so auch nicht ganz von Erfolg gekrönt...

    Sorry, aber Du MUSST Dir folgende DVDs kaufen: Control Unleashed von Leslie McDevitt http://www.dogwise.com/itemdetails.cfm?ID=DTB1048 und Dir da die Sequenzen mit dem "Golden Snitch" :hust: angucken. Das ist der High King of Hibbel, knallt wie eine Flipperkugel von Wand zu Wand und ist vor lauter hibbeln nicht in der Lage gerade aus zu gehen. Leider ist es extrem schwierig zu beschreiben, wie Leslie mit ihm arbeitet - aber den fortschritt, den man im Laufe einiger Sessions auf einem 2-Tageseminar sehen kann ist der Wahnsinn.

    In meinem ersten Beitrag ist meine Frage "was wäre der wirkungsvollste Bestärker in der Situation komplett untergegangen :D
    Um das noch mal kurz anzusprechen:
    Wenn der Bluey hibbelt, dann MUSS sein Körper sich bewegen - das Problem ist, dass das Bewegungen sind, mit denen Du - mal ganz platt gesagt, nichts anfangen kannst.
    Leslie baut dann zu der Entspannung und zu der Struktur, die sie dem Hund gibt ausserdem Bewegung ein - aber eben flüssige runde, fliessende, die nicht hektisch und hibbelig, sondern eben entspannt und locker sind.
    Und das täte jetzt auch an den letzen Absatz passen - wenn er so rumhibbelt, und gleichzeitig aber schon auch selber versucht, sich zurück zu nehmen - weil er soll - aber nicht wirklich kann - könnte das nicht Grund für seine Verspannungen sein? Denn er muß ja quasi gegen die Bedürfnisse seines eigenen Körpers ankämpfen - das kann doch nicht gut sein...


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    Ich hatte noch eine Überlegung, hatte das auch probiert:

    Ich setze mich auf die Couch, stelle Schüssel mit Leckerlis bereit und hänge mir den Clicker an den Arm, stricke und ignoriere Bluey scheinbar. Sobald er (wenn auch nur äußerlich) bissel entspannter wird, clicke ich und werfe ein Leckerli. Total beiläufig. Also alles total aktionslos....
    Ich habe das jetzt erst einmal gemacht, da regte er sich tatsächlich nicht so auf, hat sich sogar hingelegt, sogar seitwärts gelegt und sogar den Kopf auf den Boden gelegt. Seitdem legt er auch in anderen "Warte-Situationen" öfter mal den Kopf auf den Boden (hatte ich ja einige Male können clicken). Nun bin ich mir aber soooo im Unklaren darüber, ob das zielführend ist. Versteht man, wie ich das meine? .... Weil natürlich wartet er dabei schon immer ein wenig auf den Click, aber andererseits war er schon recht ruhig dabei und wenn ich das öfter so mache, könnte es doch funktionieren, daß er erstmal clicken mit Ruhe verknüpft, oder?

    Cool - es gibt eben immer mehrere Möglihkeiten, wie man eine Sache vermitteln kann - und grundsätzlich finde ich: auf je mehr verschiedenen Wegen (solange diese "nett" sind) man eine Sache dann auch angeht, desto besser kann der Schüler auch alle Einzelheiten des "Unterrichtsstoffs" verstehen - und wenn Du das ein paar Mal gemacht hast, und es vorhersehbar klappt, kannst Du ein Signal davor hängen, es mit der Entspannung verknüpfen und dieses dann in den "Shaping-Clicker-Sessions" als "Abreger" benutzen.


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    Tja, die Frage: Was entspannt ihn zuverlässig?
    Es gibt eine Situation, in der er sehr schnell seeeehr entspannt wird:
    nach dem Fressen nach dem Spaziergang, wenn ich auf der Couch sitze, stricke und der Fernseher läuft. Dann rollt er noch paar mal auf dem Teppich rum, nervt mich noch mal kurz mit sich nen Platz suchen und mich noch mal abschlabbern, dann legt er sich hin und dann pennt er auch innerhalb kurzer Zeit richtig tiefenentspannt mehrere Stunden lang.

    Aha, und mit Deiner angeclickten Seitenlage hast Du schon zwei Möglichkeiten, das Entspannungsignal zu konditionieren ;)

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    Aber Entspannung herbei führen ist ansonsten bei ihm unmöglich: Er wird nicht besonders gern angefaßt, haßt Massagen oder großartige Streichelattacken, TT geht gar nicht... Ich nehme an, da spielt irgendwas gesundheitliches mit rein. Die Tierphysio meinte, er sei überall total verspannt und verkrampft, aber man weiß nicht so recht woher und behandeln (von der Physio) lassen kann ich ihn nicht, weil er durch den Streß, den er dabei hat, wieder kippt. Da muß ich erst die SD-Sache in den Griff kriegen. Termin habe ich ja schon, ist halt mit seinen Werten nicht so einfach...

    Hast Du schon mal vom Thundershirt gehört - das übt großflächig gleichmässig Druck auf die Haut aus, wodurch Oxitocin ausgeschüttet wird? Manche Hunde können damit sehr gut entspannen, und man braucht sie dafür nicht anzugrabbeln. Das Prinzip wird auch bei den Körperbändern beim TT angewendet - aber beim Shirt ist die Auflagefläche größer. Eigentlich ist es gegen Gewitterangst entwickelt worden, aber mein Gandhi (kein Angstkandidat) hatte es auf einem Seminar an, ist in seine Box verschwunden und hat wärend des Theorieteils (2 Stunden keinen Pieps mehr von sich gegeben - und den interessiert ansonsten jedes Geräusch und jede Bewegung, da mag er nämlich seinen kommentar zu abgeben!!!
    Leider war das nur geliehen, und ich kann mir son Teil grad nicht leisten, aber wenn mal wieder was über ist, wird das Teil angeschaft!

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    Die Routine-Alltags-Situationen sind durch die Rituale und Zeitlupen-Bewegen meinerseits schon deutlich ruhiger geworden... Ich habe also echt Hoffnung...


    Jau, das hilft auch schon was - vielleicht nicht grade Zeitlupe, aber ruhige, fließende Bewegung und auch BewegunsPausen. Die gibts ja auch in der Hundepsrache - ich weiß nicht ob die bei Turid Ruugas unter "Calming Signals" genannt werden, auf jedenfall finde ich, dass sie das sind - und sie werden, im gegensatz zu manchen anderen sogenannten CS auch tatsächich bewußt von Hunden eingesetzt. Wenn ich z.B. mit den beiden Tobsüchtigen raus in den Garten gehe, müssen wir durch vier geschlossene Türen, das ist großartig, denn ich kann an jeder einzelnen "Ruhe an der Tür" shapen. Ich warte einfach, bis sie ein wenig ruhiger zappeln ;) , Markiere das und lass sie dann durch die Tür (rasen *lol*). Selbes Spie an der nächsten Tür. Weil die beiden auch so Hibbels sind, und ihre Körper sich dann einfach bewegen müssen dürfen sie rumsausen, bis ich an der nächsten Tür bin, nur umgerannt werden will ich nicht - da gibts sann eine Pause bis wieder alle acht Pfoten auf der Erde sind). So shape ich mir langsam ein ruhigeres Rausgehen in den Garten - wenn wir auf die Strasse rausgehen bin ich etwas "strenger" mit der Auslegung von "Ruhig", weil sie da vorher angezogen (Geschirr, Leine) müssen, und das zappelnd nun mal nicht geht. Dann warte ich auh in dem Fall auf "Ruhe ander Tür und schick ihn durch - Hund zuerst - und draussen muß er warten, das ich mich sortiert und die tür geschlossen und leine, Clicker etc an den richtigen Stellen hab - Warten heißt für mich dabei nicht, dass gesessen werden muß - mein Kriterium ist "langsame Bewegungen im Leinenradius" - alles andere könnten die beiden Zappelphilippe nicht, ohne kompett frustriert zu werden und mit mir in konflikt zu geraten - und Konflikt haben die beiden schon genug mit der restlichen Umwelt, da brauchen die mich nicht auch noch bei... deshalb passe ich die Anforderungen da in Lawinenfließgeschwindigkeit an, das ginge sicherlich schneller - aber jeder nach seinen eigenen Prioritäten.

    Die beiden haben ihre Wichtigen Baustellen, die einfach bearbeitet werden MÜSSEN an anderer Stelle - da bearbeite ich sowas mehr so im vorbeigehen...

    Hi

    die Herangehensweise mit dem Entspanungs-Abwesenheitssignal wird in dem Buch nicht behandet - das wurde, soweit ich weiß, von Ute Blaschke-Berthold entwickelt, jedenfalls hab ich es bei ihr zum ersten Mal gehört...
    Ich finde gut an der Methode, dass dort gar nicht mit Leckerchen gearbeitet wird. A. Was würde man bei Hunden machen, die bei Trennungsangst nichts fressen, und B Wie würde man das RICHTIG timen, ohne sich extra ein Gerät zu kaufen, dass man per Fernbedienung zum "Leckerchenspenden" Schalten könnten (sowas, gibt es, nebenbei auch ;D )...


    Ansonsten wird in dem Büchlein von Patricia McConnell so ziemlich alles abgedeckt - auch Fälle mit schwierigen wohnsituationen. Ein Büchlein, das jeden einzelnen Cent von ich glaub 6,90 € wert ist.

    Es gibt auch von James O'Heare etwas zum Thema - das hab ich allerdings noch nicht gelesen

    Ich würd, hab ich gaub ich oben auch geschrieben, erst mal gar nicht die ganze Mahlzeit-Menge in den Napf tun, sodass eigentlich gar nichts im Napf übrig bleiben kann.
    Pack anfangs nur ein paar Bröckchen rein - Du hast viel mehr, und viel besseres - das gibts als Flugleckerchen - die letzten weg vom Napf werfen, damit Du selbigen aufsammeln kannst. Das kann man dann auch mehrfach hintereinander machen - also Napf mit ein paar Bröckchen füllen, hinstellen, Flugleckerchen werfen, ist der Napf leer, hochnehmen, neue Bröckchen rein, und so weiter.

    Ach und übrigens - so Sachen wie "Du mußt warten bis ich Dir eraube zu fressen" schüren Ressourcenverteidigung enorm - weil man den Hund ja wieder in Konflikt bringt - der will das haben, es wird ihm verboten, er hat Frust, Knallpeng.

    Natürlich ist das eine Sache, die man später wieder einführen kann, wenn man denkt, dass man das unbedingt braucht, ich hab nur immer noch nicht verstanden, wozu man das braucht... =)

    huhu,

    ich kenn mich mit den Bachblüten auch gar nicht aus - und hab auch noch keine probiert. Aber Menschen berichten halt, dass diese als Unterstützung zum Training zumindest bei manchen Hunden helfen können - also kann man das ja mal probieren, vorausgesetzt man wird von Leuten, dies ich damit auskennen gut beraten. :D

    Ich hör mich mal um, ob jemand einen Tip wegen eines Trainers in Wien hat :D

    Sicherlich "klappt" die "wir schleifen den Hund hinter uns her, schließlich muß er hin wo wir hin gehen, ob er will oder nicht, schließlich sind wir der Boss"-Methode.

    Die Frage ist ja bloss - wie können wir den Hund als "Besten Freund des Menschen"? bezeichen und uns noch selber im Spiegel in die Augen zu sehen ohne uns zu schämen, wenn wir ihn wie einen gefühlosen Sack Kartoffeln behandeln??

    Zerren wir ein dreijähriges Kind auch am Hals die Treppe runter oder rauf, wenn es spontan mal etwas Angst davor entwickelt?
    Und wird das Kind oder der Hund, von körperlichen Verletzungen mal ganz abgesehen, das irgendwie in seinem zukünftigen Verhältnis zum "Schleifer" beeinflußen? Und wenn ja, wie?

    Solch gefühlsloses, rücksichtsloses Verhalten gegenüber einem körperlich schwächeren Lebewesen ist einfach nur armselig.

    Leute, die das empfehlen, möchte ich gerne mal sehen, wenn sie das mit einem erwachsenen, ausgewachsenen Herdenschützer tun.

    Es gibt im Internet ein Video von Cesar Millan. Er zerrt einen jugendlichen nicht ganz ausgewachsenen Berhardiner eine Treppe rauf und macht sich dabei extrems lächerlich - der Hund ist dominant über die Treppe - zum totlachen, wenn es nicht zum speien wäre...


    Übrigens hab ich noch nie einen Hund mit Watte beworfen - und sie sind erstaunlich gut erzogen... auch ganz ohne, dass ich mit Gewalt (JA GENAU GEWALT nichts anderes ist es nämlich) meinen Willen durchsetzen muß - ich hab mehr Hirn als jeder Hund den ich bisher getroffen habe - ich kriege meinen Willen, ohne dass ich Gewalt anwenden muß...

    Aber wenn man halt nicht schlau genug und empathisch minder bemittelt ist oder sonstige Minderwertigkeitskomplexe hat, dann muß man wohl schleifen... :hust:

    die Frage ist dann, wie bekommst du das jeweils zweite Teil an die Leine - denn das andere Ende muß du doch durch zweimal durch die Löcher fädeln?? und wenn da schon ein Karabiner oder ein Ring dran ist, stell ich mir das schwirieg vor - oder überseh ich was?

    Der Unterschied ist, dass sie die Tür zumachen kann :gott:


    Die Box ist eine SUPER Idee, die kannst du nämlich erst mal gänzlich ausserhalb des "Büroumfelds" - sprich zu Hause einführen, und so lange ungestört üben, bis sie länger auch bei geschlossener Tür drinbleiben kann und Du sie problemos auch bei Ablenkung mit einem Wortsignal in die Box schicken kannst.